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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Stefan trifft den Tod im Aldi
Eingestellt am 20. 09. 2002 23:18


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triplezero
Hobbydichter
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Stefan trifft den Tod im Aldi

Es war mal wieder nur eine Kasse offen, so da├č er nun schon f├╝nf Minuten mit seinen Knoblauch-Brotchips in der Schlange stand. Um sich herum sah er dieselben Leute wie immer. Drei t├╝rkische Frauen mit Kopft├╝chern, von denen eine offensichtlich die Schwiegermutter der anderen beiden zu sein schien. Und sie hatte beide fest im Griff. Ein Rentner mit vollem Einkaufskorb. Eine Mutter mit quengelndem Kind. Zwei M├Ąnner in siffigen Hosen und bunten, halb offenen Hemden, die nur f├╝nf Flaschen Wodka und ein paar T├╝ten Chips kaufen wollten. Alles wie immer.

Dann nahm das Schicksal seinen Lauf: In der Pumpe, die den K├╝hlkreislauf des Kassenreaktors antrieb, kam es auf Grund mangelnder Wartung zu einem Kurzschlu├č. Das Wasser zirkulierte nicht mehr, und die Hitze der Brennst├Ąbe wurde nicht mehr abgeleitet. Im Reaktorsicherheitsraum der Filiale flammte ein rotes L├Ąmpchen auf. Der Sicherheitsbeamte h├Ątte jetzt durch Einleiten der Notfallprozeduren Schlimmeres verhindern k├Ânnen, aber da er gerade einen Ladendieb bestrafte, indem er von hinten in ihn eindrang, sah er das L├Ąmplein nicht. Es kam zu einer Kernschmelze in dem Kassenreaktor. Die gl├╝hend hei├čen Brennst├Ąbe schmolzen sich durch den Boden der Kasse und fielen der Kassiererin in den Scho├č. Durch die Hitze entz├╝ndeten sich die Dynamitstangen, die Angestellte in ihrem Kittel hatte, um die ├Ârtliche amerikanische Botschaft zu sprengen. Das Dynamit zerfetzte nicht nur die Kassiererin, sondern auch die Brennst├Ąbe. Wegen ihrer hohen Dichte und ihrer enormen kinetischen Energie durchschlugen die gl├╝henden Uranst├╝ckchen alles, was sich in ihrer Flugbahn befand.

Wie er ├╝berlebt hatte, konnte er nicht sagen, aber er holte sich noch eine Dose River-Iso-Light.
__________________
And Saint Olga smiles out at us from the walls; you can feel her, all those prints from the same publicity shot, torn and taped across the walls of night, her white smile, forever.

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flammarion
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hm,

nicht schlecht, die reaktorgetriebene kasse. aber das ganze ist mir doch zu konfus. lg
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Old Icke

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triplezero
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Hi flammarion!

Kannst du mir vielleicht sagen, was genau Du an meiner Geschichte konfus findest? Mir erscheint der Plot dieser ja doch sehr kurzen Geschichte ziemlich klar, aber vielleicht ist das ja auch nur die Perspektive desjenigen, der den Text geschrieben hat und sowieso wei├č, was warum passiert. Mit genauer konstruktiver Kritik k├Ânnte ich das ganze ja eventuell noch verbessern.

Und nochwas: Ich will ich nicht mit fremden Federn schm├╝cken (lassen) und mu├č deshalb sagen, da├č die reaktorbetriebene Kasse nicht wirklich von mir alleine stammt. In ├Ąlterer Science-fiction (man vergleiche zum Beispiel Asimovs Foundation Trilogie) haben eigentlich alle kleinen Stromverbraucher des Alltags ihren eigenen kleinen Atom- (oder sogar Fusions-) Reaktor. Da habe ich mir also nur ein altes SF-Motiv entliehen.

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Renee Hawk
???
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*ggg*

Hallo triple,

h├Ârst du mein Lachen? Du hast es wieder gesschafft, auch hier hat mir wieder der Humor gefallen.

liebe Gr├╝├če
Rene├ę

PS.: "Durch die Hitze entz├╝ndeten sich die Dynamitstangen, die (die) Angestellte in ihrem Kittel hatte, um die ├Ârtliche amerikanische Botschaft zu sprengen." <- diesen Satz, so absurd er vielleicht klimgen mag, hat dem ganzen f├╝r mich einen gewissen pep gegeben.

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triplezero
Hobbydichter
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Hi Rene├ę!

Freut mich, da├č es Dir wieder gefallen hat. Und zu dem Satz, den Du am besten fandest: Ich hatte schon ├╝berlegt, ob ich ihn rausnehmen oder zumindest in der nach-11.-September-Welt das Land wechseln sollte, - die Geschichte ist n├Ąmlich schon vor mehr als zwei Jahren entstanden - konnte mich aber nicht zu diesem Akt der politischen Korrektheit durchringen.

In diesem Sinne

triplezero
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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

Werke: 17
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Hallo Triple,

wie immer du es machen willst, falls du eine Neutralit├Ąt f├╝r den Text willst, versuche einfach nur das Wort 'amerikanische' zu entfernen. Vielleicht wirkt es dann noch mehr auf der witzigen Seite.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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