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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Standbeschreibung
Eingestellt am 28. 02. 2008 20:06


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Walther
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Standbeschreibung


Jenseits der Atemlosigkeit
Stillstand:
Das Herz ist ausgesetzt.
Wen mag es schlagen:
Die Stunde?

Im Zustand der Taubheit
Ein Lärm:
Das Ohr fein geläppt.
Das Fell ausgetrommelt:
Trocknung angezeigt!

Vor allen Traumata
Traumlos:
Alles, was sein kann.
Verwettet, gerubbelt:
Fadenscheinlos?

Mitten im Sterben
Aufgelebt:
Guten Tag, Du liebe Nacht.
Arbeit entlohnt:
Unentgeltlich!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
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Hi nofrank,

nach den Themaverfehlungen nun zu den Anmerkungen.

(1) Letztlich stehen hinter den Formulierungen meist mehrfach verfremdete Idiome oder Zitate. So wurde "Wem die Stunde schlägt" unter Aufnahme des Bezugs auf Herz: Wen mag es (= das Herz, das ja schlägt, wenn es nicht gerademal "stillsteht") schlagen.

(2) Die Wörter sind daher mehrfach in ihren Bedeutungsebenen zu betrachten:
Fadenschein - fadenscheinig - fadenscheinlos - Fadenscheinlos
Traumlos (= ohne Traum und das Traumlos einer Lotterie)
Es handelt sich also um mehr als Teekännchen.

(3) Arbeit (wird) entlohnt, also bezahlt, wobei das ent- bei ent-eignet auch das Gegenteil bedeuten kann, also unbezahlt, meinen kann, daher un-ent-geltlich (gelten, geltlich, geldlich)

Der Text ist also in Ebenen und Facetten zu lesen. Er faltet und entfaltet sich, je nach Betrachtungswinkel und ob man sich mehr oder weniger auf ihn einläßt.

Ich danke Dir für Deine Mühe, hinter die Worte und Wörter zu schauen, so wie der Autor / Kontrukteur / Ver-ent-wirrer das vorhatte. Andere haben nicht die Zeit gehabt - oder können mit dieser Art von Wortakrobatik nichts anfangen. Aber sie steht ja unter "Experimentell". Und als Experiment scheint der Text, das zeigen die Bewertungen, gescheit-ert.

Nun denn: Such is life.

Tschüß W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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