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Leselupe.de > Ungereimtes
So werd' ich nie Millionär
Eingestellt am 29. 04. 2003 00:10


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george
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So werd' ich nie Millionär

Bei Jauch,
da sind es fünfzehn Fragen, für mich fünfzehn zu viel.
Die erste oder zweite ist meistens schon mein Ende,
besonders sonntagmorgens
bei Kaffee und Ei.

Sie stellt eine Einstiegsfrage,
mein Wortschatz läßt drei Möglichkeiten:
„Ja, nein, vielleicht!“ und - gemeinerweise -
hab’ ich keinen Joker!

Die Erfahrung zeigt, daß „Ja!“ am besten ist
und vor allem kurz!
Ich muß dann nicht viel sagen, die Folgefragen halten sich in Grenzen,
und bei Erfolg geht’s gleich
eine ganze Eb’ne höher.

Sie, wie üblich, fröhlich und hellwach.
Ich, wie üblich, noch total verpennt,
im Halbschlaf noch in meinen Träumen
oder aber schon weit weg.

Manchmal ist es plötzlich still, dann ahn’ ich,
daß es kritisch wird und ich jetzt reden soll.
Aus Erfahrung klug geworden,
sag' ich dann meistens „Ja!“.
Hin und wieder haut das sogar hin!!

Doch manchmal
kommt der SuperGAU.
„Wann geht es denn nach Japan, Schatz?“,
ist so eine Harakiri-Frage.

Mein Morgen-Wortschatz reicht im Grund' nicht aus,
und wenn ich aushol’, stellt sich raus,
daß dies die Frage bei der ersten Tasse war,
wir sind jedoch bereits bei Nummer drei!
Fatal!

Die Million? Die ist weit weg!
Oder geht es etwa gar nicht darum?
Die Fragen jedenfalls sind viel zu schwer frühmorgens,
fast aussichtslos, die fünfzehn Eb’nen!

Mehr als fünf
hab’ ich
noch nie geschafft.


28.4.2003
__________________
© Jürgen Locke

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aboreas
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Hallo george.

Sehr nette Morgenunterhaltung... gg

Wer weiß, wer weiß, ob einer sechsten Frage überhaupt eine siebte folgen würde.

Ich kenne Leute (oder besser: habe mal Leute gekannt), die haben auch angefangen, sich morgens beim Kaffee Fragen zu stellen. Nachdem sie beantwortet waren, sind sie getrennte Wege gegangen. Na ja - Millionär sind sie auch nicht geworden.

Gruß. aboreas


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george
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Hi aboreas,

es ist auch einfach gemein, daß es oft gar nicht richtige Fragen sind, die man mit "ja, nein, vielleicht" beantworten kann. Manchmal muss man sich "unterhalten". Unterhalten ist eine schwere Übung morgens. So richtig habe ich es noch nicht begriffen. Aber offenbar geht es dabei darum, daß wenigstens zwei Leute (trifft sonntags meistens zu),
i) abwechselnd etwas zum gleichen Thema sagen.
ii) müssen die Sätze aber auch in ihrer Reihenfolge logisch zusammenpassen.

Morgens ist es schwierig, die Bedingungen i) und ii)
gleichzeitig (!!!!!) einzuhalten. Du darfst nicht nur deinen Einsatz nicht verpassen, sondern deine Aussage muss auch noch zeitgereicht (!!!) passen!!
Und nicht immer reicht eben der "ja, nein, vielleicht" Wortschatz aus. Ganz schön schwierig.

Ich habe keine Ahnung, ob es tatsächlich mehr als fünf Fragen gibt. Bisher hab' hab ich mich ja nicht getraut, jemand anderen zu fragen. Ich bin ja der Antwortende! Meinst Du es sind gar nicht fünfzehn?
__________________
© Jürgen Locke

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aboreas
Routinierter Autor
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?????

Na gut, george,

lassen wir es doch einfach 15 Fragen sein.

Doch was sagst du, wenn jemand die Regeln verletzt
und die 15. Frage zuerst stellt?

Gruß. aboreas

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george
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"Ja!"
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Jona K.
???
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Hallo george!

Gefällt mir und finde ich besonders nachvollziehbar.

Ich bin auch der totale Antimorgenmensch und war schon in selbiger Zwickmühle. Es gibt da einen ganz einfachen Ausweg: Werde nicht Kandidat sondern Jauch! Stelle am Morgen eine möglichst komplizierte Frage (am besten etwas mit "Warum"). Du wirst dann zwar nicht Millionär, aber der Morgen beginnt viel entspannter.

LG,
Jona

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george
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Ein toller Tip, Jona. Muss ich mir merken. Ob mir das aber morgens einfällt???? Meinst Du, es sei auch zulässig, die Frage am Abend vorher schriftlich zu formulieren und dann neben die Kaffeetasse zu legen? Oder gibt das Punktabzug?
Grüsse

__________________
© Jürgen Locke

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