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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Solar X – gebündelte Lesetipps
Eingestellt am 01. 10. 2004 17:54


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jon
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Solar X – gebündelte Lesetipps

Der Mensch ist dumm. Die Maschine auch. Und „Fremde“ erst recht. Anders kann man nicht erklären, was Wilko Müller jr. in seiner Geschichte „Tag X“ geschehen lässt. Der Spaß am Absurden, das so absurd eigentlich gar nicht ist, macht die Texte des Hallensers immer wieder lesenswert. Aber darum geht es nicht in dieser Betrachtung. Auch nicht um die nicht ganz von der Hand zu weisende Überlegung von Dietmar Sievers, dass Unsterblichkeit irgendwie an Reiz verliert, wenn man dabei nach einem „alkoholischen Auszug frischer Schweinegülle“ riecht. Obwohl beides für mich der Anreiz war, endlich mal etwas über „Solar X“ zu sagen, denn eben diese Geschichten findet man im Storyteil der Ausgabe 166 dieses Fanzines.

„Solar X“ also… Dieses Fanzine zählt mit Sicherheit zu den am besten gemachten und solidesten. Es ist nicht bunt – weder im Sinne des Wortes noch im Sinne von „thematisch ausufernd“ – aber das ist zugleich auch seine Stärke: Obwohl Chefredakteur Wilko Müller jr. und sein Team sich gemäß dem Titel „Fanzine für Science Fiction, Fantasy und Horror“ bei Gelegenheit auch den Spielen, Filmen, Bildern oder anderen Themen der Phantastik-Genres annehmen, entsteht nie der Eindruck, ein Artikel sei geschrieben worden, nur weil „die Rubrik gefüllt werden musste“. Alles wirkt irgendwie als müsse es genau so sein.

Herzstück von „Solar“ X ist seit der ersten Ausgabe 1989, die übrigens noch „Solaris“ hieß, der umfangreiche Rezensionsteil. Der lässt nicht nur nichts aus – weder die aktuellen „Renner“, noch Klassiker, Wiederentdecktes oder Sachliteratur – er überzeugt vor allem mit einer außerordentlich gelungenen Mischung aus Information zum Werk, Lese-Spaß-Potential und Wissenswertem am Rande. Man spürt die Erfahrung der Rezensenten – auch an ihrem Stil, der sich wohltuend von weniger anspruchsvollen Fanzins abhebt. Die Konzentration auf die literarische bzw. sekundärliterarische Seite der Phantastik hat zwei weitere mir sehr angenehme Effekte: Spekulationen und Klatsch, die man bei Interesse ohnehin „frischer“ aus dem Internet ziehen kann, blähen das Heft nicht unnötig auf und man hat eine Art konzentrierten Lese-Tipp-Geber in der Hand. Dass das auch bei anderen als mir gut ankommt, zeigen die hohen Zahlen der Erstauflagen: 75 war es bei der Ausgabe 166. Und das, obwohl man „Solar X“ inzwischen auch im Internet findet (http://people.freenet.de/dircaea/) – dort auch mit farbigen Bildern, brandaktuellen Artikeln, die den Redaktionsschluss nicht geschafft haben, und Beiträgen, die auf die 56 Druck-Seiten einfach nicht mehr draufpassten.

Zugegeben: Nicht der ansehnlichen Grafiken, des erfrischend unchaotischen Layouts oder der Rezensionen wegen habe ich „Solar X“ abonniert, sondern wegen der Storys. Deren Qualität mag schwanken – sie tut dies aber auf immer höherem Niveau. Auch hier spielt die Erfahrung der Redaktion sichtbar eine Rolle. Vor allem aber spürt man den professioneller gewordenen Hintergrund: Anfangs als Clubzine des SF-Clubs „Andromeda“ erschienen, ist „Solar X“ heute eine Produktion der „Edition Solar X“ – einem Projekt von Autor und Übersetzer Wilko Müller jr., das inzwischen auch mit Buch-Publikationen in der Szene von sich reden macht. Und hier, beim Storyteil des Fanzines, schließt sich der Kreis: „Tag X“ ist eines der Beispiele, warum man als Science-Fiction-Fan und Phantastik-Liebhaber „Solar X“ unbedingt auf seiner Abo-Liste haben sollte – entweder gedruckt oder per Internet.

„Solar X“ – eine Produktion der „Edition Solar X“, Halle/Saale; Chefredaktion & Webdesign: Wilko Müller jr.; Einzelpreis der Druckausgabe: 2,50 Euro
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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Michael Schmidt
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Hallo jon,

neben der allgemeinen Vorstellung wäre auch die Vorstellung der aktuellen Ausgabe interessant und würde den Text abrunden, oder? Vielleicht als Antwort zum Text?

Bis bald,
Michael
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jon
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…so hatte ich es bei Schreibbeginn auch gedachte, aber irgendwie "ergab" es nicht. Es ist sehr schwierig, eine konkrete Rezensionssammlung konkret zu rezensieren, wenn man die Rezensionsgegenstände nicht oder nur vom Hörensagen kennt. Auf die Storys in SX166 genauer einzugehen, hatte ich im ersten Entwurf schon drin, aber es las sich dann so, als sei SX ein Story-Heft – die Wichtung stimmte einfach nicht. Aber wenigstens zu „Tag X“ könnte man noch was machen – ich lass den Gedanken mal in meinem Hinterkopf vor sich hinarbeiten.
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Michael Schmidt
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Na, zumindest eine Inhaltsangabe wäre doch hilfreich.
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jon
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…das ist nicht wirklich hilfreiche – es sei denn, am trägt sich mit den Gadneken, ein Buch zu lesen, das rezensiert wurde. oder regt sich grade tierisch über eins auf und will es mal "von einer anderen Seite sehen". Aber bitte:

REZENSIONEN
••••••••••••••• Science Fiction
• William Gibson: Mustererkennung
(Klett-Cotta)
gelesen von Angelika Herzog
• Jack McDevitt: Die Sanduhr Gottes
(Bastei 24321)
gelesen von Wilko Müller jr.
• Dan Simmons: Ilium
(Heyne 06/8320)
verschlungen von Thomas Hofmann
• Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon
(Argument 2004)
gelesen von Christel Scheja
•Jack McDevitt: Chindi
(Bastei 24328)
gelesen von Wilko Müller jr.
•Heinrich & Simon: Reisen von Zeit zu Zeit
(Shayol Verlag)
betrachtet von Wilko Müller jr.
• Stephen Baxter: Evolution
(Heyne 06/6449)
gelesen von Norbert Danziger
•Klaus D. Koepp: Das Labyrinth der Narren
(ZeitSpur Verlag)
angelesen von Thomas Hofmann
• Horst Hoffmann & Margret Schwekendiek: StarGate - Tor zu den Sternen 7: Experimente der Dhuuls
(Blitz-Verlag)
gelesen von Christel Scheja
••••••••••••••• Fantasy
•Emily Rodda: Das Tal der Verlorenen (Deltora Quest 7)
(Panini/Dino)
gelesen von Irene Salzmann
•Heinz Ohff: König Artus. Eine Sage und ihre Geschichte
(Piper Fantasy 6554)
gelesen von Peter Schünemann
• Fiona Patton: Der Kelch der Flamme (Die Brandon Saga 1)
(Piper 6537)
gelesen von Christel Scheja
• Tad Williams: Der Blumenkrieg
(Klett-Cotta)
gelesen von Angelika S. Herzog
••••••••••••••• Horror
• Shirley Jackson: Spuk in Hill House
(Diogenes Verlag/Detebe Nr. 22605)
untersucht von Michael Drewniok
•Stephen King: Der Dunkle Turm 5 - Wolfsmond
(Heyne Verlag)
es heulte (und gähnte) Michael Drewniok
• Clark Ashton Smith: Die Saat aus dem Grabe
(bearbeitet und gelesen von Thomas Franke
Audio-CD, Ululation-Records)
gehört von Thomas Hofmann 
• Christian v. Aster: Nachmieter gesucht … (Medusenblut 16)
gelesen von Thomas Hofmann
• Uwe Voehl und Jörg Bartscher-Kleudgen: HalligSpuk
Schauergeschichten von der Hallig Hooge
(Goblin Press)
gelesen von Thomas Hofmann
• Futter für die Bestie. Grusel-Geschichten.
(Schreiblust-Verlag Andreas Schr
• Brian Hodge: Nightlife
(Festa Verlag, Horror TB 1502)
gelesen von Andreas Hirn 
••••••••••••••• Wissenschaft
• Hartwig Hausdorf: Die Rückkehr der Drachen
(Herbig Verlag)
erzürnt wurde Michael Drewniok
• Wolfgang Ebert (Hrsg.) Jäger verlorener Schätze
(Piper 4065)
gelesen von Christel Scheja  

STORYS
• Wilko Müller jr.: „Tag X“
• Dietmar Sievers: „Der Gast aus Surinam“
• Jürgen Müller: „Langschläfer“ 
• Frank Neugebauer: „Rokoko 5000"


(PS: Wer mal die Gelegenheit hat, Christian von Aster bei einer Lesung zu erleben, sollte sich das nicht entgehen lassen! Genial!)

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