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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Späte Liebe
Eingestellt am 25. 02. 2002 09:04


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NILIDIME
Hobbydichter
Registriert: Feb 2002

Werke: 2
Kommentare: 1
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Enrique

Es klopft leise an der Tür. Mein Herz hüpft vor Freude, Enrique ist da. Er hat es geschafft.
Mein geliebter Enrique- mein Stern.
Unbemerkt hat er sich diesmal über eine Nebentreppe eine Etage hinab zu meinem Zimmer geschlichen. Natürlich stand ich, wie schon so oft, voll freudiger Erwartung bereit. Die Türklinke heruntergedrückt, durch den Spion linsend. Bereits bis auf die Unterwäsche entkleidet. Das Risiko war groß. Würde einer der Kollegen, die anlässlich des Kongresses im gleichen Hotel untergebracht waren, etwas bemerken, wäre es unser beider berufliches aus.
Schon schlimm genug, dass wir es nie lassen konnten, während gemeinsamer Geschäftsessen oder irgendwelchen Meetings unsere Beine aneinander zu reiben. Wir glauben uns noch immer sicher, bisher noch nicht entdeckt zu sein.
Er schlüpft strahlend aber auch vor Stress schwitzend durch die Türluke. Ich springe ihm in die Arme und küsse ihn. Endlich wieder eine Nacht für uns gestohlen. Wir sehen uns tief in die Augen und nach wenigen Sekunden spüren wir, wie wir ineinander zerfließen.
Ich liebe ihn unendlich. Zwei Jahrzehnte mit den falschen Partnern wurden plötzlich für uns beide bedeutungslos.
Er liegt, noch immer bekleidet, auf dem Bett. Ich setzte mich auf ihn und küsse seine Stirn, seine Augen, seinen Hals und genieße seinen Duft. Er sieht mich an – ich trage Wäsche, die ihm gefällt. Er liebt meinen Busen, den ich mir beinahe, hätten wir uns nicht gefunden, vergrößern lassen hätte.




Ich ziehe meine Dessous aus und entkleide ihn. Ich liebe es, ihn langsam auszuziehen. Er ist meistens ziemlich zugemummelt, unter dem Hemd trägt er noch ein T-Shirt. Außerdem will er immer unbedingt die Socken anlassen; das sei Familientradition. Ich betrachte es eher als ein, in der Kindheit begründetes, besonderes Schutzbedürfnis.
Liebevoll streichle ich ihm über den Kopf fahre durch seine weichen, bereits etwas ergrauten Haare. Ich knete seine Schultern und lecke seine behaarte Brust. Er ist eine starke Persönlichkeit, gibt mir aber auch seine Schwächen zu erkennen. Er vertaut mir und ich weiß es zu schätzen. Eine tiefe warme Empfindung für ihn breitet sich in mir aus. Er zieht mich an wie an Magnet. Ich liebe seine Augen, seinen Humor, seine Intelligenz, seine offene Art Ich mag seinen Geruch und seine Art zu küssen.
Er zieht mich zu sich hinab. Und flüstert mir ins Ohr: „Ich werde Dich gleich ficken“. „Ja Schatz, fick mich“. Das Wort „ficken“ hatten wir irgendwann in unser Vokabular aufgenommen und verwendeten es genüsslich unter uns.
Meine Schamlippen pochen und die Welt um mich herum beginnt bereits zu versinken. Ich nehme seinen Kopf in meinen Arm und er saugt an meiner Brust. Seine Hände gleiten an meine „Muschi“ auch so eine merkwürdigen Wort – aber gibt es ein besseres. Ich bin sehr nass, er liebt es und seine Erregung nimmt deutlich zu. Wenn wir uns lieben, wirkt sein Gesicht fast jugendlich. Er könnte fünfzehn Jahre jünger sein. Es macht mich glücklich zu sehen, dass die Anspannungen des Alltags von ihm abfallen .
Irgendwann sitze ich auf ihm und spüre ihn tief in mir, er spielt an meiner Brust und krault mir den Rücken. Irgendwann liegt er auf mir und ich schließe meine Beine unter ihm, irgendwann beißt er in meinen Nacken und irgendwann tun wir Dinge, die wir nie mit dieser Leidenschaft mit sonst jemanden getan haben . Und immer wieder küssen wir uns , mal zärtlich, mal leidenschaftlich. Unser Schweiß vermischt sich, wir lieben uns, wir kleben aneinander und sehen uns immer wieder dabei in die Augen und sind glücklich. Es gibt keine Tabus, keine Peinlichkeiten, keine unerfüllten Wünsche. Ich vergesse Zeit und Raum und genieße, gerate in Ekstase, zittere und weine vor Glück. Ich umklammere ihn mit Armen und Beinen und will ihn nie mehr loslassen.
Zum Schlafen bleiben ein - zwei Stunden ; dann Duschen zum Frühstück und zurück ins Geschäftsleben, nur keine versehentlichen Vertraulichkeiten.

Aber wie gerne würde ich auch mal mit ihm kochen, zu Hause in meinem Bett mit ihm aufwachen, anstatt in einem Hotel, mit ihm Musik hören, ein Glas Wein trinken, unsere Kinder miteinander bekannt machen, mich von ihm verwöhnen lassen, für ihn da sein, wenn es ihm schlecht geht, evtl. sogar seine Hemden bügeln. Ob er weiß, dass er mehr geliebt wird, als die meisten Menschen?
Ich betrachte ihn als Geschenk meines Lebens. Einige Jahrzehnte mussten vergehen um zu begreifen, dass ein Leben ohne eine solche Liebe nichts ist.

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Silvi Degree
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 0
Kommentare: 505
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Späte Liebe

Hallo, Nilidime -ich bin begeistert von dieser erotischen Kurzgeschichte!
Wunderbar für jene,denen das "Schicksal" nach Jahren der Gefühlseinsamkeit eine solche späte Liebe schenkt.
Leider kann ich in deinem Profil nichts über Alter u.s.w. erfahren -schade!
Liebe Grüße
Silvi Degree

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Chippo
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Oct 2000

Werke: 2
Kommentare: 35
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Hallo

Also die Geschichte hat mir gut gefallen. Sehr gut sogar. Besonders gut gefallen hat mir die Stelle, an der Dein Freund die Socken angelassen hat. Ist es Poesie oder ein Splin?
Egal, alles in allem eine sehr gut gelungene Story, die Lust auf mehr macht. Schreib doch noch mal was oder vielleicht hast Du ja noch andere Kurzgeschichten auf Lager. Die Leser werden es Dir danken.
P.S. Ist die Geschichte wahr oder erfunden?
__________________
Chippo

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