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Leselupe.de > Gereimtes
So nett gelebt
Eingestellt am 12. 11. 2006 18:38


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Walther
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So nett gelebt


Wie ich so m├╝de um mich schauernd schaute,
Dacht ich bei mir: Du hast so nett gelebt.
Du hast ganz gut an dem Ger├╝cht gewebt,
Dass man sch├Ân selbst sein Denkmal trauernd baute.

Wenn manchen Morgens D├Ąmmrung milchig graute,
Hast du dich selbst in deinem Sein verstrebt,
Hast schlechten Schlafes Tr├Ąume fest verklebt,
Die ich aus falschen Bildern f├╝r dich klaute.

So ist es wohl, wenn sich der Mensch verhebt,
Weil er sich einmal selbst zu handeln traute:
Er f├Ąllt lang hin, so dass die Erde bebt.

Und wenn derselbe mehr als Geld erstrebt,
Indem er sich die eigne Welt erbaute:
Ich bleib bei mir, hab gern so nett gelebt.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Otto Lenk
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Deine Worte klingen nach...in meinem Kling-Klang-Kosmoversum.

Alles Liebe Otto

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Walther
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Hallo Otto,

das ist so etwas wie mein Verm├Ąchtnis an die LeLu, f├╝r sicherlich l├Ąngere Zeit mein letzter Eintrag in ihren Foren. Ich bin etwas m├╝de geworden in der j├╝ngsten Zeit. Einen ordentlichen Abschied, einen vers├Âhnlichen, ich verspreche das angesichts der derzeitig hitzigen Debatten, werde ich noch im Lupanum posten, meinen Account allerdings nicht l├Âschen, sondern nur noch zum Lesen und ÔÇô wenn es notwendig erscheint ÔÇô zum sehr seltenen Kommentieren zu verwenden.

Des Weiteren ist der Eintrag der Mottotext f├╝r einen geplanten Band mit Sonetten, den ich zusammenstellen werde. Vielleicht findet sich ja ein Verlag, der Dichtung gegen den Strich der Zeit aus einer mittelm├Ą├čigen Dilettantenfeder druckt.

Worum geht es hier:

Das Sonett sollte in seiner Vollendung der Form gezeigt werden und dennoch "leicht" klingen. Wenn man die Bewertungen ansieht, dann scheint der Versuch nicht ganz fehlgegangen zu sein.

Es sollte mit dem sehr strengen Reimschema abba abba bab bab nachgewiesen werden, da├č Kunsthandwerk mit der Sprache auch f├╝r einen Amateur m├Âglich ist, man mu├č nur lange genug ├╝ben und am Werkst├╝ck feilen. Und es sollte klar gemacht werden, da├č ein sauberes Metrum einem Gedicht aus der Istzeit nicht im Weg stehen mu├č, es kann durch seine disziplinierende Wirkung der Qualit├Ąt des Texts und des gesamten Werks aus Form und Inhalt sogar f├Ârderlich sein.

Am Ende habe ich meine heutige Fertigkeit im Dialog mit der Lupe entwickelt. Sie war ebenso wesentlich wie auch das andere Forum, der tage-bau - unter Hier klicken zu finden. Ohne die kritischen Anmerkungen w├Ąre ich nicht da, wo ich heute bin. Dir stellvertretend f├╝r die vielen geb├╝hrt der Dank f├╝r Kritik und Lob, beides mu├č sein und erg├Ąnzt sich.

Letztlich umgreift dieses Gedicht das, worum es mir immer wieder geht, in der Innen- wie der Au├čenansicht. Es lohnt sich, bei sich zu bleiben, und es lohnt sich zugleich, sich in seiner Sprache mit seiner Sprache zu m├╝hen, damit hinten etwas immer Besseres herauskommt. Ich habe mich immer in meinen Texten bem├╝ht, beide Sichten mit einander ins Gespr├Ąch zu bringen.

Der eigenen Weiterentwicklung in Inhalt und Sprachkunst ist in der Tat nur dann eine Grenze gesetzt, wenn man glaubt, man habe einen hohen Grad der Perfektion erreicht. Das Talent mag die H├Âhen, die man erklimmen kann, limitieren. Letztlich aber wird auch aus einem ├╝berheblichen, sich selbst zu gewissen Talent kein gro├čer Schreiberling mangels Fortschritten im Schreiben und im Verarbeiten von Inhalten, die ja nur das Leben wirklich schreiben kann.

Wichtig ist dabei immer auch eine Prise (Selbst-)Ironie; sie hilft gegen die Weinerlichkeit und schafft zugleich dem schreibenden Individuum den Raum f├╝r Distanz, zur Welt, zu den Anderen, die einen umgeben, zu sich selbst. Diese Distanz macht am Ende die Aussagef├Ąhigkeit von lyrischem Inhalt aus.

In diesem Sinne sende ich Dir, aber auch allen anderen Lesenden und Lupenden meine besten Empfehlungen und liebe Gr├╝├če, verbunden mit dem Wunsch, dass die begonnene Woche am Ende eine gute sein m├Âge.

W.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Otto Lenk
Routinierter Autor
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dies ist keine plauderei, es ist eine tatsache

du wirst mir fehlen. mit deiner ruhigen, besonnenen art. sie hat so manchen sturm in mir beruhigt(nicht nur in mir, denke ich). deine wertvollen kommentare und werke...na ja, den ganzen walther werde ich vermissen. ich w├╝nsch dir alles liebe. in dieser...und nat├╝rlich auch in den Wochen danach.

pass gut auf dich auf otto

p.s. alles gute f├╝r dein werk

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