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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Soja 2
Eingestellt am 26. 11. 2002 14:29


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Melchior vs. Papyrus
???
Registriert: Sep 2002

Werke: 5
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S O J A 2


oder wie ausgelassene Konversationen
zu Spannungen fĂŒhren können

D I M C J
12



Datenanalyse

Inhaltschaot

MĂ€hdrescher

Chaostheorie

JambenjÀger


AnaaTeamEaobNdseAtrtnNseAcseahcoeyargsoeie
etrer


Anno ->
Altes MĂŒtterlein

Mannschaft ->
ParteisekretÀr

Hihob ->
Optimist

Hund ->
UmweltschĂŒtzer

Arterien ->
Junky

Einsilbig ->
Stummer

Achse ->
Heldenbild

Zufall ->
Ungewolltes Kind

Schmerz ->
Hinz und Kunz

Geschenk ->
Weihnachtsmann

Ether ->
Das Wetter von morgen





Die Khatarsis gibts doch auch bei BĂ€rbel!


Datenanalyse

Zwischen den SphĂ€ren, Warten auf den Schub. Papyrus ĂŒberfĂ€llt Langeweile und Blockade waehrend Melchior mit sich selber wie immer im reinen scheint. In der Zentrale in der alles und nichts moeglich ist. Auszeit, um alles und nichts zu bewerkstelligen, sich im Kreis drehen, auf den Schub warten, auf die andere Seite schaffen, Lernen, Verarbeiten. Aber auf jeden Fall immer schaffen. Die Variablen sind zu offensichtlich, trotzdem schwirren sie als luftklebende Fliegen um den Kopf. Sie greifen, verbindlich ihr Schwirren, die Verarbeitung staendig, Schaffen, aber die Technik ist im Kreis gefangen, bedarf Hilfe von außen, ?, nein, nicht wirklich. Trotzdem koennte alles viel einfacher sein. Auswertung von Phantomen, anstatt sich mal richtig mit unschlĂŒssigen Figuren zu unterhalten. Austausch. Sandkasten. Kinderschuhe. Das heiße Eisen.


Altes MĂŒtterlein:

Ich bin leider ueberhaupt nicht des Englischen mÀchtig,
wenn Sie aber Tschechisch sprechen
koennen wir uns unterhalten.

Papyrus:

Das Essen ist toll, das koennen sie
hier lassen, ansonsten haben wir
derzeit alle HĂ€nde voll mit uns
selbst zu tun. Danke fuer ihr
nachsichtiges VerstÀndnis.

WĂ€hrend Melchior und Papyrus sich wieder der gewohnten farbenfrohen Einöde ihres Daseins zuwenden, nimmt das alte MĂŒtterlein ihren Platz in einem der hinteren Zimmer ein und verhĂ€lt sich angenehm ruhig.

Papyrus:

Die UnschuldsauffĂŒhrung bedarf
einer Spaltung vom liebgewonnen
Publikum.

Melchior:

Erfahrungswerte sind nicht immer
verlÀsslich, zumal wenn ihr
unbedenkliches Haltbarkeitsdatum
ueberschritten ist. Offenkundig
sind unsere Parameter nicht
vollstĂ€ndig und bedĂŒrfen dringend
einer Justierung.

ParteisekretÀr:

Niemand schaut auf meine unteren
ExtremitÀten, obwohl mein
Kronenmorast laengst vergessen,
beschĂ€ftigt mit der RĂŒckfĂŒhrung ist.

Melchior:

Genau so, und unsere Uniform tragen
wir auch nicht!

Hinz und Kunz:

Ausverkauf!

Das ungewollte Kind! Dem Fahrstuhl entstiegen, sich umschauend, richtet sein SelbstwertgefĂŒhl. Der Junky im Korridor regt sich ueber seinen hohen Grad an Moral auf, noch mehr regt ihn auf, das ein geringerer Grad sein Leben auch nicht besser aussehen ließe, so oder so Ă€hnlich. Ersatz. Erdloch.

Junky:

Scheiss Moral!

Melchior:

Nichts besseres zu tun?

Papyrus:

Augen zu und durch!

Ungewolltes Kind:

Schon gehört? Der Chef kommt heute
nicht zur Vollversammlung.

Papyrus:

Immer diese Umwege.

Melchior:

Wenigstens stört dann niemand das
grenzenlose Langweilen.

Weihnachtsmann:

Wie malt man Dekadenz nach Zahlen ?



Kichernd rennt der Weihnachtsmann die Treppen hinunter. Wie schon als geschĂŒtztes Dokument eingebettet, im Metaraum, der Weihnachtsmann. Deja-vu-artige Visionsbrocken in die Bahnen wĂŒnschend...

...


Inhaltschaot

Es faellt schwer den Übergang zu finden, davon abgesehen lĂ€uft alles nach wie vor geradeaus und wie gewohnt. Kaum zu glauben, möchte man meinen, aber Zahlen lĂŒgen nicht immer laut genug. Der Junky hat ĂŒberzeugt und wurde kurzerhand fuer den zweiten Akt zwangsverpflichtet. Ob man nun sein Leben in geordneten Bahnen wandert, oder in die ganze farbenfrohe Klamottenkiste jauchzend eintaucht, ... Naja irgendwas mit Aufwachen. Prozess abgekĂŒrzt; man kann ja nicht alles haben.

[Auszug aus der GeschÀftsordnung]

Rakete? Morgen Suppenkasper; Rechner, sich verbeugend, am schnellsten strotzend - kurz. BinĂ€r reihend Blume, Völkerschlacht - Denk mal, alle einigelnd, geordnet Spaßbremse. Wie jetzt? Stilist salzig, musikalisch, geheim mit bei Licht? Verraten ergeben. Schluss Röntgen ... Unklar zwei Mark Ahnengalerie Gesellschaft spielt wolkig Krumen.

1 - 2 - 3 Test

Noch nicht genug? Dann nicht verpassen wie es weiter geht.


Melchior:

Manchmal ist es doch toll von
Menschen angesprochen zu werden.
Vorzugsweise von jenen, die, immer
noch eine lustige Pointe parat
haben, beiderseitig RĂ€tsel
aufgeben. Schlagfertigkeit, oder
einfach Antworten wenn man nichts
besseres zu sagen weiss. Uebrigens,
wie geht’s dir.

Junky:

Deine aufgesetzte Art, mein Lieber,
macht es kein bisschen einfacher.
Hab’ die Schnauze gestrichen voll
von, besonders witzigen
Ironiekonserven.

Melchior:

Und wie sonst, wenn nicht so, du
Schlaumeier?

Junky:

Scheiße, als ob das wichtig ist.
AmĂŒsieren einander zur totalen
Verblödung, und?

ParteisekretÀr:

Was und?

Junky:

Na, jetzt red’ ich, oder guck mal
wie krank ich noch kann.

Parteisekretaer:

Bla bla bla!

Junky:

Da hast du’s! Weiss ich doch auch,
verdammt. Scheiss Stoff.

ParteisekretÀr:

NatĂŒrlich. Von diesen ganzen
kaputten Typen habe ich mehr als
genug. Alternative Gossenpoeten des
Selbstmitleids. Zum kotzen.

Junky:

Hab’ seit zwei Jahren nichts
geschrieben, du Arsch.

Papyrus:

Du bist unwĂŒrdig, mir dabei
zuzusehen.

Melchior:

Wunderbar! Schoen dass sich jeder
mal so richtig schön in Stimmung
bringen konnte.

Junky:

Er nun wieder.


Das Wetter von morgen schaut dem Treiben schon eine sehr sehr kleine Weile zu Tee und Keksen zu. Es war in den letzten Wochen am deutlichsten dadurch aufgefallen, dass es den Widerstand gegen BlocksĂ€tze in offiziellen Briefen zu organisieren suchte. Der Stumme, Leiter der Abteilung zum Schutz vor sich selbst, hatte daraufhin unmissverstĂ€ndlich mit, einem SchweigegelĂŒbte reagiert. Lustige Sachen gehen vor sich, wenn erst das Gehirn abgeschaltet ist.

UmweltschĂŒtzer: Die Zwiebel!

...

MĂ€hdrescher

Bombenstimmung in der Schaltzentrale. Das Wetter von morgen wollte auch noch bleiben, wurde aber wegen unbegrĂŒndeter Miesmacherei und RationalitĂ€tsĂŒberschuss des Platzes verwiesen. Bis auf die Tatsache dass das alte MĂŒtterlein geduldig ausharrend das rechte Zutrauen vermissen liess war die Party im vollen Gange.

Melchior:

Wir brauchen was neues! Mir geht’s
zu gut.

Optimist:

Ich bin auch ausgelassen wie nix
gutes.

Heldenbild:

Das habt ihr alles mir zu verdanken.

Papyrus:

Jetzt hör aber mal auf!


Kampfszene:


(...)



Heldenbild:

Werd’ ja nur noch schief angesehen,
dieser Tage.

Hinz und Kunz:

Ausverkauf!




Chaostheorie


Das Röntgenbild einer Eitermatratze bringt Melchior zur Weißglut. Die Erinnerung an einen Strandkorb ist ihm dessen Pendant. Gedanken schweifen weit, das Ende fix doch nicht vor Augen

, oder anders.


Ungewolltes Kind:

Dort hat alles angefangen.

Melchior:

Die Sinne hattest du doch einst
verschlossen. Es kam ueber dich
erst die Wirklichkeit als du
anderer Menschen gewahr, die
verdorbne Versenkung auf dich
ahntest.

UmweltschĂŒtzer:

Man kann doch nicht den ganzen Tag
schlafen.

Der unerwartete und nicht vorauszusehende Zwischenfall, hat das Ensemble ein wenig aus der Bahn geworfen. So sitzt die einst so ausgelassene Gesellschaft herum und weiss sich keinen Rat.

Melchior:

Die Spannungen der letzten
Viertelstunde zerren an meiner
Substanz.

Papyrus:

Ich erlebte sie als erfahrungsreich.

Ungewolltes Kind:

Der GemĂŒtlichkeitsĂŒberschuss in der
Schaltzentrale hat den Herrn
erschlaffen lassen. Weichei!

Melchior:

Bin ich denn heute jedermanns
Trottel ?

Papyrus:

Man sieht, dass es funktionieren
kann.

ParteisekretÀr:

Erfahrung hin, Spannung her, die
Frage ist ob unsere Systeme
arbeiten.

UmweltschĂŒtzer:

Auf jeden Fall passen andere
Menschen ein anderes Muster in den
Wahn, ihn bestÀtigend, aber mit
Liebe zum Besseren aufwiegend.


Der Stumme entwickelt sich zusehends zum Unruhestifter. Als ob sein SchweigegelĂŒbte nicht nervig genug waere, stoert er die Szene indem er mit einem Transparent demonstriert. ‘Bestandsaufnahme’
Erst das Androhen von Gewalt weist ihn in seine Schranken


Ungewolltes Kind:

RachegelĂŒste
verwerfen...Stillstand, Enthebung...

Melchior:

Wer spricht hier von Abnutzung?

Papyrus:

Die Sackgasse ist dein Laster.

Ungewolltes Kind:

...selbst der Zaun musste erst
geflochten werden.

Junky:

Kreis

Papyrus:

Akzeptanz, Firlefanz

Junky:

Gut, ob des Venendrecks, was ward,
und ist, verrÀt den Zweck.
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Jo Klexx
???
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Gruss an Melchior an vs und an Papyros

elegant verquirlter Buch-wort-Gedank-stabenmix unverstĂ€ndlicher als Tschechisch und verstĂ€nddlicher allls gar mancher polylogische Monolog in JoKlexx RĂŒbe.
Ich habs ganz gelesen, da braucht ich mir nicht zuzuhören in der Zeit
Gruß
Jo
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Melchior vs. Papyrus
???
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schön

danke,

das war die schönste Kritik,
die ich je lesen durfte,

(wir ____ evtl.)


auch wenn ich nicht weiss,
was polylogisch bedeutet,

Melchior weiss es bestimmt,

magst du es mir erlÀutern ?


vielleicht ergibt sich ja dann
fĂŒr mich eine ganz andere sichtweise
deiner Kritik,



die entstehungsweise von Soja 2 wie auch von Teil 1

ist einzigartig und götterrĂŒhrend,


aber dazu spÀter mehr,

ich muss dafĂŒr erst Melchior konsultieren
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Melchior vs. Papyrus
???
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ĂŒbrigens

was hĂ€lst du ĂŒbrigens von Teil 1 ?

"Die Soja-Kampagne (...)"

(die verkĂŒrzung sei bitte verziehen.....)

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Jo Klexx
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polylogisch

Hallo Ihr Lieben,
Melchio, vs und Papyros.
Polylogisch heißt fĂŒr mich,
dass jedes einzeln Ich,
sei es noch so matt,
eine Stimme hat:
nicht Dia log, nicht mono log, nein Poly ist der LĂŒgner, Ă€h, Poly log.
Okay??!??

wenn ich Soja 1 verdaut hab schreib ich dazu: aber BrĂŒder und Schwestern im Geist sehen manchmal seltsam aus.
Gruß
Jo

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Jo Klexx
???
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Hallo ihr Alle!
Ich hab ja noch ne Anmerkung,
fĂŒr Euren Wahnsinns Text braucht man mindestens nen 21`Monitor oder man muss ihn ausdrucken zum Kapieren. Ich glaub hier ist er innem 17`Mon recht anspruchsvoll
Gruß
Jo
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Melchior vs. Papyrus
???
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Ich Melchior

Habe ich doch dann auch endlich die Gelegenheit mich zu melden. Hallo Jo, Danke fuer deine Ausdauer. Ich weiss, dass speziell Papyrus jedesmal ganz aus dem Haus ist, wenn du schreibst.
Weiter machen
Gruesse aus Botswana
Melchior

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