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Leselupe.de > Feste Formen
Sonett 2
Eingestellt am 07. 12. 2003 19:28


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janhendrik
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Ich suche Worte, die vergleichend Dich beschreiben
Sonnenauf- und unterg├Ąnge dr├Ąngen sich mir in den Sinn
Und viele Dinge sind, die Deinen Glanz beneiden
Dir gleich ist nichts und Gleiches gleicht Dir nicht darin

F├╝r alles, was Du bist, hat Sprache keine Worte
Musik, trotz aller Melodie, verstummt vor Deinem Angesicht
Die Welt - so sch├Ân - gleicht Dir in keinem Orte
Und alles, was sonst hell, verdunkelt sich in Deinem Licht

Was bleibt mir, wenn kein Ebenbild Dir hier entspricht
Und, was der Welt sonst wichtig, neben Dir vergeht
Du bist nur Du und alles sonst gen├╝gt mir nicht
Und au├čer Dir ist nichts, was neben Dir vor Dir besteht

So ist die Welt f├╝r Dich nur reich an hinkenden Vergleichen
Und nichts kann au├čer Du Dir selbst das Wasser reichen

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Zeder
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Shall I compare thee...

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Hallo jan,

Du scheinst wirklich von Shakespeare begeistert zu sein!

Deine Umsetzung ist Dir gut gelungen (ein Hinweis auf den Meister w├Ąre allerdings angebracht); einzig das Wort "Du" in der letzten Zeile entspricht nicht den deutschen Grammatik-Regeln:
"Und nichts kann au├čer Du Dir selbst das Wasser reichen"

m├╝sste richtig hei├čen:
"Und nichts kann au├čer Dir Dir selbst das Wasser reichen".

Das doppelte "Dir" st├Ârt dann, keine Frage. Und die Umformung in "Und nichts au├čer Du selbst kann Dir das Wasser reichen" klingt schrecklich.
Vielleicht findest Du hier noch eine ad├Ąquate Variante?

Viele Gr├╝├če,
__________________
"Die Ceder ist ein hoher Baum, oft schmeckt man die Citrone kaum" (Wilhelm Busch)

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janhendrik
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Re: Shall I compare thee...

quote:
Urspr├╝nglich ver├Âffentlicht von Zeder
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Hallo jan,

Du scheinst wirklich von Shakespeare begeistert zu sein!

Deine Umsetzung ist Dir gut gelungen (ein Hinweis auf den Meister w├Ąre allerdings angebracht); einzig das Wort "Du" in der letzten Zeile entspricht nicht den deutschen Grammatik-Regeln:
"Und nichts kann au├čer Du Dir selbst das Wasser reichen"

m├╝sste richtig hei├čen:
"Und nichts kann au├čer Dir Dir selbst das Wasser reichen".

Das doppelte "Dir" st├Ârt dann, keine Frage. Und die Umformung in "Und nichts au├čer Du selbst kann Dir das Wasser reichen" klingt schrecklich.
Vielleicht findest Du hier noch eine ad├Ąquate Variante?

Viele Gr├╝├če,


Hi Zeder,

tja, Du und Dir...
Kannst mir glauben, da├č ich daran etwas l├Ąnger gesessen habe. Ich hatte mich damals entschlossen, mich dem Klang, nicht der Form zu beugen und w├╝rde es gern so lassen.

Was den Meister angeht, bin ich davon ausgegangen, da├č es hier keiner gro├čen Worte bedarf. Die Parallelen zu "My mistress' eyes are nothing like the sun" sind - wie ich finde - un├╝bersehbar.

Viele Gr├╝├če und nochmals vielen Dank!
Jan

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Holger
Guest
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Zugegeben: Ich mag es. Hier kommen wir dem Begriff Dichtkunst schon sehr nahe. So den Inhalt zu f├╝gen ist schon gro├čartig.
Ganz subjektiv st├Ârt mich hier allerdings die unterschiedliche Anzahl der Hebungen in den Zeilen
und das Ausbrechen vom Troch├Ąos in den Jambus von Zeile 1 nach Zeile 2.

........1.......2.........3........4............5..............6....
Ich suche Worte, die vergleichend Dich beschreiben
..1.........2...........3.......4.........5.........6.........7.........
Sonnenauf- und unterg├Ąnge dr├Ąngen sich mir in den Sinn
........1.......2........3...........4...........5.........6....
Und viele Dinge sind, die Deinen Glanz beneiden
........1............2................3...........4..............5.......
Dir gleich ist nichts und Gleiches gleicht Dir nicht darin

Aber ich wei├č, bei solch einer inhaltlichen Verpflichtung, ist leichter daran rumgemeckert, als das es zu ├Ąndern ist.

Beste Gr├╝├če
Holger

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janhendrik
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Hi Holger!

Danke f├╝r Deine Nachricht!
Ich freue mich, da├č Dir mein Gedicht gef├Ąllt.

Du siehst es nat├╝rlich genau richtig: Ich habe mich schon ein wenig dem Inhalt, nicht der Form gebeugt. Leider verfalle ich in diese Unsitte nicht allzu selten.

Viele Gr├╝├če

Jan

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