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Leselupe.de > Gereimtes
Speisende Philosophen
Eingestellt am 05. 01. 2004 14:08


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Bernd
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Speisende Philosophen

F├╝nf Philosophen sa├čen und dachten ruhig nach,
bis sie im tiefen Denken der Hunger unterbrach.

Vor ihnen stand die Sch├╝ssel gef├╝llt mit leckrem Reis,
vor jedem lag ein St├Ąbchen, vor jedem da im Kreis.

Der erste griff zum St├Ąbchen, das hielt kein Reiskorn fest,
er brauchte noch ein andres und dass ihm's einer l├Ąsst.

Der zweite hielt sein St├Ąbchen geschickt in seiner Hand,
ihm raubte schon der Hunger ein wenig den Verstand.

Der dritte hielt sein St├Ąbchen und zitterte schon sehr,
der vierte sprach, er gebe auf keinen Fall eins her.

Der f├╝nfte r├╝hrte gleichfalls nur dumm im Reis herum,
am ├╝bern├Ąchsten Morgen, da fielen alle um.

So hatten sie sehr wenig von all dem ├ťberfluss,
f├╝nf kluge Philosophen verhungerten zum Schluss.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Schakim

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Ach Bernd!

Zehn kleine Negerlein ...
Aber es k├Ânnen nat├╝rlich auch f├╝nf Philosophen sein!
Und ein weisses, kleines Korn -
So beginnt die Geschichte dann von vorn!


N├Ąchtliche Gr├╝sse!
Schakim
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┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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Bernd
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Hallo, Schakim,

allerdings hat es mit dem besagten Lied nichts zu tun. Es ist eher ein mathematisches Problem zur Ressourcenverteilung und Kooperation. In Englisch nennt es sich das "dining philosophers problem", in deutsch findest du es als "Philosophenproblem".
Das Gedicht beinhaltet die Blockade, keiner ist kooperativ.

In gewisser Hinsicht ├Ąhnelt es dem Gefangenendilemma. Wer sich kooperativ verh├Ąlt, muss darauf vertrauen, dass es ein anderer auch tut.

Im deutschen Bereich wird dabei oft von Gabeln und Spaghetti ausgegangen, das leuchtet aber nicht ein, das man auch mit nur einer Gabel Spaghetti essen kann - vielleicht nicht als hungriger Philosoph?

Eine Verallgemeinerung ist das Problem der trinkenden Philosophen.

Viele Gr├╝├če und ein Gesundes Neues Jahr.

Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Mit dem Herzen

Hallo Bernd,

man muss auch mit dem Herzen denken, der Kopf allein bringt noch nichts zuwege. Die f├╝nf m├╝ssen ja schon sehr verh├Ąrtet gewesen sein, wenn sie lieber sterben als teilen und warten wollten. Deine ├ťberspitzung gef├Ąllt mir und auch die n├╝chterne Ausf├╝rung passt gut dazu.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Schakim

Wird mal Schriftsteller

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Lieber Bernd!

Ich habe Dein Gedicht nat├╝rlich nicht von der mathematischen Seite betrachtet. In der Zwischenzeit bin ich mit dem "Philosophenproblem" bewandert. Eine spannende Geschichte!

Ich habe dazu einen Link gefunden, den vielleicht andere, die Dein Gedicht lesen, zur Kenntnis nehmen k├Ânnen.

Das "Philosophenproblem": Hier klicken

Viele Gr├╝sse durch die Nacht!
Schakim
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┬ž┬ž┬ž> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim Aufbl├╝hen <┬ž┬ž┬ž

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Bernd
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Hallo, Schakim,

ich habe es ja auch aus dem mathematischen Bereich ins Absurde ├╝berf├╝hrt.
In gewisser Hinsicht spiegelt so aber auch Sturheit.

Liebe Gr├╝├če von bernd
__________________
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