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Leselupe.de > Gereimtes
Sternschnuppe
Eingestellt am 24. 01. 2006 09:09


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Gregorius
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

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Kommentare: 26
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Sternschnuppe


Ich sitz in einem leeren Raum,
kalt, erstarrt und ohne Traum.
Von Ferne h├Âr ich Kinder lachen,
was kann sie blo├č so gl├╝cklich machen?

Lichter in den Fenstern, drau├čen viel Schnee,
die Welt ist sch├Ân und tut doch blo├č weh.
Je mehr Gl├╝ck ich seh, umso mehr Schmerz,
je leiser es wird, desto mehr schreit mein Herz.

Mein Sehnen wird st├Ąrker, mein Denken zerbricht
an der Wahrheit und allem, was f├╝r sie spricht.
Jeden Tag verzeihe ich ein bisschen mehr dir
und jeden Tag verlier ich ein bisschen von mir.

Es dr├╝ckt mich zu Boden, will aufstehen, will sehen,
ein letzter Versuch scheitert, kann einfach nicht stehen.
Im Liegen schau ich hinauf durch das Fenster,
durch meinen Kopf jagen d├╝stere Gespenster.

Salzige Augen, saures Gef├╝hl, bittere Tr├Ąnen und Stille.
Ein verlorenes Leben spiegelt sich in meiner Pupille.
Es erstrahlt hell und real in glei├čendem Licht!
Die Zeit scheint zu stehen, ich sp├╝re mich nicht.

Pl├Âtzlich zuckÔÇÖ ich zusammen und sehe das Licht,
nur ein Teil meines Traumes war es also nicht!
Es bewegt sich, es fliegt, es gleitet dahin,
es zerschneidet das Schwarze, es ist ein Gewinn!

Ich kann nicht anders, als vor Gl├╝ck zu weinen,
nach so langer Zeit wieder Gef├╝hl in den Beinen!
Stehen k├Ânnen, ein Halt im Strom des LebensÔÇŽ
Ist vielleicht doch nicht alles vergebens..?

Ich trau mich nicht, mir zu glauben,
viel zu hoch hingen diese Trauben.
Dieses Gef├╝hl hat immer nur zerst├Ârt,
es zu akzeptieren, habe ich aufgeh├Ârt.

Und umso schneller mein Herz jetzt schl├Ągt,
desto langsamer mein K├Ârper sich bewegt.
Jeder Schritt scheint wie ein Schritt zur├╝ck
und trotzdem versp├╝r ich ein fernes Gl├╝ck.

Es treibt mich vorw├Ąrts, zeigt mir neue Wege,
durch ein Labyrinth aus Zweifeln, die ich hege.
Es gibt mir Geleit und w├Ąrmt mich ganz sacht
und fl├╝stert, es k├Ąme ein Tag nach jeder Nacht.

Ich will das so hoffen, will dem Gef├╝hl glauben,
so sehr mein Verstand versucht, es zu rauben.
Ich will nicht mehr fallen, mich nur fallen lassen,
ich will doch das Gl├╝ck nicht noch mal verpassen.

So schreite ich weiter gem├Ąchlich dahin,
frage mich nicht mehr, wo ich jetzt bin.
Wei├č nur, ich bin ganz woanders als eben,
m├Âchte nicht mehr im ewigen Gestern leben.

Drum geh voran, kleines Licht, geh
Ich hoff, dass ich dich morgen noch seh!
Geh nicht zu schnell und gib mich nicht auf,
auch wenn ich noch ziemlich vorsichtig lauf.

Nimm mich mit und gib auf uns Acht,
das Feuer hast du doch l├Ąngst entfachtÔÇŽ
Es vertreibt das Gestern mit allem Leiden
und w├Ąrmt die Zuversicht in uns beiden.

Und wenn dann ein neuer Tag anbricht,
schauÔÇÖn wir gemeinsam ins Sonnenlicht,
sehen mutig dem Morgen entgegen
mein Licht und ich- auf allen Wegen.

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Gregorius
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

Werke: 20
Kommentare: 26
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Hallo!

Strophe 5 w├╝rde ich gern gegen folgendes "austauschen":

"Salzige Augen, saures Gef├╝hl, bittere Tr├Ąnen, Stille.
Ein verlorenes Leben spiegelt sich in meiner Pupille.
Es erstrahlt hell und real in glei├čendem Schein!
Als k├Ânnt ich noch immer ein Teil davon sein."


LG

Gregorius

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 1589
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Guten Abend, Gregorius,

es liegt mir fern, Dein Gedicht, das viele gute Ans├Ątze in sich tr├Ągt, zu "verrei├čen". Ganz besonders die erste Strophe gef├Ąllt mir sehr gut. Auch die letzten beiden Strophen sind gut gelungen, au├čer ein paar kleineren Holperern, die aber vernachl├Ąssigt werden k├Ânnen.

Allerdings darf ich ein paar Punkte anmerken, die daf├╝r sprechen, Dein Werk in die Werkstatt zu verschieben:

(1) Wenn Du reimst und Versma├če verwendest, dann mu├čt Du Dich auf eines einlassen. Das Wechseln zwischen vier-, f├╝nf- und sechshebigen Jamben st├Ârt doch sehr den Sprachflu├č.

(2) Gedichte sind "dichte" Werke, langatmige Elogen wie dieser Text verlieren den Spannungsbogen und lassen die pointierte, zugespitzte Aussage vermissen, die die Lyrik auszeichnet. Dein Werk lie├če sich bei gleichbleibender Aussage auf 3 bis 5 Strophen k├╝rzen, mach einmal den Versuch, Du wirst staunen, welchen Drive Dein Werk dadurch gewinnt und wie gut es sich dann lesen l├Ą├čt.

(3) Der Text enth├Ąlt viele Redudanzen, die den Inhalt, einem "inneren" Licht (der Hoffnung vielleicht, dem Glauben?) zu folgen, nicht wirklich weiterbringen. Jeder Mensch sucht Sinn und Anleitung. Das ist etwas, das sich kurz, pr├Ągnant und originell formulieren l├Ą├čt.

Kurz: In Deinem Werk stecken viele gute Ans├Ątze, aber es ist noch nicht so fertig, um es in ein Forum zu stellen. Wenn Du m├Âchtest, gebe ich Dir gerne ein paar Literaturtips zum Thema Versma├če im Besonderen und Lyrik im Allgemeinen. Grunds├Ątzlich aber gilt: Von den Meistern durch Lesen lernen, das hilft am besten. Und immer wieder die eigenen Texte laut vorlesen und gelegentlich Hebungen und Senkungen ├╝ber die W├Ârter setzen und nachz├Ąhlen, ob das Versma├č im Gleichma├č taktet. Noch k├╝rzer: In der K├╝rze liegt die W├╝rze, besonders beim Gedicht.

Liebe Gr├╝├če und einen sch├Ânen Abend w├╝nscht Dir

der W.


__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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