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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 31. 12. 2002 13:37


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Lutz
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

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slums

sie versuchen zu beschreiben wie wir f├╝hlen
sie sind ein spiegelbild unsere selbst
in ihrem elend, ihrer not.
sie stehen sch├Ątzen gegen├╝ber hilflos
versuchen schreiend zu bekommen
was sie niemals haben werden.
eingesperrt in einem raum
ohne fenster oder t├╝ren.
sie rennen gegen w├Ąnde, versuchen auszubrechen
und k├Ânnen nicht heraus.

nur der geist hat den schl├╝ssel der befreiung
der geist ist niemals arm.
wir m├╝ssen jedoch lernen
wie ein junger vogel seine schwingen zu gebrauchen
dass der k├Ârper, die zunge nur werkzeuge sind

sprache ist macht
aber geist ist leben
sprache ist h├╝lle
aber geist ist kern.

wie oft ist doch der mensch der schnecke gleich
im angesichte der gefahr
sich in ihr schneckenhaus verkriechend.
der k├Ârper ist wie das schneckenhaus
der geist die schnecke:
sie wird sich niemals fortbewegen k├Ânnen
wenn sie eingekapselt ist.

ist die gefahr noch da ?
ich kann es nur vermuten -
sei mutig

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Waldemar Hammel
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"Die Welt ist aus Sprache gemacht", vermuteten die Alten.

Dein Text bleibt auf halbem Wege zu dieser Einsicht stehen, und behauptet das Primat des (reinen) Geistes. Schonmal bemerkt, da├č dieser (reine) Geist sich nur in Gedanken ├Ąu├čern kann, und da├č diese Gedanken immer sprachgebunden sind?

(Es sei denn, sie sind noch vorbewu├čt, ├Ąhnlich den Gef├╝hlen, aber dann hat man eben mitunter ganz sch├Ân Arbeit, sie in sprachlicher Form bewu├čt zu machen, sich selbst und anderen kommunizierbar)

Vielleicht f├╝r Dich von Leseinteresse: Der philosophische Konstruktivismus

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Lutz
Festzeitungsschreiber
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was zu beweisen w├Ąre........

>Dein Text bleibt auf halbem Wege zu dieser Einsicht stehen, und behauptet das Primat des (reinen) Geistes. Schonmal bemerkt, da├č dieser (reine) Geist sich nur in Gedanken ├Ąu├čern kann, und da├č diese Gedanken immer sprachgebunden sind?

was zu beweisen w├Ąre.......aber wir k├Ânnen hier gern in den dialog einsteigen.....

herzliche gr├╝├če
lutz

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Vera-Lena
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die ├äu├čerungen

Lieber Waldemar,

der Geist ist eine ├╝beraus hohe Instanz. Wenn er es aber geschafft hat so tief vorzudringen, da├č er f├╝r einen Menschen sp├╝rbar wird, kann er auch das gesamte Instrumentarium Mensch in Bewegung bringen, d.h. das Denken, das F├╝hlen UND das Handeln. Gerade in der Gefahr ist es deshalb g├╝nstig, aus dem Schneckenhaus Angst heraus zu kommen und statt dessen zu versuchen, sich mit der Instanz"Geist" zu verbinden.

Ich w├╝nsche Dir und auch dem Autor dieser wunderbaren Zeilen, Lutz, Euch Beiden, einen and├Ąchtigen Jahreswechsel und ein erf├╝lltes Neues Jahr.

Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Waldemar Hammel
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"Geist"

[der Geist ist eine ├╝beraus hohe Instanz. Wenn er es aber geschafft hat so tief vorzudringen, da├č er f├╝r einen Menschen sp├╝rbar wird, kann er auch das gesamte Instrumentarium Mensch in Bewegung bringen, d.h. das Denken, das F├╝hlen UND das Handeln. Gerade in der Gefahr ist es deshalb g├╝nstig, aus dem Schneckenhaus Angst heraus zu kommen und statt dessen zu versuchen, sich mit der Instanz"Geist" zu verbinden.]

Oh, lieber diese Diskussion abk├╝rzen, denn da m├╝├čten wir auf Grundlagen zu sprechen kommen, Definitionen finden, usw.
Vielleicht fehlt mir selbst ja auch "der reine Geist" um hier sinnvoll mitreden zu k├Ânnen...

Ganz trocken aber ein Kurzcomment:
"Angst" ist eine hirnliche Mandelkern-Funktion, in Grenzen sinnvoll und ├╝berlebensf├Ârdernd, ├╝bersteigert aber krankhaft und recht einfach (als Angstst├Ârung -> Depression) behandelbar. Die Idee, sich bei einer Angstst├Ârung selbst am eigenen Kragen per "Geist" aus dem Problem ziehen zu k├Ânnen, funktioniert leider nicht, denn wir haben kein zweites ReferenzHirn, mit welchem wir das betroffene dann ├╝berwachen und korrigieren k├Ânnten.
Wenn die Angst tats├Ąchlich zur existentiellen Seinsbefindlichkeit wird, ist sie als "global-psychische Variable" im Betroffenen genauso g├╝ltig, wie jedes andere (positive) Gef├╝hl auch, und kann nicht per eigenem Wollen und W├╝nschen abgewehrt werden, auch nicht mit noch so viel "Geist".
Bildlich ausgedr├╝ckt: Der Geist selbst hat dann diese Angst, ist diese Angst.

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