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Leselupe.de > Ungereimtes
Spätsommerdichte
Eingestellt am 06. 09. 2019 12:02


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Francois
Schriftsteller-Lehrling
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RAUM

Im Schatten eines Baumes
Da ruhe ich mich aus nach des Lebens Mühe
Lausche der Bienen Flügelschläge
Der Raupen Warten auf die Flügel
Des Spechtes Schnabelschlag nach den Larven
Bald greift die letzte Stund nach mir mit ihren Schwingen
Wohin nur geht die Reise
Ins Ungewisse ganz gewiss
Lasse meiner Neugier Raum
Für das kommend Leck des Lichts


NACHTFALTERS TANZ

Erstes Tageslicht
Um des Falters Herz wird es kalt.
In Mond verliebt wollte er das Nachtgestirn erreichen
Wird von der Sonne verlacht
Hab acht!
Deine Flügel werden brennen!
Verschlossener Ohren Balz
Ohne jeden irdischen Halt
Landet der tanzende Falter
Verkohlt auf der Feder
Der Eier legenden bunten Henne


__________________
Schriftsteller aus Inspiration!

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Perry
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Hallo Francois,

haben die beiden Texte außer den "Flügelbildern" noch weitere Zusammenhänge?
Insgesamt gefällt mir die Stimmung des Werden und Vergehens in den Bildern, auch wenn sich mir manche wie

"Für das kommend Leck des Lichts

Verschlossener Ohren Balz

Der Eier legenden bunten Henne"

nicht wirklich erschließen.

LG
Manfred

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Francois
Schriftsteller-Lehrling
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SPÄTSOMMERDICHTE

Guten Abend Manfred! Danke für Deine Bemerkungen! Ich weiss, dass ich manchmal ziemlich in Rätseln um zum Zwischendenzeilensuchen anzuregen.
Zu Deinen Fragen: Die Texte haben keinen direkten Zusammenhang. Aber das Vergehen im Herbst wird wie Du richtig schreibst angedeutet. Für das kommende Leck des Lichts hat mit der Hoffnung von uns Menschen zu tun, dass der Tod nicht ein absolut finaler Punkt des Lebens sei.
Verschlossener Ohren Balz: Wir hören oft nicht richtig zu bestimmt nicht wenn wir in der Balz sind!!
Der Eier legenden bunten Henne: Das leben ist bunt und die Henne mit ihren Eiern ist ein Symbol der Fruchtbarkeit!
Ich hoffe Dir meine Gedankengänge dargelegt zu haben und grüsse herzlichst François
__________________
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Perry
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Hallo Francois,

dass Du Dir etwas bei den Bildern gedacht hast, habe ich vorausgesetzt, nur wirken übertragene Aussagen nur, wenn sie auch ohne die Intention des Autors nachvollziehbar sind.
Natürlich dürfen lyrische Texte auch hermetisch oder surreal sein, aber dazu sollte dann auch das Thema passen. Herbstliches Werden und Vergehen auf der Basis von Naturbildern ist da eher nicht unbedingt naheliegend.
Das ist aber nur meine Meinung, vielleicht kommen ja noch mehr dazu.
LG
Manfred

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