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Leselupe.de > Ungereimtes
Sterngesicht
Eingestellt am 20. 06. 2010 14:45


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Rhea_Gift
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Sterngesicht

Schwarz rinnen, flie├čen alte Wasser
durch das Wei├č im Kluftenland
im blassen Tal, so kalt und bleich
dehnen glatt und bl├Ąulich schimmernd
zugefror'ne Seen sich aus

fremdes Sternenlicht am Himmel
strahlt umsonst, sinkt nicht in Tiefen
zur├╝ck wirft's nur das Spiegeleis -

manchmal - da ein leiser Ton
Kreise wirbelnd, f├Ąchelnd zieht
├╝ber d├╝nne Oberfl├Ąchen, lockt
wo Eis noch schollenbr├╝chig
aus den Gr├╝nden Widerhall

tanzt auf Wellen dunkler Fl├╝sse,
die noch prallen ohne Hemmung
reiben sich an Ufern wund -

hier und da - ein Farn und Moos
zieht sich wacker ├╝ber Felsen
manch ein Halm - zu fr├╝h vielleicht
bricht sich durch den Schnee die Bahn

und wenn der Mond strahlt in der Nacht
schweigt das Wei├č, bleibt unber├╝hrt
doch aus finsterscheinend Reichen
gl├╝ht herauf ein Funkeln, schwebt
leuchtet ├╝ber Wellenk├Ąmmen
fliegt hinauf zum stillen Rund

ein Sterngesicht

umkr├Ąnzt vom Dunkel, das ihm schenkt
den gold'nen Glanz und Welten zeigt
die im Wei├č so ungebor'n
versunken liegen - unerkannt.




__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Perry
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Hallo Rhea,

ich sehe eine Art Winter(alb)traumlandschaft vor meinem geistigen Auge. Wasser scheint eine gro├če Rolle zu spielen:
alte Wasser, zugefrorene Seen, Spiegeleis schollenbr├╝chig,
dunkle Fl├╝sse, Wellenk├Ąmme. Hier schimmert ein Widerspruch auf, weil das Wasser unterschiedliche Agregatzust├Ąnde hat, aber keine zeitliche bzw. geografische Ver├Ąnderung erkennbar ist.
Ich vermute deshalb, dass es sich um keine reale, sondern eine fiktive Szenerie handelt. Bleibt nur dem Sternengesicht eine Deutung zu verleihen, die noch am ehesten in der Geburt neuen Lebens sehe.
LG
Manfred

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