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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Sprache ist der Friedhof vergangener Poesie
Eingestellt am 19. 01. 2014 16:08


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Bernd
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Metaphern - ├ťbersetzungen in die eigene Sprache, ├╝bertragen ├╝ber den Grenzfluss der Gedanken, ├╝bertragen, tragen, betragen, ertragen, getragen, betrug, Betrug, ├╝bersetzen, setzen, ersetzen, besetzen, ersetzen, Gesetzen, besa├č, Besitz, ├╝berstehen, stehen, bestehen, erstehen, gestehen, gestand, Bestand, ├╝berlegen, legen, belegen, erlegen, gelegen, Gelage, Belag. Ich warte auf den Gast, auf der Hohen Warte halte ich Ausschau und sp├Ąhe, warte auf den Gast, den Geist, luge, halte Ausschau, finde ihn, wie er ├╝bersetzt, es kommt ihm gelegen, er ├╝bersteht alles, setzt sich auf die Bank und tauscht St├Âcke aus, Kerbst├Âcke, auf denen er etwas hat, Einkerbungen, viel wert, viel Wert, und er ├╝bertr├Ągt, metaphert, ├╝bersetzt, setzt ├╝ber, lacht, erliegt, belegt, schanzt mir etwas zu, sonnt sich im Ruhm, vertr├Ągt den Sonnenbrand nicht, und ich warte, ich sp├Ąher, bin ein Warter, ein W├Ąrter, ein Erwarteter, ein Nebel im Wind der Gedanken, danke den Gedanken, dem Denken des Denkers des Denkenden, des Gedachten, des ├ťberdachten, habe ein Dach ├╝ber dem Kopf, denn meine Kopfnoten waren gut, im Gut lagen sie verstreut, ehe ich ├╝bersetzen konnte und nichts verstand von dem Bedankenen, von dem Bedenklichen, von dem Erdachten, nicht von dem Siedachten oder Wirdachten. Ich dichte, du dudelst, er erwacht, es eselt, sie siedet, wir verwirren, ihr irrt, sie sieben aus, was nicht in den Strom geh├Ârt, sieben und sieben, waschen Gold, Gold ist so gl├Ąnzend, ich warte immer noch auf den Besucher. Warten war ausschauen, warten war ├╝berwachen. Ich lese Grabsteine und begreife, dass ich nach den Gedanken greife wie der Vogel Greif, habe einen Begriff davon - und alles in meinem Kopf, ich sehe, was ihr denkt, ich denke, was ihr seht, ich nehme Notiz und notiere die Noten f├╝r den gro├čen Gesang, der in diesem Gedicht zum Ausdruck kommt, das nicht aussieht, wie ein Gedicht, das nicht ausschaut, wie ein Gedicht, das nicht dicht ist, wie ein Gedicht, sondern dichter. Die Mimikry als besondere Form der Metapher, der ├ťbertragung des Bildes in eine andere Umgebung, der Tarnung des Bildes in einer anderen Umgebung, Unsichtbar ist man, wenn man aussieht, wie alle, denn wie sie auch Ausschau halten, die Aussicht ├Ąndert sich nicht und es ist leichter, eine Stecknadel in einem Heuhaufen zu finden, als in einem Haufen von Stecknadeln.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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