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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sommerliebe
Eingestellt am 07. 04. 2009 17:28


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nemo
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Registriert: Aug 2001

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Den Text habe ich fĂĽr einen Poetry-Slam geschrieben. Ist an sich aber keine KG, wusste aber sonst nicht wohin damit.

Sommerliebe

SĂĽdfrankreich.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Du stehst im Hitzeflackern und wirkst auf mich wie eine Fata Morgana.
Aber du bist echt.
Ich kann dich berĂĽhren.
Dich fĂĽhlen.
Dich riechen.
Der Duft von Vanille.
Lippenstift, der nach Erdbeere schmeckt.
16 Jahr, blondes Haar ...
So schön, dass meine Brille beschlägt.
In meinem Bauch tummelt sich eine ganze Armada Flugzeugträger.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Verliebt.

Du lächelst mich an, kneifst dabei die Augen zu und ich versinke in den Grübchen, die dabei entstehen.
Deine Hand in meiner.
Meine an deinem Nacken.
Wir reden, hören zu, reden ... hören zu, während die Sonne sich um uns dreht.
Ich könnte die Ewigkeit damit verbringen, deine Sommersprossen zu zählen, dir Peinlichkeiten zu erzählen, nur um dein Lachen zu hören.
Wir sitzen auf einen Felsen und schauen aufs Meer.
Einfach nur sitzen. Da sein. Zusammen sein. Das reicht.
Mehr will ich gar nicht.
Mehr habe ich nie gewollt.
Hier und da ein Kuss.
Dann und wann eine Liebesbekundung.
Finger in meinen Haaren.
Das Kreischen einer Möwe.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
GlĂĽcklich.

Eng umschlungen tanzen wir zu „Dreams are my reality“.
Mein Kopf ist in deiner Schulter vergraben und ich sauge jedes Geruchspartikelchen von dir auf.
Sophie Marceau ist vergessen. Das hier ist echt.
Das Lied ist viel zu kurz und als die Band „Reggea Nights“ anspielt, schalten wir sie auf lautlos und tanzen zu unserer eigenen Musik. „I still loving you“, “The eternal flame” und sogar “She’s like the wind” wird für einen Moment ein Stückweit weniger peinlich.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Lebensfroh.

Die Nacht gehört uns.
Wir gehören der Nacht.
Im Sand liegend, blicken wir in die Sterne.
Lassen die Finger die Milchstrasse entlang gleiten und wĂĽnschen uns einen eigenen Planeten.
Nur wir beide.
Keine Eltern.
Keine Schule.
Keine Freunde.
Du und ich.
Ich erzähle dir vom kleinen Prinzen.
Male dir ein Schaf in den Sand.
Einen Augenblick lang höre dir nicht zu, schaue dich an, atme dich ein.
Ich sage: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Du nickst und ich glaube dir.
Ich sage: „Würde ich heute erblinden, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden, wenn du das letzte bist was ich sehe.“
Du glaubst mir und weinst.
Ich erzähle dir vom Mittelpunkt der Erde, erzähle dir von Momo, von Grenouille und Dshamilja.
Und du hörst mir zu. Hängst an meinen Lippen.
DafĂĽr kĂĽsse ich deine.
Du schmeckst nach Erdbeere und das obwohl du gar kein Lippenstift trägst.
Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Liebestrunken.

Zwei Wochen lang träume ich wach.
Wir weichen nicht voneinander, sind sogar bei uns, wenn wir es nicht sind.
Du fragst mich, ob ich mit dir schlafen möchte und mein Mund trocknet schlagartig aus.
Mein Herz rast und die Feuchtigkeit aus meinem Rachen sammelt sich in meinen Händen.
Du nimmst sie und sagst, ich sei der richtige.
Ich kĂĽsse sie.
Irgendwo zwischen verschämt und stolz kaufe ich Kondome.
Dann ist es soweit und unsere nackten Körper schmiegen sich auf einem übergroßen Frottéhandtuch verlegen aneinander.
Wir erforschen unsere Körper, lachen über unsere Missgeschicke und lieben uns, irgendwo zwischen zwei Dünen, während das Meer ein leises Lied für uns rauscht.
Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Leidenschaftlich.

Wir versuchen die Zeit zu dehnen, versuchen den Tag auf 32 Stunden zu strecken.
Denn wir wissen beide, dass es einen Abschied geben wird.
So unabwendbar wie der Tod.
Wir versprechen uns, dass wir jeden Tag telefonieren.
Dass wir uns jeden Tag schreiben.
Aber wir wissen beide, dass der Alltag uns einholen wird.
Dass er das hier und jetzt zu einer Erinnerung werden lässt.
Zu einem Gedankenfilm in 8 Millimeter.
Zu einem Foto, das mit der Zeit verblasst.
Mit feuchten Augen umarmen wir uns ein letztes mal.
Ein Kuss, salzig, von unseren Tränen.
Deine Hand, die langsam aus meiner gleitet.
Ich winke dir hinterher, schlucke den Rotz hinunter und versuche zu lächeln.
...
Es war Sommer.
Ich war jung.
Ich wünschte ich könnte mich heute noch an dich erinnern.
Könnte dein Gesicht vor meinen geschlossenen Augen sehen.
Könnte mir deinen Geruch ins Gedächtnis rufen.
Aber das kann ich nicht ...
... denn es hat dich nie gegeben.
Ich wünschte das hätte es.

__________________
:nemo

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revilo
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Hallo nemo,
es ist völlig egal, wo Du diesen Text unterbringst.Ich habe ihn gerne gelesen.Der 4. Abschnitt ist ein wenig lang geraten und fällt gegenüber dem sonstigen Niveau deutlich ab. Zu sehr
greifst Du in die Herz- Schmerz- Kiste. Dein Text kommt auch ohne Zitate aus. Sehr prägnant ist der Schluss : Es offenbart sich ein feuchter Jungentraum, den wir alle ( hechel, lechz )
schon einmal hatten.Ăśber seine eigenen Erlebnisse nachdenkend revilo

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Der Andere
Hobbydichter
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guten abend nemo,

vorweg: die form deines textes, dieses spiel mit dem gedanken an eine liebe, jugendlich, wild und schüchtern, diese form, die du da gewählt hast, fasziniert mich sehr. eine simple idee, nichts weltbewegendes, aber es bewegt, irgendwie. daher möchte ich mich mit deinem werk befassen, ich hoffe, es wird dir helfen:

kritikpunkt verdichtung: da könnte noch viel passieren, ich mache dir einen vorschlag:

quote:
Sommerliebe

SĂĽdfrankreich.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Du stehst im Hitzeflackern und wirkst auf mich wie eine Fata Morgana.
Aber du bist echt.
[Ich kann dich berĂĽhren.
Dich fĂĽhlen.
Dich riechen.]

Der Duft von Vanille.
Lippenstift, der nach Erdbeere schmeckt.
[16 Jahr, blondes Haar ...]
So schön, dass meine Brille beschlägt.
In meinem Bauch tummelt sich eine ganze Armada Flugzeugträger.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Verliebt.

Du lächelst mich an, kneifst dabei die Augen zu und ich versinke in den Grübchen, die dabei entstehen.
Deine Hand in meiner.
Meine an deinem Nacken.
[Wir reden, hören zu, reden ... hören zu, während die Sonne sich um uns dreht.]
Ich könnte die Ewigkeit damit verbringen, deine Sommersprossen zu zählen, dir Peinlichkeiten zu erzählen, nur um dein Lachen zu hören.
Wir sitzen auf einen Felsen und schauen aufs Meer.
Einfach nur sitzen. Da sein. Zusammen sein. Das reicht.
Mehr will ich gar nicht.
[Mehr habe ich nie gewollt.]
Hier und da ein Kuss.
Dann und wann eine Liebesbekundung.
Finger in meinen Haaren.
Das Kreischen einer Möwe.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
GlĂĽcklich.

[Eng umschlungen tanzen wir zu „Dreams are my reality“.
Mein Kopf ist in deiner Schulter vergraben und ich sauge jedes Geruchspartikelchen von dir auf.
Sophie Marceau ist vergessen. Das hier ist echt.
Das Lied ist viel zu kurz und als die Band „Reggea Nights“ anspielt, schalten wir sie auf lautlos und tanzen zu unserer eigenen Musik. „I still loving you“, “The eternal flame” und sogar “She’s like the wind” wird für einen Moment ein Stückweit weniger peinlich.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Lebensfroh.]


Die Nacht gehört uns.
Wir gehören der Nacht.
Im Sand liegend, blicken wir in die Sterne.
Lassen die Finger die Milchstrasse entlang gleiten und wĂĽnschen uns einen eigenen Planeten.
Nur wir beide.
[Keine Eltern.
Keine Schule.
Keine Freunde.]

Du und ich.
Ich erzähle dir vom kleinen Prinzen.
Male dir ein Schaf in den Sand.
[Einen Augenblick lang höre dir nicht zu, schaue dich an, atme dich ein.]
Ich sage: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Du nickst und ich glaube dir.
Ich sage: „Würde ich heute erblinden, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden, wenn du das letzte bist was ich sehe.“
Du glaubst mir und weinst.
Ich erzähle dir vom Mittelpunkt der Erde, erzähle dir von Momo, von Grenouille und Dshamilja.
Und du hörst mir zu. Hängst an meinen Lippen.
[DafĂĽr kĂĽsse ich deine.
Du schmeckst nach Erdbeere und das obwohl du gar kein Lippenstift trägst.]

Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Liebestrunken.

Zwei Wochen lang träume ich wach.
[Wir weichen nicht voneinander, sind sogar bei uns, wenn wir es nicht sind.]
Du fragst mich, ob ich mit dir schlafen möchte und mein Mund trocknet schlagartig aus.
[Mein Herz rast und die Feuchtigkeit aus meinem Rachen sammelt sich in meinen Händen.]
[Du nimmst sie und sagst, ich sei der richtige.
Ich kĂĽsse sie.]

Irgendwo zwischen verschämt und stolz kaufe ich Kondome.
Dann ist es soweit und unsere nackten Körper schmiegen sich auf einem übergroßen Frottéhandtuch verlegen aneinander.
[Wir erforschen unsere Körper, lachen über unsere Missgeschicke und lieben uns, irgendwo zwischen zwei Dünen, während das Meer ein leises Lied für uns rauscht.]
Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Leidenschaftlich.

Wir [versuchen die Zeit zu dehnen,] versuchen den Tag auf 32 Stunden zu strecken.
Denn wir wissen beide, dass es einen Abschied geben wird.
So unabwendbar wie der Tod.
Wir versprechen uns, dass wir jeden Tag telefonieren.
Dass wir uns jeden Tag schreiben.
Aber wir wissen beide, dass der Alltag uns einholen wird.
Dass er das hier und jetzt zu einer Erinnerung werden lässt.
Zu einem Gedankenfilm in 8 Millimeter.
Zu einem Foto, das mit der Zeit verblasst.
[Mit feuchten Augen umarmen wir uns ein letztes mal.
Ein Kuss, salzig, von unseren Tränen.
Deine Hand, die langsam aus meiner gleitet.]

Ich winke dir hinterher, schlucke den Rotz hinunter und versuche zu lächeln.
...
Es war Sommer.
Ich war jung.
Ich wünschte ich könnte mich heute noch an dich erinnern.
Könnte dein Gesicht vor meinen geschlossenen Augen sehen.
Könnte mir deinen Geruch ins Gedächtnis rufen.
[Aber das kann ich nicht ...
... denn es hat dich nie gegeben.]

Ich wünschte [das hätte es].

so weit die verdichtung. meine begründung dazu im allgemeinen: die meisten stellen, die ich gestrichen habe, waren entweder redundant(das heißt, dass der text auch ohne sie klar kommt), sie haben also keine daseinsberechtigung, oder sie spielten mit künstlich überhöhten gefühlen, oder du hast dich in etwas verfangen.
wenn du einzelne streichungen nicht nachvollziehen kannst, erläutere ich dir das auch gerne noch mal am beispiel selber.

weiter geht’s, kritikpunkt sprache:
die ist eigentlich schön konsequent gehalten, ich mag die knappe, staccatogleiche melodie dahinter, ein paar anmerkungen habe ich doch, die vorschläge, die ich dir mache, sind nur richtlinien, wie ich verfahren würde, du musst es nicht genau so übernehmen, so, los geht's(die gestrichenen passagen sind bereits raus):

quote:
Sommerliebe

SĂĽdfrankreich.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Du stehst im Hitzeflackern und wirkst auf mich wie eine Fata Morgana.
Aber du bist echt.
Der Duft von Vanille.
Lippenstift, der nach Erdbeere schmeckt.
[Du bist so] schön, dass meine Brille beschlägt.
In meinem Bauch tummelt sich eine ganze Armada Flugzeugträger.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
Verliebt.

Du lächelst mich an, kneifst dabei die Augen zu und ich versinke in den Grübchen, die dabei entstehen.
Deine Hand in meiner.
Meine an deinem Nacken.
[Ich könnte die Ewigkeit damit verbringen, deine Sommersprossen zu zählen, dir Peinlichkeiten zu erzählen, nur um dein Lachen zu hören.] Würd ich anders schreiben, leicht umständlich, du verlierst den rhythmus, mein vorschlag: /ich könnte ewig deine sommersprossen zählen. von peinlichkeiten berichten, nur um dein Lachen zu hören/ warum? Den ersten satzteil straffe ich durch meine formulierung, später ersetze ich „erzählen“ durch „berichten“, weil die nähe von „zählen“ und „erzählen“ mich arg gestört hat.
Wir sitzen auf einen Felsen und schauen aufs Meer.
Einfach nur sitzen. Da sein. Zusammen sein. Das reicht.
Mehr will ich gar nicht.
Hier und da ein Kuss.
Dann und wann eine Liebesbekundung.
Finger in meinen Haaren.
Das Kreischen einer Möwe.
Es ist Sommer.
Ich bin jung.
GlĂĽcklich.

Die Nacht gehört uns.
Wir gehören der Nacht.
Im Sand liegend, hier brauchst du kein Komma blicken wir in die Sterne.
Lassen die Finger die Milchstrasse entlang gleiten und wĂĽnschen uns einen eigenen Planeten.
Nur wir beide.
Du und ich.
Ich erzähle dir vom kleinen Prinzen.
Male dir ein Schaf in den Sand.
Ich sage: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Du nickst und ich glaube dir.
Ich sage: [„Würde ich heute erblinden, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden, wenn du das letzte bist was ich sehe.“] find ich nicht schön formuliert, vorschlag: /würde ich heute erblinden, vor dir, dich als letztes betrachtend, wäre ich der glücklichste mensch der welt./ mehr rhythmus drin, wie ich finde.
Du glaubst mir und weinst.
Ich erzähle dir vom Mittelpunkt der Erde, erzähle dir von Momo, von Grenouille und Dshamilja.
Und du hörst mir zu. Hängst an meinen Lippen.
Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Liebestrunken.

Zwei Wochen lang träume ich wach.
Du fragst mich, ob ich mit dir schlafen möchte und mein Mund trocknet schlagartig aus.
[Irgendwo zwischen verschämt und stolz kaufe ich Kondome.] du verlierst wieder die melodie, vorschlag: /schamgefühl. stolz. irgendwo dazwischen kaufe ich kondome./
[Dann ist es soweit und unsere nackten Körper schmiegen sich auf einem übergroßen Frottéhandtuch verlegen aneinander.] wieder, zu lang der satz, vorschlag: dann ist es so weit. unsere körper schmiegen sich aneinander. auf einem übergroßen frottéhandtuch. verlegen.
Es ist Sommer.
Wir sind jung.
Leidenschaftlich.

Wir versuchen versuchen den Tag auf 32 Stunden zu strecken.
Denn wir wissen beide, dass es einen Abschied geben wird.
So unabwendbar wie der Tod.
Wir versprechen uns, dass wir jeden Tag telefonieren.
Dass wir uns jeden Tag schreiben.
Aber wir wissen beide, dass der Alltag uns einholen wird.
[Dass er das hier und jetzt zu einer Erinnerung werden lässt.] schon wieder dies wiederholung mit „dass“, ich würds so schreiben: / aber wir wissen beide, dass der alltag uns einholen wird. das hier und jetzt nur noch eien erinnerung./
[Zu einem Gedankenfilm in 8 Millimeter.
Zu einem Foto, das mit der Zeit verblasst.]dementsprechend hier: /ein gedankenfilm in 8 millimeter. ein foto, das.../

Ich winke dir hinterher, schlucke den Rotz hinunter und versuche zu lächeln.
...
Es war Sommer.
Ich war jung.
Ich wünschte Komma ich könnte mich heute noch an dich erinnern.
Könnte dein Gesicht vor meinen geschlossenen Augen sehen.
Könnte mir deinen Geruch ins Gedächtnis rufen.
Ich wĂĽnschte.


kritikpunkt inhalt: im prinzip sind die meisten inhaltlichen aspekte, die mich gestört haben, insbesondere der kitsch, dem du hin und wieder verfallen bist, durch die straffung weggefallen. aufgefallen hingegen ist mir nur diese stelle:

quote:
Wir sitzen auf einen Felsen und schauen aufs Meer.
Einfach nur sitzen. Da sein. Zusammen sein. Das reicht.

„nur sitzen“ stimmt inhaltlich nicht, schließlich betrachten die beiden noch das meer, meine idee wäre, den zweiten teil des satzes zu streichen und sie wirklich „einfach nur sitzen“ zu lassen.

ich hoffe, ich konnte dir mit meinem kommentar helfen.

gruĂź vom anderen




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nemo
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Hi Anderer,

erst einmal vielen Dank fĂĽr die Kritik.
Da der Text für ein Poetry-Slam ist, braucht er schon eine gewisse Länge. Allerdings kann ich deine "Kürzungen" auch sehr gut nachvollziehen. Ich glaube ich muss hier noch ein bisschen über den Text brüten und versuchen einen Kompromiss mit mir zu finden.

Die Rhythmus-Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich. Ich bin eigentlich kein Lyriker, deshalb schreibe ich solche Texte eher aus dem Bauch heraus. Bei den Poetry-Slams ist der Rhythmus aber sehr wichtig, weil der Text ja durch den Vortrag erst zu Leben erweckt wird. Vielen Dank für die Vorschläge.

der grasi

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:nemo

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