Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
106 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Spontanität - was bedeutet das?
Eingestellt am 18. 01. 2001 18:57


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Manuela Schultz
Hobbydichter
Registriert: Jan 2001

Werke: 16
Kommentare: 0
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ich kann nicht einfach eine Spontanität leben,
gegen die ich nicht ankämpfen kann und will, denn die
Ursache meiner Wehr liegt in meiner Natur, tief
verwurzelt durch Gene und menschlicher Geburt...
und meinem Streben ein waschechter Steinbock zu sein.
Gerne würde ich meinem Wesen den Rat geben, nicht
nachzudenken, sondern einfach eine Entscheidung zu fällen,
ohne abwägen zu müssen, ob es Vorteile, Nachteile oder
ob es Gut oder Schlecht ist.
Aber ich sehe es mittlerweile als Gabe,über alles
gründlich nachzudenken. Denn wo kämen wir denn dahin,
wenn wir alles mit Risiko spontan entscheiden?
Ich merke jedoch tagtäglich, dass das sofortige
Entscheiden gut tut...es belastet dich nicht.
Tief verwurzelt ist die Tatsache, dass ich nach einem
Erlebnis, einem flüchtigen Augenblick, noch immer darüber
nachdenke, wie das war und wie ich das Geschehen bewältigt
habe. Flüchtige Augenblicke, die ich für wichtig halte,
krame ich auch noch nach etlicher Zeit hervor und gebrauche
sie als vorteilhafte Erinnerung. Sie können mich
beeinflussen, da meine Erinnerung an die Menschen und meiner
bizarren Vergangenheit mich nie im Stich lassen.
Ich erlaube mir stets, die Menschen zu analysieren, sie
zu beobachten und manchmal auch zu durchschauen, und wenn ich dann eine schlechte Entdeckung mache, bin ich gewappnet,
da die Natur mir eine Art Schutzschild mitgab, mit dem
ich mich vorsichtig an die Menschen herantaste. Das
schützt mich insbesondere vor Stolpersteine und Intrigen
und ich kann nicht, niemals nach nur zwei Tagen der beste
Freund von Hinz und Kunz sein, die Vergangenheit prägte mich
dafür zu sehr. Und damit fahre ich gut, denn jeden Tag aufs
neue setze ich die Erfahrung um, die ich in meiner Jugend
bitter schlucken musste - es war nicht immer ein Freuden-
tanz. Anstatt mich jedoch zurückzuziehen von all dem
Schmerz, den ich erlebte, wuchs die Kraft zu überleben nur
noch mehr, und ich entwickelte eine Selbstsicherheit, die
ich nie für möglich gehalten hatte und war jedoch kaum
für diese Wandlung in die neue Zeit verantwortlich. Ich
hatte die Wahl zu leben oder zu sterben - seelisch.
Innerlich kam ich zu der Erkenntnis, akzeptiert werden ist
die einzige Möglichkeit in der Realität nicht zu ertrinken.

Nur zu leicht kann man im Strudel der neuen Zeit, des
pessimistischen Denkens, mitgerissen werden und...ja,
ertrinken. Es ist unser Vermächtnis an die bleibende Welt,
dass es immer so weiter gehen wird, wenn nicht der Mensch
allein -die treibende Kraft- alles ändert. Denn die Welt
im ganzen würde stillstehen, gäbe es diese Kraft nicht,
das Wesen, das auf Erden wandelt, und einem Schicksal
ausgesetzt ist, wo er nicht gegen angehen kann - der Alltag.
Es liegt in der Natur des Menschen, sich ein Heim zu
errichten, dafür arbeiten zu gehen und sich in
partnerschaftiche Beziehungen zu stürzen. Alles hat seinen
geregelten Gang und wir denken nicht im Traum daran,
diesen Weg zu verlassen, von der Bahn abzugleiten, aus
purer Intuition.
Na gut, denen ist nicht mehr zu helfen...ich wende mich
vertrauensvoll an Generation meines Alters.

In Hoffnung

Eure Manuela
__________________
Manuela Engel

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zurück zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!