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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Silke (Überarbeitet)
Eingestellt am 05. 03. 2003 13:18


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Strider
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

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Silke wartete schon am Stall, als der junge Mann schlaftrunken über den Hof kam und sich die Müdigkeit aus den Augen rieb. „Sei morgen früh bei den Pferden, ich möchte dir den Sonnenaufgang über dem Meer zeigen“, hatte sie am Vorabend zu ihm gesagt, bevor sie alle zu Bett gegangen waren. Es war ihm schwer gefallen, den Wecker an diesem Sonntagmorgen nicht einfach abzustellen, doch um nichts in der Welt hätte er eine Gelegenheit versäumen wollen, mit diesem Mädchen allein zu sein, das ihn so in seinen Bann zu schlagen wusste.

***

Es war ein wunderschöner, kühler Morgen über der kleinen Nordsee-Insel, auf der Silkes Elternhaus stand. Ihr blondes schulterlanges Haar wehte in der leichten frischen Brise, sie trug weiße Shorts und ein blaues T-Shirt, ihre Füße steckten in leichten Leinenschuhen. In einer Hand hielt sie die Zügel zweier Ponies, die bereits auf dem Hof standen und ungeduldig mit den Hufen scharrten. Sie warf ihm ein beiläufiges „Guten Morgen“ hin, während sie dem einen, einer hellbraunen Stute mit flachsfarbener Mähne, liebevoll den Hals tätschelte.

Sie drückte Peter die Zügel des anderen, eines dunklen Wallachen, in die Hand, in die andere eine frische Karotte. Seine Befangenheit quittierte sie mit einem spöttischen Lächeln und einem „Keine Angst, er beißt nicht.“ Sie schwang sich mühelos auf den ungesattelten Rücken der Stute, während er seinem Pony sehr vorsichtig die Karotte unter das Maul hielt, und weidete sich von oben eine Weile an seiner Unsicherheit. „Also komm, ich bin auf den beiden schon mit sechs Jahren geritten, das kannst du auch“.

Er versuchte, die Schamesröte in seinem Gesicht zu verbergen, was ihm umso weniger gelang, als sie ihn mit ihren blauen Augen unverfroren musterte und dabei unergründlich lächelte. Silke verwirrte ihn, in mehr als nur einer Hinsicht. So sehr er dieses Mädchen mochte, ihre Nähe suchte, so sehr litt er unter Situationen wie dieser. Er konnte sich auf dieses Lächeln keinen Reim machen. Sollte er es auf sich beziehen? Begegnete sie nicht jedermann auf diese fröhliche, unkomplizierte Art? Andererseits, warum hatte sie gerade ihn eingeladen, ein Wochenende in ihrem Elternhaus zu verbringen?

Er verscheuchte diese Gedanken vorerst und bemühte sich unbeholfen, auf den Rücken seines Ponies zu klettern. Nach mehreren vergeblichen Versuchen ergriff er dankbar ihre Hand, die sie ihm vom Rücken ihres Pferdes aus hinhielt. „Danke“, brachte er heiser heraus, als er schließlich oben saß und unbehaglich hin und her rutschte; es gelang ihm nicht, eine bequeme Sitzposition zu finden. „Na also“, lachte sie, „es geht doch“, und lenkte ihr Pony in Richtung des offenen Hoftores.





Sie ritt voran, ohne sich sonderlich um ihn zu kümmern. Sehr zu seiner Erleichterung verfiel sein Pony ebenfalls in einen leichten Trab und folgte der Stute in einigem Abstand. Peter bedauerte das einerseits, war aber andererseits froh, dass sie nicht sehen konnte, wie er damit kämpfte, einigermaßen ruhig sitzenzubleiben. Allmählich kam er besser damit zurecht, sie folgten einem breiten Pfad, der anscheinend zum Strand hinunter führte. Es war Ebbe, das Watt reichte weit ins Meer hinaus, das zurücklaufende Wasser hinterließ flüchtige weiße Schaumkronen auf dem nassen Sand.

Als sie den Strand erreichten, war sie plötzlich wieder neben ihm. „Du musst jetzt die Knie fest zusammenpressen. Wenn du Angst hast, halt dich an seiner Mähne fest, das macht ihm nichts aus“. Mit diesen Worten drückte sie ihrer Stute die Fersen in die Flanken und galoppierte den Strand entlang davon. Peters Wallach wieherte erfreut und folgte ihr, ohne dass Peter das irgendwie beeinflussen hätte können. Er fühlte den angenehm weich schaukelnden Rücken des Pferdes unter sich, und bald lockerten sich seine Finger in der Mähne, an der er sich krampfhaft festgehalten hatte, er begann, den Blick freier schweifen zu lassen, die Morgenstimmung ein wenig zu genießen.

Sie wartete auf einer grasbewachsenen Kuppe auf ihn. Als er droben ankam, war sie schon abgesessen, nahm sein Pony am Halfter, tätschelte es liebevoll am Hals und reichte Peter die Hand zum Absitzen. Die beiden Ponies überließ sie sich selbst, sie suchten sich in der Nähe ein paar saftige Grasbüschel und setzten ihr unterbrochenes Frühstück fort. Silke deutete auf den Horizont, zeigte ihm die blutrote Sonnenscheibe, die sich langsam, majestätisch aus dem Wasser erhob. Sie nahm seine Hand, als sie beide schweigend über das Wasser blickten.

„Ich möchte, dass du mich liebst. Jetzt, und hier“. Unvermittelt drangen ihre Worte an sein Ohr, er war zu überrascht, ihre Bedeutung sofort zu begreifen. Sie drehte sich zu ihm, legte ihre Arme auf seine Schultern, er nahm ihre Hüften, als sie sich gegen ihn presste. Eine Woge der Erregung durchflutete ihn, als er endlich realisierte, dass ein Traum wahr werden könnte, ein Traum, den er sich selbst kaum einzugestehen gewagt hatte. Ihre Lippen berührten die seinen, der frische Duft des Morgens an der See mischte sich mit dem ihren, sie verschmolzen in einem langen, innigen Kuss.

„Komm“, sagte sie, nahm ihn wieder an der Hand und führte ihn zu einer nahegelegenen Bodensenke, wo sie vor dem Wind geschützt waren. Sie setzte sich ins weiche Gras, zog das T-Shirt über den Kopf. Zögernd, fast schüchtern tat er es ihr gleich, seine Augen auf ihren kleinen, festen Brüsten. Sie war mittlerweile aus den Schuhen geschlüpft und hatte wie selbstverständlich ihre Shorts abgestreift. Leicht zurückgelehnt, auf den Ellbogen aufgestützt, lag sie vollkommen nackt und unbefangen vor ihm und schaute ihn einfach an. Es wurde ihm langsam klar, dass sie es bis zur letzten Konsequenz ernst meinte, also überwand er seine Hemmungen und legte den Rest seiner Kleidung ab. Sie öffnete ihre Beine, deutete dazwischen, er kniete vor ihr nieder. Scheu streckte er seine Hand aus, begann sie sanft und vorsichtig zu berühren, an den Oberschenkeln erst, dann mutiger, er streichelte über ihren Bauch, ihren Nabel.

Ihre Scham war wenig behaart, wie bei allen echten Blondinen. Nicht, dass er so viel Erfahrung gehabt hätte, aber es ging ihm durch den Kopf, als er seine Blicke dorthin gerichtet hatte, unfähig, sich von dem verlockenden Anblick loszureißen. Kaum war ihm seine eigene Erregung bewusst, die sich unverhüllt vor ihren Augen präsentierte, kaum bemerkte er den leicht süßlichen Duft, der seine Nase in dieser windstillen Senke ungestört erreichen konnte. Er verharrte er in dieser Stellung, sie wartete, bis er den Blick wieder hob, in ihre Augen sah, aus denen das Spöttische, das Unnahbare so völlig verschwunden war.

„Ich möchte dich jetzt spüren“, sagte sie einfach. Sie zog ihn auf sich, und als er sanft in sie eindrang, fühlte er zu seiner Überraschung einen Widerstand, sie bebte in seinen Armen, als er ihn durchbrach, sie deflorierte, getrieben von seiner Leidenschaft. Kurz war ein Schatten von Angst und Schmerz in ihren Augen zu sehen, bevor auch sie sich fortreißen ließ im Taumel ihrer neu entdeckten Gefühle.

Lange lagen sie danach im Gras, hielten einander an der Hand, jeder für sich mit seinen Gedanken, bevor sie sich auf den Rückweg machten.

***

An all dies dachte sie zurück, als sie am Küchenfenster stand und ihre Tochter beobachtete. Sie hatten sie auch Silke genannt, als sie neun Monate später geboren wurde, und es war das erste Mal, dass sie einen jungen Mann über das Wochenende mit eingeladen hatte. Peter, ihr Mann, war zu ihr getreten, schaute kurz auf den Hof und verstand. „Ob wir noch Zeit haben, bevor die beiden zurück sind?“, fragte er und küsste sie sanft in den Nacken. Sie schaute ihn leicht spöttisch an, dann nickte sie, nahm ihn an der Hand und führte ihn aus der Küche. „Manche Dinge ändern sich nicht“, dachte er bei sich und lächelte.

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Nathalee
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Aug 2000

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Hallo Strider,

zunächst einmal: Deine Geschichte finde ich nicht schlecht. Sie mag mich zwar nicht vom Hocker reißen, aber mir gefällt die Stimmung.

Ich behaupte von mir, mehr vom Reiten als von der Literatur zu verstehen und wollte deshalb mal meinen Senf zu der Diskussion, die sich unter der Ursprungsfassung deiner Geschichte befindet, dazugeben.
1. Es ist in der Tat unwahrscheinlich, dass die Tochter des Hofbesitzers ihr Pferd/Pony nicht selbst striegelt (Ich weiß, in der neuen Fassung hast du die Frage ja geschickt gemieden). Putzen sollte man das Pferd in der Tat vor jedem Ritt, da verdreckte Stellen im Fell entweder zu Scheuerstellen unter Sattel- und Zaumzeug werden können oder, wenn man ohne Sattel reitet, eben für den Reiterpopo auch nicht sehr angenehm sein können. (Wer möchte schon auf einem Mistfleck sitzen?) Gefüttert werden die Pferde in den meisten Ställen allerdings alle gleichzeitig zu festen Zeiten von einem Stallburschen/Stallmeister und nicht alle einzeln von ihrem Besitzer zu willkürlichen Zeiten (Das gibt nur Futterneid bei den Pferden, die gerade nichts bekommen) oder - wie Renee schrieb - vor jeden Ausritt. In dieser Hinsicht ist es bei Pferden wie bei Menschen so: Wenn sie gerade ihre Portion Kraftfutter (z.B. Pellets und Hafer) bekommen haben, sollten sie der lieben Verdauung wegen nicht sofort mit körperlicher Arbeit beginnen. Bei Rauhfutter (Heu und Stroh) sieht das anders aus, denn das fressen Pferde ohnehin über den ganzen Tag verteilt.

2. Ein wenig unrealistisch finde ich deine Geschichte hinsichtlich des Ritts, den Peter als blutiger Anfänger offensichtlich erfolgreich übersteht.
- Anfänger nehmen gewöhnlich erst einige Longenstunden und Reitstunden auf dem Platz, ehe man sie ins Gelände schickt, wo so gut wie jedes Pferd mehr Power/Temperament/Lauffreude uns Schreckhaftigkeit zeigt.
- Recht hast du damit, dass der Trab ohne Sattel in der Tat auf den meisten Pferden viel ungemütlicher ist als der Galopp. Ein Anfänger muss allerdings ganz schön viel Talent haben, dass er sich im Trab ohne Sattel halten kann. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass man sehr wohl sagen kann "Der Galopp fühlt sich schaukelnd etc. an." oder "Der Trab ist holprig". Zumindest ist solche Ausdrucksweise und Beschreibung unter Reitern geläufig. Gangarten sind schließlich Bewegungen, und die kann man doch spüren, oder?

3. Unklar ist, was die Pferde am Kopf tragen. Du schreibst etwas von "Halfter". Unter Halfter versteht man gewöhnlich das Nylon/Leder-Gebilde aus Riemen, das Pferde tragen, wenn sie auf der KOppel stehen oder zum Putzen o.ä. angebunden sind. Mit einem solchen Stallhalfter hat man allgemein wenig Einfluss auf das Pferd. Im Galopp auf einem Pferd, das nur ein Halfter trägt, hat man keine Kontrolle mehr, es sei denn, das Pferd ist sehr gut auf Gewichts- und Schenkelhilfen geschult und der Reiter ist sehr weit fortgeschritten und kennt das Tier gut.
Da du auch was von "Zügeln" schreibst, gehe ich davon aus, dass du nicht die gewöhnlichen Stallhalfter, sondern Zaumzeug zum Reiten meinst, bei dem das Pferd gewöhnlich eine Metallstange (Gebiss) im Mund hat, die für wesentlich mehr Einfluss sorgt. Ersetze "Halfter" durch "Reithalfter", "Zaum(zeug)" oder "Trense" und die Unklarheit ist beseitigt.


So, ich hoff, das kommt jetzt nicht allzu klugscheißerhaft rüber.



Reiterlicher Gruß,

die Lee
__________________
"Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi." - Kees Snyder

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Strider
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2003

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Hi Nathalee,

ja, so ungefähr hab ich mir das auch vorgestellt. Ich hab es mir halt so vorgestellt: Das sind zwei Ponies, die Silke schon von Kindesbeinen kennen, also gut 15 Jahre auf dem Buckel haben und an sie und andere Kinder total gewöhnt sind. Dass Silke auf denen ohne Sattel und mit Stallhalfter reiten kann, ist so vielleicht plausibel, möglicherweise hören die sogar auf die Stimme wie Schulpferde und kennen außerdem den Weg ohnehin genau.

Peter? Naja, ich geb schon zu, kontrollieren kann der sicher nicht, was das Pony macht, aber wenn das so ein "handzahmes" relativ kleines Tier ist, das Silke und dem anderen Pony einfach nachgeht, denke ich schon, dass Peter zurechtkommen kann, auch im Galopp auf einem Pony mit vielleicht 80, 90 cm Schulterhöhe.

Ich wollte hier einfach die "Schwere" weghaben, die das reale Reiten so mit sich bringt. Die will nicht putzen, striegeln, satteln, Steigbügel verstellen, sondern sie will mit ihrem Freund in den Morgen galoppieren und - ja, das erzählt ja die Geschichte ...

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