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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Stephen Frey, Geschichte machen
Eingestellt am 16. 04. 2002 12:51


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Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 11
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Die Welt ohne Adolf Hitler

Stephen Freys Geschichte machen – Der beste Fey, den es je gab!

Wie sähe die Welt aus, wenn Adolf Hitler nie geboren worden wäre? Hätte es den Holocaust nie gegeben?

Der Geschichtsstudent Michael Young und der alternde Physikprofessor Leo Zuckermann treffen auf dem Campus der Cambridge-University eher zufällig aufeinander, entdecken aber schon bald, dass sie ein gemeinsames – nicht nur rein wissenschaftliche – Interesse verbindet: Adolf Hitler und der Holocaust.

Zuckermann plagen Schuldgefühle, Michael ist beseelt von "jugendlichem Leichtsinn" und Übermut und gemeinsam wagen die beiden Schicksalsgenossen schließlich das Experiment: Auf wunderbare Weise schaffen sie den Zeitsprung nach Braunau ins Jahr 1888. Als Folge einer Brunnenvergiftung bekommt Alois Hitler keinen Sohn und das deutsche Volk keinen Führer geschenkt. Bleibt der Menschheitsgeschichte ein finsteres Kapitel erspart?

Dieser schönen Utopie setzt Frey seine negative entgegen: Der Genozid wäre noch grausamer und noch perfider durchgeführt worden. Das Credo, das sich hinter einer rasanten, amüsanten, absurden und "rotzfrechen" Spionage- und Liebesgeschichte verbirgt, heißt, dass wir weder unser eigenes Schicksal großartig beeinflussen können, geschweige denn das der ganzen Menschheitsgeschichte. Sind wir in der einen Welt ein Judenvernichter, sind wir es auch in der anderen – wenn auch mit leicht anderen Vorzeichen.

Dieses an und für sich negative und grausame Menschenbild verpackt Frey stilistisch und rhetorisch in einen humorvollen, ironischen und rasanten Roman, den – hält man ihn erst mal in Händen – gar nicht mehr weglegen will, bevor die letzte Seite gelesen ist!






__________________
Lasst Euch die Kindheit nicht
austreiben! (Erich Kästner)

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