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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Space
Eingestellt am 13. 07. 2001 23:46


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Thinker
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Ungewissheit

Ein Raumkreuzer schwebt langsam durch das Universum. Die GrĂ¶ĂŸe dieses Schiffes ist betrĂ€chtlich. Das Schiff hat keine erkennbare Markierungen auf der OberflĂ€che. Ein Mond zieht langsam an dem Kreuzer vorbei und wirft einen Schatten auf das Schiff. In diesem Sonnensystem ist eine junge Sonne im Zentrum. Sie hat noch kaum ihren Vorrat an Helium verbrannt, darum scheint sie besonders hell. Als der Mond fĂŒr das Schiff eine Sonnenfinsternis entstehen lĂ€sst bildet sich ein greller Schein um den Mond. Der Kreuzer zieht weiterhin gerĂ€uschlos durch das Universum.

Im inneren des Schiffes sind alle Lichter gedĂ€mpft. Klassische Musik hallt laut durch die großen, verlassenen Schiffshallen. In dem Esssaal stehen diverse Teller noch auf dem Tisch und die StĂŒhle stehen verrĂŒckt da, als ob jemand in Hast aufgestanden ist.


Die BrĂŒcke ist ebenso verlassen wie der Rest des Schiffes. Jedoch sind hier noch diverse Schalttafeln aktiv. Die StĂŒhle sind nach vorne gerichtet. In der Mitte der Stuhl des KapitĂ€ns, links der Stuhl des Navigators und rechts der Stuhl des ersten Offiziers. Es ist eine vergleichsweise kleine BrĂŒcke fĂŒr ein so großes Schiff.

Plötzlich blinkt ein rotes Licht an einer Konsole auf und die klassische Musik wird gedĂ€mpft. „AnnĂ€herungsalarm, AnnĂ€herungsalarm“, berichtet eine weibliche Computerstimme teilnahmslos. Der KapitĂ€nsstuhl bewegt sich ruckartig. Eine Hand erscheint hinter dem Stuhl und schlĂ€gt auf eine Konsole ein. „AnnĂ€herungs....“, der Alarm wird sofort unterbrochen. „E.V.A........“, eine raue Stimme, eines Ă€ltern Mannes ĂŒbertönt die Musik in der BrĂŒcke. „Ja Sir?“, erwidert der Bordcomputer. Ein leises Stöhnen geht dieser Frage voran: „Was ist der Grund fĂŒr den Alarm?“ Unvermittelt wird das HUD der BrĂŒcke aktiv und diverse rote Punkte leuchten auf. „Wie Sie sehen ist ein Signal eingegangen.“, berichtet der Computer.

„Bitte sag mir das es kein kosmisches Rauschen ist!“, der KapitĂ€n klingt genervt. „Bitte spezifizieren Sie ihren Wunsch!“, erwidert die Stimme. „Die hat wohl ihre Tage!“ murmelt der KapitĂ€n vor sich hin. Er holt tief Luft um seiner Genervtheit noch etwas mehr Ausdruck zu verleihen und spricht weiter: „ Bitte spezifiziere DU mir woher dieses Signal kommt!“

„Das Signal hat seinen Ursprung von dem vierten Planeten in diesem System. Die Quelle ist 10 Meter unter dem Erdboden“, antwortet er. Der KapitĂ€n sitzt aufrecht auf in seinem Stuhl und hebt eine Augenbraue. Er stĂŒtzt sich mit seinem rechtem Arm auf der Stuhllehne ab und drĂŒckt einen Knopf. „Logbuch des KapitĂ€ns der Hope....“, er unterbricht seinen Eintrag und ĂŒberlegt einen Moment. Er drĂŒckt noch mal den selben Knopf. „Logbuch des letzten Offiziers der Hope. Wir schreiben Jahr 3750. Wir... Ich habe ein Signal von dem vierten Planeten des siebten Sonnensystems empfangen. Ich werde das Schiff in eine Umlaufbahn bringen und nĂ€here Untersuchungen starten“ , er drĂŒckt nochmals auf einen anderen Knopf und steht anschließend mit einen tiefen Seufzer auf. Er geht zu dem Stuhl des Navigators und aktiviert dessen Konsole. Das HUD wird nun um einzelne Anzeigen erweitert.
„EVA berechne optimalen Kurs zu den vierten Planeten“, weist er den Computer an. Auf den HUD wird langsam eine rote Linie aufgebaut, die den Kurs darstellt. Als die Linie fertig ist, gibt der KapitĂ€n nochmals etwas auf der Konsole ein und deaktiviert sie wieder.
Wenige Sekunden nach dem er dies getan hat zĂŒnden die ManövrierdĂŒsen und bringen das Schiff auf Kurs. Er geht langsam zu der TĂŒr der BrĂŒcke und stĂŒtzt sich ab als die ManövrierdĂŒsen zĂŒnden. „Notiz an dich selbst Frank! Die TrĂ€gheitsdĂ€mpfer reparieren!“, sagt er laut vor sich hin. Er lĂ€uft an diversen TĂŒren vorbei mit verschiedenen Beschriftungen. Dies geht so mehre lange GĂ€nge und Abzweigungen.
Schließlich bleibt er vor einer TĂŒre stehen mit der Beschriftung „Scanner Array“. Er drĂŒckt einen Knopf und die TĂŒre öffnet sich. Im Raum ist es dunkel und er muss sich zuerst orientieren. „Licht“, brĂŒllt er. Die Beleuchtung des Raum geht sofort an.
Der einzige Stuhl, der in diesem Raum steht ist, bedeckt von einer dicken Staubschicht. Er zieht den Ärmel seiner Uniform nach vorne und wischt schnell ĂŒber die SitzflĂ€che. Nachdem er sich hingesetzt hat aktiviert er die Konsole vor ihm und drĂŒckt ein paar Knöpfe. Eine große Anzeige schaltet sich ein und der vierte Planet ist zu sehen. Er wird durch einen grĂŒnen Rand hervorgehoben. Durch das DrĂŒcken von weiteren Knöpfen beginnt ein Balken sich zu fĂŒllen. „Das Signal wurde bestĂ€tigt“, meldet der Bordcomputer. Der KapitĂ€n steht auf und schaltet die Konsole wieder ab und verlĂ€sst den Raum. Er geht wieder in Richtung BrĂŒcke.
In der BrĂŒcke angekommen setzt er sich wieder auf den KapitĂ€nsstuhl und drĂŒckt den wieder den Knopf. „Das Signal wurde bestĂ€tig und lokalisiert. Ich werde persönlich auf den Planeten gehen und es untersuchen“, dieses mal ist ein wenig Aufregung in der Stimme des KapitĂ€ns zu hören. Er steht auf, um die BrĂŒcke zu verlassen.
Wieder geht er durch verschiedene lange GĂ€nge und endet schließlich vor einen großen automatischen Tor, das ein Schild als „Dropshiproom“ kennzeichnet. „EVA öffne das Tor zur Dropshiphalle“, befiehlt er. Das Tor geht langsam auf und lĂ€sst die alte abgestandene Luft mit der frischen zirkulieren. Ein kleiner Wind entsteht so. Der KapitĂ€n genießt ihn.
In dem Hangar steht ein kleines Schiff, das atmosphĂ€renflugfĂ€hig ist. Er besteigt es und setzt sich auf den Stuhl des Navigators. „Wie schade, dass dieses Schiff automatisiert ist! AtmosphĂ€renflĂŒge sind ein Heidenspaß!“, denkt er sich.
Durch das Scannen des Planeten weiß er bereits, wo der beste Landeplatz ist. Also muss er nur noch das Flugzeug starten. Fast schon zeremoniell drĂŒckt er einen Knopf auf der Konsole vor ihm. Der Flieger startet seine Maschinen und hebt sich wenige Zentimeter von dem Boden ab. Das Tor zum Weltraum öffnet sich und macht den Weg frei. Der Heckantrieb startet und schießt den Flieger in das Weltall.
Nach wenigen Minuten Flug landet der Flieger auf der OberflĂ€che des Planeten. Der KapitĂ€n tritt an die Ausstiegsluke und sieht aus dem Schiff raus. Es ist das erste mal seit Jahren, dass Frank auf einem Planeten ist. Er hat sich schon lange nicht mehr in die „normale“ Gravitation eines Planeten gewagt. Auf dem Schiff herrscht eine angenehme Anziehung von 0.50 G.
Nach ein paar Sekunden hat er sich daran gewöhnt und tritt aus dem Flieger. Momentan ist er in einem Tal. Also muss er ĂŒber einen kleinen HĂŒgel steigen. Er macht sich auf den Weg und lĂ€uft in die Richtung, aus der das Signal kommt. Also er auf dem HĂŒgel ankommt, sieht er eine Stadt!

„Ist das die Erde???!“, fragt sich Frank voller Staunen.

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visco
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Space

Hi Thinker!

Ich möchte dir keine "3" verpassen, ohne es dir zu begrĂŒnden.

1. Schon beim Titel dachte ich, du hast dich in der Rubrik vertan (vgl. Fantasy & SciFi"); beim Lesen bestÀtigte sich dieser Eindruck.

2. Zwei Titel? ("Space" - "Ungewißheit") Oder ist dies der Pilot eines Mehrteilers? Letzter bezieht sich wohl auf Franks Staunen am Ende, wie ich vermute. Franks Unkenntnis nach zu urteilen, wĂ€re "Unwissenheit" wohl zutreffender . Titel, Text und Ende stehen meines Erachtens nicht in Einklang.

3. HabÂŽ ich da ÂŽwas ĂŒbersehen, oder wird nicht erklĂ€rt, was ein "HUD" ist?

4. "E.V.A." ist unverkennbar eine AbkĂŒrzung fĂŒr die weibliche Computerstimme - bloß, wofĂŒr genau, sagst du nicht.

5. Unstimmigkeiten / AuthentizitÀt:

a) Verwendung von amerikanisch-englischen als auch deutschen Begriffen (z.B. "Scanner Array", "Sir" gegenĂŒber "KapitĂ€n", "Licht!"); schlimmer noch ist die Vermischung in "Dropshiphalle".

b) wolltest du auch die Herkunft des "Raumkreuzers" verschleiern, so gibt du deiner Figur mit "Frank" einen langweilig banalen Namen deutlich erkennbarer Abstammung; dann kommen die angesprochenen Begriffe, die ebenfalls eindeutig zuzuordnen sind, und zum guten Schluß sogar eine TĂŒraufschrift (fĂŒr diejenigen, die es bis dahin noch nicht gemerkt haben, oder wie?). - Einfach phantasielos!

c) soweit mir bekannt ist, wird ein "AnnĂ€herungsalarm" ausgelöst, wenn sich ein Objekt auf die Sensoren zu bewegt; ansonsten wĂ€re es wohl ein "Kollisionsalarm". Zwar ist der Mars (der von der Sonne aus gesehen 4. Planet unseres Sonnensystems nach Merkur, Venus und Erde) kein Fixstern, aber in diesem Zusammenhang von "AnnĂ€herung" sprechen zu wollen, halte ich fĂŒr verfehlt.

d) der KapitĂ€n ist nicht nur der "letzte Offizier" - er ist auch das einzig verbliebene Besatzungsmitglied. Als solcher wĂŒrde er unter Einhaltung des Sicherheitsprotokolls kaum das Schiff verlassen (können/dĂŒrfen), da ein enormes Risiko besteht, daß er es nicht mehr wĂŒrde betreten können oder dĂŒrfen (Kannst du dir die ErlĂ€uterung dazu selber geben?)

e) die Meldungen des Bordcomputers sind zu ungenau und daher unglaubwĂŒrdig.

f) hast du bei der Veröffentlichung deines Beitrags eine Jahreszahl oder ein Datum angeben mĂŒssen? UnglaubwĂŒrdig, daß dein KapitĂ€n dies tun muß, wobei lediglich die Jahreszahl viel zu ungenau wĂ€re.

g) der Bordcomputer verfĂŒgt offenbar ĂŒber keine Datenbank oder Sternenkarte, sonst wĂŒĂŸte er - und damit auch der KapitĂ€n -, um welchen (unterstellt bekannten) Planeten es sich handelt.

h) abgesehen von der mangelnden Datenbank oder der absolut unprofessionellen Handlungsweise, mit der sich dein KapitĂ€n völlig unvorbereitet auf eine Fahrt ins Blaue begibt, scheint er alles andere als ein Astronaut zu sein. Der Durchmesser des Mars ist nur halb so groß wie der der Erde. Eine Verwechslung halte ich daher fĂŒr ausgeschlossen.
Wenigstens stimmt das mit der AtmosphĂ€re, obschon sie Ă€ußerst dĂŒnn ist, und deren Druck am Boden nur 0,7% von dem auf der Erde ausmacht.

i) Der Mars hat allerdings zwei Monde (Phobos und Deimos), was meine letzten Zweifel beseitigt, daß du sicher nicht den Mars gemeint hast. Schließlich sprichst du ja nur von einem Mond. Demnach ist wohl doch die Erde gemeint, was die Angabe des "vierten Planeten" zu einem unverzeichlich groben Schnitzer macht.


6. Was mich sonst noch stört:

a) Wenn einen ĂŒberhaupt etwas interessiert, dann WAS aus der Besatzung geworden ist. Das erfĂ€hrt man allerdings nicht.

b) Noch ein paar Fragen: Hat denn der "Raumkreuzer" irgend eine Mission (wenigstens gehabt)? Wo kommt er denn her (wo war er denn zuletzt)? Welche Funktion erfĂŒllt ĂŒberhaupt ein "Raumkreuzer"? Gehört oder gehörte er zu einer Flotte?

c) Wenn es schon um den Empfang eines unbekannten Signals geht - warum muß der KapitĂ€n es persönlich vor Ort ĂŒberprĂŒfen? Sucht er nach etwas Bestimmten? Seiner Heimat zum Beispiel?

d) FĂŒr eine SciFi-Geschichte unpassend werden technische Details viel zu achtlos nur angerissen oder - was noch schlimmer ist - nur erwĂ€hnt oder - und das ist katastrophal - einfach weggelassen.

e) viel zu hĂ€ufig wird auf "Knöpfe" (???) gedrĂŒckt auf nicht nĂ€her beschriebenen "Konsolen" - und nicht etwa routinemĂ€ĂŸig sondern "zeremoniell" (???)


Die "3" (statt einer noch schlechteren Bewertung) habe ich vergeben, da sich trotz allem erkennen lĂ€ĂŸt, daß du dir beim Formulieren MĂŒhe gibst.
FĂŒr einen Beitrag in diesem Forum enthĂ€lt dein Text außerdem erfreulich wenig Rechtschreibfehler.

Aber eines kannst du mir glauben: meine Kritik war noch harmlos. Legst du diesen Text einem SciFi-Fan vor (z.B. StarTrek o.Ä.), ich möchte wetten, der/die zerreißt dich in der Luft!


Trotzdem bitte nich den Mut verlieren.
Live long and prosper.
Viktoria.

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Thinker
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Autsch Autsch Autsch...

Hallo visco,

zu deinem 1stens:
ich habe meine Geschichte bewusst unter Kurzgeschichten gepostet, da ich nicht vor hatte einen weiteren Teil zu schreiben.

zu deinem 2tens:
Ich habe dieses StĂŒck als Stilistischen Versuch betrachtet... Ich hatte einmal eine Einleitung fĂŒr diese Geschichte geschrieben. Und ich hatte auch eine Vorsetzung geplant. Aber ich hatte es nie fertig gebracht sie zu schreiben. Du, Sie können sie, die Einleitung, finden wenn Sie unter Autoren meinen Namen eingeben werden. Sie werden auch merken, dass ich bereits diese Geschichte gepostet habe.

zu deinem 3tens:
Nein haben Sie nicht. Aber Sie werden doch wissen was das ist.

zu deinem 4tens:
Das hÀtte ich erklÀrt wÀre da ein 3ter Teil gewesen.

zu deinem 5tens:
Da muss ich dir leider recht geben. Das ist mein Fehler!!!
WOBEI ich dir ganz wehement wiedersprechen muss wenn Sie vonn Mars, Erde und unserem Sonnensystem redest. Ich habe nie von dem unsrigem Sonnensystem gesprochen.

zu deinem 6tens:
Das hÀtte ich erklÀrt wÀre da ein 3ter Teil gewesen.

Dankend doch zweifelnd
-Thinker

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visco
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Re: Autsch Autsch Autsch...

Hallo Thinker!

Ich habe eben "Der Sinn" gelesen. Ich finde, du solltest in "Space - Ungewißheit" unbedingt Elemente davon einbringen.
Ich mochte mich einfach nicht damit abfinden, daß der Raumkreuzer von nirgendwo her kommt und ohne erkennbares Ziel unterwegs ist. Eine Vorgeschichte - ob vorangestellt oder in spannungsfördernden HĂ€ppchen zwischendurch eingebracht - halte ich persönlich fĂŒr unverzichtbar.

Und wieso "stilistischer Versuch"? Mit Stilmitteln lĂ€ĂŸt sich sicherlich ein gewĂŒnschter Effekt noch verstĂ€rken, aber ich dachte, es ginge dir in erster Linie um die Geschichte.
Von dieser hatte ich ĂŒbrigens nicht behauptet, daß ich sie doof fĂ€nde - mir fehlt einfach viel zuviel.
Ich könnte mir vorstellen, daß es in deinem Kopf eine ganze Welt um deinen KapitĂ€n, sein Schiff usw. gibt. Diese kann in der Zukunft spielen (also auf Bekanntem aufbauen) oder auch fremdartig sein. In jedem Falle hĂ€tte ich sie gerne nĂ€her beschrieben, um gemeinsam mit dir in diese Welt eintauchen zu können.
Sofern du dich fĂŒr das Genre "Science Fiction" entscheidest (zumindest war das mein Eindruck), dann beachte bitte dessen Regeln, insbesondere die verlangte Akkuratesse in Bezug auf technische Details (es genĂŒgt z.B. nicht, ein "Scanner Array" nur zu erwĂ€hnen). NatĂŒrlich mußt du es nicht erfinden oder eine Bauanleitung beifĂŒgen. Aber beschreibe wenigstens, was es tut, kann, oder wozu es gut ist.

Wenn ich könnte, dann wĂŒrde ich jetzt sagen: "Und jetzt setzt du dich hin und fĂ€ngst noch ÂŽmal von vorne an!"
Damit meine ich nicht, du sollst es neu schreiben. Vielleicht beginnst du mit einer etwas gewissenhafteren Planung?
z.B. zu dem Szenario: was verbindest du mit dem Jahr 3750? Was macht diese Zeit aus? Es kann mit unserer nur entfernt vergleichbar sein. Was sind die wichtigsten Unterschiede - technisch, kulturell, gesellschaftlich, etc.?
z.B. zum (jeweiligen) Ort der Handlung: das Raumschiff mit Aussehen, Funktion, technischen Besonderheiten / ggf. Planeten mit ihren jeweiligen Besonderheiten (nutze z.B. die Recherche-Möglichkeiten im Internet und verfremde ggf. die dort gesammelten Daten) / ggf. andere LokalitÀten.
z.B. zum Helden: welche Vorgeschichte hat er? Tip: entwickele fĂŒr ihn einen Lebenslauf. Welche besonderen Merkmale hat er? Oder Eigenschaften? StĂ€rken und SchwĂ€chen? Beschreibe ihn (fĂŒr dich), bis du ihn in- und auswendig kennst.
z.B. zur Handlung: ich weiß, es macht Spaß, einfach ÂŽdrauf los zu schreiben, ohne das Ende zu kennen. Meine persönliche Erfahrung aber ist, daß solche Geschichten oftmals nicht fertig gestellt werden. Lege dir lieber einen (zumindest groben) Handlungsrahmen fest (Eckpunkte). Damit ist die Story aber noch lange nicht geschrieben. Es wird also noch genĂŒgend Überraschungen geben.

Nach solch umfangreichen Vorbereitungen (und ggf. Recherchen) wirst du schnell Gefahr laufen, zuviel (statt zuwenig) zu schreiben. Dann wirst du "filtern" mĂŒssen, was davon tatsĂ€chlich Einzug in deine Geschichte halten soll.

Dann fÀngst du an zu schreiben.


Das sind natĂŒrlich alles nur (gut gemeinte) VorschlĂ€ge. Hier noch ein letzter: setze dich selber nicht unter Druck. Wenn es dir ÂŽmal an "Eingebungen" mangeln sollte, dann gehe einfach systematisch vor, recherchiere, plane. Dabei wird dir schon irgend etwas ins Auge stechen, erst nur ein Detail, dann noch eins, und schließlich geht es weiter wie von selbst.

"Und jetzt setzÂŽ dich hin ...!" - Du hast dich doch von mir nicht ins Bockshorn jagen lassen, oder? Das darfst du auf gar keinen Fall, ganz egal, was ganz egal wer sagt!

Liebe GrĂŒĂŸe,
Viktoria.

__________________
Ich hatte eine Lösung gefunden, nur passte sie nicht zum Problem.

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Thinker
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Hallo visco,
ich habe ein paar Fragen zu deinen VorschlĂ€gen, die ich durchaus als Sinnvoll empfinde. Ebenfalls wĂŒrde ich gerne von dir ein zwei Dinge ĂŒber meinen Text erfahren.

Zuerst zu den VorschlÀgen:

1. Machst du alles von dir Vorgeschlagene auch bei deinen eigenen Texten?

2. Wie viel Zeit wĂŒrdest du dafĂŒr aufwenden?


Nun zu meinem text:

1. Hat dir was gefallen an meinem Text?

-Thinker

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visco
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Re: Schreib Methoden

Hallo Thinker!

Ich persönlich halte Vorbereitungen, je gewissenhafter desto besser, fĂŒr das Fundament. Ein vorab nĂŒchternes Auseinandersetzen mit einzelnen Teilbereichen (Charaktere, Orte, GegenstĂ€nde, etc.) fĂŒhrt zwangslĂ€ufig zu konkreteren Vorstellungen. Zusammengetragene Eigenschaften, Merkmale, Besonderheiten, etc. können beim Schreiben eine wichtige StĂŒtze sein.

Du hast "Der Sinn" dein Erstlingswerk genannt. Ich habe auch noch nicht viel geschrieben. Wir stehen also beide noch am Anfang. Folglich können wir nicht auf eine große Erfahrung zurĂŒckgreifen sondern mĂŒssen uns die nötigen Kenntnisse erst noch erarbeiten, um interessante, spannende oder auch nur unterhaltsame Geschichten zu schreiben.

Glaubst du, ich wĂŒrde dir RatschlĂ€ge geben wollen, um dich zu Ă€rgern? Was schĂ€tzt du denn, wieviel Zeit ich auf meine Kritik zu deinem Text aufgewendet habe? - Oder fĂŒr meine Antworten auf deine Reaktionen?

Ich lese die hier eingestellten Texte nicht, weil ich erwarte, etwas zu finden, das mir gefĂ€llt. Ich gehe davon aus, daß der jeweilige Verfasser ĂŒber die Reaktionen Anregungen zu erhalten hofft, die ihm/ihr weiterhelfen. Kritik tut manchmal weh, aber sie nĂŒtzt eben mehr als Lob.

Falls du von mir keine weiteren Anregungen mehr erhalten möchtest, genĂŒgt eine entsprechende Mitteilung (sofern du dies lieber nicht-öffentlich tun wolltest unter: v.scholz@visco.de).

Liebe GrĂŒĂŸe,
Viktoria.

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