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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Spacetrip
Eingestellt am 30. 05. 2011 14:20


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TexTarT
Hobbydichter
Registriert: May 2011

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>>SPACETRIP<<


Man stelle sich einmal eine Stra√üe vor, eine g√§nzlich leere Stra√üe, um genau zu sein. Auf dieser Stra√üe gibt es nun doch etwas, einen Menschen n√§mlich, nicht irgendeinen Menschen sondern den, um den sich diese kleine Geschichte Dreht. Langsam und gleichm√§√üig geht also dieser Mensch die Stra√üe entlang und bemerkt nach ein paar Dutzend dieser langsamen und gleichm√§√üigen Schritte, dass sich die Farbe der Stra√üenlaternen von Wei√ü zu Gelb ge√§ndert hat. Das ist ihm noch nie auf gefallen, und so reibt er sich die m√ľden Augen. Wie ist er √ľberhaupt hier her gekommen, und wo war ‚Äěhier‚Äú eigentlich. Etwas planlos dreht er sich also ein paar mal im Kreis, dieser Mensch. Da ist nichts, nur Stra√üe, Laternen...und H√§user sind da auch noch, dunkle H√§user, einsame H√§user, fremde H√§user. Unser Mensch sch√ľttelt also den Kopf und beschlie√üt erstmal weiter zu gehen, nach ein paar weiteren Dutzend Schritten erlischt aber das Licht der Stra√üenbeleuchtung und macht einer intensiven Dunkelheit platz, einer Dunkelheit, die von nur einer Sache durchbrochen wird. Nur wenige Armesl√§ngen vor ihm leuchtet schwach ein Gullideckel ‚Äď in gelb!
Vorsichtig der Neugier nachgebend und die Befremdung beiseite schiebend, schiebt unser Mensch also auch diesen Deckel beiseite, darunter, nicht wie erwartet in hellem gelben Schein, sondern so Dunkel wie das Drumherum aber doch irgendwie als solches zu erkennen, pr√§sentiert sich ein Schacht an dessen Ende etwas verlockend schimmert. Was das wohl sein mag? Unser Mensch legt den leuchtenden Deckel g√§nzlich weg und steigt Todesmutig in den Schacht um umgehend fest zu stellen, dass dies vielleicht ein Fehler gewesen sein mochte, denn kaum darin verschwunden verschwindet auch das blendende Schwarz der Stra√üe, der Laternen und der H√§user um einem etwas angenehmeren Schwarz in der nach oben und unten schier ins Endlose reichenden R√∂hre Platz zu machen, an deren eingelassenen Sprossen er sich nun fest zu krallen sucht, unser Mensch. Er entschlie√üt sich weiter hinab zu steigen, zu sehen, was es mit dem zuvor gesehenen Schimmer auf sich haben mag, gedacht, getan, Nach gef√ľhlten Tagen des Herabsteigens baumeln die F√ľ√üe im von hellem satten Sternenlicht durchfluteten Weltall, fallen aus der R√∂hre, gefolgt von zwei ungl√§ubig geweiteten Augen. Dort, mitten in den Weiten des Alls, taumelt nun also unser Mensch, schaut sich um, sieht keine R√∂hre Mehr , schaut sich erneut um, atmet tief ein ‚Äď ja das geht ‚Äď h√§lt nach etwas Ausschau, nicht genau wissend was es sein mochte. Blicke durchfahren den schwarzen Hintergrund, die glitzernden Lichtpunkte, hangeln sich von Stern zu Stern, bleiben schlie√ülich h√§ngen auf etwas gro√üem, garnicht so weit weg, etwas Metallenem, garnicht so fremdartig. Mit beherzten Schwimmbewegungen stemmt sich unser Mensch durch die Leere zwischen ihm und dem Objekt, einem, wie bei n√§herer Betrachtung nun fest zu stehen scheint, Raumschiff. Schnell ist eine Luke aus gemacht, erreicht, bedient, ge√∂ffnet. Drinnen ein kleiner Raum, vermutlich eine Schleuse, unser Mensch steigt hinein, die Luke schlie√üt sich, er ist eingeschlossen, ohne Licht, nur er, sonst nichts. Ein Ger√§usch durchbricht die Stille, ein knarren und Zischen, ein schwacher Lichtschein dringt durch einen Spalt unter ihm, die Schwerkraft greift nach seinem K√∂rper und bekommt ihn zu fassen. Der Boden, soeben erst erreicht, weicht einem neuerlichen Loch, es gilt also erneut hindurch zu fallen. Jetzt wieder festen Stan habend, befinden wir uns in einem kalt wirkenden Korridor, eine Richtung wird eingeschlagen, Schritte beschleunigen sich, eine T√ľr wird auf gesto√üen. Unser Mensch betritt einen kugelf√∂rmigen Raum, viele Monitore flimmern dort an den W√§nden, der Decke und dem Boden, alle zeigen sie Ihn. Ein mulmiges Gef√ľhl ergreift nun endlich Besitz von unserem Menschen, ge√§ngstigt zieht er sich zur√ľck, strebt in die entgegengesetzte Richtung trifft auf eine neuerliche T√ľr, √∂ffnet sie mit zittriger Hand, atmet erleichtert aus, als sich ihm ein ein gewohntes Bild darbietet, ein Raum, ein Bett, eine Decke, ein Gesicht. Sein eigen in allen Punkten. Eine Uhr an der Wand zeigt die Zeit, unbeirrbar tickt sie, tickt falsch, k√§pft gegen ihre Natur, z√§hlt zur√ľck, unaufhaltsam, immer schneller, der Abend schie√üt vorbei, der Tag, der Morgen, die Nacht, die N√§chte, Wochen , Jahre, Jahrhunderte, √Ąonen. Es zieht wieder Dunkelheit auf, feste, fast greifbare Schw√§rze. In ihrer Mitte nur ein einzelner Brief, der die Zeit √ľberdauert haben mochte. Unser Mensch √∂ffnet ihn und lie√üt. ‚ÄěUnd am Anfang, da war das Licht, und die Dunkelheit, dann kam der Mensch sie zu formen, jener, welcher dieses da lie√üt.‚Äú
Wo noch eben der Brief gewesen sein mochte, da gab es nun einen Stift. K√∂nnten wir die Geschichte neu schreiben, wie w√ľrde sie sein?

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