Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5506
Themen:   94007
Momentan online:
296 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Sonntag, 11. November
Eingestellt am 02. 10. 2015 16:07


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Claustrophob
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2015

Werke: 13
Kommentare: 6
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Claustrophob eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Sonntag, 11. November

Sonntag, 11. November

Ich liege zwischen den Schenkeln meiner Geliebten. Ihre Beine halten mich umschlungen. Meine Hand umfasst die Rundung ihres kleinen, festen Pos. Ich spĂŒre ihre BrĂŒste an meinem Körper, den Schweiß zwischen uns, und meine Wange ruht an der ihren. Da liegt sie, entspannt, und ihr Atem ist ruhig geworden. Sie atmet nur wenig schneller als ich. Manchmal sind wir im gleichen Takt. Dann wieder ist sie mir etwas voraus, bis wir im Gegenrhythmus schaukeln wie die Kinder auf der Wippe. Sie ab ich auf, sie auf, ich ab, ein, aus, aus, ein. Langsam holt sie mich wieder ein und fĂŒr ein paar AtemzĂŒge sind wir wieder im Gleichklang. Ich spĂŒre ihren Atem an meinem Gesicht - kĂŒhl beim Einatmen, warm und feucht beim Ausatmen.

Der Regen trommelt einen endlosen Wirbel auf die schrĂ€gen Dachfenster, mal stĂŒrmisch und wild, mal sanft und milde, fast ersterbend. Durch die halb geöffneten goldgelben SeidenvorhĂ€nge beobachte ich den Regen auf der Terrasse. WĂ€hrend der stĂŒrmischen Höhepunkte verursacht er draußen auf der Tischplatte des schweren Eichentisches kleine Explosionen, winzige FontĂ€nen, die sofort ersterben, wenn der Regen Atem holt. Tropfen rennen eilig die Scheibe hinunter, stocken kurz und eilen weiter, als ob sie auf dem Weg zu einem dringenden Rendezvous noch schnell ein paar Chrysanthemen am Kiosk besorgen wollten. Einige sausen in einem Rutsch von oben bis unten durch, keine Zeit, keine Zeit, wĂ€hrend andere immer wieder anhalten, unbeirrt von der Eile ihrer Kameraden, Luft holen, sich mit einigen kleineren Tröpfchen ihrer Umgebung genussvoll paaren und so, vereinigt, umso schneller nach unten rennen. Manchmal fließen sie paarweise eine Strecke nebeneinander her, mal der eine vorn, mal der andere, mal lĂ€sst der eine den anderen zurĂŒck und setzte seinen Weg alleine fort und gelegentlich verschmelzen sie wieder. Manchmal lĂ€sst der eine den anderen nach einem kurzen Nebeneinander höflich vor, um dann in einem raschen Sprint alle auf dem Weg liegende Genossen wĂŒtend zu verschlingen und mit ihnen unten im Nichts zu verschwinden. Mit den Spuren, die sie alle hinter sich herziehen, erinnern sie mich an Spermien - klar, warum sie es so eilig haben. Gegen den hellgrauen Himmel im oberen Teil der GlastĂŒr heben sie sich kaum ab. Vor dem Hintergrund der novembergrauen GrĂ€ser der Terrasse und dem lichten GrĂŒn des Bambus erwachen sie jedoch zum Leben, sitzen zu Hunderten auf der Scheibe, um sich dann, plötzlich, ohne erkennbaren Anlass, in Bewegung zu setzen. Immer und immer wieder rennen sie hinunter. Dutzende. Unten, im Schattendunkel des Tisches, wo sie zuerst meinen Blick einfingen, glitzern sie wie Diamanten. Eine Scheibe voller Diamanten!





Langsam beginnen wir zu frösteln. Mit der freien Hand, mit dem Fuß und mit vereinten KrĂ€ften angeln wir nach der Decke, immer in dem BemĂŒhen, die Verknotungen unserer Körper nicht zu lösen. Irgendwann, mit leicht geöffneten Knien und der Hand zwischen ihren Schenkeln strebt sie ins Bad und höre ich sie murmeln „Oioioioi!“

SpĂ€ter beim FrĂŒhstĂŒck schaut meine Geliebte gedankenversunken an mir vorbei auf die Terrasse. „Ich kann den Wind sehen!“, sagt sie leise, und ich antworte, mich an die SĂŒnden meiner Kindheit erinnernd: „Gebenedeit seist Du unter den Weibern! Das - kann sonst keine.“

__________________
Am Abend wird der Fleißige faul.
(Claustrophob)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂŒck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Werbung