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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Sterntaler (Parodie)
Eingestellt am 30. 03. 2001 18:49


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Ann-Kathrin Deininger
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Es war einmal vor langer Zeit ein armes kleines M├Ądchen. Es war ganz allein auf der Welt, denn seine Eltern hatte es umgebracht. Und es hatte auch kein Dach ├╝ber dem Kopf und kein Bett, um darin zu schlafen, denn das Haus hatte es angez├╝ndet. Alles, was das Kind noch besa├č, war das, was es auf dem Leibe trug, und ein St├╝ckchen Brot, das es einem armen Bettler gestohlen hatte.
Einsam zog das M├Ądchen durch die Lande. Einmal begegnete es einem armen Mann. Als er das Kind erblickte, ├╝berlegte er sich, wie er schnell an das Brot kommen konnte, denn vielleicht gelang es ihm ja, das Brot gegen ein Fl├Ąschchen Schnaps zu tauschen. Er dachte sich, so arm, wie ich aussehe, kann ich doch einfach nett nach dem Brot fragen, vielleicht ist das Kind ja dumm genug und gibt es mir. Freundlich bat er darum das M├Ądchen, es m├Âge ihm doch das Brot geben. Von seinen Eltern wusste das M├Ądchen, dass es gut war, Armen zu helfen. Also reichte es dem Mann das Brot, aber als dieser sich dankend verbeugte, schlug das M├Ądchen ihn nieder und nahm sich das Brot zur├╝ck. "Ich bin auch arm", sagte es laut, "Ich muss mir selbst helfen."Und es zog weiter.
Einige Tage sp├Ąter begegnete dem M├Ądchen ein Kind. Das Kind sah die M├╝tze des M├Ądchens und dachte sich, wie es dem M├Ądchen die M├╝tze abnehmen k├Ânne, denn wenn man zwei M├╝tzen habe, k├Ânne man eine verkaufen. Schnell sprang das Kind das M├Ądchen an und stahl ihm die M├╝tze vom Kopf. Aber das M├Ądchen hielt das Kind fest, ehe es mit der M├╝tze entkommen konnte. Das Kind blickte angstvoll zu dem M├Ądchen auf, doch dieses l├Ąchelte freundlich. "Behalt ruhig die M├╝tze, du bist ├Ąrmer als ich und den Armen sollen die Menschen helfen." Da lachte das Kind, doch im n├Ąchsten Moment stie├č das M├Ądchen es zu Boden, so dass es auf einen Stein aufschlug. Das M├Ądchen nahm sich die M├╝tze wzur├╝ck und sagte: "Jetzt bin ich ├Ąrmer gewesen als du, also musstest du mir die M├╝tze wieder geben, um etwas Gutes zu tun. " Dann wanderte das M├Ądchen weiter.
Eines Tages begegnete ihm ein Junge. Der Junge war nicht arm, aber er wollte nicht arbeiten. So bat er das M├Ądchen um sein schmutziges Hemd, damit er wie ein Bettler auss├Ąhe. Das M├Ądchen gab ihm das Hemd nicht, denn er war nicht ├Ąrmer als es selbst. Statt dessen stie├č es den Jungen in einen Fluss und nahm alle Kleider und alles Geld, das er bei sich hatte.
Und so kam es, dass es wieder Nacht wurde. Es war die erste Nacht, in der das M├Ądchen nicht fror. Und wie es so auf einem H├╝gel stand und alles hatte, Brot, M├╝tze, Hemd und Geld, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel. Und obgleich die Kleider des M├Ądchens sehr schmutzig waren, hatte es auf einmal frische an, die wundervoll sch├Ân und teuer waren. Das M├Ądchen streckte die Arme aus, um die fallenden Sterne aufzufangen. Doch da wurden die Sterne zu harten, blanken Talern, die trafen das M├Ądchen und begruben es unter sich. Am n├Ąchsten Morgen liefen die Menschen herbei und sammelten schnell so viele Taler ein, wie sie tragen konnten. Und unter diesen fanden sie sch├Âne neue Kleider, die sehr teuer waren. Ein Kind jedoch fanden sie nicht.

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flammarion
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bravo!

diese sch├Ân geschichte kommt in meine sammlung. lg
__________________
Old Icke

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Ann-Kathrin Deininger
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wunderbar

Das ist doch mal ein Wort!

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