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Leselupe.de > Feste Formen
Sommer-Sestine
Eingestellt am 17. 08. 2010 10:19


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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Die FrĂŒchte strahlen ihren Duft im Sommer,
sie werden groß und platzen fast bei Regen.
Vom Mittagshimmel prallt herab die Sonne,
am Ast hÀngt heute noch der rote Apfel,
am Horizont erkennt man auch schon Wolken,
und auf der Wiese liegt die rote Kirsche

Ameisen bahnen ihren Weg zur Kirsche,
wie sie es tun seit jeher schon im Sommer,
sie schĂŒtzen ihren Bau vor starkem Regen,
sie isolieren ihn auch vor zu starker Sonne,
und nach der Kirsche schmeckt auch gut ein Apfel.
Am Himmel stehen schon bedrohlich Wolken.

Ein Blitz zerteilt die dunkelgrauen Wolken,
und auf den Boden fÀllt noch eine Kirsche,
ihr Kern wird selbst zum Baum im nÀchsten Sommer,
er wÀre nichts, gÀb' es nicht auch mal Regen,
der Boden wÀr' gehÀrtet von der Sonne,
und eine Mumie wĂŒrde aus dem roten Apfel.

So aber erntet man den roten Apfel,
betrachtet dabei sorgenvoll die Wolken,
und auf der Decke wartet schon die reife Kirsche,
die Nacht ist hell und warm in diesem Sommer,
die Lust hÀlt an im warmen Sommerregen
und in der DĂ€mmerung erscheint die Morgensonne.

Die Kirsche selbst verwandelt sich zur Sonne,
ich beiße krĂ€ftig in den reifen Apfel,
der Wind treibt sanft am Himmel SchÀfchenwolken,
ich bringe erst einmal nach Haus die Kirsche,
es ist ein wunderschöner warmer Sommer,
man ahnt, bald wird sich neues Leben regen.

Die BĂ€che schwellen an von starkem Regen,
und doch, ich habe Hoffnung auf die Sonne,
ich pflĂŒckte doch erst gestern einen Apfel,
die Sonne wird vertreiben all die Wolken,
und locken wird auch heute Nacht die Kirsche,
noch ist verspielt und fruchtbar unser Sommer.

Es geht der Sommer, Herbst bringt neue Wolken,
man trĂ€umt vom Apfel, kĂŒrzer scheint die Sonne,
der Wind bringt Regen, Socken stopft die Kirsche.


__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

Version vom 17. 08. 2010 10:19
Version vom 17. 08. 2010 10:41

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Estrella fugaz
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Lieber Bernd,

nun habe ich noch einmal deine Sommer-Sestine gelesen. Ich empand es wie beim ersten Mal. Du beschreibst einen herrlichen Sommer, der pralle, reife FrĂŒchte wachsen lĂ€sst. Das Wetter im Wechsel gehört zu diesem Reifeprozess. Dann zum Schluss der wehmĂŒtige Abschied dieses fruchtbaren Sommers. All dies lĂ€sst sich auch fĂŒr den Lebensweg umsetzen.

Ganz lieben Gruß,
Karin
__________________
Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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