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Leselupe.de > Kurzprosa
Spielerischer Umgang
Eingestellt am 13. 07. 2007 15:48


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Carlo Ihde
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2007

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Den eher spielerischen Umgang mit der Sexualit├Ąt lernten heute schon die j├╝ngeren Schulkinder, mit der Einschulungst├╝te in der Hand gerade noch gesehen, wurde ihnen im Balgen und Sich-im-Kampf-erproben eine erste Idee vom Gerangel der Leiber gegeben. Jetzt sollen sie es noch bevorzugen m├Âgen, dass - zur selben Zeit des und durch das Gerangel - Rasenmatsch an allen erdenklichen K├Ârperenden klebt. Bald w├╝rde dagegen ein Opernabend mit Restaurantbesuch solchen Vorg├Ąngen des Rangelns vorangehen m├╝ssen u.a. Ein perfekter Abend jedenfalls mit Licht und Stimmung. "Ich werde mal der beste Fu├čballspieler", hechelte der kleine Junge auf dem Spielfeld seines Lebens, am Rande des Feldes w├Ąhrend des Einwurfs. Er trug ein Trikot mit Namen eines weltgeltenden Fu├čballers, der Millionensummen kassiert. Ebenfalls gro├č auf dem R├╝cken: eine Nummer, Position im Mannschaftsverband, Einordnung in den Kontext, aber auch: Gl├╝ckszahl unter welcher (wie unter einem guten Stern) viele Freiheiten gefasst sind. War es nicht auch der kleine Junge in uns allen, auch in den Damen der Sch├Âpfung, der die Mannschaft nutzen wollte f├╝r seinen pers├Ânlichen Aufstieg, der bei solchen voreiligen Ideen immer so krankhaft begierig hechelte? Angesichts der den Weg begleitenden Krankheiten: glaubte der kleine Enthusiast trotzdem noch, er h├Ątte alle Freiheiten der Welt. Er h├Ątte sich freiwillig dazu entschieden, Fu├čballer werden zu wollen. Denn man muss sich erst m├╝hsam dazu durchringen, ├╝berhaupt reich und ber├╝hmt sein zu wollen. Schwachsinn. Nichts konnten Kinder frei entscheiden. Nur man selbst bleiben zu wollen reicht nicht als Beruf. Niemand ist von Klein auf berufen, er selbst zu bleiben. Weil: was denn darstellen? In zwanzig Jahren noch das Kind sein, mit den Kindervorstellungen? Alle Kinderw├╝nsche, und da schlie├čt sich der Kreis des notwendigen Erwachsenwerdens, alle Kinderw├╝nsche sind in Erwachsenenvokabular formuliert, nur eben gedankenloser.
Der kleine Fu├čballspieler-Darsteller nahm sich f├╝nf Jahre sp├Ąter eine Fu├čballspieler-Darsteller-FREUNDIN-Darstellerin, zu der er - so wollte er glauben - sich frei entschieden hatte. Sie sah so verdammt gut aus, zu der musste man sich nicht ENTSCHEIDEN, die wollte man instinktiv und ohne Verstand. Mit vierzig Jahren nahm sich unser Fu├čballspieler-Darsteller das Leben, in einem Akt scheinbar freier Entscheidung...

Da, schon wieder die Eltern am Spielfeldrand, wie sie durch ihr Anfeuernd im Mini-Fanclub dem kleinen Punktspiel im Kreisturnier die Ernsthaftigkeit nahmen, so als ging es um den Spa├č an der Sache, so als betonten sie die spielerisch-kreative Komponente, durch welche den Kindern "die F├Ąhigkeit zu freier Entfaltung und Entscheidungsgewalt vermittelt" werden sollte.
In welchem Rahmen dann freie Entscheidung mal m├Âglich wird, das w├Ąre eine ganz andere Frage. TOOOORRRRR....!!!

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo Carlo

Das hat ja durchaus was, allerdings ist der Text in der vorliegenden Form nur sehr schwer lesbar und ich wage zu behaupten, dass mancher Gedankengang noch etwas zu sehr im Vagen bleibt.

Ich unterstelle mal, dass das sogar Absicht ist aber der Lesespass leidet an der Unstrukturiertheit und in dem geballten Text gehen leider auch die teils sehr sch├Ânen Bilder fast unter.

Der Text k├Ânnte sogar in der vorliegenden Form funktionieren, daf├╝r fehlt ihm aber leider das letzte Qu├Ąntchen Surrealismus.

Jedenfalls hab ich den Text trotz seiner Sperrigkeit gern gelesen und ich glaube sogar, ihn verstanden zu haben.

LG

J├╝rgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Duisburger
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Warum soll ein (hoffentlich) ernstgemeinter Text absichtlkich unverst├Ąndlich daherkommen?

quote:
Surreallismus ist durchaus ein Element, nur eben kleiner als das Wort an sich an Bedeutung gewonnen hat, durch Kafka Zettbehh.

Und die Schwierigkeit ist f├╝r mich Qualit├Ątsmerkmal, ...

Was ich wirklich nicht verstehe ist der Bruch der Linie. Du f├Ąngst mir der Sexualit├Ąt der Kinder an und kommst dann ist vollkommen anderes Fahrwasser.

quote:
Den eher spielerischen Umgang mit der Sexualit├Ąt lernten heute schon die j├╝ngeren Schulkinder, mit der Einschulungst├╝te in der Hand gerade noch gesehen, wurde ihnen im Balgen und Sich-im-Kampf-erproben eine erste Idee vom Gerangel der Leiber gegeben. Jetzt sollen sie es noch bevorzugen m├Âgen, dass - zur selben Zeit des und durch das Gerangel - Rasenmatsch an allen erdenklichen K├Ârperenden klebt.

Und? Da mutiert die Sexualit├Ąt zum Fu├čballfieber. Den Zusammenhang mag ich nicht sehen.
Die Sperrigkeit des Textes ergibt sich aus der sprunghaftigkeit deiner Satzgebilde. Da greift selten einer in den anderen und erschert das Lesen und Erfassen doch sehr.

quote:
Der kleine Fu├čballspieler-Darsteller nahm sich f├╝nf Jahre sp├Ąter eine Fu├čballspieler-Darsteller-FREUNDIN-Darstellerin, zu der er - so wollte er glauben - sich frei entschieden hatte. Sie sah so verdammt gut aus, zu der musste man sich nicht ENTSCHEIDEN, die wollte man instinktiv und ohne Verstand. Mit vierzig Jahren nahm sich unser Fu├čballspieler-Darsteller das Leben, in einem Akt scheinbar freier Entscheidung...

Da hast du aber aus dem gut gef├╝llten Topf der Vorurteile und Bildzeitungsschlagzeilen ein lecker S├╝ppchen gekocht.

Tut mir leid, aber mit diesem Text kann ich so gar nichts anfangen, weil ich auch nicht wei?, was er mir letztendlich sagen will (oder der Autor)

lg
Duisburger
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Unter den Kastraten ist der eineiige K├Ânig (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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no-name
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Carlo,

auch ich muss mich insofern Duisburger anschlie├čen, dass ich deine Argumentationslogik auch nicht nachvollziehen kann, dennoch kann ich gelungene zynisch-am├╝sante Ans├Ątze in deinem Text sehen.
Du hast allerdings nach meinem pers├Ânlichen Lesempfinden, noch ein paar unsch├Âne Firmulierungen und Wortdoppelungen drin, da w├╝rde ich dri raten nocheinmal dr├╝ber zu gehen. Weiter w├╝rde ich dir empfehlen, den ersten gro├čen Textblock durch Abs├Ątze aufzulocken, das erleichtert das Lesen - wie ich finde - ungemein.

Freundliche Gr├╝├če von no-name.

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Duisburger
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quote:
Und: seid nicht so verkampft. Das Lesen ist doch nur ein Spiel.

Nicht f├╝r mich, Carlo, nicht f├╝r mich.

Unausgegorenes zu pr├Ąsentieren halte ich f├╝r **nein, ich sags nicht**.
Du wirst sicherlich verstehen, dass aufgrund der Diskrepanz unserrn Ansichten in Sachen Lesen und Sinn dieses Forums ich mich weiteren Kommentaren zu diesem Werk und deinen weiteren (auch zuk├╝nftigen) "unsachlichen Momentaufnahmen" enthalte.

mfg
Duisburger
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