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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sonntag Nachmittag
Eingestellt am 27. 01. 2010 09:18


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Karinina
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Registriert: Jan 2010

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Sonntagnachmittag

Im Haus war es still, nur die Fliegen summten um die Lampen herum.
Der kleine Junge stieg die Treppe zum B├╝ro hinunter. Sein Vater ├╝berpr├╝fte im Internet die Gesch├Ąftskonten und verglich sie mit den Belegen auf dem Schreibtisch.
Der kleine Junge sagte fragend "Papa?" Der Vater bl├Ątterte in den Papieren. Der Junge fasste ihn an und sagte: "Papa".
"Geh weg! Jetzt nicht." sagte der Vater und stie├č ihn mit dem Ellbogen fort. Ein bisschen wartete der kleine Junge noch, dann drehte er sich um, stieg die Treppe wieder hinauf und ging ins Wohnzimmer.

Seine Mutter stand auf einer Trittleiter und putzte das Oberlicht der Terassent├╝r. Auf dem Fu├čboden stand eine Flasche Glasreiniger.
"Mama" sagte der kleine Junge. Die Mutter polierte mit flinken Bewegungen die Scheibe. Der Junge nahm die Flasche und spr├╝hte damit auf das untere Fenster. Er lachte.
"Lass das sein!" rief die Mutter ├Ąrgerlich, "damit bin ich doch schon fertig!" Der kleine Junge sah zu, wie sie sich hin und her bewegte.
Nach einer Weile ging er ins Zimmer seines gro├čen Bruders. Der lud gerade Musik aus dem Internet herunter, um sich eine CD zu brennen. Er hatte die neuen, besonders gro├čen Kopfh├Ârer auf und der kleine Junge zupfte seinen Bruder am ├ärmel seines T-Shirts und sagte: "Darf ich mal?" "Hau blo├č ab", schimpfte sein Bruder, "du versaust mir alles!"

Langsam ging der kleine Junge aus dem Zimmer in den Korridor, weiter zur Haust├╝r, und dann setzte er sich drau├čen auf die oberste Treppenstufe. Gerade kam die Sonne hinter einer dunklen Wolke hervor. Auf der Treppe zwischen seinen F├╝├čen liefen ein paar Ameisen herum. Er lie├č etwas Spucke auf sie fallen und kicherte. Dann zog er seine Schuhe an, ging die Treppe hinunter bis zur Stra├če und dann die Stra├če hinauf zu M├╝llers Bauernhof. Das gro├če Hoftor stand offen und der kleine Junge wusste genau, wo der Schweinestall war. Seit ein paar Tagen gab es dort jede Menge kleiner Ferkel, h├Ątte er schon z├Ąhlen k├Ânnen, h├Ątte er gewusst, dass es genau siebzehn waren. Siebzehn quirlige, rosige, quiekende Ringelschw├Ąnzchen mit dreieckigen wippenden Schlappohren.
Im Stall war es wohlig warm und es roch nach frischem Stroh und Milchbrei. Der kleine Junge zw├Ąngte sich durch die Gitterst├Ąbe und dann besah er sich pr├╝fend die Muttersau, die langgestreckt und faul mit dem prallen Ges├Ąuge unter einer Rotlichtlampe lag. Die Ferkel rasten um sie herum, ├╝ber sie hinweg und an ihr hin und her. Sie quiekten und grunzten und schossen wild durcheinander und immer wieder an die mit Milch gef├╝llten Zitzen. Der kleine Junge legte sich b├Ąuchlings auf die Muttersau und t├Ątschelte ihren R├╝cken. Sie grunzte beh├Ąbig, was so viel hie├č wie: "Du hast auch noch Platz!". Das lie├č sich der kleine Kerl nicht zweimal sagen, er drehte sich um, schob seinen R├╝cken aufs Stroh und wuschelte seinen blonden Lockenkopf in ihre warme, nach Milch und Ferkel duftende Flanke. Die Ferkel quietschten vergn├╝gt, rannten an ihm hoch und runter und stupsten mit ihren kleinen feuchten R├╝sselchen seine Nasenspitze, dass es kitzelte...

Es war schon fast Nacht, als dr├╝ben in seinem Elternhaus ein gro├čes Gezeter losbrach und hier im Stall die B├Ąuerin, die das Futter f├╝r die Muttersau brachte, das schlafende Kind, am rechten Daumen nuckelnd und schmatzend, in bester Gesellschaft vorfand.


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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo karinina,
deine geschichte hat mir gefallen, einiges allerdings kann ich nicht nachvollziehen:

"...Internet die Gesch├Ąftskonten"
der vater hat wohl kaum seine gesch├Ąftskonten ins internet gestellt, sondern hat sie nur auf seinem computer, es sei denn, es handelt sich um ein firmeninternes netzwerk, oder es ist die bilanz einer gro├čen firma, die ver├Âffentlicht wird, dann ist sie aber bereits gepr├╝ft.

"Seine Mutter stand auf einer Trittleiter und putzte das Oberlicht der Terassent├╝r. Auf dem Fu├čboden stand eine Flasche Glasreiniger."
eigentlich braucht sie doch den glasreiniger oben und steigt nicht dauernd die leiter rauf und runter. genau so gut k├Ânnte sich diese szene besser im erdgescho├č abspielen.

"...es roch nach frischem Stroh und Milchbrei."
wieso riecht es im stall nach milchbrei?

liebe gr├╝├če suzah

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Gernot Jennerwein
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hallo Karinina,

deine erste Kurzgeschichte auf der Lelu gef├Ąllt mir. Dreimal hast du in deinem Text das Wort "herum" geschrieben. Bei kurzen Texten sollte man h├Ąufige Wortwiederholungen m├Âglichst vermeiden.

sch├Âne Gr├╝├če und willkommen

Gernot

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Karinina
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Sonntagnachmittag

Ich bin etwas verwirrt, weil ich trotz der Mitteilung von Rumpelstilzchen (hat meine Lachmuskeln gereizt) immer noch nicht wei├č, wie ich den Lesern meiner Geschichte pers├Ânlich antworten kann, falls das so hier dar├╝ber geht, dann danke an alle! karenina

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