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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Splitter im Hirn
Eingestellt am 22. 03. 2005 12:05


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jon
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Splitter im Hirn

Manchmal schnappt man etwas auf – ein Wort, ein Satz, eine Idee. Das bohrt sich tief in die Gedanken und lässt sich einfach nicht ignorieren. Man hat erst Ruhe, wenn es raus ist …

5. März 2005
Warten gehört zu meinem Beruf. Vor allem dann, wenn ich eigentlich keine Zeit dafür habe. Ich wartete also mal wieder, bis einer unser Kunden die seinen bedient hatte und sich mir zuwenden würde. Eine … was? alte Dame? komische Alte? … eine Frau, die unter einer Brücke hervorgekommen schien, bestellte Lavendelöl. Und Rosenöl. Echtes Rosenöl für 11 Euro irgendwas pro 100 ml. Für das Badesalz, das sie sich immer selbst macht. Ja, sie würde es abholen, sagte sie, und als die Apothekerin nach hinten ging, um das Lavendelöl schon mal zu holen, drehte sich die Frau zu mir um sagte, sie käme ja öfter her. "Der Weg braucht Leute", sagte sie und lächelte dabei so verschmitzt, als wüsste ich schon. Und tatsächlich: Ich weiß. Der Weg braucht Leute.

6. März 2005
Sonntag im ZDF. Eine Galeristin stellt Kunst vor. Kunst von geistig behinderten Menschen. Sie sagt, das sagt sie nicht, denn dann müsste man auch sagen Kunst von Astmatikern oder Kunst von Linkshändern. Ich grinse: Recht hat sie!
Hat sie?
Wie viel Verstand gehört zur Kunst?


13. März 2011
Flohmarkt. Wir räumen ab. Ein älteres Paar wickelt sorgfältig filigrane Figuren ein. Ihnen zu Füßen ein Korb voller ausgewaschener Kaffeesahneflaschen, die mit der Ausgieße. Ich denke noch "Wer braucht denn sowas?“ und schleppe die unberührte Bücherkiste ins Auto.

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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

Version vom 22. 03. 2005 12:05

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