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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sonne, Mond und Sterne
Eingestellt am 13. 10. 2000 10:41


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paradise_lost
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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Als der gute alte Mond am spĂ€ten Nachmittag erwachte fĂŒhlte er sich einfach wunderbar, wie immer nach einem so ruhigen und erholsamen Nickerchen. Schmunzelnd dachte er an seinen sĂŒĂŸen Traum zurĂŒck. Er blickte zum strahlend blauen Himmel empor und erblickte seine Freundin, die Sonne, die ihm ein freundliches LĂ€cheln schenkte, „ na Du Faulpelz , ausgeschlafen ?“ und mit einem klitzekleinen Strahl kitzelte sie ihn unter der etwas zu groß geratenen Nase dann streichelte sie ihn sanft am Kinn. Der Mond mußte lachen „ Der FrĂŒhling scheint Dich ĂŒbermĂŒtig zu machen, junges FrĂ€ulein, was “. Aber er genoß die wohlige WĂ€rme in seinem mit der Zeit etwas faltig gewordenen Gesicht. „ Kannst Du mir vielleicht noch etwas den RĂŒcken bestrahlen, da zwickts und zwackts ein kleines bißchen“. Er drehte sich unter lautem Ächzen und Stöhnen auf den Bauch. „Aber natĂŒrlich, alter Freund nichts lieber als das, sag mir aber rechtzeitig wenn es Dir zu heiß wird, ja“ „Mhhh, werd ich tun“ antwortete der Mond, der schon wieder schlĂ€frig wurde und sich genĂŒĂŸlich streckte. Mit der gebotenen Vorsicht um nur ja keinen Schaden anzurichten, massierte sie dem Alten nun den von Jahrmillionen Jahren gezeichneten RĂŒcken mit ihren sanftesten Strahlen. Etliche MeteoriteneinschlĂ€ge hatten schlimme Narben hinterlassen und so verschaffte sie ihm etwas Linderung, zugleich schĂŒtzte sie ihn so gegen die KĂ€lte der langen Nacht. „He he, mein Lieber so haben wir nicht gewettet, Du sollst doch nicht wieder einschlafen“ und sie kniff ihn liebevoll in die Seite. „ Außerdem wird es langsam Zeit fĂŒr uns, “ „Wenn Du meinst, meine SĂŒĂŸe, darf ich mir noch etwas wĂŒnschen?“ Das klare freundliche Lachen der Sonne erklang und ihm wurde warm ums Herz , „Sag, hab ich Dir schon jemals einen Wunsch abgeschlagen“ , antwortete sie mit ihrer sanften Stimme. „ Nun, was wĂŒnschst Du Dir denn mein weiser, alter GefĂ€hrte?“ „TrĂ€gst Du fĂŒr mich Dein feuerrotes Abendkleid, Du siehts darin so unglaublich schön aus ?“ fragte er, zugleich leicht errötend. „Aber nur wenn Du mit mir zum Abschied Walzer tanzt“ und wieder erklang dieses Lachen, das er so sehr an ihr liebte. „Aber natĂŒrlich, nichts lieber als das. Darf ich um den nĂ€chsten Tanz bitten, Madame?“ „Diesen Tanz hatte ich eigentlich schon jemand anderem versprochen, aber fĂŒr sie mache ich eine Ausnahme, Mein Herr“ neckte sie und kicherte dabei. AmĂŒsiert ĂŒber ihre jugendliche UnbekĂŒmmertheit genoß er das freche Blitzen um ihre Augenwinkel. Er nahm sie zĂ€rtlich in seine Arme und sie wiegten sich zu einer Melodie aus lĂ€ngst vergangener Zeit die nur sie beide kannten. Der Himmel fing Feuer, erstrahlte im Glanz ihres Kleides und nicht wenige Menschen hielten einfach am Straßenrand an um dieses unglaubliche Schauspiel mit zu erleben. WĂ€hrend sie ausgelassen tanzten, brach langsam die DĂ€mmerung ĂŒber sie herein. Als die Zeit zum Abschied gekommen war verbeugte er sich vor ihr und mit einem sanften Kuß auf die Wange ĂŒberließ sie ihm die Nacht. Mit einem glĂŒcklichen LĂ€cheln im Gesicht blickte er ihr hinterher, und als sie sich umdrehte erhob er die Hand zu einem letzten Gruß, dann war sie hinter dem Horizont verschwunden.

Als er den nĂ€chtlichen Abendhimmel betrat spĂŒrte er sofort, daß etwas nicht in Ordnung war. Er blickte um sich und vernahm ein leises kaum hörbares Schluchzen das ihm schier das Herz zerriß. Sofort eilte er in Richtung Norden um der Ursache fĂŒr diese ungewöhnlichen GerĂ€usche am sonst eher ruhigen Sternenhimmel nachzugehen. Wie er schon beim nĂ€herkommen befĂŒrchtet hatte, kullerten seinem Lieblingssternchen dicke KrokodilstrĂ€nen ĂŒber die geröteten Wangen und es weinte bitterlich. „Na, na , mein Kleines, was hast Du denn fĂŒr Kummer ?“ fragte er mit seiner vĂ€terlichen, beruhigenden Stimme, zugleich streichelte er ihr sanft ĂŒber ihr weiches Haar. „Ach lieber Onkel Mond, ich bin so traurig, ich bin verliebt“ und wieder wurde sie von diesem heftigen Schluchzen ergriffen, daß auch ihm die TrĂ€nen in die Augen steigen ließ„ Aber verliebt zu sein ist doch etwas wundervolles, Kleines, kein Grund um traurig zu sein“ sagte er nachdenklich. „Warum weinst Du denn dann, sollte Dein Herz nicht vor GlĂŒck ĂŒberlaufen, mein Engel?“ „Ach lieber Mond, lieb von Dir, aber Du kannst mich nicht trösten. Mein Liebster ist unendlich weit entfernt in einer anderen Galaxy, wir werden nie zusammenfinden.“ Sie seufzte. „Jeder ist in seinem Sternbild gefangen, fĂŒr immer und ewig, unabĂ€nderlich, unser trauriges Schicksal“ Und wieder weinte das Sternchen bitterlich. Der Mond dachte nach, ĂŒberlegte, verwarf einen Gedanken nach dem anderen und stĂŒrzte sich sogleich auf den nĂ€chsten. Stunden vergingen, wĂ€hrend denen das Sternchen eine TrĂ€ne nach der anderen vergoß und um ihren Liebsten trauerte. Da plötzlich kam ihm die rettende Idee. Als er ihr von seinem Plan erzĂ€hlte, versiegten die TrĂ€nen und sie jauchzte vor GlĂŒck. Schnell eilte er ans sĂŒdliche Ende des Universums, griff zu und begann zu schĂŒtteln, erst vorsichtig, dann etwas heftiger, schließlich mit aller Kraft die seine alten Glieder Aufzubringen im Stande wahren. Er besah sich das Ergebnis und nickte zufrieden, anschließend eilte er ans östliche Ende, begann dort von Neuem um am westlichen Ende mit letzter Kraft sein Werk zu vollenden. Als sein Blick auf den neu geordneten Sternenhimmel fiel, erkannte er Sternchen sofort am glĂŒcklichen Leuchten ihrer Augen, sie winkte und hauchte ihm einen sanften Kuß entgegen. Direkt neben ihr stand ein stattlicher Fixstern, der ihm ebenfalls glĂŒcklich zuwinkte und seiner Freude freien Lauf ließ. Er beobachtete zufrieden wie die beiden sich in die Arme fielen, sich tief in die Augen blickten und in einem zĂ€rtlichen Kuß erstrahlten.

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paradise_lost
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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Stil - bruch

Hallo Jutta,


danke ... * das geht runter wie ÖL * ... na ja, mehr reingeschrieben hab ich jetzt ja. Aber wie Du siehst schreib ich alles mögliche, und erst seit ein paar Wochen habe ich mich außschließlich auf Kindergeschichten verlegt... die SeerĂ€uberschule war der Anfang, mittlerweile hab ich 3 SeerĂ€ubergeschichten, und murks gerade an einem *Buch* ĂŒber die 4 rum ( hab jetzt 13 Kapitel ). Nebenher schreib ich noch nen Roman ĂŒber eine Familie, dann noch einen Thriller * lacht ... da wirds wahrscheinlich jedem die ZehennĂ€gel verbiegen * ... ach ja .. und dann schreib ich mit einer Bekannten noch einen Mystic Thriller in dem wir hin und her Mailen und abwechselnd schreiben, was sehr viel Spaß macht ... und dann ... und dann ... hab ich noch ein chaotisches Leben das nach Meinung meiner Bekannten *wirklich* Stoff fĂŒr ein Buch liefern wĂŒrde ... *kichert*

Wie Du siehst ist das alles etwas Konfus und ich sollte mich vielleicht mal auf EINS konzentrieren ... wie machst Du das eigentlich ? Du schreibst ja auch unterschiedlich Dinge ? Hast Du da so PHASEN oder teilst Du Dir die Zeit ein ?

Lieben Gruß

PETER

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