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Leselupe.de > Gereimtes
Spätsommergefühl
Eingestellt am 24. 08. 2009 09:39


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Spätsommergefühl


Im Rosenbogen raschelt rastlos Wind,
Spielt Fangen mit den silbrig grünen Blättern:
Ein leerer Topf fällt um und wird zerschmettern.
Vom Staub wird kurz das rechte Auge blind.

Die Windsbraut rattert mit den leichten Brettern
Des Windfangs, der sie fängt so ganz geschwind.
Die Zeit rast schnell zurück. Ich werd zum Kind,
Fühl mich den Federball zum Himmel schmettern.

Der Sommer atmet schon den Herbst, und doch
Will er mit aller Kraft den Garten wärmen,
Der gestern noch wie später Frühling roch.

Hör ich die Vögel schon am Himmel schwärmen?
Ich seh es nicht, sie dürfen noch nicht fliegen:
Die starke Sonne soll das Herbstgefühl besiegen.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 24. 08. 2009 09:39

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Ternessa
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jul 2009

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Hallo Walther,

das ist ein sehr schönes Sonett- es erinnert mich an Rilke...............an sein- wer jetzt kein Haus hat , wird sich keines bauen ( sollte kein Zitat sein), obwohl ich zu Beginn etwas verwirrt über den leeren Topf und das rechte Auge war.

Im Nachdenken fand ich diese Metaphern sehr gut gewählt.
Und ich werde sehr gerne dieses Sonett mir noch eine Weile ansehen und dir meine Gedanken dazu schreiben...
LG
Ternessa
__________________
Was Du in meinen Texten liest, ist nicht, was andere darin lesen! Und es ist rein gar nicht, was ich damit sage!

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Ivor,

danke für Deine warmen Worte. Von Dir als hervorragender Bedichter von Natur und ihren Schönheiten sowie Zusammenhängen sind diese Gedanken eine Ehre.

LG W.

Lb. Ternessa,

in einem Atemzug mit Rilke genannt zu werden, ist eine große Ehre, aber wollen wir auf dem Teppich bleiben. Rilke ist eine ganz andere Liga. Er bietet allerdings Raum und Material für das Lernen, wie Lyrik aussehen kann, wenn sie richtig gut ist (unser "gut" hier ist eher relativ in Bezug auf den Durchschnitt der Lupe zu sehen und der ist eher wirklich sehr sehr sehr durchschnittlich, ganz wie meine Lyrik auch).

Ich schreibe schulmäßige Sonette, die sicherlich formal ganz ordentlich sind. Das ist reine Übungssache und kann gelernt werden. Richtig gute Lyrik ist eine Kombination von Übung UND Talent. An der Übung können wir was tun, das Talent ist ein Geschenk des Himmels. Ich sehe mich selbst als qualifizierten Dilettanten.

In diesem Sinne: Lasset uns gemeinsam üben, damit wenigstens das Handwerk paßt, wenn schon die Muse (und mit ihr das Talent) eher selten ihre Segnung uns zuteilwerden läßt.

Bester Gruß W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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