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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Soulmates never die (der Beginn)
Eingestellt am 25. 10. 2016 20:25


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Dajadesi
AutorenanwÀrter
Registriert: Oct 2016

Werke: 2
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Prolog

Er ist kultiviert, gebildet, legt Wert auf Äußerlichkeiten und hat einen stark ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Ästhetik.Vergangene zĂŒgellose Zeiten seines bisherigen Lebens, zeichnen seine ebenmĂ€ĂŸigen ZĂŒge nur leicht. Sein Inneres wirkt manchmal ebenso dĂŒster, wie sein Äußeres. Er ist KĂŒnstler, Musiker und bereist die Welt, unterhĂ€lt Millionen Menschen auf verschiedenen Teilen der Erde auf seine besondere Art, von denen sich nicht wenige zu ihm hingezogen fĂŒhlen. Er ist Ă€lter als sie, hat wenig Zeit, zu wenig Zeit fĂŒr sie und doch liebt er sie ĂŒber alle Maßen.
Sie kann es noch immer nicht fassen und lebt, seit sie bei ihm ist mit, dem Gedanken ein Zeitvertreib zu sein, bis er ihrer ĂŒberdrĂŒssig wird. Sie zerbricht mit jedem Tag des Alleinseins. Vorsichtig hĂ€ngt sie das schwarze Kleid, welches ihr so sehr schmeichelt, ordentlich auf einen BĂŒgel in der NĂ€he des Bettes auf, so dass sie es von dort aus betrachten kann. Er hat es ihr geschenkt. Sie streift ein mittlerweile viel zu großes Hemd ĂŒber und knöpft es halb zu. Dann holt sie den Spiegel aus dem Nachtschrank, nimmt das metallene Röhrchen und zieht, spĂŒrt dieses vertraute Brennen. Nicht lange und ihre TrĂ€nen werden weniger, es wird leichter, vorerst, bis sie die Wucht ihrer GefĂŒhle bei ihrer RĂŒckkehr gnadenlos erschlĂ€gt. Sie liegt auf dem Bett, dreht die Musik lauter, lauscht seiner Stimme Stunde um Stunde, bis die TrĂ€nen wieder in ihr aufsteigen. Das Koks macht es schlimmer, sie weint, bekommt kaum Luft, bis die schweren VorhĂ€nge, welche keinen Lichtstrahl durchzulassen wagen und die erdrĂŒckende Traurigkeit sie irgendwann in einen erlösenden Schlaf fallen lassen.
Er tritt leise in das Schlafzimmer, Musik lĂ€uft, er muss nicht darĂŒber nachdenken, nimmt sofort wahr, welchen Song sie immer wieder hört, wahrscheinlich seit Wochen. Oft flĂŒstert er ihr ihn ins Ohr, bevor sie einschlĂ€ft. Auf dem Nachtschrank liegt ihre Kamera, er kniet sich leise neben das Bett, nimmt sie in die Hand und fotografiert sie. Es sind neue Fotos darauf, sie hat die verregneten FrĂŒhlingstage festgehalten, welche seit Tagen vorherrschen. Dann erscheint er auf dem Display, dann sie beide, wieder er. Er legt sie beiseite, sein Blick fĂ€llt auf den Spiegel, der noch immer neben dem Bett liegt und mit sich leicht gebildeten FĂ€ltchen ruht dieser letztlich auf ihrem Gesicht.
Er weicht einem enttĂ€uschten, wĂŒtenden Blick, mal wieder hat er sie im Stich gelassen. Sie ist allein, er trĂ€gt die Verantwortung dafĂŒr, er hat sie gedrĂ€ngt, sie folgte, getrieben von Liebe.
Er weiß, er wird sie wieder sich selbst ĂŒberlassen mĂŒssen, in der Hoffnung, sie zerbricht nicht daran, aber sie war stark, ist stark und wird daran wachsen! Er ist egoistisch, sollte bei ihr bleiben, ihr zeigen, dass sie ein Teil von ihm ist! Ein Baby? Er weiß sie möchte ein Kind von ihm, er teilt ihren Wunsch, doch noch möchte er ihn nicht Wirklichkeit werden lassen. Sie ist jung, die Zeit erbarmungslos. Sein Blick wird klar, seine Gedanken verschwimmen, als er die kalte Hand bemerkt, die sich in die seine schmiegt, wĂ€hrend seine noch immer in ihrem Haar ruht, welches er eben noch gedankenverloren strich.
Sie ist noch nicht richtig wach, wagt es nicht darĂŒber nachzudenken, ob es der Wahrheit entspricht ihn gerade vor sich zu sehen oder ob ihr Gehirn ihr ein Trugbild, einen letzten Rausch beim AusnĂŒchtern der schwindenden Drogen schenkt. Dann lĂ€chelt sie zaghaft, begreift das sie jetzt ins Leben zurĂŒckkehrt, fĂŒr einige Momente, vielleicht sogar Tage. Sie zieht ihn heran, ihre Hand krallt sich in seinen Nacken, aus Angst er könnte ihr wieder entweichen und kĂŒsst ihn, sachte, darauf bedacht diesen Moment auszukosten. Dieses GefĂŒhl wieder vollkommen zu sein, vollstĂ€ndig und nicht allein. Seine Lippen, seine Zuneigung, allein dieser Augenblick hellt ihr GemĂŒt auf, streichelt ihre Seele, leckt die Wunden, welche die Zeit und das Verlangen nach Zweisamkeit, das Fehlen seiner Gegenwart ihr so unbarmherzig zufĂŒgte.
Seine Zunge liebkost die ihre, doch dann entzieht sie sich dem lang ersehnten, dem still geschlossenen BĂŒndnis jetzt nur der ihre zu sein. Sie schmeckt den Rauch seiner letzten Zigarette, er ist wirklich bei ihr. Sie beginnt erneut zu lĂ€cheln, gepaart mit einzelnen TrĂ€nen, welche ihre Wangen streifen, schaut sie ihn dann scheu an. Seine mit Kajal umrandeten Augen erwidern ihren Blick. Voller Erwartung ihn zu hören, zu fĂŒhlen, zu schmecken, jede Sekunde wird sie auskosten, genießen und fĂŒr sich beanspruchen, bis alles von vorn beginnt.

Langsam erhebt er sich, zieht sie hoch, fĂŒhrt sie an der Hand hinter sich her ins Bad. Er nimmt ein Kosmetiktuch und beginnt ihr das zerlaufene, dunkle Make up unter den Augen weg zu wischen. Mit der anderen Hand hĂ€lt er leicht ihr Kinn und mustert sie dabei weiterhin. Er hat wieder diese leicht ĂŒberhebliche Art an sich, bei jedem anderen hĂ€tte sie das abstoßend gefunden, diese Arroganz, doch sie weiß, es ist nur völlige Selbstakzeptanz seinerseits, welche er ausstrahlt, wenn sie auch ab und an leicht zu bröckeln versucht. FĂŒr einen ganz kurzen Moment steckt er wieder hinter seiner Fassade, allein. Etwas muss ihn innerlich bewegen, doch so schnell er sie aufbaute, so schnell legt er sie wieder ab, glĂ€ttet seine ZĂŒge und schenkt ihr einen warmen Blick, dass ihr aufgebrachtes GemĂŒt langsam wieder zur Ruhe kommt, er ist wieder zu Hause.
Er lĂ€sst langsam heißes Wasser in die riesige Wanne laufen und tritt hinter sie. KĂŒsst ihren Nacken und streift das Hemd herunter, dass ihr locker auf den Schultern lag. Mit den Fingerspitzen gleitet er langsam ihren RĂŒcken entlang, tritt noch ein StĂŒck nĂ€her an sie heran, streicht kurz ihre Brust, bevor er seine HĂ€nde von hinten auf ihren Bauch und seinen Kopf an ihre Halsbeuge legt. Singt flĂŒsternd ihren Song mit, ihr ins Ohr, sie hat GĂ€nsehaut, zittert leicht. Er dreht sie sachte zu sich, tritt wieder einen halben Schritt zurĂŒck und betrachtet sie von oben bis unten. Genießt ihren Anblick in schwarzer Spitze. Sie schaut, als fĂŒhle sie sich etwas unbehaglich, er haucht ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie liebt diese Geste und schließt die Augen, er kĂŒsst sie auf den Mund, hĂ€lt wĂ€hrend dessen ihren Kopf in seinen HĂ€nden. Seine NĂ€gel sind schwarz, sorgfĂ€ltig lackiert, sie hat einen Faible fĂŒr seine Neigungen. Er streicht ĂŒber ihr DekolletĂ©, ĂŒber den Ansatz der rechten Brust und gleitet mit der rechten Hand in ihren BH. Ihre Brustwarzen richten sich auf und doch entspannt sie sich völlig unter seinen BerĂŒhrungen. Er löst den Verschluss, richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf ihr Höschen. Mit dem Finger zieht er den Bund der Spitze nach, quĂ€lend langsam und bedĂ€chtig. Sie hat die HĂ€nde vor sich verschrĂ€nkt. Sachte fĂ€hrt er mit ein paar Fingern dazwischen, bis sie sie löst und einfach nur mit dem Slip bekleidet vor ihm steht. Sie haben sich lange nicht gesehen, es fĂŒhlt sich immer wieder eigenartig neu an. Wie er sie wahrzunehmen scheint, wie sie ihn wahrnimmt und mit jedem weiteren Mal, wird ihr bewusst, wie sehr sie ihn liebt und begehrt. Die Luft ist warm und feucht, schwer, wie die Lust, die fast erdrĂŒckend im Raum steht, sie schier zu ersticken droht. Er kĂŒsst sie erneut, umfasst ihren Po, dreht sie wieder, betrachtet ihr rundes, wohlgeformtes Hinterteil, fĂŒhlt ihn noch einmal durch den Stoff und lĂ€sst auch diesen an ihren Beinen heruntergleiten. „Steig' ins Wasser!“, sie gehorcht. Erneut richten sich ihre NackenhĂ€rchen und Brustwarzen im heißen Wasser auf. Er knöpft sein ebenfalls schwarzes Hemd auf, sie beobachtet ihn genau, jede Bewegung seines schlanken, blassen Körpers. Seine Brust ist glatt und schön, leicht zeichnet sich seine Muskulatur ab. Seine Hose sitzt tief, er öffnet sie, streift sie ab und stellt sich vor sie. Sie spĂŒrt ein Ziehen im Unterleib, sie ist erregt. Vom warmen Wasser benetzt steht sie vor ihm, er streichelt sie. Ihre HĂ€nde gleiten an seinem RĂŒcken entlang hinunter zu seinem Hintern, seine UnterwĂ€sche weicht ihren HĂ€nden und fĂ€llt zu Boden. Er steigt zu ihr und setzt sich, sie tut es ihm gleich. Er zieht sie vor sich und hĂ€lt sie fest. Seine Aufmerksamkeit richtet sich mit allen Sinnen auf sie, er liebkost sie. Sie ist feucht, ohne das er sie berĂŒhrt hat, er weiß es. Sie reckt sich seinen HĂ€nden leicht entgegen, durstig nach seinen BerĂŒhrungen. Er will nicht, dass es so schnell endet, doch er hat keine Wahl. Sie entzieht sich und setzt sich auf ihn. Er presst den kurz angehaltenen Atem hervor. VollstĂ€ndig fĂŒllt er sie aus, dann kann sie sich nur noch auf ihn konzentrieren, ihn einatmen, fĂŒhlen, seine nasse Haut streicheln, unentwegt in seinem nassen Haar spielen, bis er in ihr kommt, in ihr. Sie gehört ihm, er soll ihr gehören! Hat er eben noch mit stockender Atmung seinen Höhepunkt erwartet, so sieht er sie jetzt wieder mit wachem Blick an, er sieht sie, sieht sie im Ganzen. So schön, ihr Wesen, das er so lieben gelernt hat. Sie sitzt noch immer auf ihm, sie könnten sich nicht nĂ€her sein. Sie hĂ€lt ihn fest, so fest, dass es weh tut und doch kann sie ihm nicht so nahe sein, wie sie es in diesem Moment wollte. Sie schmiegt sich mit ihrem gesamten Körper an den seinen, in diesem Moment sind sie Eins und nichts anderes spielt eine Rolle. Die Welt steht still. Er flĂŒstert ihr ins Ohr „Hold on to me! Hold on! I love you!“




Beginn
***

Es ist 23 Uhr an einem Freitagabend. Sie sitzt in einem kleinen Pub, eine Mischung aus dunkler Rockerkneipe und Studentenbar. Sie hat ihren ganz eigenen Charme und genau aus diesem Grund sitzt sie dort. Sie mag dieses etwas dĂŒster angehauchte und trotz dessen irgendwie verrĂŒckte, belebte Lokal. Gemeinsam mit einem Freund, sitzt sie an einem Tisch und trinkt ein Bier, den ein oder anderen Wodka haben sie bereits hinter sich. Beide trinken nicht mit dem Ziel betrunken zu werden, doch sie war lange Zeit nicht aus und ist neu in der Stadt. Mit genau diesem einen Kumpel, welcher seit Jahren dort lebt, stĂ¶ĂŸt sie nun, auf den Neubeginn in einer fĂŒr sie aufregend neuen Stadt, an. Sie sind noch jung, doch kennen sich bereits elf Jahre. Mit ihren 25 Jahren diskutieren sie ĂŒber die Politik Deutschlands, ĂŒber die vergangenen Jahre, ĂŒber gemeinsame Erlebnisse und ĂŒber die Band, welche gerade ihre Hits zum Besten gibt und recht unbekannt ist. Er ist kritisch, sie doch recht angetan, ob sie irgendwann grĂ¶ĂŸeren Erfolg haben werden, wird wohl von ihren kĂŒnftigen BemĂŒhungen abhĂ€ngen. Das GesprĂ€ch dreht sich wieder in eine andere Richtung. WĂ€hrend er Stories der letzten wohl Ă€ußerst gelungenen Studentenparty preis gibt, fĂ€llt ihr Blick auf „ihn“. Er kommt gerade zur TĂŒr herein, beilĂ€ufig sieht sie zu eben dieser, sitzt mit dem Blick direkt zum Eingang. Die katzenhafte Neugierde der Menschen, lĂ€sst sie bei jedem TĂŒrenschlag herĂŒber sehen, bis sie sich wieder auf ihren Freund konzentriert. Diesmal ist es anders, sie beobachtet ihn. Ihre Gedanken schlagen um. Er hat eine mĂ€nnliche Begleitung dabei, circa 30 Jahre, „ihn“ schĂ€tzt sie auf 40 Jahre. Sein schwarzes Haar trĂ€gt er schulterlang, ein schwarzes Hemd, schwarze Jeans, schwarze Schuhe, genau das zieht sie in diesem Moment gerade so magisch an. Die beiden stellen sich an die Bar und bestellen etwas. „Hey, wo bist'n du gerade?“, herausgerissen, aus ihren Gedanken schaut sie ihre Begleitung an. Sie entschuldigt sich und hört ihm bewusst zu. Doch ihr Blick wandert unwillkĂŒrlich immer wieder zu den zwei MĂ€nnern. Der JĂŒngere von beiden ist recht gewöhnlich und sie weiß nicht recht, was sie von den beiden halten soll. Doch sein GegenĂŒber zieht sie förmlich in ihren Bann. Die Zeit vergeht, aus Angst, dass ihr Freund dem Ganzen ĂŒberdrĂŒssig wird, versucht sie die mittlerweile erlahmte Unterhaltung wieder in Gang zu bringen. Zufrieden stellt sie fest, dass es funktioniert, der Alkohol entfacht seine Wirkung. Zu ihrem Bedauern stellt sie fest, selbst nicht mehr ganz nĂŒchtern zu sein. Etwas unbewusst oder vielleicht auch genau aus diesem Grund starrt sie „ihn“ ungehemmt an. Sein Blick streift neugierig den Raum. Er beobachtet die sich dort bewegende Menge. Sie hat das GefĂŒhl die Zeit steht still, was hat er nur an sich. Sie lachen, unterhalten sich, trinken. Ein paar hochprozentige GetrĂ€nke gesellen sich zu dem Bier der MĂ€nner. Sie kann nicht anders, wĂ€hrend sie versucht ihre Unterhaltung am Laufen zu halten, ruht ihr Blick auf ihm. Plötzlich schaut er sie an. Ein leichtes LĂ€cheln spielt um seine Mundwinkel, wĂ€hrend er sich weiterhin scheinbar beilĂ€ufig mit seinem Begleiter unterhĂ€lt. Reden sie etwa ĂŒber sie, belustigt es ihn? Nein, seine Begleitung zeigt auf die TanzflĂ€che, es wird geschmunzelt, dann folgt noch einmal ein kurzer Seitenblick in ihre Richtung. Sie wird rot und bemerkt, wie ihr das SchamgefĂŒhl, darĂŒber ihn beobachtet zu haben, samt dem Alkohol zu Kopf steigen. Betreten, senkt sie den Blick und schaut ihren Freund an. Mitte Zwanzig und peinlich berĂŒhrt, wegen eines Blickes? Sie sollte sich zusammenreißen. Dann blickt sie offen zur Bar, nimmt damit all ihren Mut zusammen und will damit aussagen, dass sie sich traut ihm ungeniert ihr Interesse zu bekunden. Sie sind verschwunden. Mist! Sie fĂ€hrt leicht zusammen, als sie jemand aus ihren mit sich hadernden Gedanken, eine Chance verpasst zu haben, reißt. Er, verdammt, wie unaufmerksam sie ist. Beide stehen an dem kleinen runden Holztisch, den sie und ihre Begleitung besetzen und fragen höflich, aber mit einem LĂ€cheln im Gesicht, ob sie sich zu ihnen setzen dĂŒrfen. Nirgends sei mehr ein Platz frei und sie möchten der Band noch etwas lauschen. Sie starrt ihn geistesabwesend an, hat er doch gerade Englisch gesprochen. HĂ€tte sie sich doch nur ausgiebiger mit der Sprache befasst, lange plant sie es, doch nein Google macht es möglich dem zu entgehen. Ihr Freund antwortet ihnen mit freundlichen ZĂŒgen, ihre scheinen ihr immer mehr zu entgleiten, und bejaht. Dies versteht sie ja noch, grob, doch sie ist etwas niedergeschlagen, nach dem die drei erste Wortwechsel ĂŒber die Band austauschen und sie nur Wortfetzen vernimmt. Sie konzentriert sich so sehr darauf, dass sie nicht wahrnimmt, dass er sie mustert. WĂ€hrend er an seinem Glas nippt, schaut er beilĂ€ufig ĂŒber seinen Glasrand, etwas Belustigung liegt in seinen Augen. Sie Ă€rgert sich, steht mit einem gekĂŒnstelten LĂ€cheln auf und sucht den Weg zum Damen-WC. Wie sollte es anders kommen, stolpert sie und kommt ins Straucheln. Als sie sich wieder fĂ€ngt, bestellt sie einen weiteren Wodka an der Bar, spĂŒlt ihn hinunter und setzt ihren Weg fort. Darauf kommt es nun auch nicht mehr an, denn er findet sie mit Sicherheit mehr als nur belustigend. Kurz richtet sie das Make up und kehrt zurĂŒck in „die Höhle des Löwen“. Sie versucht ihren etwas angetrunkenen Zustand zu vertuschen, setzt sich mit der Wissen, dass es ihr nicht geglĂŒckt ist und nimmt es mit Humor. Es sind doch alles nur Menschen hier und nicht nur sie hat ein wenig zu viel getrunken. Drei MĂ€nner sitzen an ihrem Tisch, zwei unterhalten sich noch immer ĂŒber die Band, ĂŒber Musik im Allgemeinen wenn sie es richtig versteht und sind mittlerweile recht vertieft. Sie schaut zu ihm und er blickt sie direkt an. In gebrochenem Deutsch fragt er sie, ob alles okay sei. Sie lĂ€chelt zufrieden und ist ĂŒberaus erfreut, dass er scheinbar ein paar SĂ€tze Deutsch spricht. Sie sollte nicht so dĂŒmmlich grinsen. Welch anziehende Wirkung er auf sie hat, er ist mindestens 15 Jahre Ă€lter. Seine großen grĂŒnen Augen sind geschminkt, schwarz umrandet und sie verliert sich gerade darin. Trotz dessen, dass sie nun in eine grĂ¶ĂŸere Stadt gezogen ist, hat sie selten MĂ€nner gesehen, welche sich schminken und sie findet es seit langem so faszinierend. Er wirkt so selbstbewusst und sie wird das GefĂŒhl nicht los, dass er ihr auch sehr bekannt vorkommt. Er fragt nach ihrem Namen und Ă€ußert, dass Englisch wohl nicht so zu ihren StĂ€rken gehört, doch er lĂ€chelt ihr dabei so unschuldig ins Gesicht, dass in ihr nicht mal ansatzweise der Gedanke aufkommen könnte, dass er sich ĂŒber sie amĂŒsiert. Weitere belanglose Fragen folgen, ihnen macht das leichte VerstĂ€ndigungsproblem etwas zu schaffen und trĂ€gt doch zu ihrer Unterhaltung bei. WĂ€hrend die Stunden so vergehen, fließen die gebrochenen Worte und der Alkohol dahin. Da die Themen mittlerweile die Allgemeinheit betreffen, beteiligen sich alle vier Mitglieder des Tisches daran. Immer wieder wirft er ihr einen Blick oder ein LĂ€cheln zu. Egal was er ihr somit mitteilen möchte, sie ist ihm bereits nach drei Stunden völlig verfallen. Irgendwie Ă€rgert sie dieses GefĂŒhl „die Beute“ darzustellen und versucht den Spieß umzudrehen. Es dauert einige Minuten, doch sie scheint ihn mit einigen frechen, aber leicht verstĂ€ndlichen Bemerkungen sprachlos zu machen. Das spornt ihn wiederum an, er weiß was sie bewegt. Sie hat bei einem GesprĂ€ch des Freundes vernommen, dass er SĂ€nger einer Band ist. Sie kennt ihn und möchte nicht wie ein junges MĂ€dchen wirken, welches ihm auf Anhieb aus der Hand frisst. Sie schlagen beide ein unbefangenes Thema an, ĂŒber ZukunftsplĂ€ne ihrerseits, um die etwas ĂŒberhitzte, irgendwie angespannte Situation herunter zu bringen. Doch diese leicht angespannte, durchaus positive, Haltung bleibt. Sie versuchen jeder fĂŒr sich „die Oberhand“, ĂŒber den jeweils anderen, fĂŒr sich zu gewinnen. Ein steter Wechsel zwischen Dominanz und Unterwerfung bilden den Reiz und wecken tiefe Neugierde.





***

Immer mehr Menschen treibt es in das kleine Lokal, es dauert nicht lange, bis einige Besucher an ihren Tisch kommen und die MĂ€nner in kurze GesprĂ€che verwickeln oder Autogramme erbitten. Sie fĂŒhlt sich sichtlich unwohl, er entschuldigt sich dafĂŒr. Freundlich erfĂŒllen sie ihnen ihre Bitten und ergreifen dennoch, als eine ruhige Minute eintritt, die Chance und verabschieden sich hastig von ihr und ihrem Freund. Er wendet sich zum Gehen, wirft ihr einen letzten Blick zu und verschwindet, samt seinem Begleiter, zur TĂŒr hinaus. Ihr Herz beginnt schneller zu schlagen, ein ungutes GefĂŒhl macht sich in ihr breit, plötzlich ist sie wieder völlig nĂŒchtern, dann rennt sie los. Sie hat Angst abgewiesen zu werden, doch will diesen schnellen Abschied nicht so einfach hinnehmen, sich die Möglichkeit, diesen bewundernswerten Mann noch einmal wiederzusehen, nicht nehmen lassen. Als sie sie in einigen Metern Entfernung auf der anderen Straßenseite sieht, geht sie langsam ĂŒber die Straße und vernimmt einige Teile des schnellen Wortwechsels, welchen sie miteinander fĂŒhren. Er betont die Worte „fifteen years“ noch einmal, dass sie innerlich kurz zu zögern beginnt, sie vermutet um was es in ihrem GesprĂ€ch geht. Dann bemerkt er sie, schlagartig sind sie ruhig, lĂ€cheln, sie schaut ihm verunsichert in sein viel zu schönes Gesicht. Sie macht es ihnen einfach, fĂŒr den Moment. Sie holt ein zerschlissenes kleines StĂŒck Papier aus ihrer Jeanshose, kramt einen Kugelschreiber aus ihrer Handtasche und kritzelt ihm ihren Namen samt Nummer darauf und schenkt ihm ein anfangs zurĂŒckhaltendes, dann hinreißendes LĂ€cheln und geht, ohne sich noch einmal umzuwenden. Ihr Puls rast, Bitterkeit ĂŒberkommt sie. Sie ist sich sicher, dass er sich nicht melden wird, warum sollte er auch, er. Sie ist sich bewusst, ihn nie wieder zu sehen, nicht unter solchen Gegebenheiten.
Die beiden schlagen den Weg zu ihrem Hotel ein, seine GrĂŒbeleien drehen sich um den Abend, um sie. Er ist gefesselt von ihr, sie wirkt so natĂŒrlich und doch offensichtlich taff, er schmunzelt bei dem Gedanken daran in sich hinein, zugleich höflich und klug. Manchmal lag eine gewisse Traurigkeit in ihren Augen, die er nicht zu deuten wusste, ist es das? So viel Chaos in einer Person zu finden, kommt ihm seltsam vertraut vor. Er dreht den Zettel, welchen er noch immer in der Hand trĂ€gt, ein Kassenbeleg fĂŒr ein Tagebuch, war es ein Geschenk oder schreibt sie. Bringt ihre Gedanken und GefĂŒhle zu Papier? Wie sieht sie sich, aus welchem Blickwinkel? Wie war er in ihrem Alter, was fĂŒhlte er damals? Er hatte eine Menge Spaß zu dieser Zeit, in vielerlei Hinsicht und trotz dessen gefangen in viel zu dĂŒsteren Gedanken. Sie sind sich wahrscheinlich nur allzu Ă€hnlich, doch ist dies gut? „Do not think so much about it!“, er speichert die Nummer in seinem Handy ab, faltet die Quittung dann sorgfĂ€ltig und packt sie in sein Portmonnaie. In seinem Hotelzimmer angekommen, schenkt er sich noch einen Whiskey ein, stellt ihn auf seinen Nachtschrank und starrt in dem Zimmer umher, irgendwann nickt er ein, ohne einen Schluck genommen zu haben. Sie, vom Alkohol berauscht, kommt eine Stunde spĂ€ter in ihrer Wohnung an und entledigt sich ihrer Kleidung. Frisch geduscht, liegt sie nun ebenfalls auf ihrem Bett, ihre Niedergeschlagenheit kennt keine Grenzen, verstĂ€rkt noch durch all die vielen unverarbeiteten EindrĂŒcke und dem Wodka.

***

Mit jedem Ton, den ihr Handy von sich gibt, beginnt ihr Herz förmlich aus dem Takt zu geraten, weil es sich zu ĂŒberschlagen droht. Gefolgt von einem genervten und völlig enttĂ€uschten Blick, gepaart mit einem Stöhnen, um ihrer Umwelt mitzuteilen, dass es wieder nicht „er“ war. Sie ist sich eigentlich sicher, dass er nichts von sich hören lassen wird. Ein erwachsener, in der Öffentlichkeit stehender, gutaussehender Mann meldet sich doch nicht bei jemandem wie ihr. Der gestrige Abend lieferte ihm mit Sicherheit eine heitere Abwechslung der Extraklasse. Wie groß mag schon die Wahrscheinlichkeit sein, wie oft mag es vorkommen, dass sich eine so unkoordinierte, dusselige Kuh, welche kein Wort seiner Muttersprache beherrscht, völlig zum Clown, in seiner und vor allem durch seine Anwesenheit, macht. Es ist Samstagnachmittag und trotz des gestrigen Alkoholpegels geht es ihr erstaunlich gut, gut das sie zuvor Essen waren. Die Hausarbeit lacht ihr entgegen, ĂŒberall beginnt sie etwas und bringt doch nichts zu Ende. Immer wieder zwingt sie ihr Innerstes stĂ€ndig auf das Telefon zu starren, als wĂŒrde es bei Erhalt einer Mitteilung keinen Ton von sich geben. Langsam findet sie ihr Verhalten lĂ€cherlich, packt es zur Seite, dreht die Musik lauter und beginnt ihre kleine Wohnung auf Vordermann zu bringen.
Nachdem der Wischeimer wieder ordentlich an seinem Platz verstaut ist, beschleunigt sich ihr Gang bereits. Eine Mitteilung, einer unbekannten Nummer, vor mehr als einer halben Stunde, schlagartig wird ihr ĂŒbel vor Aufregung. Sie ist wirklich von ihm. Sie liest sie, mehrmals, gedanklich hat sie dabei seinen Akzent im Kopf. Schon immer war sie davon angetan, wenn jemand mit englischem Akzent Deutsch spricht, irgendwie empfindet sie es als niedlich. Abgesehen von leicht grammatischen Fehlern, wundert sie sich jedoch, wie verstĂ€ndlich er seinen Text verfasst hat. Der Alkohol hat sie wohl beide gestern in der Wahrnehmung etwas gehemmt. Er erkundigt sich nach ihrem Befinden und ihrer heutigen Abendplanung. Will er sich denn mit ihr treffen? Mit ihr? Heute? Leichte Beklemmung paart sich mit akuter Panik und schlĂ€gt ihr sofort auf den Magen. Sie setzt sich, noch immer auf die Nachricht starrend, an den KĂŒchentisch und genehmigt sich eine Zigarette. Nach einigen ZĂŒgen wird ihr bewusst, dass sie sich mit der Antwort beeilen muss, er wird nicht ewig auf sie warten. Sie gibt ihre Antwort ein, wĂŒnscht ihm erst einmal einen guten Tag, ihr geht es ausgezeichnet und sie habe noch nichts geplant. Senden. Nach dem sie den Text schickt, fĂ€hrt ihr ein unangenehmer Gedanke durch den Kopf, sie legt diesen etwas unsanft auf die Tischplatte, hĂ€tte sie eventuell in Englisch antworten sollen, soweit dies ginge? Das Handy klingelt erneut, das geht schnell bemerkt sie, er fragt, ob sie Lust hĂ€tte, etwas zu unternehmen. Wieder liest sie die Mitteilung mehrmals durch. Sie stirbt bereits beim Verfassen der Antwort tausend Tode, was soll bei diesem Treffen heraus kommen? „Sehr gern.“, gibt sie zur Antwort. Sofort springt sie auf und rennt ins Badezimmer, um zu sehen, was sie Äußerlich so zu bieten hat. Nichts, stellt sie erschĂŒttert fest. Wieder klingelt das Telefon, sie rennt zurĂŒck in die KĂŒche. Da er sich in der Stadt nicht auskennt, soll sie den Treffpunkt und die Zeit vorgeben, er richtet sich darauf ein. Ist er verrĂŒckt, sie kennt sich doch hier ebenso wenig aus und sieht ihrer Meinung nach auch erschreckend aus. Okay, langsame BewĂ€ltigung der Krise, es muss konzentriert ĂŒberlegt werden, was sie anzieht, wie lang sie benötigt um sich wieder ansehnlich aussehen zu lassen, nach dem sie geputzt hat, es muss ein Lokal ausgesucht werden, oder doch etwas anderes. Vielleicht will er sie testen, schauen fĂŒr was sie sich entschließt oder ob sie sich sofort zum Essen aushalten lĂ€sst. Nein, sie denkt zu viel darĂŒber nach, also ein einfaches Lokal, ein ruhiges, damit sich solch ein Vorfall vom gestrigen Abend nicht noch einmal wiederholt. Vorige Woche war sie mit ihrem Freund in einem CafĂ©, direkt an einer Ecke des großen Markplatzes, es ist gut zu erreichen, gut sichtbar und nicht ĂŒberlaufen. Meist handelt es sich bei den Besuchern um still vor sich hin arbeitende Menschen oder unscheinbare Leute, die etwas abschalten wollen. Es hat seinen ganz eigenen Charme und ist perfekt. Sie antwortet, dass sie an ein bestimmtes CafĂ© denkt, gibt die Adresse dazu ein, es sei zwar gut in der Stadtmitte auffindbar, doch ist nicht ĂŒberlaufen und ruhig. Verbunden mit der Frage, ob ihm dies zusagen wĂŒrde. Sie hat die Uhrzeit vergessen, er wird sie fĂŒr unachtsam halten. Er gibt sein „Okay“, oh nein nur ein Wort von ihm, sie hat es ruiniert. Ein zweites Klingeln, er fragt, wann „die Lady“ Zeit einplanen kann. Er hat einen Smiley angehĂ€ngt. Sie muss unweigerlich lĂ€cheln, sie fĂŒhlt sich wie eine 14 jĂ€hrige. Es wird Zeit sich ihres Alters entsprechend zu benehmen, denkt sie. Was ist nur los mit ihr? Es ist bereits 16 Uhr, zwei Stunden benötigt sie zum Outfit heraussuchen und duschen, die Fahrt zum CafĂ©, Parkplatzsuche und pĂŒnktlich erscheinen, wenn möglich vor ihm. Sie fragt „19 Uhr?“ und bekommt ein „Yes“. Der Countdown lĂ€uft. In den nĂ€chsten zwei Stunden ĂŒberschlĂ€gt sie sich, ebenso wie ihr Puls.

***
18:40 Uhr, sie parkt zwei Straßen entfernt von dem eigentlich geplanten Treffpunkt, denn wie immer sind die Straßen völlig ĂŒberfĂŒllt. Als er aus seinem Taxi steigt, um 18:55 Uhr, sieht er sie bereits vor dem Lokal stehen. Sie steht mit dem RĂŒcken zu ihm und liest scheinbar den Aushang neben dem Eingang. Er zĂŒndet sich eine Zigarette an und geht langsam auf sie zu, doch immer hat sie ihm den RĂŒcken zugewandt, dann wendet sie sich um, schaut zu der großen Kirchuhr auf dem Marktplatz. Es ist 19:00 Uhr, dann treffen sich ihre Blicke. Ist ihr etwa vor Aufregung so warm oder liegt es an dem unglaublich schönen Wetter. Er trĂ€gt eine dunkle Jeans, ein weißes Hemd, die Ärmel hat er lĂ€ssig hochgekrempelt und eine Zigarette in der Hand. Sie kann ihren Blick kaum abwenden. Als er sie erreicht, streicht er sich unbewusst sein lĂ€ngeres Haar zurĂŒck hinters Ohr, reicht ihr die Hand und neigt ihr zugleich den Kopf entgegen, um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. Sie strahlt. Ein kurzer Wortwechsel folgt, ĂŒber das doch leicht zu findende Ziel und die Frage, ob sie ebenfalls noch eine Zigarette rauchen möchte. Sie verneint, teilt ihm aber mit, dass im CafĂ© geraucht werden darf. Nachdem er ihr die TĂŒr aufhĂ€lt, geht sie voran. Sein Blick wandert von ihrem lockigen Haar herunter zu ihren roten Pumps, sie trĂ€gt ein fast schwarzes Kleid, es ist bis zur HĂŒfte eng anliegend und fĂ€llt dann locker hinab. HĂŒftabwĂ€rts beginnt es sich in einem wĂŒrfelĂ€hnlichem Muster langsam in ein Weiß zu verwandeln. Gerade noch rechtzeitig, richtet er seine Augen wieder nach oben, als sie leicht den Kopf nach hinten neigt und ihm ein umwerfendes LĂ€cheln schenkt. Er Er erwidert es und das nicht nur aus Freundlichkeit, er freut sich darĂŒber sie noch einmal zu sehen. Sie sucht eine ruhigere Ecke aus, etwas abseits vom Eingang und doch haben sie von dort den gesamten Laden im Blickfeld. Sie setzen sich, auf Anhieb erscheint die Bedienung und fragt, was „die Lieben“ den so wĂŒnschen. Sie bestellt einen Vanillecappuchino, er einen Kaffee. Kurz checkt er den Raum, er strahlt eine gemĂŒtliche AtmosphĂ€re aus, wirkt etwas urisch und doch modern. Er teilt ihr mit, dass dies eine gute Wahl war, worauf hin sie ein GesprĂ€ch ĂŒber ihre Lieblingslokale, Feierlichkeiten und dergleichen beginnen. Ab und an kommt sie ins Straucheln, da das ein oder andere Mal einige englische Worte fallen, oder er nicht das geeignete findet, doch das trĂ€gt im Allgemeinen zu ihrer Belustigung bei. WĂ€hrend sie von dem BuchgeschĂ€ft schwĂ€rmt, welches sich in der NĂ€he befindet, hat er die Zeit ihre ZĂŒge zu betrachten. Sie sind weich, freundlich und doch schaut sie nebenher neugierig und aufmerksam in ihre Umgebung. Ihre großen Augen sind Dunkelbraun, sie hat sie gut betont, Smokey Eyes, doch etwas dezenter, als am Abend zuvor. Ihre Wimpern sind unwahrscheinlich lang. Wenn sie nach unten schaut und wĂ€hrend des ErzĂ€hlens gedankenverloren in ihrem Cappucino herumrĂŒhrt, legen sie sich wie ein schwarzer FĂ€cher ĂŒber ihre Augen. Auf ihren Lippen trĂ€gt sie ein schreiendes Rot, ebenso rot, wie das ihrer Pumps oder der Lack ihrer NĂ€gel. Diese Mischung, all das, was sie charakterlich auszumachen scheint, trĂ€gt sie auch nach außen hin, stellt er positiv fest. Filme, BĂŒcher, Musik, kein peinliches Schweigen, ein zufriedenstellender Verlauf des Abends stellt sich ein. WĂ€hrend sie zu ernsteren Themen ĂŒbergehen, verrinnt die Zeit bei lieblichem Rotwein zusehens. Um 22:00 Uhr lassen sie sich die Rechnung bringen, trotz ihres Protestes, zahlt er die gemeinsame Rechnung. Da sie neu zugezogen und er fremd in der Stadt ist, haben sie sich darauf geeinigt, sich noch etwas die Beine zu vertreten. Da die Sonne bereits untergegangen ist, haben beide bewundernswerte Blicke, fĂŒr den Anblick, welche ihnen die Stadt bei Nacht bietet, ĂŒbrig. Als sich eine leichte Brise aufmacht, zieht sie eine zierliche Strickjacke aus ihrer Tasche, doch es hilft nicht allzu sehr, als sie zu frösteln beginnt. Er bemerkt es und fragt sie, ob er sie langsam zu ihrem Auto begleiten soll, sie stimmt zu. Dort nach einigen Minuten angekommen bestellt er sich ein Taxi, sie bietet ihm an ihn zu seinem Hotel zu fahren, doch er lehnt höflich ab und meint, dass sie sich seinetwegen keine UmstĂ€nde machen soll. Gemeinsam rauchen sie noch eine Zigarette, als das Taxi in die Straße einbiegt. Er öffnet ihr das bereits geöffnete Auto auf der Fahrerseite, damit sie einsteigen kann, gibt ihr zuvor jedoch noch einen Kuss, auf die vom Rouge gefĂ€rbte Wange und fĂŒr einen kurzen Moment ruht seine Hand auf ihrer HĂŒfte. Sie hat das GefĂŒhl, ihr Herz setzt fĂŒr einen Moment aus. Ein LĂ€cheln, ein kurzes Zwinkern seinerseits, dann steigt sie ein, er schließt die TĂŒr, hebt die Hand zum Abschied und geht zu dem wartenden Taxi. Sie holt tief Luft und fĂ€hrt an.

***

Als er im Hotel ankommt entschließt er sich noch, auf ein Bier in die Hotelbar zu gehen, dort trifft er auf seinen Bandkollegen. Sie reden ĂŒber belanglose Dinge, ĂŒber die anstehenden Termine und Auftritte. Er holt sein Handy aus der Hosentasche, behĂ€lt es in der Hand, sie wird wohl auch gerade zu Hause angekommen. Ob sie ihre Wohnung ebenso eingerichtet hat, wie sie es zu sein scheint,etwas chaotisch und doch mit einem gewissen Stil, ihrem eigenen Stil? Auf die Frage, nach dem Verlauf seines Abends antwortet er knapp. Er sei wirklich sehr schön gewesen, doch nun weiß er nicht so recht wie es weitergehen soll, dann schweigt er. Ihre Nacht wird noch lang werden.

***

Sie schĂ€lt sich aus ihrem Kleid, stellt ihre Pumps ordentlich in das Schuhregal und schlĂŒpft in ein bequemes Shirt, schaltet den Fernseher ein, ohne diesen wirklich wahrzunehmen, starrt sie auf der Couch liegend an die Decke. Sie lĂ€sst den Abend Revue passieren, sieht ihn vor sich, seine großen, grĂŒnen Augen. Ob sie ihm schreiben und sich fĂŒr den wundervollen Abend bedanken soll? Immer wieder geht sie den Tag in Gedanken durch, sie war auf alles gefasst, nicht das sie es darauf anlegt hatte, doch sie wollte vorbereitet sein. Doch nicht einmal einen Kuss hat sie bekommen, ob sie ihm zu unattraktiv ist? Er kann im Prinzip „jede“ haben, das wahrscheinlich auch noch auf jedem Kontinent, also warum sollte er ausgerechnet an ihr Interesse haben. Doch was sollte seine Hand an ihrer HĂŒfte, vielleicht ist er nur zu schĂŒchtern, oder besitzt einfach nur Anstand, immerhin ist er keine zwanzig Jahre mehr und weiß sich zu benehmen. Es ist doch gut, wenn er nicht sofort auf Sex aus ist oder? Er hat ihr offen Dinge aus seiner Vergangenheit erzĂ€hlt, macht er das bei allen flĂŒchtigen Bekanntschaften? Etwas verwirrt, grĂŒbelt sie weiter, versucht den Abend, jedoch erfolglos auszuwerten, bis ihr ungewollt die Augen zufallen.

***

Es ist noch recht frĂŒh am Sonntagmorgen, als er in besagtem Buchhandel steht und intuitiv zu einem mit Ornamenten verzierten, dunkelbraunem, in Leder gebundenes Tagebuch greift und zur Kasse geht. Er kauft eine GeschenktĂŒte, sowie ein passendes Geschenkband dazu und verlĂ€sst den Laden. WĂ€hrend er durch die Stadt lĂ€uft, klingelt sein Handy, sie ist wohl gerade aufgewacht. Er hat die Nacht noch bis 3:00 Uhr mit seinen Freunden und Kollegen zugebracht und doch ein wenig zu viel getrunken, etwas unbefangen, teilte er ihr um diese Uhrzeit per Nachricht doch noch mit, wie sehr ihm der Abend gefallen hat und er sie gern wiedersehen wĂŒrde. Heute morgen ĂŒberlegte er allerdings, ob dies richtig war. Sie ist um einiges jĂŒnger als er, ist gerade umgezogen, sie hat einen neuen Job, das heißt sie ist nicht sehr flexibel und er muss bereits Übermorgen wieder nach London zurĂŒck, da unaufschiebbare Termine anstehen. Sein langjĂ€hriger Freund und Kollege riet ihm jedoch, nicht weiter darĂŒber nachzudenken und es einfach auf sich zukommen zu lassen, noch sei nichts geschehen, was ihn zu dĂŒsteren Gedanken treiben sollte, abgesehen davon, dass er scheinbar recht angetan von ihr ist. Dieser Beitrag hatte mit einem Grinsen geendet und kurz entschlossen stimmte er ihm also zu. Kurz darauf ging er in die Stadt, denn er war sich sicher, was ihre Antwort auf seine nĂ€chtliche Frage sein wĂŒrde.

***

18:30 Uhr, auf die Minute genau klingelt es an ihrer TĂŒr. Sie öffnet und steht in einem schwarzen Spitzenkleid vor ihm in der TĂŒr, bereit zum Gehen. Wieder ein Kuss, sein Haar streift ihre Wange ebenfalls dabei, wie gut er riecht. Dann reicht er ihr dunkle Callas, sie sind wunderschön und entsprechen so ĂŒberhaupt keinem Klischee, sie treffen genau ihren Geschmack. Damit sie sie noch schnell ins Wasser stellen kann, bittet sie ihn kurz herein. Sie flitzt davon, ihr AbsĂ€tze klacken auf dem Laminat ihrer kleinen 2-Raumwohnung. Der lĂ€ngliche Flur ist weiß gestrichen und mit schwarzer Mustertapete verziert, es hĂ€ngen gerahmte Fotos diverser Musiker an der Wand, ein weißes Holzornament. Er kann von ihrem Flur einen Blick in ihr Wohnzimmer werfen, erkennt einen Druck von Salvador DalĂ­, einen Plattenspieler auf einem Regal. Es strahlt GemĂŒtlichkeit aus und ist ordentlich, soweit er es beurteilen kann. Helle und dunkle Aspekte kommen auch hier zum Einsatz, vereinzelt tauchen auch hier knallrote Farbakzente auf, die sich immer wieder finden. Sie stellt die Vase auf den kleinen Wohnzimmertisch, richtet die BlĂŒten fix, wirft einen prĂŒfenden Blick darauf, dann wendet sie sich ihm zu. Wieder dieses ehrliche LĂ€cheln. Beide treten in den Hausflur und verlassen das GebĂ€ude, auf der Straße parkt sein wartendes Taxi. Sie tritt vom Bordstein hinunter und stolpert, reflexartig greift er nach ihrem Arm, um sie am Fallen zu hindern. Nicht mal unterwegs und schon hat sie sich nicht mehr unter Kontrolle, er lacht. Gestern blieb sie mit ihrem ĂŒberaus kurzen Ärmel an der TĂŒrklinke des CafĂ©s hĂ€ngen, als sie heraustraten und meinte unter lachen, sie sei in ihrer Koordination manchmal etwas gestört, ihr passiere so etwas stĂ€ndig. Das verspricht noch amĂŒsant zu werden.

***

Er öffnet ihr die AutotĂŒr und reicht ihr mit einem frechen Grinsen die Hand, um ihr beim Aussteigen zu helfen beziehungsweise sie am Stolpern zu hindern, unweigerlich muss sie schmunzeln. Sie kennt das Restaurant, in das er sie eingeladen hat nicht, doch es sieht sehr nobel aus. Innerlich hofft sie, dass es nicht nur Hummer oder Ă€hnliche Speisen auf der Karte gibt, denn dann hat er allen Grund zum Lachen. Sie wĂŒsste nicht mal im Ansatz wie sie diesen, ohne weitere GĂ€ste zu gefĂ€hrden, auseinander nehmen sollte. Sie wurden an ihren Tisch gefĂŒhrt und begannen den Abend mit einem Weißwein. Der Alkoholkonsum nimmt in den letzten Tagen ziemliche Ausmaße an, geht ihr durch den Kopf. Doch es beruhigt die Nerven, leider leidet auch die Konzentration darunter, stellt sie noch wĂ€hrend des zweiten Glases fest. Er berichtet nach der Bestellung des Essens, zu ihrer Erleichterung handelt es sich um Speisen, die jeder Mensch zu „bewĂ€ltigen“ wusste, von seinem Besuch in dem BuchgeschĂ€ft. Dann greift er zu der TĂŒte, welche er vorhin aus dem Taxi nahm, neben sich platzierte und reicht sie ihr. Es sei nur eine kleine Aufmerksamkeit, sie schaut ĂŒberrascht, Blumen, Geschenke, sie ist solche Gesten nur selten von MĂ€nnern gewöhnt. Sie holt ein in Leder gebundenes Buch heraus, eine Art Tagebuch, löst das Band, welches darum gebunden ist, streicht sachte, ĂŒber das Muster, als könne es zerbrechen und schlĂ€gt es dann auf. Sie streicht wieder ĂŒber das Papier, es ist leer, bis auf die erste Seite. Einen kurzen neugierigen Blick wirft sie ihm zu und liest. „Die gebogenen Linien deiner Lippen, schreiben die Geschichte neu.“- Velvet Goldmine-, ein Zitat aus einem ihrer Lieblingsfilme, eine Hommage an den 70er Jahre Glamrock, nicht jedermanns Geschmack, doch sie liebt ihn. Er beobachtet sie, war dies zu direkt, immerhin kennen sie sich kaum und doch hat er das GefĂŒhl, sie seien sich so gar nicht fremd oder zumindest sehr Ă€hnlich. Sie strahlt, springt auf und fĂ€llt ihm um den Hals. Mit so viel Dank hatte er nicht gerechnet, nicht dafĂŒr, sie wird ihm immer sympathischer. Das Essen ist gut und wurde Zeit, denn der Wein steigt ihr bereits zu Kopf. Nach der Nachricht heute Morgen, konnte sie vor Aufregung den gesamten Tag nichts essen, ein Fehler wie sich nun herausstellt. Sie unterhalten sich ebenso angeregt wie am Vorabend, bis er ihr sagt, er hĂ€tte Lust in einen kleinen Pub zu gehen, ihm ist das Restaurant zu spießig. Ihr ergeht es Ă€hnlich, darum stimmt sie erfreut zu, als er den Lokalwechsel vorschlĂ€gt. Sie laufen eine Weile nebeneinander her, betrachten den klaren Sternenhimmel, rauchen. Er fragt, ob ihr die Blumen gefallen hĂ€tten und sie bejaht mit einem zusĂ€tzlichem Nicken. Die Antwort auf die Frage, welche ihre Lieblingsblumen sind, bringt ihn zum Lachen.Sie muss manchmal unheimlich komisch sein. „StiefmĂŒtterchen“ hat er nicht erwartet, es sei untypisch oder nicht, das muss sie zugeben. Sie rechtfertigt ihre Antwort mit der Aussage, dass die BlĂŒten Ähnlichkeit mit einem kleinen MĂ€nnchen mit Schnurbart aufweisen und sie das niedlich findet. Daraufhin verfĂ€llt er in schallendes GelĂ€chter, angesteckt von dem herzhaften Lachen steigt sie mit ein.Vor einem kleinen Club bleibt er stehen und betrachtet diesen, sie einigen sich dort hinein zu schauen. Gut, dass sie morgen SpĂ€tschicht hat. Es ist dunkel und nicht allzu voll, es ist Sonntagabend, die meisten werden diesen wohl zu Hause verbringen.Sie bestellt einen Gin Tonic, er einen Whisky. WĂ€hrend sie ihm gespannt zuhört, als er von fĂŒr ihn alltĂ€glichen Dingen erzĂ€hlt, die ihr völlig absurd und unwirklich erscheinen, berĂŒhrt er öfter ihre Hand. Ab und an bekommt er einen leichten Klaps auf den Oberschenkel, wenn er sie im GesprĂ€ch aufzieht. Ihre Knie berĂŒhren sich, als sich auf dem Barhocker etwas von der Bar in Richtung Raum dreht. Sie belĂ€sst es dabei. Über seinen Glasrand hinweg, beobachtet er sie, sie nippt am Gin, schließt fĂŒr ein paar Sekunden die Augen und bewegt sich leicht zum Rhythmus des Liedes. Sie scheint fĂŒr einen kurzen Moment gar nicht anwesend. Es ist ein alter Guns'n Roses Song, Er betrachtet sie von der Seite, sieht ihre sorgfĂ€ltig geschminkten Augen, das Profil ihrer Lippen, ihren Brustansatz, der sich langsam bewegt. Sie scheint völlig entspannt zu sein, sich wohlzufĂŒhlen mit ihm, in seiner Gesellschaft. Da er bemerkt, dass seine Beobachtung ihn nicht unberĂŒhrt lĂ€sst und ihm seine Jeans plötzlich viel zu eng erscheint, ist er dankbar fĂŒr ihre Aufmerksamkeit, die sie ihm nun wieder voll und ganz schenkt. Die nĂ€chste Stunde vergeht ĂŒber den Austausch ihrer GeschmĂ€cker und Ansichten verschiedener Musikrichtungen, beide sind danach um die Erfahrung reicher, sich in der Hinsicht einig zu sein. Da sie am nĂ€chsten Tag arbeiten muss, wenn auch erst spĂ€t, bestellt er nach einer Weile ein Taxi fĂŒr sie.

***

Wieder öffnet er ihr die TĂŒr und begleitet sie zur HaustĂŒr, dieses Mal bedankt sie sich gleich fĂŒr den Abend und schaut ihm noch einmal direkt ins Gesicht. Er ist so unglaublich schön, seine ebenmĂ€ĂŸigen, markanten ZĂŒge, seine grĂŒnen Augen, die ihren Blick erwidern. Sie geht davon aus, einen Kuss auf die Wange zu bekommen. Ohne sie aus den Augen zu verlieren, neigt er sich ihr entgegen. Seine Fingerspitzen streifen ihre Wange, verharren dort kurz, als seine Lippen die ihren treffen. Ihre GefĂŒhle, ihr Herz, ihr Puls ĂŒberschlagen sich und doch ist alles still. Hoffentlich lĂ€sst er sie nie wieder los. Erneut nimmt sie seinen Geruch war und ihre Knie werden weich. Er hĂ€lt ihr Gesicht in beiden HĂ€nden, seine Zunge umspielt ihre und sie merkt, wie sie sich plötzlich nach mehr sehnt. Sie zerspringt innerlich vor GlĂŒck und der Gier nach ihm. Was macht er nur mit ihr, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und völlig neben sich steht. Er wĂŒrde seinem Verlangen am liebsten auf der Stelle nachgehen und sie hoch ins Bett ziehen, jeden Zentimeter ihres Körpers liebkosen und ihre Anwesenheit genießen. Doch es ist mehr als nur das, aus diesem Grund zĂŒgelt er sich. Eigentlich war selbst der Kuss schon nicht geplant, doch er hat dieses GefĂŒhl, welches ihn nicht mehr loslassen will. Der Gedanke sie könnte zu ihm gehören, gefĂ€llt ihm mehr als er zugeben wĂŒrde. Seine HĂ€nde legen sich auf ihre HĂŒfte, er schaut sie an, lĂ€chelt, gefolgt von einem flĂŒchtigen Kuss auf den Mund verabschiedet er sich mit einem „Schlaf gut“. Sie könnte ihm noch Stunden zuhören, mit seinem englischen Akzent im Ohr ließe sich gewiss noch weitaus besser einschlafen. Vorausgesetzt sie kommt zum Schlafen, denn ihr Herz droht ihr aus der Brust zu springen. Dann fĂ€hrt er davon und sie verschwindet mit einem tiefen Atemzug in ihre Wohnung. Er fliegt Dienstag, wird sie ihn ĂŒberhaupt noch einmal oder jemals wieder sehen? Noch aufgekratzt von dem Moment der BerĂŒhrung seiner Lippen, die sie zu gern ein weiteres Mal spĂŒren wĂŒrde, steht sie vor ihrem Badezimmerspiegel und schaut hinein, betrachtet sich. Ihr Blick fĂ€llt durch die offene TĂŒr auf die GeschenktĂŒte, welche auf dem Sideboard im Flur steht, dann wieder auf den Spiegel. Sie zieht die Konturen ihrer Lippen nach, ob er dieses Zitat so meinte, wie er es schrieb? Nein, sie sollte sich wirklich keine Hoffnung machen, nicht bei solch einem Menschen, er steht in der Öffentlichkeit, das war sicher nur ein Zeitvertreib fĂŒr ihn, Ihrer Aufgeregtheit weicht ernĂŒchternder Erkenntnis. Dann ein kurzes Klingeln, ein Blick zur Uhr, 23:14 Uhr. „Hallo?“, sagt sie in die Sprechanlage, denn nachts ist der Hauseingang verschlossen. „Hi“, antwortet er. Sie drĂŒckt den Knopf zum Öffnen der EingangstĂŒr, hört wie sie aufspringt und er die paar Stufen hinaufsteigt. Ihr stockt der Atem, ihr Gehirn lĂ€sst keinen klaren Gedanken zu. Sie öffnet, er tritt herein und schließt, ohne den Blick von ihr abzuwenden, die TĂŒr hinter sich. Er geht einen Schritt auf sie zu, drĂŒckt sie mit seinem gesamten Körper gegen die Wand und kĂŒsst sie, greift ihr in ihre Locken. Sie riechen nach Honig und Mandeln, sĂŒĂŸlich. Seine HĂ€nde an ihrer HĂŒfte, ziehen sie weg von der Wand, ihm entgegen, sie spĂŒrt, dass er erregt ist, sie fĂŒhlt seinen erigierten Penis unter dem Stoff seiner Hose, in ihrem Schritt. Ihr Kleid rutscht höher, als sie sich ihm entgegenreckt, er greift unter ihr Kleid nach ihrem Po. Er knetet ihre Backen. Wie geil sie ihn macht. Er will sie ficken, jetzt! Doch dann löst sie sich von ihm, drĂ€ngt ihn einen Schritt zurĂŒck. Sie dreht sich und hĂ€lt ihr Haar nach oben, er tritt heran und öffnet den Reißverschluss ihres Spitzenkleides, streift es ĂŒber ihre Schultern, es fĂ€llt zu Boden. Nun steht sie vor ihm, schwarzer Satin mit einem Hauch Spitze am Bund, bedeckt ihren runden , vollen Arsch. Sie rĂŒhrt sich nicht, lĂ€sst ihn diesen Moment auskosten. Er tritt von hinten an sie heran, streicht ihre Locken zur Seite und kĂŒsst ihren Nacken, ihren Hals entlang. Seine Fingerspitzen streifen nur ganz sachte ihre BrĂŒste, ĂŒber den Bauch, bleiben auf ihrem Becken liegen. Er kann sich kaum zĂŒgeln, drĂŒckt ihr seinen harten Schwanz gegen ihr wohlgeformtes Hinterteil. Sie dreht sich zu ihm um, ihr BH passend zum Höschen, doch ist dieser leicht durchsichtig und ist mit einer kleinen Schleife zwischen ihren BrĂŒsten versehen, als sei sie ein Geschenk, welches er auspacken dĂŒrfe. Seine Augen trennen sich nur schwer von dem Anblick, welches ihr DekolletĂ© gerade bietet, dennoch schaut er ihr ins Gesicht, sie grinst frech und geht in ein anderes Zimmer. Er folgt, als hĂ€tte sie ihm ein Kommando erteilt und sieht sie im Halbdunkel mitten im Raum stehen, ihm zugewandt langsam ihren BH öffnen. Dann geht er auf sie zu, sie knöpft sein Hemd auf, streicht ĂŒber seine glatte, warme Brust, seine Haut ist blass, seine Beckenknochen stechen hervor, er ist wunderschön. Sie öffnet seine Hose und greift hinein, als wĂŒrde sie voller Spannung prĂŒfen, was sie erwartet, zufrieden dreht sie sich zum Bett und kniet sich darauf. Wieder folgt er ihr, in der Mitte des Bettes kniet er nun hinter ihr, greift von hinten ihre festen BrĂŒste, die seine HĂ€nde ausfĂŒllen. Sie stĂŒtzt sich auf ihre HĂ€nde und streckt ihm ihr Hinterteil entgegen, ihr ist die Wirkung dessen auf ihn nicht entgangen. Er holt seinen Schwanz heraus und ohne sie auch vorher nur zwischen ihren Schenkeln zu berĂŒhren, ist sie bereit fĂŒr ihn. Als er endlich in sie gleitet, sie ganz ihm gehört, könnten sich beide nicht vollkommener fĂŒhlen.

***
__________________
Dajana Lange

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Hi Dajadesi, das nenne ich ein gelungenes StĂŒck Handwerk. Sauber geschrieben und erzĂ€hlt. Sehr gelungen finde ich, wie es dir gelingt die weibliche GefĂŒhls- und Gedankenwelt ertönen zu lassen. All die Überlegungen und Schwierigkeiten, von denen ein Mann nichts ahnt geschweige denn weiß. Daher könnte ich mir vorstellen, dass dein Text polarisieren wird. Ob der Plot genug hergibt?

Die einen werden ihn mögen, die anderen nicht verstehen.

GrĂŒĂŸe von wipfel

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Danke sehr, fĂŒr diese Worte.
Ich hoffe doch sehr, dass ich die Handlung bzw. Höhepunkte steigern und halten kann.
Was haltet ihr von der Wahl der Zeitform und den gering gehaltenen Dialogen?

Liebe GrĂŒĂŸe
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Dajana Lange

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jon
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Schade, dass sich das so schwer lesen lĂ€sst. Auf den ersten Blick scheint es ein intensiver Text zu werden, der mit prĂ€ziser Beobachtung punktet, statt sich in Klischees zu verlieren. Leider ist es extrem anstrengend, sich auf diesen Text zu konzentrieren, und das liegt nicht nur an den fehlenden AbsĂ€tzen. Der Hauptgrund ist die extrem eintönige HĂ€rte: Es fĂŒhlt sich an, als sollte man aus einer riesigen Mauer aus farblich kaum variierenden Ziegelsteinen den dahinter liegenden Garten rauslesen.
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalÀsst (Klaus Klages)

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