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Leselupe.de > Feste Formen
Sonettenkranz
Eingestellt am 12. 06. 2009 20:25


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HerbertH
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Sonettenkranz "Geier und Hyänen"

I

Es kreisen √ľber Gaia Geier weit im Kreis,
Sie blicken weit, verschmähen darum tiefe Runden.
Sie fliegen √ľber Steppen, √ľber Felsenschrunden,
Der Flugwind faltet ihre Fl√ľgelfedern leis'.

Meist fliegen sie in kleinen Gruppen wie auf Streife,
Sie patroullieren Riesenflächen als Revier,
Und suchen nach dem kranken Kalb, dem toten Stier,
Was √ľbriglie√üen Katzenr√§uber, gro√üe Greife.

Und and're hocken auf den √Ąsten kahler B√§ume,
Und rings um Aas im Norden, S√ľden, Osten, Westen.
Sie hopsen hin und her auf Krallenf√ľ√üen. Tr√§ume

Von reichlich Nahrung, Fleisch: Das w√ľrde sie am besten
Belohnen nach dem Quer'n der trocknen W√ľstenr√§ume.
Sie sp√§hen nach den √ľpp'gen Aaskadaverresten.

II

Sie sp√§hen nach den √ľpp'gen Aaskadaverresten,
Die Jäger lassen nach dem Raub des Elfenbeins,
Denn Fleisch der grauen Riesen nehmen die sich keins,
Das finden nur die Geier an der Tat am besten.

Zwar m√ľssen sie sich trotz der harten Schn√§bel schwer
Bem√ľh'n, doch reichlich Nahrung winkt f√ľr sie als Lohn.
Nur eilen m√ľssen sich die gro√üen V√∂gel: Schon
bedrängt die Konkurrenz, kommt in die Quer'.

Es heißt, schnell zu den Elefanten hinzufliegen,
Bevor den Löwen lockend der Geruch aus Westen
In ihre Nase steigt, schon ist er aufgestiegen.

Und alle Gäste woll'n sich mästen an dem Besten,
Doch welcher Aspirant wird Fleisch und Knochen kriegen,
Die √ľbrig liegen nach den w√ľsten Schlachtefesten?

III

Die √ľbrig liegen nach den w√ľsten Schlachtefesten,
Grad' diese Reste sind der Geier erstes Ziel.
Sie wollen dieses Beste, davon möglichst viel,
Es zählen nur die fetten Kalorien, nicht Gesten.

Denn Gesten sind den Tieren fremd. Nichts wollen sie
Als ihre Existenz und ihre Gene wahren,
Und diese mehr'n, zu Nachwuchs grad in schlechten Jahren
Drängt ihr Instinkt, drum dauert sie die Beute nie.

Jetzt sind die ersten Geier bei den grauen Riesen,
Die sind noch warm, der Blutgeruch macht sie so heiß,
Die Mahlzeit kann nicht mal die harte Haut vermiesen,

Sie reißen sie mit Schnäbeln ganz nach ihrer Weis',
Die sind gemacht f√ľr schwere F√§lle grad' wie diesen,
Und schreien geirig, gierig auf die Leichenspeis'.

IV

Und schreien geirig, gierig auf die Leichenspeis'.
Schon wetzen erste Löwen sich die Riesentatzen,
Sie br√ľllen hungrig, gierig auf die fetten Batzen,
Die Geier schrei'n Protest und sammeln sich im Kreis,

Vielleicht ist nachher noch ein Bissen f√ľr sie drin.
Doch ach, jetzt nah'n der Leoparden scharfe Zähne,
Verscheuchen erst des satten Löwen rote Mähne,
Denn mächtig zieht der Hunger sie zur Beute hin.

Noch weit're Beutesucher gibt es in der Schlange,
Nicht nur Hyänen, die sich bald im Blutrausch wähnen.
Die gierigen Termiten machen Bäumen bange,

Mit scharfen Beissern krabbeln sie aus Grundmoränen.
Die Wälder nimmt ein weit'rer Räuber in die Zange:
Es jagen täglich Raubtier'n gleich die Holzhyänen.

V

Es jagen täglich Raubtier'n gleich die Holzhyänen.
Der Mensch nimmt Elefanten nur das Elfenbein.
Genauso brennt er Straßen in den Wald hinein,
Zermalmt mit Raupenketten Bäume gleich zu Spänen,

Die er nicht brauchen will. Er schlägt nur Palisander,
Wof√ľr er Kohle kriegt, das And're soll verkohlen.
Der Wald ist ihm egal, hat er erst Teak gestohlen.
Er liebt das Geld, und bricht die Welt auch auseinander.

Dem Wanderfeldbau und der Brennholznutzung fallen
Zum Opfer Riesenflächen voller Baum und Laub,
Durch Regenwälder hört man Motorsägen hallen.

F√ľr Gnadenrufe f√ľr die Weltenlunge taub,
So gieren sie und jagen weiter, schadend allen,
Dem Dschungel ab den harten Edelholzschatzraub.

VI

Dem Dschungel, ab dem harten Edelholzschatzraub,
Wie willst Du ihm noch helfen, wie ihn doch noch retten?
Was kann den Wald noch sch√ľtzen, was, vor S√§geketten?
Es herrscht ein großer Ackerhunger. Mit Verlaub:

Es kommt zuerst das Fressen, später dann Moral,
Im reichen Land, da kann man dies ganz leicht vergessen.
Und ein Gesetz der reichen Welt, das wär' vermessen,
Die arme Welt zu hindern, lindern Hungerqual.

Wer diese Armen wegen Feuerroden schilt,
Weil dann der Wind die Krume weiterweht, den glaub'
Im Unrecht ich, nicht aber Zorn, der Adern quillt,

Wenn reiche Industrie nur f√ľr die Gartenlaub',
Parkett die Wälder killt. Zu Recht der Richtspruch gilt:
Sie wollen Gold, verwandeln aber Gr√ľn zu Staub.

VII

Sie wollen Gold, verwandeln aber Gr√ľn zu Staub,
Sie beuten aus und mästen sich auf Andrer Kosten,
Sie kommen meistens her von Norden oder Osten,
Sie raffen sich den Dollar f√ľr den Kurzurlaub.

Sie greifen sich Patente √ľber Urwaldgene,
Sie gehen √ľber Leichen, legen Leichenspuren,
Sie kennen kaum Gebete, Segen oder Suren,
Sie halten sich wie Sklaven Bantus, Indigene.

Sie scheffeln unser Geld und lassen nichts den Armen,
Sie fahren ihre Beut' zu uns in Riesenkähnen,
Verkr√ľppeln Menschen, Tiere, W√§lder ohn' Erbarmen.

Wir wuchten Tonnen Edelholz mit Lastenkränen
In unseren Containern, spotten den Alarmen,
Zerfetzen Urwaldg√ľrtel grob mit S√§gez√§hnen.

VIII

Zerfetzen Urwaldg√ľrtel grob mit S√§gez√§hnen
Denn nur die Holzhyänen? Uns beliefern sie.
Weswegen? Weil wir zahlen. Schuld sind wir und die.
Euch schwirrt der Kopf? Auf, rauft Euch Eure Haaressträhnen.

Verwirrung mögt ihr jetzt empfinden, Euch geschmäht,
"Nein wirklich, Wir hau'n keine Urwaldriesen um,
Wer das behauptet, der verleumdet, der ist dumm!
Wir trennen doch so sorgsam M√ľll und Altger√§t!"

"Wir woll'n Atomkraftwerke in der Nähe nicht.
Na gut, wenn die in Frankreich steh'n, hierher den Strom,
Die Windkraftr√§der sind zu h√§√ülich f√ľr ihr Geld."

Nun schau nicht so verdrossen, starr mir ins Gesicht!
Nun frag ich Dich und bitt' und setze kein Axiom:
"Und Du, du Gaiaj√ľnger? Jetzt, jetzt nimm die Welt!"

IX

"Und Du, du Gaiaj√ľnger? Jetzt, jetzt nimm die Welt!"
"Und bitte, wie ist das gemeint?" Ist das die Frage?
Nun gut, ich hole etwas aus, es ist 'ne Plage
Mit uns'rer Gaia, sie ist leicht verschnupft, verprellt.

Was Du mit ihr hast vor Dekaden angestellt,
Welch Unbill Du auf sie gegossen Tag um Tage,
Sie schilt Dich deshalb heut', als Mutter, "Oh, Du Blage,
Vergessen kann ich nichts, zur Hitze wird die Kält'!"

"Und was Du heute tust, wirkt fr√ľh'stens √ľbermorgen,
Wenn Fl√ľsse weiter Du ertr√§nkst in S√§urelaugen,
Von wem kannst Du in Zukunft reines Wasser borgen?"

"Du wirst die Einzeltropfen bald vom Blatte saugen.
Gesunde jetzt die Welt mit Dir, von ihren Sorgen,
Sie soll nicht einen Tag dem Raubgetier noch taugen!"

X

Sie soll nicht einen Tag dem Raubgetier noch taugen,
So bittet Gaia Dich, Dein einziger Planet,
Der, wenn Du gar nichts tust, sich trotzdem weiterdreht,
Erloschen zwar, wenn dann erloschen alle Augen.

Doch etwas wird Dir folgen, Augen aus Facetten,
Es schaufelt tiefe Gr√§ber Dir von fr√ľh bis sp√§t,
Die große Zahl, sie nutzt Chitin als Grabgerät,
Nährt sich von Deinem toten Fleisch, um sich zu retten.

Ich hoffe noch, dass Du nun endlich Dich besinnst,
Dass Du dem Pack, das jetzt Dir Deine Welt vergällt,
Dich widersetzt, Dich Lust befällt, dass Du beginnst.

Zu säubern Deinen Sinn sei erstes Arbeitsfeld.
Als zweites bringe Klarheit ins Profitgespinst
Und nimm, Hyänen jagend, jenen Pelz und Geld.

XI

Und nimm, Hyänen jagend, jenen Pelz und Geld.
Zumindest gib Dein Geld nicht her zu Gaias Schaden.
Dein Blick sei scharf, durchdringe dichte Nebelschwaden,
entdeckst Du Raub auf Gaias Flanken, den vermeld'!

Benebelt ist, dem Reichtum ist der einzig' Held,
Der Nebelbomben wirft als Schleier seiner Taten,
Den schicke ins Exil aus allen Deinen Staaten,
Noch besser in ein Loch, bevor er mehr anstellt.

Besetze jeden Turm mit Wächtern Deiner Wahl,
Besch√ľtze jedem Baum, und sei er schon fast kahl,
Und suche nach Ideen, und bete, dass sie taugen.

Verzweifle nicht, Du wirst die Rufe And'rer hören,
Denn viele Wächter gibt es schon, ich will's beschwören:
Es kreisen Gaias Geier hoch mit scharfen Augen.

XII

Es kreisen Gaias Geier hoch mit scharfen Augen,
Sie sehen auch der Menschen wechselvolles Treiben,
Wie die aus allen Lebensräumen dicke Scheiben
sich selbst ausschneiden, die f√ľr alle Arten taugen.

Sie wissen's nicht, doch sie sind Gaias erste Wachen,
Wie auch Polareis wacht und schmilzt, wird's gar zu heiss,
Bis dann der Golfstrom stoppt und Engeland wird weiss
Und kalt, wird's kälter noch, gefriert Europas Lachen.

Es träumen viele noch von kurzen Nordpolrouten,
Ist's dort im Sommer eisfrei, wird sich vorgestellt,
Erhofft man reichen Fischfang bei den Aleuten,

Sie fragen nicht, wem's in den Meeren noch gefällt,
Ob es noch Wasser gibt. Es trinken Blut die Guten,
Sie haben ihre harten Schnäbel vorgeschnellt.

XIII

Sie haben ihre harten Schnäbel vorgeschnellt,
Und harren auf das Blut der prallen Opfertiere
Des Mammons. Das sind nicht nur wilde Herdenstiere,
Nur Vogel, Viper, Fisch, f√ľr die der Jagdschrei gellt.

Des Menschen Blut, der zu den Opfern sich gesellt,
Wird auch vergossen werden, fraglos. Akzeptiere,
Du Mensch, den harten Urteilsfluch und alarmiere,
Wem noch liegt etwas an dem bess'ren Lauf der Welt.

Der Seuchen Spur, des Mammons Wahn, des Hungers Wut,
Dies Dreigestirn des Elends droht, sei auf der Hut,
Den Leichen End' in Bottichen voll Säurelaugen,

Den Mägen Blähung, Leere, Schmerzen, Hungerschrei.
Aus Gold wird Blei, die Geier machen Schnäbel frei,
Um weiten Kreisen Dollaraugen auszusaugen.

XIV

Um weiten Kreisen Dollaraugen auszusaugen:
Der Geier Motto zwingt uns alle zur Vernunft.
Es ist nun mal der Menschen einz'ge Unterkunft
Die Erde, Gaia, Mutter, muss f√ľr Leben taugen.

Nur wenig Zeit bleibt zur Entscheidung, zum Beschluss,
Ob dieses letzte Leben auf der Welt nicht stirbt,
Und wer, wenn noch wer lebt, sich Lebensrecht erwirbt,
Wer √úberlebt. Dem Mensch droht Gaias √úberdruss.

Ergreifen wir die letzten Möglichkeiten schnell,
Besteht noch Hoffnung. Zögern kostet uns das Fell,
Das Leben, mir ist dies ein gar zu hoher Preis.

Doch Gaia, gnadenlos, hält ihre strenge Wacht.
Lasst uns noch träumen von der vollen Erdenpracht.
Es kreisen √ľber Gaia Geier weit im Kreis.


XV

Es kreisen √ľber Gaia Geier weit im Kreis,
Sie sp√§hen nach den √ľpp'gen Aaskadaverresten,
Die √ľbrig liegen nach den w√ľsten Schlachtefesten,
Und schreien geirig, gierig auf die Leichenspeis'.

Es jagen täglich Raubtier'n gleich die Holzhyänen
Dem Dschungel ab den harten Edelholzschatzraub,
Sie wollen Gold, verwandeln aber Gr√ľn zu Staub,
Zerfetzen Urwaldg√ľrtel grob mit S√§gez√§hnen.

Und Du, du Gaiaj√ľnger? Jetzt, jetzt nimm die Welt,
Sie soll nicht einen Tag dem Raubgetier noch taugen,
Und nimm, Hyänen jagend, jenen Pelz und Geld.

Es kreisen Gaias Geier hoch mit scharfen Augen,
Sie haben ihre harten Schnäbel vorgeschnellt,
Um weiten Kreisen Dollaraugen auszusaugen.


Version vom 12. 06. 2009 20:25
Version vom 18. 06. 2009 20:56
Version vom 30. 06. 2009 21:49
Version vom 15. 03. 2010 12:21

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presque_rien
???
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Hi Herbert,

ich habe zwar auch noch nicht ganz gelesen, will aber trotzdem meinen Senf dazugeben : Erstmal Respekt! Ein Sonettkranz ist harte Arbeit!

Allerdings finde ich es schwierig, deine Sonette zu lesen, wegen der sehr langen Verse: Sie m√ľssten mit Mittelz√§sur gelesn werden, wenn's fl√ľssig werden soll - aber die f√§llt bei dir leider meistens in die Mitte eines Wortes...

Lg presque

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HerbertH
???
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Liebe presque,

erstmal vielen Dank f√ľr's Lesen! Ich bin auch an Zwischenresultaten sehr interessiert .

Hinsichtlich der langen Verse: Hier bin ich eventuell von altsprachlicher Schulzeit noch "verseucht" - f√ľr mich sind sechs Hebungen nicht wirklich lang. Eine Umarbeitung in eine Form mit Mittelz√§sur stelle ich mir als zu aufwendig vor. Ich werde diese Idee aber sicherlich in einem meiner n√§chsten Sonette mal ausprobieren. Hab Dank f√ľr den Hinweis.

Dass es keine f√ľnfhebige Form wurde, liegt auch daran, dass das Meistersonett schon weit vor der Idee entstand, das Ganze in einen Kranz zu flechten.
Siehe Hier klicken

Viel Spass noch beim Lesen

Liebe Gr√ľ√üe

Herbert

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HerbertH
???
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quote:
Das 66. Sonett (Wolf Biermann)

M√ľd m√ľd von all dem schrei ich nach dem Schlaf im Tod
Weil ich ja seh: Verdienst geht betteln hier im Staat
Seh Nichtigkeit getrimmt auf Frohsinn in der Not
Und reinster Glaube landet elend im Verrat.
Und Ehre ist ein goldnes Wort, das nichts mehr gilt
Und einer Jungfrau Tugend wird verkauft wie'n Schwein
Und weil Vollkommenheit man einen Kr√ľppel schilt
Und weil die Kraft dahinkriecht auf dem Humpelbein
Gelehrte Narrn bestimmen, was als Weisheit gilt
Und Kunst seh ich geknebelt von der Obrigkeit
Und simple Wahrheit, die man simpel Einfalt schilt
Und G√ľte, die in Ketten unterm Stiefel schreit
Von all dem m√ľde, w√§r ich lieber tot, lie√ü ich
In dieser Welt dabei mein Liebchen nicht im Stich.


Zitiert nach Hier klicken

Liebe presque,

Hier sind zwar Mittelzäsuren, aber nicht durchgängig.

Inwieweit das Beispiel Deine Frage beantwortet, weiss ich nicht, zumal Biermanns √úbersetzung aaO arg zerrissen wird.

quote:
Stillleben mit Flaschen
(St. Marie, Provence)
2. Fassung

Auf einem Zeltplatz in der Haut-Provence:
Lavendelduft weht von den Feldern her.
Zur Mittagszeit verliert sich der Verkehr,
jetzt geht das Leben langsam, schläfrig, wie in Trance.

Vom opulenten Picknick blieben nur die Flaschen,
da jedermann es vorzog, sich nun abzuk√ľhlen.
So liegt man in den Zelten oder Wohnmobilen,
l√§sst sich von keinem st√∂ren oder √ľberraschen.

Gibt’s denn ein Foto von dem schönen Essen?
Zu spät. Die Tafel aufgehoben. Ausgelassenheit
und Stimmung längst passé. Und bald ists schon vergessen.

Viel später tauchte doch ein Foto auf. Wie groß
war das Erstaunen √ľber jene Nachbarin, die seinerzeit
das Flaschenbild belebte, selber ahnungslos.


Dirk Schindelbeck 2008

Vgl. Hier klicken

Diese Beispiel ist ggf. auch diskussionsw√ľrdig, mischt es doch
F√ľnf- und Sechshebiges (und ...). Wo allerdings sechshebiges zu finden ist, sehe ich nur selten eine Mittelz√§sur.

Die beiden Beispiele waren Ergebnisse einer schnellen Internetrecherche. Vielleicht gibt es noch "Bessere"

Ich hatte mir ehrlich gesagt vor dem Schreiben nicht die M√ľhe gemacht, nach sechshebigen Beispielen zu suchen.

Liebe Gr√ľ√üe

Herbert

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

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Vielleicht sind auch Czernins Erde-Sonette

Hier klicken

hier von Interesse.

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HerbertH
???
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PS: Die sind auch sechshebig, ohne Mittelzäsur.

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