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Leselupe.de > Horror und Psycho
Skizze
Eingestellt am 18. 06. 2003 23:59


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Sebatsian Rahn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2001

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Dies ist der erste Text den ich dem Horrorgenre widme. Ich muss leider vorweg schreiben, dass ich bisher noch nie viel Interesse in diese Kategorie investiert habe mal von einem kleinen Stephen King Ausrutscher abgesehen und nicht sicher bin den allgemeinen Geschmack getroffen zu haben. Weil ich bei l├Ąngeren Texten nach einer Weile immer unsicher werde ob sich das Weiterschreiben lohnt setze ich es hier ins Forum um nachzufragen ob es das wirklich wert w├Ąre. Man m├Âge mir daher bitte fehlendes das Ende und Rechtschreibfehler verzeihen. Die Welt der Dunkelheit in der sich die Geschichte ist Erfindung des Rollenspielverlags White Wolf. Alle Rechte sind wie ├╝blich
vorbehalten. Ich danke vorweg f├╝rs lesen und hoffe auf Kritik aller Art damit man mal wieder was zum kauen hat.

'Krepier du verdammtes Mistvieh' br├╝llte der Mann auf der anderen Seite w├Ąhrend sein mitgef├╝hrtes Kleinkaliber bereits begann Tod und Verderben auszuspeien.
Die Akustik der leerstehenden Lagerhalle lie├čen seine Stimme und das Ger├Ąusche der abgefeuerten Waffe wie Kanonendonner klingen und waren dementsprechend schmerzhaft mitanzuh├Âren. Ich unterdr├╝ckte noch rechtzeitig meinen Reflex, die Ohren zuhalten zu wollen schon alleine um wenigstens den Eindruck von W├╝rde aufrechtzuerhalten.
Stattdessen besann ich mich die gelassene Haltung zu bewahren mit der ich die Pose machte und die, so hoffte ich, meinen Gegen├╝ber einsch├╝chtern w├╝rde. Zumindest im Ansatz schien dies sogar zu funktionieren. Die ersten drei Kugeln pfiffen um Armesl├Ąnge an mir vorbei und verschwanden harmlos in der R├╝ckwand.
Von den Resultaten seiner weniger berechneten Aktion wohl zu Einsicht gekommen nahm mein Gegen├╝ber die Pistole nun in zwei H├Ąnde, zielte und dr├╝ckte solange ab, bis die Waffe nur noch ein protestierendes Klicken von sich gab.
Wieder machte ich mir keine M├╝hen den Gescho├čen auszuweichen sondern belie├č es darauf weiterhin meinen schie├čw├╝tigen Angreifer anzustarren, in der Hoffnung mehr von ihm erkennen zu k├Ânnen. Noch als sein Gesicht langsam an Form anzunehmen begann erreichte mich die n├Ąchste Welle. Ich muss zugeben, dass er sich dieses Mal wirklich M├╝he gegeben hatte mich ernsthaft zu treffen. Mehr als zwei seiner Gescho├če flogen so nahe an meinem Gesicht vorbei, dass ich den Zugwind sp├╝rte welche sie mit sich herzogen und die meinen Wange streichelte wie eine gefl├╝sterte Unheilsbotschaft. Als ich damit anfangen wollte meinen Plan der direkten Machtdemonstration aufzugeben und stattdessen zur Seite zu springen oder ├Ąhnliches, um mich in Sicherheit zu bringen, durchschlug einer der Biester meine linke Schulter.
Ich konnte sp├╝ren wie es seinen Weg durch harten Knochen bahnte, wie es von dem ├╝berraschend geringen Widerstand im K├Ârper selbst motiviert weiterglit um dann doch kurz vor dem Ende zum Stillstand kam.
Es hinterlie├č einen unangenehmen stechenden Schmerz und die Wucht des Aufpralls nebst der ├ťberraschung doch noch getroffen worden zu sein lies mich einen Schritt zur├╝cktaumeln.
Der Verursacher dieser Unannehmlichkeit schien indessen ├╝berrascht, dass sein finaler Gl├╝ckstreffer nicht wie erhofft zu meinem sofortigen Ableben gef├╝hrt hatte und er hatte Pech falls er annahm, dass ich nach diesem noch weiterhin gewillt sein w├╝rde Zielscheibe f├╝r ihn zu spielen. Des ganzen Dramas ├╝berdr├╝ssig griff ich nun endg├╝ltig in meine Manteltasche.
Die 45.er, die seit langem zu meinem st├Ąndigen Begleiter geworden war, glimmerte in dem schwachen Licht seicht was ein seltsames Gef├╝hle der Romantik in mir hochkommen lies. Mein Gegen├╝ber der wohl erkannte was genau ich da hervorholte wirkte ebenfalls g├Ąnzlich von Emotionen ergriffen und versuchte noch verzweifelt aus seiner Hose etwas herauszuzerren vermutlich ein Ersatzmagazin. Ich lies ihm geb├╝hrend einige Sekunde lang hektisch an sich herumfuchteln, registrierte, dass er nicht rechtzeitig fertig sein w├╝rde bis zu Sonnenaufgang und verpasste ihm eine Kugel wohin auch immer. Zu mehr als dem Treffen waren auch meine Fertigkeiten mit Schusswaffen letztendlich nicht in der Lage. Die Wirkung erschien zuerst dieselbe zu sein ignoriert man den erschrockenen Aufschrei und dass er bereits kurze Zeit sp├Ąter gekr├╝mmt vor Schmerz auf dem Boden lag. Ich hielt es f├╝r angebracht nun vollendst in den Schein des Lichtkegels zu treten den ich vorher im Falle einer raschen Flucht vermieden hatte. Immer noch war sein Gesicht im Schatten verborgen doch ich bedurfte nur der Stimme um herauszufinden was genau ich zu erwarten h├Ątte. Er richtete sich in seinen Qualen auf, blickte mir ins Gesicht und die nun von Todesn├Ąhe geschw├Ąchte Stimme hauchte leise die verbl├╝fften Worte: 'Eine Frau...?' bevor er wieder in sich zusammensackte und starb.
Nun zumindest war es kein gro├čer Verlust f├╝r die Menschheit gewesen dachte ich zu mir. Trotzdem war ich ver├Ąrgert ihn get├Âtet zu haben. Nicht das es mir hierbei um Moral und dergleichen ging oder das sein Tod mich in irgend einer Weise ber├╝hrte sondern schlicht die Tatsache, dass mit seinem Ableben Fragen unbeantwortet blieben, die ich den anderen M├Ąnnern die mir aufgelauert waren ebenfalls nicht mehr stellen konnte. Trotzdem lies ich es mir nicht nehmen den Verstorbenen nach allem zu durchsuchen was mir hilfreich sein k├Ânnte. Die Brieftasche schien vor unserem Zusammentreffen wie bei den Beiden anderen vorsichtshalber entleert worden zu sein und enthielt nichts weiter als ein paar zerknitterte Geldscheine. Sonst gab es nichts an dem Mann was darauf hinweisen konnte wer er war. Fast als h├Ątte er nur daf├╝r existiere um mit einer Knarre wild in der Gegend rumzuballern. Ich steckte die Brieftasche ein und nahm aber auch noch Waffe und Patronenh├╝lse mit bevor ich ging. Ich erachtetet es nicht als die M├╝he wert ihn im Meer zu versenken. Der Hafen war ein reinstes Moloch von Korruption und geplatzten Drogenhandels, bei dem des ├ľfteren jemand den Tod fand. Wenn ich Gl├╝ck hatte w├╝rde die Polizei falls sie sich ├╝berhaupt hierher traute sich damit vergn├╝gen den Toten zu bergen und wieder zu verschwinden ohne die Einsch├╝sse an der gegen├╝berliegenden Wand zu bemerken.
Falls es bis dahin ├╝berhaupt noch eine Leiche zu finden gab...
Bevor ich den Gedanken zu Ende f├╝hren konnte vernahm ich das klirrende Ger├Ąusch. Es war die Kugel welche es vorhin nicht geschafft hatte mich vollkommen zu durchschlagen. Die Regeneration hatte bereits begonnen und auf jegliches Zutun meinerseits verzichtet. Dieses Gef├╝hl, die Kontrolle ├╝ber meinen eigenen K├Ârper zu verlieren, beunruhigte mich schon seit geraumer Zeit und noch etwas in dieser Nacht fiel mir unangenehm auf. Als ich dabei war mich in Richtung Ausgang zu bewegen wandte ich mich pl├Âtzlich wie aus einem Reflex heraus erneut der in Dunkelheit verborgenen Leiche zu ohne, dass ich den Grund daf├╝r h├Ątte erahnen k├Ânne. Der Betonboden auf dem wohl schon seit Jahren niemand mehr Fu├č gesetzt hatte wies auf fundamentale Risse hin die sich ├╝ber den gesamten Geb├Ąude verteilten. Es glich einem kleinen Wunder, dass die Grundmauern nicht bei der Schie├čerei zusammengebrochen waren. Doch weniger die verfallene Bruchbude war mir wichtig als vielmehr das was in ihren Adern floss. Die Wunde war sofort t├Âdlich gewesen soviel lies sich schon aus dem immensen Blutfluss der sich in den Rinnen gebildet hatte erkennen. Und er floss in meine Richtung. Ohne zu wissen wie mir geschah beugte ich mich vor und tauchte meine Finger so tief in den Miniatur-Strom wie nur eben m├Âglich und hob sie zu meinem Gesicht. Einen kurzen Augenblick lang betrachtete ich die Fl├╝ssigkeit wie sie begann meine Hand hinunter zu kriechen. Welch s├╝├člicher Lebenssaft der mit solcher Verlockung soviel Verderben brachte. Doch von solchen Gedanken w├Ąhnte ich mich am diesen Zeitpunkt frei als ich die Substanz an meine Lippen f├╝hrte und wie s├╝├čliche Nektar auf meiner Zunge zergehen lie├č. Ja, es war Nahrung f├╝r mich so wie f├╝r andere Brot und Wasser f├╝rwahr ausgereicht h├Ątten. Doch diese Leute waren unwissend und w├╝rden niemals sich an denselben Geschmack g├╝tlich tun wie ich es in diesem Moment tat, dem ich sogar meine gesamte Existenz verdankte. Verflucht waren diejenigen, die niemals solch ein Gef├╝hl der Wollust empfinden w├╝rden wie ich es kennen und lieben gelernt hatte.
Doch nicht Angenehmes kam ohne einen Fluch. Als diese Offenbarung der absoluten Gaumenfreude begann meine Kehle hinunterzuflie├čen wurde ich einer anderem dunkleren Gef├╝hl ├╝bermannt welche immer zur selben Zeit wie dem Geschmack auftraten. Das unb├Ąndige Verlangen nach mehr. Und nicht nur das Verlangen nach Trinken sondern auch daf├╝r zu t├Âten, Kehlen zu zerrei├čen und ihnen ihres Lebens zu berauben nur allein des Hungers wegen. Ich hatte nicht damit gerechnet gerade jetzt wieder von diesen dunklen Gedankeng├Ąngen verfolgt zu werden, hatte ich noch zuvor meiner Trieb nach Nahrung befriedigt. An diesem Ort schien es irrational, unpassend und vor allem wie ich mit Schrecken feststellte unkontrollierbar. Meine Z├Ąhne verformten sich im Mund und schnitten mir beinahe in die Unterlippen. Ich musste weiter mich den Strom hocharbeiten in Richtung Hauptgewinn. Zur Befriedigung von dem was ich zum Opfer gefallen war und dem ich niemals Herr werden k├Ânnte. Ich stellte mir vor wie meine Z├Ąhne sich in sein schutzlosen Fleisch bohrten, wie ich begann sein f├╝r ihn nun nutzlose K├Ârperfl├╝ssigkeit auszusaugen und wie ich erst damit aufh├Âren w├╝rden wenn nichts mehr davon ├╝brig war.
Aber warum sollte ich das eigentlich wollen?
Diese pl├Âtzliche Frage die im meinem Kopf einschlugen brachte mich in die Realit├Ąt zur├╝ck. Erschrocken prallte ich vom Leichnam zur├╝ck den ich mich vorher kriechend wie ein Raubtier gen├Ąhert hatte und mir dabei auch noch meine Hose sowie H├Ąnde mit Blut besudelt hatte.
Alles war so schnell wieder vorbei gewesen wie es meinem Kopf hoch gekrochen war doch trotzdem war es f├╝r mich der verst├Âhrendste Augenblick seit langem gewesen. Ich lies die Bei├čerchen die mir so spontan hervor gewachsen waren wieder einfahren, die sich f├╝gten wie getadelte Kinder. Angewidert von diesem unerwartenten Ausbruch eines unbekannten Ichs welches ich nicht verstand war ich froh das verfluchte Viertel hinter mir zu lassen und zu meinen Wagen zur├╝ckzukehren den ich vorsichtshalber in einem nahen Stadtviertel geparkt hatte wo er mit h├Âherer Wahrscheinlichkeit sp├Ąter noch stehen w├╝rde.
Kriminalit├Ąt ist wahrhaftig eine Krankheit in sich.

Endlich wieder Zuhause angekommen war es mir endlich wieder m├Âglich einigerma├čen klar denken zu k├Ânnen. Das begann damit, dass ich laut fluchte und die Sauerei betrachtete die sich auf meiner Kleidung und nun auch auf meinem Sitz ausbreitete. Dieser Abend war alles andere als erfolgreich gewesen. Ich stie├č die T├╝r auf und hechtete in das Mehrst├Âckige Mietsgeb├Ąude, leise betend, dass meinen Nachbarn die ich eigentlich so gut wie nie zu Gesicht bekam mich nicht in den neuen Koloraturfarben bekleidet erwischen m├Âgen. Wie ein Wunder gelangte ich tats├Ąchlich unbeobachtet zu meiner Wohnungst├╝r die ich rasch ├╝berwand und f├╝r meinen Geschmack etwas zu heftig ins Schloss fallen lie├č. Einen Moment horchte ich sogar ob ich jemanden mit dem lauten Ger├Ąusch aufgeschreckt haben k├Ânnte. Nachdem sich auch nach mehreren Minuten kein Ger├Ąusch zu vernehmen war entledigte ich mir bereits im Flur von meiner verr├Ąterischen Kleidung bis ich nur noch Bluse und Unterw├Ąsche am Leib trug. Daraufhin eilte ich rasch zum Badezimmer und wusch so gut es ging die Blutspuren von meinen K├Ârper welche sich scheinbar weigern wollten von meinen K├Ârper abzulassen. Eine st├Ąrkere Dosis von Bellas Orange Shampoo l├Âste zumindest dieses Problem. Als ich wieder aus der Dusche trat wurde es mir schlagartig bewusst, dass ich vergessen hatte mich vorher zu entkleiden, so dass auch mein letzter kl├Ąglicher Rest von Privatsph├Ąre der an meinem K├Ârper herunterhing quasi unbrauchbar gemacht wurde. Ich stie├č einen weiteren Fluch in dieser Nacht der Verdammten aus und huschte zur K├╝che. Mein Ziel war eine unscheinbare Mulde unter dem Waschbecken in welcher ich Reinigungsmittel aller Art lagerte. Ich suchte mir das St├Ąrkste aus welches ich finden konnte, packte mir den Lappen den ich unachtsam ├╝ber den Wasserhahn geh├Ąngt hatte und war schneller wieder aus der Wohnung und am Wagen als ich oben ├╝berhaupt angekommen war. Zumindest schien mein Urteilsverm├Âgen noch zu funktionieren denn das Zeug welches ich genommen hatte erwies sich als wirkungsvoller als gedacht. Leider ver├Ątze es mir auch den Sitz bis fast auf die Polster aber letztendlich ging es mir zu sehr um die Effizienz die Spuren eines Mordes zu verwischen als sich um meinen kleinen Ford Sorgen zu machen. Als ich mich nun endg├╝ltig frei von jeglichen Indizien w├Ąhnen konnte kehrte ich nun mehr erleichtert zum Haus zur├╝ck. Nach all der Hektik war es mir schlichtweg egal ob irgendwelche Gaffer wohl aus ihren Fenstern oder aus einem T├╝rspalt heraus meinen halbnackten K├Ârper betrachteten. Doch der wahren Katastrophe wurde ich erst gewahr als ich wieder in meine Wohnung zur├╝ckkehrte. Es gab einen Zeugen in dieser Kriminalgeschichte. Scottie hatte sich wohl w├Ąhrend ich ├╝berst├╝rzt und mit Waschmittel bewaffnet, welches wohl fr├╝her einmal f├╝r die moderne Kriegsf├╝hrung hergestellt worden war auf meinen Wagen losging, es irgendwie geschafft unbemerkt an mir vorbei zu schleichen an all den T├╝ren vorbei die ich unachtsam offen stehen gelassen hatte und zur├╝ck in sein geliebtes Revier in welchen er mich gro├čz├╝giger Weise leben lies. Er hatte meine von Blut getr├Ąnkte Kleidung selbstredend bemerkt sowie der allgemeine Geruch des Grauens welches sich hier ausgebreitet hatte. Mit vorwurfsvollen Augen starrte er mich an als er mich an der T├╝r ersp├Ąhte vor ihm die Beweise meines schlimmen Verbrechens. Doch zeugte dies gl├╝cklicherweise nicht etwa davon, dass er pl├Âtzlich zum M├Ąrtyrer der Gerechtigkeit entartet war sonder schlichtweg, dass er die Stra├čen dieser gro├čen und f├╝r ihn noch vielmehr als f├╝r alle anderen t├Âdlichen Stadt gewagt hatte in dem Zutrauen, dass Jemanden zu gegebener Stunde ihm Tor und T├╝r zu seinem Reich wieder ├Âffnen w├╝rde und er seinen rechtm├Ą├čigen Platz auf seinem Thron, welchen ich schlicht als Bett bezeichne, einnehmen konnte zusammen mit einem Napf bestens ausgelesenen Futter. M├Âglichts mit kleinen Feinheiten meiner neusten Kreationen aufgebessert. Doch dieses Mal war niemand da gewesen der ihn erwartete. So war er ziellos umhergestreift wom├Âglich schon dar├╝ber gr├╝belnd wie es zu diesem Verrat gekommen war. Schlie├člich hatte er mein Auto bemerkt und mich wie von einer Furie gehetzt in das Haus st├╝rmen sehen. Nun in der Erwartung auf eine Antwort sa├č er nun da den Schwanzspitze bedrohlich hebend und senkend. Von Schuldgef├╝hlen fast sprichw├Ârtlich ins Gesicht geschlagen sprach ich einige beruhigende Worte und da er mich nicht zu verstehen schien beschloss ich aufs Althergebrachte zur├╝ckzugreifen und wandte mich der K├╝che zu. Diese Botschaft verstand er wiederum zu gut und stand bereits ungeduldig wartend auf dem K├╝chentisch bevor ich ├╝berhaupt ansatzweise einen Schritt h├Ątte tun k├Ânnen.
Die Entschuldigung war von unserer Majest├Ąt gn├Ądig angenommen.
Mit den weltlichen Problemen nun einigerma├čen in Einklang gekommen blieb da noch die Kleidung mit der ich mich in der n├Ąchsten Nacht besch├Ąftigen w├╝rde. Zuerst war ich damit zufrieden es in die schon seit langem unbrauchbar gewordenen Badewanne zu werfen damit ich dessen Anblick nicht l├Ąnger ertragen m├╝sste. Dann gab es noch den nicht weiter erw├Ąhnenswerte Fleck auf dem Flie├č welcher es hinterlie├č, den ich ebenfalls auf Morgen verschob auch wenn das Reinigen dann wohl zur reinen Tortur ausarten w├╝rde. Allerdings gab eh keine Besucher welchen dies h├Ątte auffallen k├Ânnen. So belie├č ich es auf der unerm├╝dlichen Gleichg├╝ltigkeit die sich bei mir eingestellt hatte. Zum ersten Mal seit ich zum Hafengel├Ąnde aufgebrochen war fiel mein Blick erneut auf eine Uhr und wieder war es diejenige die ich ├╝ber meiner Haust├╝r aufgeh├Ąngt hatte. Perplexerweise fiel mir dabei auf, dass ich selbst nie eine Uhr trug. Das war doppelt seltsam zieht man mit in Betracht wie wichtig Zeit doch f├╝r mich im speziellen darstellte. Ich sch├╝ttelte den Gedanken wieder ab. Falls ich mal wieder Raphael besuchen sollte w├╝rde ich ihn vielleicht mal nach einer fragen. Das hei├čt falls dieser Crack-Head neben Autoradios die mit gr├Â├čter Hektik entfernt worden waren und anderen in ├Ąhnlicher Weise besch├Ądigtes elektronischen Schnik-schnak auch noch Uhren mit abgerissenem Arm verkaufte.
Obwohl ich auf dem Arm wahrlich verzichten konnte vor allem in diesem Augenblick. Seit dem ich an meinem Schreibtisch gesessen hatte und wieder zur├╝ckgekehrt war waren ungef├Ąhr zwei Stunden vergangen. Nicht l├Ąnger bedarf es also einen Menschen umzubringen und sich die Weste danach einigerma├čen wieder rein zu waschen. Allerdings hatte auch die Entscheidung des Toten den Schauplatz dieser nach seinen eigenen Worten 'apokalyptischen' Schlacht ausgerechnet dort zu w├Ąhlen wo man ihn nicht h├Ątte schreien h├Âren meine Beseitigungsaufgabe deutlich vereinfacht. Falls mir jemand auf der Stra├če mit einer gezogenen Waffe begegnet w├Ąre so h├Ątte es deutlich schlimmere Komplikationen.
Ich machte mir nichts vor. Ich hatte Gl├╝ck einem solchen Volltrottel begegnet zu sein. Wieder in meinem kleinen Allzwecksessel rollte ich mich r├╝ber zum Computer um erneut meine Emails zu ├╝berpr├╝fen. Gl├╝cklicherweise hatte ich in der Eile vergessen ihn abzuschalten so blieb mir zumindest unn├Âtige Tipperei erspart. Das ├╝berwiegende Wei├č auf dem Monitor lie├č es wie einen direkten Kontrast zu all dem Blut wirken welches ich heute bereits zu Gesicht bekommen hatte. Bei dem Gedanken wurde mir pl├Âtzlich ├╝bel obwohl ich nicht einmal h├Ątte sagen k├Ânnen was der Grund daf├╝r war. Ich l├Âschte sofort die Mail an der Spitze der Liste welche mich mit den in dicken roten Buchstaben geschriebenen Worten 'Ich wei├č was du bist' gelockt hatten. Allerdings nicht ohne vorher noch die Adresse aufzuschreiben so wenig sie mir auch noch nutzen mochte. Die Meisten die dahinter folgten waren minder interessant. Neben den verfluchten Kettenmails durch die ich mich Nacht f├╝r Nacht k├Ąmpfen musste war scheinbar auch der gesamte Rest des Internets nur damit besch├Ąftig mir mit Schn├Ąpchenpreise von Rasierapparaten den letzten Rest Verstand an welchen ich mich verzweifelt klammerte zerst├Âren zu wollen.
Alles in allem war der so hoch gepriesene Datenhigway im Grunde eine riesige und ziemlich kostspielige Verschwendung wenn man es nicht genauer einstudierte was bei mir leider nicht der Fall war. Nur zwei Botschaften schenkte ich genauere Aufmerksamkeit. Die Eine war von Elsa verfasst worden und ich brauchte sie nicht einmal zu ├Âffnen um zu wissen was drinstehen w├╝rde. Tats├Ąchlich schrieb sie dort mit ihren s├╝├člich umschriebenen Worten die ich bereits von ihr gewohnt war von der Bitte mich so schnell wie m├Âglich bei ihr zu melden da sie 'etwas hatte was dich interessieren wird'. Egal wie sie ihre Aufforderungen immer und immer wieder neu definierte es lief letztendlich immer darauf hinaus zu ihr zu kommen m├Âglichst bevor Madame ungeduldig wurde. Und daf├╝r wollte sich keiner verantwortlich w├Ąhnen da dies f├╝r gew├Âhnlich mit h├Âchst unerfreulichen Konsequenzen verbunden war. Sie war eine hitzige nicht destotrotz geschickte Monarchin die wusste wie man ihre Untertanen bei Laune hielt auf die eine oder andere Weise. So sehr sie auch versuchte ihre Autorit├Ąt mit Blumen zu verdecken so w├╝rde sie immer wie ein unheilvoller Schimmer aus ihnen herausbrechen bis die sie Umgebene Sch├Ânheit g├Ąnzlich verschlungen oder abget├Âtet wurde. Sie hatte mir bereits fr├╝h zu Gem├╝t gef├╝hrt wie die Dinge liefen und mir danach verboten die Narben verheilen zu lassen gefolgt von der Drohung mir beim n├Ąchsten Mal schlimmere zu verpassen. Seither hatte ich es nicht mehr gewagt einer ihrer 'Bitten' abzuschlagen.
Ich schaute noch einmal nach wann die Mail verschickt worden war. Es war genau um drei Uhr siebenundzwanzig gewesen nur wenige Minuten bevor ich abgereist war. Sie w├╝rde mich vor dem n├Ąchsten Sonnenuntergang wohl nicht erwarten. Mit dieser Tatsache zufrieden lie├č ich auch diese Nachricht im Papierkorb verschwinden. Am liebsten h├Ątte ich auf meinem Monitor einen simulierten Stiefel gesehen der sie dorthin bef├Ârderte. Doch das Programm belie├č es auf der simplen 'Wirklich l├Âschen?' Frage die ich mit einem heftigen H├Ąmmern auf der Tastatur beantwortete. Soviel zu dem Wochenende der Recherche die ich doch vorher noch so sorgsam vorbereitet hatte. Diese Frau hatte das einmalige Talent die beste Planung wie ein Bauklotzh├Ąuschen zusammenbrechen zu lassen. Ich vermutete es war f├╝r sie ein pers├Ânliches Hobby um mir so viel Freiheit zu rauben wie nur eben m├Âglich.
Die zweite Mail war von meiner Mutter.
Eigentlich h├Ątte ich damit rechnen m├╝ssen trotzdem traf es mich wie jeden einzelnen Monat zuvor seitdem ich den Kontakt zu ihr so abrupt abgebrochen hatte.

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Man muss kein Held sein, um eine gute Tat zu vollbringen

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Marcus Richter
Fast-Bestseller-Autor
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Hallo Sebastian,
ist Scotty ein Hund? Als ich deine Geschichte ÔÇ×mittigÔÇť hatte, konnte ich noch einigerma├čen folgen und ich stellte mir die Frage, was w├Ąre, wenn ein Vampir einen Scho├čhund h├Ątte, der in Wahrheit ein Werwolf ist, der nur darauf wartet, seine Besitzerin in einem Augenblick der Schw├Ąche zu ├╝berw├Ąltigen und sie zu einer der Seinen zu machen. ÔÇô Eine gute Idee, k├Ânnte witzig werden.

Jetzt mal zu deinem Stil: Holla, da hast du dir aber was vorgenommen! Mir ist schon klar, dass du zum Schluss nicht mehr wei├čt, ob die Geschichte gut ist. Du verlierst n├Ąmlich die Geschichte. Du ÔÇ×├╝berschreibstÔÇť sie. Dein Problem ist, dass deine S├Ątze zu ÔÇ×starkÔÇť sind. Meistens handelt es sich dabei um arge Verschachtelungen, denen oft die richtige Kommasetzung fehlt, um sie lesbar zu machen. Und dann auch noch diese fast schon antiken ├ťberzeichnungen. Ich habe das Gef├╝hl, bei dir stehen nur die S├Ątze und das ÔÇ×WIEÔÇť im Vordergrund und nicht die Handlung und das ÔÇ×WASÔÇť.
Kann mir fast schon vorstellen, wie du an diesen S├Ątzen h├Ąngst, und sie, je weiter du schreibst, wie M├╝hlsteine hinter dir hinterher schleppst.

Also wichtig erst mal: setz dir ein Ziel. Frag dich, wo du hin willst. Wie soll deine Geschichte enden? Worum geht es eigentlich?
Stell dir den Showdown vor! ÔÇô Zwei spitze, wei├če Z├Ąhne bohren sich in die Halsschlagader der Vampirk├Ânigin. Sie wehrt sich.
ÔÇ×Scotty?ÔÇť In diesem Moment schob sich der Vollmond hinter einer d├╝steren, die Welt in einen Schatten tauchenden Wolke hervor ÔÇô und Scotty ver├Ąnderte sich. - Blablabla ÔÇô Vielleicht k├Ânnen nur Frauen zu Vampiren werden und M├Ąnner, die gebissen werden, m├╝ssen das elende Dasein eines Stra├čenk├Âters f├╝hren und verwandeln sich nur bei Vollmondlicht zu stattlichen, silberhaarigen W├Âlfen. Nat├╝rlich f├╝hren die Vampirprotagonistin und Scotty in solchen N├Ąchten eine au├čerordentlich aufreizende und aufzehrende ÔÇ×platonischeÔÇť Beziehung. Wenn sie nicht gerade die Macht an sich rei├čen wollen.
Vielleicht geht es um einen Machtkampf, in dem sich einige W├Âlfe und Vampire zusammengeschlossen haben( vielleicht haben sie eine Gewerkschaft gegr├╝ndet), um eine neue Vampirordnung zu errichten.
Jedenfalls brauchst du ein Ziel, das zwingend genug ist, dass du darauf hin arbeiten kannst, das du erreichen ÔÇ×musstÔÇť.
Dann wirst du wohl auch diese ellenlangen S├Ątze aufgeben. Sie halten einen nur auf.

Hab dir mal den Anfang deiner Geschichte nach meinem Gusto entwirrt.
Was h├Ąltst du davon, wenn ich die Geschichte in die Schreibwerkstatt schiebe? Aber vielleicht willst du erst noch ein paar andere Meinungen einholen. Die Geschichte ist in jedem Fall noch nicht sauber genug. In der Schreibwerkstatt k├Ânntest du sie ├╝berarbeiten und neu einstellen.

Hoffe, meine Anmerkungen helfen dir ein bisschen.
Gruss, Marcus



'Krepier du verdammtes Mistvieh' br├╝llte der Mann auf der anderen Seite. Die Akustik der leer stehenden Lagerhalle lie├čen seine Stimme und das Ger├Ąusche der abgefeuerten Waffe wie Kanonendonner klingen.
Gelassen lehnte ich mich gegen die Betonwand der Lagerhalle und betrachtete das tiefe, wundersch├Âne Rot, meiner langen, sauber geschnittenen Fingern├Ągel.
ÔÇ×Behandelte man etwa so eine Dame?ÔÇť Die ersten drei Kugeln pfiffen um Armesl├Ąnge an mir vorbei und verschwanden harmlos in der R├╝ckwand. Ich l├Ąchelte.
Mein Gegen├╝ber nahm die Pistole nun in beide H├Ąnde, zielte und dr├╝ckte solange ab, bis die Waffe nur noch ein protestierendes Klicken von sich gab.
Wieder machte ich mir keine M├╝he, den Gescho├čen auszuweichen, sondern belie├č es dabei, weiterhin meinen schie├čw├╝tigen Angreifer zu beobachten. Langsam schoben sich meine Nachtschattenblicke in die ihn umgebende Dunkelheit vor.
Ich ahnte ihn, ich roch ihn. Meine Blicke bohrten sich immer tiefer in die Dunkelheit hinein.
Als sein Gesicht langsam an Form anzunehmen begann, erreichte mich die n├Ąchste Welle. Ich muss zugeben, dass er sich dieses Mal wirklich M├╝he gab, mich ernsthaft zu treffen. Mehr als zwei seiner Gescho├če flogen so nahe an meinem Gesicht vorbei, dass ich den Zugwind sp├╝rte, welchen sie hinter sich herzogen. Wie eine gefl├╝sterte Unheilsbotschaft, sp├╝rte ich, wie dieser Zugwind meine Wangen streichelte.
L├Ąchelnd stie├č ich mich von der Wand ab. Jetzt war es Zeit f├╝r eine kleine Machtdemonstration. Das Surren der Kugeln war wie ein Seufzen, wie ein St├Âhnen, das die Nacht selbst von sich gab. Von den Geschossen aufgewirbelt, flatterte mein langes Haar wie ein dunkler Schleier um meinen Kopf.
Pl├Âtzlich durchschlug eines der Biester meine linke Schulter.
Ich konnte sp├╝ren wie es seinen Weg durch harten Knochen bahnte, wie es von dem ├╝berraschend geringen Widerstand im K├Ârper selbst motiviert weiter glitt, um dann doch, kurz vor dem Ende, zum Stillstand kam.
Es hinterlie├č einen unangenehmen stechenden Schmerz, und die Wucht des Aufpralls, nebst der ├ťberraschung, doch noch getroffen worden zu sein, lies mich einen Schritt zur├╝cktaumeln.
Ich st├Âhnte.

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"Ein Wort aufs Papier und wir haben das Drama."
Durs Gr├╝nbein

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Sebatsian Rahn
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Gru├č und Dank an dich Marcus
Diese Antwort fiel deutlich l├Ąnger und detaillierter aus als ich erwartet hatte. Um dich leider entt├Ąuschen zu m├╝ssen verbirgt sich hinter dem Namen Scottie nur eine gew├Âhnliche Hauskatze. Die Idee ihn zum Werwolf umzukreieren w├Ąre zwar bestimmt belustigend mit anzusehen aber letztendlich doch einen Deut zu skurril f├╝r diese Geschichte. Ich habe vielmehr versucht an eine realistischere Atmosph├Ąre zu arbeiten um ein wenig Klischees abzubauen.
Um noch genauer auf deine anderen Punkte einzugehen:
Es mag zwar unglaubw├╝rdig klingen aber ich schreibe standartgem├Ą├č in dieser verschachtelten Schreibstil einfach weil ihn seit jeher verwende. Ob nun in Klausuren (bringt gute Noten) oder in Vortr├Ągen (bringt leider alles andere als gute Noten). Ich hatte in wenigen Stunden den Text runter geschrieben korrigiert und fertig anstatt mich stundenlang hindurch zu qu├Ąlen. Aber nat├╝rlich hast du recht in der Annahme, dass ich mir sozusagen des ├ľfteren selbst einen Klotz ans Bein schreibe. Das 'Wie' ist allerdings an dieser Stelle trotzdem wichtig. Man wei├č es als Leser zwar noch nicht aber dies war der erste Tote den die Protagonistin selbst zu verantworten hat. Immerhin hatte sie nie behauptet die beiden anderen M├Ąnner selbst umgebracht zu haben.
Es wird zwar nur ansatzweise dargestellt (gelegentlich auch vertuscht wie bei dem Gedanken die Leiche einfach ins Meer zu kippen) und f├╝r der Ich-Erz├Ąhlerin selbst kaum bemerkbar allerdings hat diese Tat einen deutlich gr├Â├čeren Einfluss auf ihre Handlungen als es ihr lieb ist. Das hat nicht nur mit dem kurzen Auftritt des 'Tieres' zu tun welches alleine schon auf einen deutlichen inneren Konflikt hinweist.
Wirklich beginnt mit der Panik die sich wie aus heiteren Himmel einstellt geht weiter ├╝ber Passivit├Ąt + kurzen Wutausbruches zu etwas anderem. Wahrscheinlich ist das weder durch den Text verdeutlich noch sonderlich realistisch aber so war die Grundidee. Nat├╝rlich soll die gesamte Handlung jetzt nicht permanent auf den Gef├╝hlen eines Vampirs pochen. Das w├Ąre selbst meines Erachtens nach einer Weile zu langweilig werden. Aber trotzdem wollte ich zuerst mit dieser relativ kurzen Textpassage versuchen die Protagonistin in ihren wesentlichen Z├╝gen dem Leser 'verst├Ąndlich' zu machen. Das f├Ąngt damit an das sie bei Schie├čerei am Anfang alles andere als sich ihrer Sache sicher ist und die Fassade der Ruhe nur in einen begrenzten Zeitraum aufrechterh├Ąlt obwohl sie eigentlich genau wei├č, dass Pistolen so gut wie ungef├Ąhrlich f├╝r sie sind. Die Kugel die sie trifft ist letztendlich der Ausl├Âser f├╝r ihren Entschluss auf ihn zu schie├čen und nicht die, die sie verfehlen. Das er dabei umkommt ist reiner Zufall sie beschreibt sich selbst bereits als eine eher schlechtere Sch├╝tzin. So zieht es sich den hin ├╝ber dem Text verstreut.
Was die Kommatafehler angeht so stehe ich bereits seit Jahren mit ihnen auf Kriegsfu├č und warte immer noch sehns├╝chtig auf ein Rechtschreibprogramm, welches dieser Pestbeulen in Textformat endlich ausmerzen m├Âge.
Den Begriff antik fand ich allerdings interessant. K├Ânntest du mir daf├╝r ein Beispiel geben?
Falls du mit den 'starken' S├Ątzen die gelegentlichen starken Ausdr├╝cke (wie z.B. krepier, verpasste ihm eine Kugel sowie dem exotischen Ausdruck Crack-Head) mit einbeziehst: Eigentlich hatte ich es nicht vor so zahlreich einzusetzen. Allerdings hielt ich sie in den Situationen in denen ausgesprochen werden zumeist f├╝r angebracht. Den Crack-Head wollte ich ├╝brigens erst als 'wandelnde Personifizierung der Inkompetenz' umschreiben, merkte allerdings, dass es das nicht wert war und verwarf es wieder. Tut mir leid Raph.
Noch ein paar Worte zu Elsa:
Bei der Beschreibung lag es mir fern sie als eine Art 'Obervampirin' darzustellen. Zwar mag sie mit unangenehmer Pers├Ânlichkeit und hitzigen Temperament geschlagen sein. Allm├Ąchtig macht sie das allerdings noch lange. Vielmehr ihr Wirken auf die Protagonistin ist hierbei von Bedeutung und was der Leser im Allgemeinen von ihr zu halten hat.
Nun, da mir von lauter Tipperei die Finger langsam wund werden noch deinen alternativen Text den du vorschl├Ągst.
Bitte versteh mich jetzt nicht falsch, denn ich halte ihn eigentlich f├╝r ganz gut gelungen aber:

1)
Das klingt jetzt f├╝r jemanden in meinem Alter wohl etwas komisch aber ich finde deine Version der Protagonistin zu cool und vor allem zu l├Ąssig handelnd um noch etwas
mit meiner eigenen gemein zu haben. W├╝rde ich so weiterschreiben h├Ątte ich bald wieder eine 08/15 Metzel-Schnetzel Horrorgeschichte zusammen. Zumindest macht es bis dahin den Eindruck es w├╝rde wohl mit der von Schrecken verzehrte Fratze des Angreifers enden welche sich auf seinen abgerissen Sch├Ądel widerspiegelt.

2)
Wahrscheinlich eine Frage des pers├Ânlichen Geschmacks aber deine S├Ątze sind mir wiederum etwas zu kurz gestalten. Zwar passt es bestimmt in die dramatische Szene aber da die Hauptfigur diese eigentlich schon hinter sich gebracht hat w├Ąre es doch vielleicht zu erwarten, dass sie sich etwas ausf├╝hrlicher ├╝ber das schreibt was ihr widerfahren ist.

So das w├ĄrÔÇÖs dann auch schon was ich dazu zu schreiben habe.

Jedenfalls danke ich dir noch mal herzlich f├╝r die Antwort und w├╝nsche noch allen einen guten Fronleichnam.






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Man muss kein Held sein, um eine gute Tat zu vollbringen

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Michael Schmidt
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Hallo Sebastian,

nat├╝rlich ist es Geschmacksache, welchen Stil man w├Ąhlt. Deiner ist ein wenig an die Klassiker angelehnt, was ja nicht schlimm ist.
Nur sollte man dann sparsam mit neumodischen Begriffen umgehen ( oder auch Redewendungen ), da es sonst recht uneinheitlich wirkt.
Zu den Verschachtelungen:
Ein aus meiner Sicht schwerf├Ąlliger Satzbau mit in einander verwurschtelten S├Ątzen brauch trotzdem eine klare Linie, die ich in deinem Text vermisse.

Zitat:
Der Verursacher dieser Unannehmlichkeit schien indessen ├╝berrascht, dass sein finaler Gl├╝ckstreffer nicht wie erhofft zu meinem sofortigen Ableben gef├╝hrt hatte und er hatte Pech falls er annahm, dass ich nach diesem noch weiterhin gewillt sein w├╝rde Zielscheibe f├╝r ihn zu spielen. Des ganzen Dramas ├╝berdr├╝ssig griff ich nun endg├╝ltig in meine Manteltasche.
Die 45.er, die seit langem zu meinem st├Ąndigen Begleiter geworden war, glimmerte in dem schwachen Licht seicht was ein seltsames Gef├╝hle der Romantik in mir hochkommen lies.

Es wird nicht ganz klar, ob du dich f├╝r Humor oder Romantik entscheidest, in dieser Form finde ich, kann man dem Text nur schwer folgen und verliert nach und nach die Lust zu lesen, da sich inhaltisch auch ( zumindest bis zu der Stelle, zu der ich gekommen bin ) keine interessanten Aspekte er├Âffnen.

Du must es ja selbst wissen, aber ich w├╝rde mir den Text nochmal vornehmen.

Bis bald,
Michael

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