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Leselupe.de > Gereimtes
Sinnbilder
Eingestellt am 19. 12. 2003 12:16


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Buffy
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2003

Werke: 52
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Sinnbilder
┬ę 2000 by KW <Buffy>

Im Zustand der Versunkenheit
Entspannt
Und fern der Wirklichkeit
Stell ich mir vor
Ich sei ein Baum
Ich d├Âse also vor mich hin
Bin konzentriert
Versuch zu sp├╝ren
Was w├Ąre wenn
Ein Baum ich w├Ąr
Was w├╝rde ich dann f├╝hlen?

K├Ânnt ich vielleicht die Eiche sein?
So typisch deutsch
Ich wei├č nicht
Nein!
Es scheitert schon am Wurzelwerk
Hab keinen festen Halt auf Erden
Wie k├Ânnt ich da gesund gedeihen
Wie k├Ânnt ich stark und pr├Ąchtig werden?
Mein Mangel an Standhaftigkeit
Mein zaudern und mein z├Âgern
Ich hielte keinem Sturme stand
Kann mich als Eiche
Gar nicht f├╝hlen!

K├Ânnt ich vielleicht die Pappel sein
Mein Stamm
So biegsam
Schlank
Geschmeidig
Dann g├Ąbe ich dem Wind mich hin
Vertrauensvoll dem Sturme
Mein Blattwerk mich erzittern l├Ąsst
Bis in die Spitze meiner Krone?

Schon der Gedanke ├Ąngstigt mich
Hingebungsvoll
Nein
Das bin ich nicht
Vertrauensbruch macht misstrauisch
So muss ich st├Ąndig
Kontrollieren
Muss vorsichtig
Und wachsam sein
Doch dieses Zwangsverhalten zeigt
Ich kann noch keine Pappel sein!

Denn g├Ąb ich auf
Den Widerstand
Was w├╝rde ich dann f├╝hlen?

K├Ânnt ich die Trauerweide sein
Mit Zweigen
Die zum Boden reichen
Mit zartem Laubwerk dicht best├╝ckt?
Ich strahlte einfach Ruhe aus
Ein jeder kann es sehen
Mein Anblick
Jede Hast vergisst
Auch g├Ąb ich zu verstehen
Dass man mit W├╝rde
Trauern kann!

Die Vorstellung
Mich schon entz├╝ckt
Doch nein
Vielleicht
Ich wei├č es nicht?
Wenn mich die Trauer ├╝berkommt
Versp├╝re ich auch Wut in mir
Es fehlt an der Gelassenheit
Daf├╝r stellt sich die Hektik ein
So dass ich schlie├člich resignier
Und eh ich mit H├Ąnden
Den Boden ber├╝hr
Doch lieber nach den Sternen greife
Die Frustration macht sich dann breit
Gepaart mit Unzufriedenheit
Noch bin ich keine Trauerweide
Kein Wunder
Dass ich nichts versp├╝r!

K├Ânnt ich ein Nadelbaum denn sein
Die Eibe
Tanne
Oder Kiefer
Vielleicht geschm├╝ckt als Weihnachtsbaum
Erkenne ich mich darin wieder?
Ich w├╝rde in der Gruppe leben
Gleich unser Outfit
Stetes Gr├╝n
Wir w├╝rden eng zusammenstehen
So dass die Spitzen sich ber├╝hren
Gemeinsam einem Sturme trotzen
Und ich st├Ąnd nicht allein im Regen
Weil die Gemeinschaft Schutz verspricht!

Es ist nicht von der Hand zu weisen
Dass so ein Dasein Reize hat
Doch wenn ich es mir recht betrachte
Es ist nicht ganz
So mein Geschmack
Mich st├Ârt schon sehr
Mein Nadelkleid
W├╝rd ich die Jahreszeiten sp├╝ren
Jahr ein
Jahr aus
Nur gleiches Gr├╝n
Es fehlte mir mein Farbenspiel
Ich glaube
Dass ich neidisch w├Ąre
Auf jedes Blatt
Dass sich verf├Ąrbte!
Und dann im Herbst die bange Frage
G├Ąb ich mein Leben
Daf├╝r hin
Um im Modell vom Weihnachtsbaume
einmal im Kerzenlicht zu stehn?

Doch h├Ątte ich die M├Âglichkeit
K├Ânnt w├Ąhlen zwischen beiden
So w├Ąr mein Dasein
Ziemlich kurz
W├╝rd mich
F├╝rs Kerzenlicht entscheiden!
Ich nehme glatt das neue Kleid
W├╝nsch einfach nur Ver├Ąnderung
Denn ohne sie
Kann ich mich nicht
Als Nadelbaum
Wohlf├╝hlen!

Langsam holt mich die Wirklichkeit
Heraus
Aus der Versunkenheit
Jetzt ich denk kritisch an die B├Ąume.
Warum ist es so kompliziert
Es f├Ąllt mir schwer
Zu unterscheiden
Was wahr ist
Und was nur ein Traum
Es muss doch geben
Einen Baum
In dem ich mich auch sp├╝re!

Mein Blick auf einen Bonsai f├Ąllt
Den schaue ich mir pr├╝fend an
Sein Wurzelwerk
Hat man gestutzt
Damit er nicht mehr
Wachsen kann!
Sein Stamm sieht alt
Und knorrig aus
Doch wie
Wurd er verbogen
Wo liegt der Schwerpunkt
Seiner Last
Wie kommts
Dass er Balance hat?
Ich stell mir vor
Ich w├Ąre er
Kein Gleichgewicht vorhanden w├Ąr!
Jetzt schau ich mir die Krone an
Wenn man sie so bezeichnen kann
Nur wenig Gr├╝n ist da vorhanden
Des Meisters Schere
Kann ich sp├╝ren
Die jungen Triebe
Stets beschnitten
Sein freies Wachstum
Untersagt!

Mein Blick auf meinen Bonsai f├Ąllt
Hurra
Da ist ja meine Welt
Da ist der Baum
Der all das hat
Was mir so sehr
Zu schaffen macht!

Die Pflege ist mir nicht gelungen
Denn er geht ein
Der Alte
Junge!



__________________
Bin nie falsche Wege gegangenDie Umwege haben mich gepr├Ągtc.by KW

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Buffy
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An den Administrator-in

K├Ânnt ihr bitte den Text verschieben.
Entweder in Prosalyrik oder sonstige Lyrik.
Da ich vermute, das der Inhalt des Textes nichts mit der Natur direkt, sondern nur indirekt zu tun hat, kann es zu Missverst├Ąndnissen f├╝hren.
Herzlichen Dank
Es gr├╝├čt Buffy
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lapismont
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Hallo Buffy,

ich find den Text hier schon recht gut aufgehoben!
In Prosalyrik passt er der Metrik wegen nicht.

Ich aber bin von diesem Werk h├Âchst angetan!
Es liest sich sehr gut, ist f├╝r mich nachvollziehbar, grade und leichtversig.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Buffy
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Danke Lapismont

Hi,
ich h├Âre immer wieder, der Text sei zu lang. Man erm├╝det bei so langen Texten sehr schnell. Habe auch schon versucht das Gedicht zu verdichten. Aber meines Erachtens leidet die Aussage darunter. Sollte ich besser die einzelnen B├Ąume als ein Gedicht z. B. "Erstes Sinnbild" nehmen und unter dem gemeinsamten ├ťberbegriff "Sinnbilder" aufgliedern, bzw. trennen.
Oder sollte ich eine Straffung versuchen.
Meine pers├Ânliche Meinung, mir gef├Ąllt es auch in der L├Ąnge.
Einen sch├Ânen 4. Advent und liebe Gr├╝├če
Buffy
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Inu
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Der Aufbau des Gedichtes und die Gedanken, die Du Dir machst, gefallen mir ausgesprochen gut. Vom Rhytmus her tue ich mich in manchen Versen hier schwer. Besondern wenn ich sie laut lese. Ich denke, da m├╝sstest Du noch feilen.

Einen lieben Gru├č
Inu

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Buffy
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2003

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Danke Inu f├╝r dein Feedback

Hi Inu,
du findest es pers├Ânlich nicht zu lang?
Stimmt, bein laut lesen sind mir auch einige kleine Stolpersteine aufgefallen.
Habe aber noch keine Idee, diese mit einer positiven Verbesserung des Werkes umzusetzen.
Vielleicht nach den Feiertagen?
Es Gr├╝├čt dich Buffy
und w├╝nscht einen guten Rutsch ins neue Jahr.
__________________
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Sandra
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Registriert: Not Yet

Hallo Buffy,
ich finde Dein Gedicht sehr, sehr sch├Ân und auch gelungen.
Stolpersteine fielen mir weniger auf. Bis auf eine Strophe, die im ganzen Kontext m. E. st├Ârt, w├╝rde ich es so lassen, wie es ist. ├ťber den Nadelbaum sprichst Du in drei Versen, das ist l├Ąnger als bei den anderen "Baumtr├Ąumen" und hakt dadurch etwas.
Folgende Strophe k├Ânnte gestrichen werden. In der vorangegangenen Strophe sagst Du eigentlich schon alles:

Doch h├Ątte ich die M├Âglichkeit
K├Ânnt w├Ąhlen zwischen beiden
So w├Ąr mein Dasein
Ziemlich kurz
W├╝rd mich
F├╝rs Kerzenlicht entscheiden!
Ich nehme glatt das neue Kleid
W├╝nsch einfach nur Ver├Ąnderung
Denn ohne sie
Kann ich mich nicht
Als Nadelbaum
Wohlf├╝hlen!

Doch ich bin sehr angetan von so viel Poesie (und das bezieht sich nicht nur auf die Menge Text ;-))


Einen lieben Gru├č und einen guten Rutsch


w├╝nscht Dir
Sandra

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