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Leselupe.de > Science Fiction
Skyblade
Eingestellt am 11. 07. 2003 18:58


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putorius
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Skyblade

Terra Iridia, Sommer

Die zwei Aufklärer des Typs Skyblade hätten gar nicht in der Luft sein sollen, denn es waren Prototypen der Lloyd Engineering ltd., deren Existenz im geheim war. Aber ein Eilentschluß der Luftsicherheitsbehörde hatte es dennoch möglich gemacht und so schossen die elegant filigranen Flugzeuge mit Überschall über das unbewohnte Luntgenson Plateau. Major Paul Jennings pilotierte auf der Position des Wingman, sein geschwaderführer Sanders führte die Kleinformation an. Jetzt, im Vollautomatik-Modus hatte Jennings endlich Zeit, sich die blaugrau irisierende Skyblade in Ruhe anzuschauen. Nur die beiden äußeren Triebwerke schoben die Maschine auf zwei unsichtbaren Feuerstrahlen vorwärts, wohingegen die mittlere Düse ein kaltes dunkles Loch darstellte, denn es war ausschließlich für den Einsatz im Weltraum gedacht. Der Rumpf war schmal, denn die Ladekapazität beschränkte sich auf den Spezialtank für den Treibstoff und aus Gründen zur Gewichtsersparnis hatte man auf konventionelle Raketen verzichtet.
Jennings Konsole erwachte zum Leben. Der Zentralbildschirm zeigte eine realistische Computerdarstellung von Sanders’ Gesicht, allerdings ohne Helm. „Major Jennings, ich habe soeben die aktuellen Einsatzdaten erhalten und umgesetzt. Sie erhalten Ihre Anweisungen in diesen Sekunden. Diese Anweisungen sind Befehle, deren Ausführung über Ihren eigenen Entscheidungen steht. Ein Abbruch der Mission ist nicht möglich, viel Glück, Pilot." Das Konterfei seines Geschwaderführers verschwand und Jennings sah, wie Sanders’ Maschine mit einem Ruck nach links abkippte und auf die ferne Bergkette der Dajoka-Berge zuhielt.
Der Missionscomputer leuchtete zusammen mit der digitalen Gebietskarte auf. In wenigen Minuten würde das geschehen, was Soziologen und Politwissenschaftler ausgeschlossen hatten, als sie Terra Iridia schon bei der Besiedelung nicht in einzelne Länder sondern in Gebiete gleicher Interessengruppen aufgeteilt hatten - es würde zu einem Militärschlag gegen ein anderes Gebiet kommen. Es begann vor etwa fünf Jahren, als auf dem Nordkontinent Janus ein neuartiges, durchsichtiges Metall entdeckt worden war. Es war ein Schlag des Schicksals, daß in diesem Gebiet ein kapitalistisch orientierter Diktator namens Garwet herrschte. Niemand hätte geglaubt, daß sich Diktaturen halten könnten in einer Welt, in der jeder seinen Wohnsitz nach kulturell religiös sozialen Gründen wählen durfte. Aber die Diktatur Garwets fand Anhänger, und mit Sorge beobachtete das Welten-Komitee, wie prächtig sich eine solche Herrschaftsform entwickeln konnte, wenn alle für dieses System waren.
Dann wurde es problematisch, als die Wissenschaftler Garwets aus dem durchsichtigen Metall plötzlich Lichterreger für Laserwaffen bastelten, von denen man sehr bald wußte, daß sie alles bisher dagewesene gleich um das Mehrfache übertrafen. Natürlich dachte Garwet nicht daran, die neuen Laserkerne gemäß der Planetenkonvention von 221nil dem Globalmarkt zuzuführen. Und so gingen die Waffen über graue Kanäle gewinnbringend zu unzähligen Welten. Garwet wurde daraufhin aufgefordert, die illegalen Exporte einzustellen, oder die Konsequenzen daraus zu tragen.
Wie sich Garwet entschieden hatte, war nicht schwer zu erraten, denn Jenning saß in dem modernsten Aufklärer Terra Iridias und wie die angedrohten Konsequenzen aussahen, sah er jetzt auf seinem Missionscomputer. Er blickte kurz aus der Kuppel seines Cockpits. Die blassgrüne Ebene ging in das grau der Berge über und er sah nach hinten zu den Deltaflügeln, die mit ihrer Chamäleon-Struktur die Oberseite der Skyblade die Farbe des Untergrunds nachahmten. In Zeiten, wo jedes Flugsystem das andere austricksen konnte, war es immer wichtiger geworden, sich im Zweikampf in der Luft auf die Augen verlassen zu können und die galt es dann zu täuschen. Jennings widmete sich wieder dem Missionscomputer. Noch vierzehn Kilometer, dann würde er die Grenze zu Garwets Land erreichen, dort drei Peilsonden positionieren und sich dann mit dem Weltraumantrieb feige aus dem Staub machen. Der Rest war der Mikrowellenkanone im planetennahen Orbit vorbehalten.

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putorius

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jon
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…das ist nur ein Anfang, gelle? Oder eine Art Entwurf. Denn tatsächlich ist nur Hintergrund zu lesen – keine Handlung (es wird nur hingeflogen – selbst das Peilsendersetzen findet ja erst „nachher“ {14 Kilometer weiter} statt), keine Charaktere (nur Namen mit Funktion), keine Gesellschaft, keine Konflikte…


Beim Ăśberarbeiten achten auf:
* deren Existenz im geheim war. –––– „im“ zu viel !
* die elegant filigranen Flugzeuge ––––– „eleganten, filigranen“ oder „elegant-filigranen“ ? // ähnlich störend fand ich: in der jeder seinen Wohnsitz nach kulturell religiös sozialen Gründen wählen
* sein geschwaderführer Sanders –––––– „Geschwaderfüher“ !
* Jetzt, im Vollautomatik-Modus hatte Jennings endlich Zeit, sich die blaugrau irisierende Skyblade in Ruhe anzuschauen. ––––– Erklär einem Nicht-Flieger bitte, wie einer ein Flugzeug betrachten kann, in dem er sitzt! Ach er guckt das andere der beiden an? Dann sag das bitte auch. PS: Die fliegen auf feindliches Gebiet zu und die Augen gelten als zuverlässigstes Info-Mittel – sollte Jennings da nicht lieber Ausschau nach Abfangjägern oder so halten statt ein Flugzeug zu betrachten, das er (er ist Pilot!) eigentlich in- und auswendig kennen müsste?
* und aus Gründen zur Gewichtsersparnis hatte man auf konventionelle Raketen verzichtet. –––– Für mich gibt das nur Sinn, wenn alle – wirklich alle – Aufklärungsflugzeuge normalerweise konventionlle Raketen „an Bord“ haben. Haben sie das?
* Der Zentralbildschirm zeigte eine realistische Computerdarstellung von Sanders’ Gesicht, allerdings ohne Helm. ––––– Was ist daran so erwähnenswert? Ist Sanders denn notorischer Helmträger oder diese Bilder normalerweise mit Helm? PS: Warum macht man sich die Mühe, ein Bild zu generieren? Wenn für die "komplette" Kommunikation" die Mimik mitgeliefert werden soll, warum dann nicht eine "klassische" Videoübertragung, waru, dieser Umweg (in den ein Feind manipulierend eingreifen könnte)?
* Der Missionscomputer leuchtete zusammen mit der digitalen Gebietskarte auf. –––– Der Computer leuchtete auf????? Du meinst sicher das Display…
* In wenigen Minuten würde das geschehen, was Soziologen und Politwissenschaftler ausgeschlossen hatten, …- es würde zu einem Militärschlag gegen ein anderes Gebiet kommen. –––– Wie kam es unter dieser Prämisse zur Entwicklung von (neuen) Militärflugzeugen?
* Niemand hätte geglaubt, daß sich Diktaturen halten könnten in einer Welt, in der jeder seinen Wohnsitz nach kulturell religiös sozialen Gründen wählen durfte. Aber die Diktatur Garwets fand Anhänger, und mit Sorge beobachtete das Welten-Komitee, wie prächtig sich eine solche Herrschaftsform entwickeln konnte, wenn alle für dieses System waren. ––––– Das ist zu lapidar gesagt, so einfach kann es nicht sein. Wenn sich alle freiwillig unterordnen (denn wer sich unterdrückt fühlt, würde sicher gehen, wenn nicht: warum nicht?) – ist es dann noch ein Diktatur? Dieser Gawret muss „seine Leute" schon irgendwie vom Vorteil des Bleibens überzeugen – wie? Und: Kann man einen, der seine Leute mittels „echter" Überzeugungskraft hält, als Diktator bezeichnen? Oder liegt das alles einfach daran, dass die freie Gebietswahl nicht durch internationale Polizeiarbeit gewährleistet wird? Was du machst, ist eine Behauptung aufstellen – ein paar Hinweise, wieso das sein können soll, wäre das Thema schon wert!
* Lichterreger für Laserwaffen bastelten, von denen man sehr bald wußte, daß sie alles bisher dagewesene gleich um das Mehrfache übertrafen. ––– Das Mehrfache wovon? Energie, physiogische oder psycholgische "Schädlichkeit", Input-Output-Verhältnis oder einfach nur Anzahl?
* zu den Deltaflügeln, die mit ihrer Chamäleon-Struktur die Oberseite der Skyblade die Farbe des Untergrunds nachahmten. ––– Was ahmte was nach?
* und sich dann mit dem Weltraumantrieb feige aus dem Staub machen. –––– Wäre es denn mutig, sich mitsamt dem Diktator grillen zu lassen, oder nicht doch eher idiotisch? Wer denkt (innerhalb des Textes) das Wort "feige" eigentlich? Warum? Das ist das zweite interessante Thema, das der Text zwar aufwirft aber nicht zum Thema macht.
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putorius
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hallo jon,

dein Kommentar ist ja länger als die Story selbst. In der Tat ist das hier abgelieferte "Opus" ein Experiment. Ich hatte mir vorgenommen, eine spontane Situation herzunehmen, und lustig ins blaue zu schreiben. Den Rahmen bildete dabei der Plot meiner SF-Comics. Diese Geschichte ist in einem Rutsch entstanden und stellt sowas wie eine Art Brainstorming dar. Falls Bedarf dafür bestände, könnte ich eine Kurzgeschichte daraus konstruieren.
Aber ich denke, es war mal ein nettes Unterfangen, ohne Netz und doppelten Boden eine Geschichte aus dem Nichts zu erschaffen. (Zeitaufwand etwa 45 Min von Anfang bis Ende)

Einige Erklärungen:
Jennings betrachtet das Flugzeug seines GeschwaderfĂĽhrers. AuĂźerdem kann man die FlĂĽgel des eigenen Flugzeugs sehen.

Funksprüche werden in Zukunft visuell unterlegt. Aber keine Kamera zeigt den Gesprächspartner, sondern ein Computerprogramm ergänzt die Worte mit einem virtuell erzeugten Bild des "Gegenübers". So soll mehr Menschlichkeit erzeugt werden, da man auch in hunderten von Jahren noch mit Helm fliegen wird.

Es gibt in dieser speziellen Zukunft zwar Kampfflugzeuge, aber die dienen nur zum zeitvertreib und sind im Grunde nicht für den echten Einsatz ausgelegt. In einer Zeit, in der technisch (fast) alles möglich ist, sind sie sowieso nur prestigeträchtiges Spielzeug.

In diesem Sinne bis bald,
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putorius

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jon
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Ok…

…als Schreibübung ist es recht ordentlich. Mit den üblichen Problemen halt, wenn man was aus einem anderen Plot (wie ein anderers Text-Projekt, ein Rollenspiel etc.) „herausschreibt“.

Ein echte Geschichte draus zu machen – nun ja, das hängt davon ab, ob es DICH interessiert. Einen kompletten Plot (so zu sagen um seiner selbst willen) zu entwerfen ist die eine Sache – wenn es dir Spaß macht, natürlich gern.
Ich selbst jedoch finde an dem Ansatz die beiden erwähnten Themen interessanter, ein Plot dazu wäre lediglich das Hilfmittel, sich damit zu beschäftigen. Aber dazu muss man als Schreiber Lust haben, diese Dinge unter die Lupe zu nehmen – soetwas nur auf Wunsch hin zu machen, stell ich mir schwierig, wenn nicht gar unmöglich vor. Und – ich hoffe, ich trete dir jetzt nicht zu nahe – wenn es dich beim "ins Blaue hinein schreiben" nicht von selbst wie magisch auf diese Punkte zieht, dann liegt dein Interesse wohl wirklich nicht dort…
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