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Leselupe.de > Ungereimtes
Sommer
Eingestellt am 25. 07. 2005 14:25


Autor
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Allina
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2005

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Lindenbl├╝tenduft
s├╝├čer Traum am Sommertag
verweile doch noch

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
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Hallo Allina,

wie ich feststelle, widmest Du Dich den "Kurzen".
Ich mag kure Sachen, Minimales - wenn es mir einen Seufzer, ein "Ah" und "Oh" entlockt.
Leider fehlt mir in z.B. diesem hier bissl "Schmackes".
Nat├╝rlich kenne ich auch diese Sommerabend.Kein Thema.

Aber wie immer kann es ja auch einfach nur reine Geschmackssache sein.*smile*
Und bitte (da Du neu bist) nicht falsch verstehen;-)
(ist auch keine Retourkutsche f├╝r Deine "1" bei mir.

Sch├Ânen Tag
lG
Sanne

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
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Guten Tag, Stoffel, liebe Allina,

ich m├Âchte etwas konkreter werden.

So sehr der Text eine Stimmung nachvollziehbar auff├Ąngt, so sehr verst├Â├čt er, mit Ausnahme der Regel 5-7-5, gegen so gut wie alle anderen Haiku-Regeln.

(1) Haikus kommentieren nie. Der Vers "verweile doch noch" ist ein solcher "Kommentar". Die Stimmung mu├č aus den Zwischenr├Ąumen des Haikus kommen.

(2) Auch die W├Ârter "s├╝├čer Traum" sind eigentlich nicht n├Âtig, um das Bild zu beschreiben. Sie sind bereits wieder eine Wertung. Das ist so eine Sache mit dem Haiku. Empfehlung ist wirklich, die alten Meister zu lesen, sich danach so langsam an die neue Haiku-Dichtung heranzuarbeiten. Sch├Ânes Forum dazu: Hier klicken (haiku.de).

(3) Dann die Dopplung "Lindenbl├╝tenduft" und "Sommertag". Die "Lindenbl├╝te" ist bereits ein Kigo f├╝r Sommer, also ist der Sommertag eine Platzverschwendung, die f├╝r etwas Anderes freiw├╝rde.

Kurz: Das Haiku geh├Ârt in die Werkstatt zur ├ťberarbeitung. Und daher ist Dein Hinweis, lieber Stoffel, auch wirklich berechtigt.

Es kommt, wie man sieht, beim Dichten wirklich nicht nur auf das "Gefallen" an, Dichtung ist, vor allem, wenn man feste Formen wie das Haiku benutzt, immer auch ein echtes "Kunsthandwerk". Und "Kunst kommt von K├Ânnen und nicht von Wollen, sonst hie├če sie Wulst!", wie das ein ber├╝hmter M├╝nchner Kabarettist einmal treffend formulierte. Woraus schl├╝ssig folgt, da├č hinter der Dichtung eigentlich viel ├ťbung steckt. Ein Dichter f├Ąllt sozusagen nicht vom Himmel, sondern ist eine sehr irdische, durch ├ťbung und Lernen gepr├Ągte und durch Kritik allzuh├Ąufig heftig geschlagene Kreatur. Auch Gelegenheitsdichter wie wir hier in der leselupe machen da leider keine Ausnahme.

Ich hoffe, Du nimmst mir meine offenen Worte nicht krumm, liebe Allina. Aber so ist das nun einmal: Wer ein Meister werden will, mu├č durch das tiefe Tal der Kritik und der mehr oder minder guten Ratschl├Ąge. Das war schon immer so und wird auch weiterhin so sein. Auch wenn wir in den heutigen Zeiten meinen, der K├╝nstler werde durch Castings geboren.

Liebe Gr├╝├če W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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