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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Stationen
Eingestellt am 29. 04. 2012 18:15


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Garde
AutorenanwÀrter
Registriert: Nov 2011

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Jan, halte dich gut fest.“
Die Mutter geht einige Schritte neben dem kunterbunten Pferd, bis das Karussell zu schnell, die Mutter mĂŒde wird.
Jan fÀhrt, dreht und staunt, wie anders die Welt aussieht.
Er steigt in das rote Feuerwehrauto. Begeistert drĂŒckt er die Hupe, sieht Mutter und Vater winkend nĂ€her kommen, vorbei gleiten.
Fest hÀlt er das Lenkrad in den kleinen HÀnden, will es nicht mehr los lassen.
Er dreht und dreht, fÀhrt, bis Zuckerwatte ihn lockt.
*

„Hast du keine Angst, Jan?“, fragt Anna. „Nie, nie wĂŒrde ich mit dieser Achterbahn fahren.“
„Keine Spur“, sagt Jan, kreuzt in Gedanken die Finger. Mit ĂŒberlegener Miene tippt er grĂŒĂŸend an die Stirn, lĂ€sst sich in dem engen Sitz festschnallen. Denkt – Entspann dich Alter.
WĂ€hrend des First Drop, der Abfahrt senkrecht nach unten, als er meint die Augen treten aus den Höhlen, der Magen stĂŒlpt sich durch die Speiseröhre nach außen, schießt es durch seinen Kopf, - ich werde alles schaffen. Das Abi, die Uni... Ich werde es reißen. Anna, sie wird mit mir schlafen.
Ein Looping..., er schreit: - alles, alles was ich will.
*

„Papi, warum fĂ€hrst du nicht mit?“
Mara sieht enttÀuscht hoch zu Jan.
„Mami fĂ€hrt doch mit dir, Spatz. Ich muss nachher noch arbeiten.“
Den Kopf im schmerzenden Nacken, schaut Jan der Gondel hinterher. Sie schwebt höher und höher. Er sieht, wie Mara aufgeregt nach rechts und nach links deutet, unruhig hin und her wippt. Wie Anna sie in die Arme nimmt.
Seine HĂ€nde werden feucht. Sein Herzschlag beschleunigt sich, als er sich vorstellt, er sitzt neben ihnen. Er fĂŒhlt Ă€hnlich, vor einer Konferenz, vor einem Referat. Wenn ihm die Angst vor dem Versagen, vor einer Blamage den Hals zuschnĂŒrt. Wenn er den Atem seiner Konkurrenten zu spĂŒren glaubt.
Unruhig schaut er auf die Uhr. Er muss zurĂŒck. Der Flieger geht in drei Stunden.
*

„Was meinst du? Steigen wir ein, wagen wir es?“
Jan, greift nach der Hand von Anna.
Sie stehen vor der geöffneten Gondel, die sich leicht in den Stahlseilen bewegt.
Unsicher sieht Anna ihn an, legte den Kopf mit dem kurzen weißen Haar in den Nacken, schaut in die Höhe.
„Es ist lange her. Vielleicht wird mir schwindelig.“
Jan legt den Arm um ihre Schultern.
„Komm schon. Ich bin bei dir.“
Lachend gestehen sie sich mulmige GefĂŒhle, im Magen und auch sonst, wĂ€hrend sie in die Höhe schweben.
Sie halten sich fest die HĂ€nde.

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