Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92220
Momentan online:
516 Gäste und 20 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Feste Formen
State of Being
Eingestellt am 23. 09. 2010 21:26


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1536
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

State of Being


Und wenn er nach den hei├čen Sternen griffe,
Er bliebe doch, was er schon immer war:
Im Kopf ein wenig wirr, im Herzen klar.
Am Himmel schweben wei├če Wolkenschiffe,

Auf denen sich der Mond ganz l├Ąssig schaukelt.
Sein Schatten streift an einem Haus entlang.
Ein letztes Flugzeug rauscht mit leisem Klang.
So wird uns falsche Freiheit vorgegaukelt:

Er denktÔÇÖs und f├Ąhrt sich durch sein feuchtes Haar.
Der Sommer f├Ąllt schon von den hohen B├Ąumen,
Die rechts und links die dunklen Stra├čen s├Ąumen.

Es f├╝hlt sich fremd an, seltsam sonderbar,
Wie aus dem Tal sich erste Nebelschlieren
In Bart und Haar, in Busch und Baum verlieren.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 23. 09. 2010 21:26
Version vom 26. 09. 2010 18:35

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Vera-Lena eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Lieber Walther,

dass das Flugzeug von einer falschen Freiheit k├╝nden k├Ânnte, leuchtet mir ein. F├╝r einige Euros kann man diesem und jenem Unangemehmen in seinem Leben entfliehen.

"Der Sommer f├Ąllt schon von den B├Ąumen" (eine sehr gegl├╝ckte Formulierung finde ich), ja hier kann man nicht mehr entfliehen. Die Zeit bleibt nun einmal nicht stehen.

Dennoch, bleibt man im Innern immer jung und es kann irgendwie nicht wahr sein, dass da untr├╝gliche Zeichen auf die Herbstzeit des Lebens hinweisen.

Tucholski war es, glaube ich, der sagte, dass man als Erwachsener wie ein Kind in seinem Innersten auf einer Fu├čbank steht um aus den Erwachsenen-Augen herausschauen zu k├Ânnen. Daran erinnert mich jetzt Dein Text.

Dein Text ist wundersch├Ân melodisch. Das einzige, was ich nicht wirklich glaube ist die Tatsache, dass das Mondlicht imstande ist, einen Schatten hervorrufen zu k├Ânnen. Ich nehme mal an, dass Du das nicht w├Ârtlich meinst, sondern dass das eine symbolische Aussage ist. Was zu dem l├Ąssigen Schaukeln dann auch passen w├╝rde, denn schlie├člich schaukelt sich der Mond ja auch nicht.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Bearbeiten/Löschen    


Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1536
Kommentare: 9781
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Walther eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Vera-Lena,

Deine Kommentar ist ebenso liebensw├╝rdig wie tiefgr├╝ndig. Daf├╝r meine tief empfundenen Dank. Ich habe am letzten Vers noch ein wenig gefeilt und das Ergebnis eingestellt.

In der Tat schafft es das Mondlicht kaum, Schatten zu werfen; es bedarf der Stra├čenlaternen, die man sich dazudenken mu├č, damit das LyrIch an den H├Ąuserw├Ąnden verschatten kann. Ich habe diese Formulierung bewu├čt im Halbdunkel belassen, weil es auf die Beschreibung der ├äu├čerlichkeiten nur in sofern ankommt, als da├č sie mit den Innerlichkeiten korrespondieren. Kunst mu├č nicht exakt sein, solange sie ihr Ziel erreicht, habe ich einmal gelesen.

Letztlich sollten wir Menschen, die wir meinen, die Natur zu beherrschen, ein wenig in uns lauschen, um diesem Innen-Au├čen-Ph├Ąnomen auf die Spur zu kommen. Das war das Ziel. Und: Ohne es zu sagen, wei├č jeder, da├č dies ein universelles Herbstgedicht ist. So habe ich es mir gew├╝nscht.

LG W.

Lb. Lena,

danke f├╝r Deine Erl├Ąuterung, die in der Tat die Unsch├Ąrfe erl├Ąutert hat, die sich um den "Schattenvers" legte. Ich habe gehofft, da├č man diese Weglassung verzeihen k├Ânnte. So ganz richtig habe ich dabei allerdings nicht gelegen.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Bearbeiten/Löschen    


16 ausgeblendete Kommentare sind nur f├╝r Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zur├╝ck zu:  Feste Formen Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!