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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sternfolger
Eingestellt am 13. 07. 2008 21:58


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Balu
???
Registriert: Nov 2006

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Sternfolger

Als Kind hattest du ihn eines Tages entdeckt und sofort gewusst, dass es dein Stern war.
Er wies dir von da an den Weg und leuchtete in deine Seele. So hell, dass die Menschen, welche dir begegneten, dieses Leuchten in deinen Augen erkannten und deine NĂ€he suchten um seine Kraft zu spĂŒren.
Wenn der Himmel verhangen war, wusstest du, dass ĂŒber den Wolken dein Stern auf dich wartete,
und dass es immer rechtzeitig aufklaren wĂŒrde, damit er dir den richtigen Weg zeigen konnte.

Aber als aus dem Knaben ein junger Mann geworden war, da glaubtest du, die Richtung nun selbst zu kennen und fingst gar an zu zweifeln, ob er dir gut will.
So fingst du an, den Horizont zu ignorieren und maltest deine eigenen Bilder und Ziele an den Himmel.
Du folgtest den Wegen, die nicht ĂŒber Berge und auch nicht durch die TĂ€ler fĂŒhrten, nahmst gierig, was an den RĂ€ndern auf dich wartete und dein Blick reichte nur noch bis zum nĂ€chsten Moment.

In einer klaren Nacht bist du aus deinem unruhigen Schlaf hochgeschreckt und wusstest sofort, dass etwas Unglaubliches geschehen war. Du suchtest den Himmel verzweifelt ab, immer wieder. Aber dein Stern war nicht mehr da oben und du glaubtest, ihn fĂŒr immer verloren zu haben.

Trotzig hast du deine alten Wege fortgesetzt, hast die Ziele so hĂ€ufig gewechselt, dass du am selbenTag von SĂŒd nach Nord und wieder zurĂŒck marschierst bist. Die Arme, in denen du am Abend eingeschlafen bist, waren dir am nĂ€chsten Morgen schon fremd und um dich herum wuchs die Einsamkeit. In schlaflosen NĂ€chten schautest du zum Himmel und die Sehnsucht brannte sich in deine Seele. Dein Stern jedoch schien fĂŒr immer verschwunden.

Dein Haar begann grau zu werden, deine Schritte wurden kĂŒrzer und zögernd. Aus deinem Weg war ein ausgetretener Pfad geworden, da begegnete dir an einem sonnigen Morgen ein Kind.
Es hĂŒpfte auf dich zu und summte eine fröhliche Melodie.
"Was macht dich so fröhlich?" fragtest du das Kind.
"Ich habe heute Nacht meinen Stern entdeckt", antwortete es glĂŒcklich.
"Dann pass gut auf, dass er nicht eines Tages verschwunden ist."
"Du bist aber dumm!" schalt das Kind, "Sterne können doch nicht verschwinden. Die sind immer da!"
"Meiner ist aber verschwunden", sagtest du traurig.
Das Kind legte seine Hand auf deine und lÀchelte. Seine Augen waren voller Licht.
"Wenn die Nacht uns den Blick auf die Sterne schenkt, dann will ich dir suchen helfen.
Und glaube mir, wir werden deinen Stern wiederfinden."






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Clara
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2002

Werke: 3
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eigentlich eine schöne Idee - einen Stern zu haben -
einen, der einen leitet.
Aber auch Kinder haben Hoffnungen und WĂŒnsche - und wĂŒrden den Stern wie den lieben Gott bitten, irgendwas zu tun - oder zu lassen - ein HilfsmĂ€ntelchen sozusagen, um auch die Situation des Kindes als Kind darzustellen. Das ganze etwas lebendiger zu gestalten und nicht nur als Rahmenhandlung.

Als es die Jugend erreichte gehts mir mit dem Text zu rasant und leer voran - auch hier könntest du den Jugendlichen skizzieren - wie er sich sah- und wann der Tag kam, wo er den Stern aus den Augen verlor.(vermutlich, als er erstmals verliebt war)

Das Ende finde ich wieder nett - bedient aber auch ein Klischee -
kann der Alte nicht auch einmal selbst wieder kindisch werden und seine Nöte dem Stern erzÀhlen? FÀnde ich zeitgemÀsser.

Dieser Stern, an den kann man so einiges in der ErzÀhlung "rannageln" und viele ganz andere und deutlichere Dinge zu erzÀhlen.
__________________
Clara

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Balu
???
Registriert: Nov 2006

Werke: 71
Kommentare: 266
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hej clara

vielen dank fĂŒr deine spuren hier

nein, ich habe meine kinder nie dazu erzogen, mit dem mond oder den sternen oder irgendwelchen engeln zu sprechen

solche zwiesprache sollte ihnen von anfang an nur mit gott vorbehalten sein.

nein, so ein stern ist einfach da, um zu leuchten und um uns das gefĂŒhl von gefĂŒhrt sein zu geben, wenn es dunkel ist. leuchten kann er ja nur, weil das göttliche in ihm sich als licht Ă€ußert, so wie es uns zu einem lĂ€cheln oder eben zu den strahlenden augen verhilft.

ich möchte nichts ausbauen an diesem text, das will ich dem leser ĂŒberlassen
und das ende soll den leser einfach daran erinnern, dass manche lösung im leben gefunden wird, wenn wir wieder unkompliziert und mit vertrauen denken , wie die kinder eben

liebe grĂŒĂŸe dir
Knut

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