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Leselupe.de > Gereimtes
Springer ins Nichts
Eingestellt am 06. 04. 2005 22:34


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Perry
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Springer ins Nichts


Was f├╝r ein irrsinniges Gef├╝hl
dieses Brausen in den Ohren
das Vibrieren der Tragfl├Ąchen
im Strudel der Luftwirbel

Immer h├Âher, immer weiter hinauf
der Freiheit entgegen
endlich wieder tief atmen k├Ânnen
der Enge entfliehen

Da unten, der kleine Punkt
das bist du mit deinem Liebreiz
Dompteuse und Venus zugleich
die mich in ihren Bann ziehen will

Doch ich bin dir entflohen
ein allerletztes Mal
bevor sie zuschlagen kann
die K├Ąfigt├╝r, f├╝r immer

Der Wind jubelt mir zu
ich beuge mich vor, springe
in seine weit ausgebreiteten Arme
falle, ins Nichts

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San Martin
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Ist hier von einem Sprung aus einem Flugzeug die Rede? Warum macht das lyrische Ich sich die M├╝he, noch mit einem Flugzeug abzuheben, um dann runterzuspringen? Das ergibt nur Sinn, wenn er einen Fallschirm umhat; wenn er keinen umhat und sich umbringen will, dann w├Ąre das Flugzeug ├╝berfl├╝ssig.

Der Ton des Gedichts ist mir zu lapidar. Etwas kunstvoller, wohlformulierter darf es sein.

"bevor sie zuschlagen kann
die K├Ąfigt├╝r, f├╝r immer"

Der Nachschub der 2. Zeile h├Ârt sich schlecht an. Zu holprig.

Insgesamt ist mir der Text zu blass.
__________________
"I still can remember the way that you smiled on the fifth day of May in the drizzling rain."

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Perry
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Hallo Martin,
danke f├╝r die Auseinandersetzung mit meinem Text. Der Sprung aus dem Flugzeug ist korrekt, doch dient er ledichlich als Metapher f├╝r den Gewissenskonflikt des lyrischen Ichs. Da sind die Freiheitsgef├╝hle, der Liebreiz der Venus und das Gebundensein. Vielleicht will sich das LI ja auch nur ein letztes Mal in die unendliche Freiheit des Fallens st├╝rzen von "Nichts" gehalten, bevor es (mit einem Fallschirm?) auf dem Boden der Realit├Ąt landet. Der Leser kann sich hier seine eigene Vorstellung bilden, ob der Sprung dramatisch oder mit einem Happy End endet.
Soweit zum Gedicht, ich will Dir bei dieser Gelegenheit aber gerne auch noch ein Feedback zu deiner Art zu kommentieren geben:
Den Stil eines Gedichtes (lapidar, blass etc.) wertend zu kommentieren ist problematisch, weil jeder Schreiber seine eigene Art hat sich auszudr├╝cken. Du k├Ânntest deinen Eindruck oder deine Meinung sicher auch verbindlicher zum Ausdruck bringen, wenn Du dazu unbedingt eine Aussage loswerden willst. Mir pers├Ânlich macht diese direkte Art der Kritik nichts aus, sie bringt mich aber auch nicht wirklich weiter, weil sie letztendlich eine "Killerphrase" darstellt. Ich halte es f├╝r sinnvoller, wenn schon, dann konstruktive Verbesserungsvorschl├Ąge zu machen. Ausdr├╝cke wie "kunstvoller und wohlformulierter" sind dazu sicher nicht hilfreich. Die Vielfalt der Stile ist es doch, die den Wert einer Lyrikplattform ausmacht, denn wenn wir alle wie die gro├čen Meister schreiben w├╝rden w├Ąre das Forum unn├Âtig.
Gedichte nach dem Inhalt zu hinterfragen (es gibt nur einen Sinn, wenn er einen Fallschirm h├Ątte) ist ebenfalls ein schwieriger Part, da sich der Frager damit auf d├╝nnes Eis begibt. Man k├Ânnte leicht zu dem Schluss kommen, dem Frager mangelt es an lyrischer Fantasie. Viele Gedichte sind von ihrer Aussage her so angelegt, dass der Leser Interpretationsspielraum hat, dabei muss die Sicht des Lesers auch nicht immer mit der Intention des Schreibers identisch sein.
Ich hoffe, ich konnte Dir den Eindruck deines Kommentars etwas verdeutlichen, unabh├Ąngig davon werde ich selbstverst├Ąndlich ├╝ber deine Anmerkungen nachdenken, um mein Gedicht vielleicht noch etwas zu optimieren.
LG
Manfred


v

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San Martin
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Wenn ich dein Gedicht wertend beschreibe, dann immer auf der Basis meines Lyrikgeschmacks und des Eindrucks, den ich beim Lesen hatte. Damit will ich keine allgemein g├╝ltige Aussage setzen, die f├╝r alle Leser deines Gedichts verbindlich ist, sondern ich will dir sagen, wie es auf mich wirkte, z.B. an einigen Stellen zu lapidar. Wie sonst soll ich dir das mitteilen? Klar br├Ąchten dich Vorschl├Ąge weiter, die Teile des Gedichts her n├Ąhmen und ver├Ąnderten, aber ich dachte, es w├╝rde dir auch helfen, wenn ich meine Impressionen schildere. Ich habe nicht immer Zeit oder genug Inspiration, um mir ausformulierte ├änderungen auszudenken. "kunstvoller und wohlformulierter" ist wieder eine Wertung und nicht weiter erkl├Ąrt, aber wenn du nicht wei├čt, was ich meine, kannst du ja auch nachfragen. Ich w├╝rde gern deine Meinung zu dem h├Âren, was ich gerade sagte.
__________________
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Perry
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Hallo Martin,
Danke f├╝r deine nochmalige Antwort.
Mir ist dein subjektiver Eindruck durchaus wichtig und falls das Gedicht mal Einzug in ein Buch finden sollte, werde ich diesen sicher auch zu Rate ziehen.
Ich wollte deine Art zu kommentieren nicht kritisieren, sondern Dir nur meinen subjektiv empfundenen Eindruck wiedergeben.
LG
Manfred
PS: ├ťbrigens deinen 2. Kommentar zu Sunny Roses Gedicht "Reife Liebe" h├Ąttest Du besser mir pers├Ânlich geschrieben. Deine pauschale Abwertung von freier Lyrik bringt sie sicher nicht weiter und ist so auch nicht haltbar. Mir ist jedenfalls jeder Autor, der erst einmal versucht, seine Gedanken in Bilder oder Metaphern zu verpacken lieber, als ein auf Teufel komm raus Reimender.

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