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Leselupe.de > Ungereimtes
Spielende
Eingestellt am 04. 07. 2008 10:39


Autor
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Sanddorn
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Spielende (bearbeitet)

Angerichtet
in rosa Schleifen
und Lockenhaar
die H├Ąnde gefaltet
den Kopf gesenkt
sitzt Ich
auf deinem Schrank
Nebenan
hat es noch mehr
mit rot und
rosa Wangen
staubig
harren wir
deiner Wiederkehr
in unseren Glasaugen
noch
ein Schimmern



Version vom 04. 07. 2008 10:40

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

hi,

gef├Ąllt mir ganz gut. ich find aber man k├Ânnte etwas verdichten und umst├Ąndliche oder ungeschickte formulierungen ausmerzen. hier mal ein vorschlag:

quote:
H├╝bsch
angerichtet
brauchst du nicht
in rosa Schleifen
und Lockenhaar
die H├Ąnde gefaltet
den Kopf gesenkt
sitzt Ich
auf deinem Schrank

dieser ├╝bergang ist f├╝r mich ungeschickt gemacht. ich w├╝rds so schreiben:
nebenan
stehen noch mehr
staubig
harren wir
deiner wiederkehr
in unseren glasaugen
noch
ein schimmernwobei ich dieses "schimmern" sehr abgegriffen lese, gef├Ąllt mir nicht so gut, als schluss k├Ânnte da was stechenderes, pointierteres her. aber so ists auch oke.

Nebenan
hat es noch mehr
mit rot und
rosa Wangen
das klingt zwar gek├╝nstelt, ist aber irgendwie mit dem hoffnungsvollen(wenn auch einer hoffnunsglosen hoffnung) ende nicht vereinbar. gef├Ąllt mir nicht so ganz. au├čerdem ist die formulierung doof. wenn dus noch brauchst schreibs so: mit rouge auf der wange. das rosa brauchstu ja nicht, oder?
aufgereiht und
staubig
harren wir
deiner Wiederkehr
in unseren Glasaugen
noch
ein Schimmern




vielleicht kannst du damit ja was anfangen. hab dein gedicht gerne gelesen.

lg,
hakan

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Sanddorn
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Hui,

Euer reges Interesse erquickt mich, denn es war doch ein eher impulsiv geschriebener Text- was aber offensichtlich dem Ganzen keinen Abbruch tut. Danke euch allen f├╝r eure Gedanken!
Hakan,
Mensch, du hast ja ordentlich get├╝ftelt! Und obwohl ich eigentlich ungern kommentiere, wie was gemeint- und deshalb auch Bedeutung hat- (es ist viel, viel spannender, wenn jeder dazu seinen eigenen Senf denkt) mach ich bei dir eine Ausnahme, denn nach so viel M├╝he deinerseits geb├╝hrt dir das!
H├╝bsch angerichtet Da hast du Recht, ich finde das H├╝bsch ist ├╝berfl├╝ssig. Das angerichtet widerum muss stehen, denn hierdurch wird deutlich, dass dies hier nichts weiter (mehr)ist als Dekoration und h├Âchstens noch angeschaut wird. Bei deinem n├Ąchsten Vorschlag h├Ątte ich einen Gegenvorschlag, der sagt, was ich will und dabei aber besser klingt:
Nebenan
noch mehr
mit rot und
rosa Wangen

Das Schimmern, das Schimmern... Gern h├Âr ich mir hierzu eine deiner Ideen an. Ein Vorschlag?
Beim N├Ąchsten musst ich schmunzeln: Rouge auf den Wangen? Ist das dein Ernst? Das ist ja mal das Un- Wort schlechthin! Viele sagen Ruge (mit g!) oder ├╝berlesen das einfach. Au├čerdem hat es nicht die Bedeutung, die ich den bemalten (f├╝r immer und nicht abwaschbar) Puppen- Wangen zuordne. Die k├Ânnen nicht entscheiden, ob die heut mal freudig, hoffnungsvolle, niedliche Apfelb├Ąckchen wollen oder nicht- und das ist auch der Sinn des Ganzen.
Der Vorschlag, das aufgereiht wegzulassen kommt wiederum sehr gut an, das ├╝bernehm ich gern.

Gespannt auf Antwort,
Sanddorn

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Sanddorn
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Hakan und Miriam,

interessant, interessant, was ihr da so alles aus dem sitzt ich macht! Genau so hatte ich es erhofft! Das ist n├Ąmlich der Kern des Ganzen- ├ťberliest der Leser, dass es grammatikalisch richtig "sitze ich" hei├čen m├╝sste? Nicht? Was denkt er sich beim dar├╝ber Stolpern? Denkt er nur "H├Ąh?"? Oder dass der Autor keine Ahnung von Deutsch hat?
Geht er tiefer- Sieht er das Lyri in allen Puppen, also ein zerissenes Ich?
Oder ein Teil des Ichs, dass sich zur Puppe "machen l├Ąsst", aber nur manchmal- und deshalb ist es nur ein ich?
Oder ist das Ich die Kindheit- das Kind von fr├╝her?
K├Ânnte es gar sein, dass die Puppen und die Spielende, also die, die die Puppen so sehnsuchtsvoll erwarten, ein und die selbe Person sind? Devot und dominant, anwesend und fort, liebevoll und kalt als ein und der selbe?

Wie auch immer... Denkt, was ihr denkt- das ist das Spannende! F├╝r mich auch stets aufs Neue, wenn ich es nochmal lese oder eure tollen Interpretationen!

Danke, Sanddorn

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