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Leselupe.de > Ungereimtes
Stadtmorgen
Eingestellt am 22. 07. 2011 16:04


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Charmaine
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2011

Werke: 10
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Der Horizont, dargestellt als eine Gerade,
lÀsst nur einen Schluss zu:
In ErdnÀhe, wie auch bei unversehrtem Rundblick,
gibt der Tag eine Stromlinie preis.

Es ist alles angeglichen, ausgemittelt
nichts grundlos, jeder Baustein ein Maß.
Den Ausschlag gibt ein verlorener Schuh:
Segment der Gliederung.
__________________
Dann eines Tages regt sich dieser gebrechliche Leib in Gottes Bauch. (Marguerite Duras)

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1537
Kommentare: 9781
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Lb. wirena,

leider muß ich Dir ganz dezidiert widersprechen.

Beispiel (1): Der Horizont einer Stadt hat niemals eine "Stromlinie". Diese kommt aus der Luftwiderstandsforschung und beschreibt den optimalen Weg, den die Luft um einen diese verdrÀngenden Körper herumnimmt. Man kann mit Hilfe von Faltungen und Wölbungen diese Stomlinie verÀndern.

Beispiel (2): Der Horizont ist niemals eine Gerade. Gerade ein "unversehrter" Rundblick ist letztlich nur in Ebenen oder auf dem Meer möglich. Und dort sieht man dann auch sofort die Wölbung.

Beispiel (3): Nichts ist an einem Stadthoriziont ausgeglichen und gemittelt, das Gegenteil ist korrekt. Nur wenige KunststĂ€dte folgen diesem Grundsatz. SpĂ€testens nach dem ersten Abriß und Neubau ist das Bild "gestört", die Harmonie verschwunden.

Beispiel (4): Ein bereits per se gestörtes Gleichgewicht macht einen Schuh nicht gestörter. Vielmehr ist er völlig unerheblich. Das Bild trÀgt also nicht zur Sinnstiftung vorbei, sondern ist völlig neben der Strecke.

Zusammengefaßt: Dieser Text ist völlig und total verunglĂŒckt. Es gibt nichts zu knacken, weil die Nuß keine ist.

LG W.

PS.: Sorry, lb. Charmaine, daß ich Dir keine bessere Nachricht ĂŒbermitteln kann. Stay tuned! W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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wirena
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2009

Werke: 123
Kommentare: 585
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Lieber Walther

Danke fĂŒr’s Lesen meines Beitrages und Dein Feedback. Dennoch muss ich nicht zurĂŒck buchstabieren, denn:

Versuch einer ErklÀrung:

- ErdnĂ€he = Sicht ausserhalb der Kugel und schon bin ich beim gekrĂŒmmten Raum

- Schuhe = von einem Paar geht einer verloren; ĂŒbrig bleibt einer hier und der andere dort – dies gibt mir das beschriebene Empfinden.

Dies meine Erlebnismöglichkeit, mit diesem ungereimten Gedicht von Chairmaine, die die Deine ja nicht schmÀlern muss.

Lg wirena


__________________
Das Innere oder Innerliche ist um so wirklicher, als ich es mir immer wieder erobern muss.
"Was ich selbst erlebt habe, ist nur dann wahr, wenn es als verwandelter Vorgang wiederkehrt. Hans Bender, geb. 01.07.1919

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Charmaine
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2011

Werke: 10
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Erst mal herzlichen Dank fĂŒr eure Antworten, Lob und Kritik gleichermaßen. Es freut mich, dass der Text zu kontroversen Sichtweisen beitrĂ€gt.

wirena,
deine Interpretation trifft sehr gut meine Intention einen gedanklichen Wechsel der Perspektive zu vollziehen, dabei Vogel- und Froschperspektive gleichzeitig möglich sein zu lassen. Es ist keine reale Ansicht, sondern eine simulierte. Der Schuh setzt einen Bezugspunkt zu einer Belebung, die eventuell passieren kann. Du sprichst in deiner Antwort von einer Kugel, aber da muss ich dich enttÀuschen: Es ist eine Scheibe.

Walther,
wie soll ich dir widersprechen? Deine EinlÀsse sind rein sachlich korrekt, betreffend StÀdtebau und realen Perspektiven. Nur spricht mein Text nicht von wirklichen Relationen: siehe dazu Antwort an wirene.

Archi,
ganz richtig stellst du fest: vorausgesetzt es gibt jemand der darstellt, einen Simulator oder einen (perspektivischen) Zeichner, der den Blick von oben und unten gleichzeitig fassen kann, wird diese Betrachtungsweise möglich. (Bei einer mehrfachen Spiegelung, etwa.)
Ob man im Gedicht etwas schreiben kann wie: unversehrter Blick oder dem Preisgeben von etwas Unsichtbaren, nur im Sichtbaren erklĂ€rbar, wie einer Stromlinie (gibt es ja nur in „stromlinienförmig“) mag dahingestellt sein.

UrsprĂŒnglich lautete der Titel des Textes „Scheibe“, woraus ersichtlicher war, wohin es mir damit ging. Meine Änderung wollte etwas NatĂŒrliches - weg von der reinen Utopie - in der Vorstellung des Lesers bewirken, hat letztendlich aber mehr zur Verwirrung beigetragen.

LG
Charmaine
__________________
Dann eines Tages regt sich dieser gebrechliche Leib in Gottes Bauch. (Marguerite Duras)

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