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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Steve
Eingestellt am 26. 09. 2017 12:13


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Lutz LEOPOLD
Hobbydichter
Registriert: Aug 2017

Werke: 8
Kommentare: 12
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Es ist an einem schwĂŒler Juliabend. Der Regen der am Nachmittag gefallen ist, hat sich sofort in Dunst aufgelöst, kaum das er den Asphalt berĂŒhrte. Rainer hat sich in seine Aufrissschale geworfen, um in der „Loge" nahe des Esterhasy Flakturms sein GlĂŒck zu machen. Es ist eine der alten metallenen Anlagen. Er ist in enger Jean, ohne Unterhose, in weißem Leibchen und Sandalen, ohne Socken. So tritt er ein, als die WasserspĂŒlung gerade loslegt. An der streng riechenden Pissrinne steht erwartungsvoll ein ca. 40jĂ€hriger Mann mit feisten Arsch und halb runtergelassener Hose.
Rainer stellt sich dazu und öffnet seine Hose, um sein steifes Glied zu prĂ€sentieren. „LĂ€sst du dich?", raunt er dem Kerl zu.
Der blickt ihn abschĂ€tzend an und meint, „Na groß ist er nicht, aber von mir aus."
Rainer ist leicht frustriert, so hat ihm bisher noch keiner zugesagt. Er packt ein, schließt die Hose und will dem Kerl in eine der Kabinen folgen. Da kommt ein 22jĂ€hriger Traum herein. Rothaarig, mit Sommersprossen, rundem Gesicht und einem breiten Grinsen, starrt er Rainer in den Schritt. Eine leichte Erregung zeichnet sich als Beule deutlich ab.
„Hallo", man hört seinen englischen Akzent, „kommst du mit, in mein Zimmer? Ist nicht weit."
Rainer schaut ihn verwundert an. Direkter geht es kaum, aber sie sind ja auch auf einem typischen Schwulentreff. „Ja, hab nichts Besseres vor", strahlt er den Burschen an.
Der 40jĂ€hrige hat die KlotĂŒr einladend geöffnet, „Was ist mit uns Zweien?" Er kann ihnen nur mehr endtĂ€uscht nachschauen.
Es ist eine kleine billige Pension in der NĂ€he, in die Rainer schweigend dem Jungen folgt. Das kleine Zimmer ist billig möbliert, mit Klo und Dusche auf dem Gang. Sie stehen neben dem Bett, schauen sich tief in die Augen und beginnen sich kĂŒssend, langsam gegenseitig von der WĂ€sche zu befreien.
„Du bist mein Erster", haucht Steve, „hier in Wien", setzt er hastig dazu.
„Ich werde ganz zĂ€rtlich zu dir sein." Rainer ist von der extrem weißen Haut des Rothaarigen fasziniert. Er kĂŒsst und leckt sich ĂŒber den Körper rauf und runter.
„Du darfst ruhig krĂ€ftiger werden. Ich mag das." Steve ist nach Wien gekommen, um kernige Naturburschen zu finden. Den Urlaub hat er sich zusammen gespart, um sich weit weg von Newcastel, jede Nacht einem anderen Kerl hinzugeben. Als Fremder hat er die „Loge" zufĂ€llig gefunden. Vorher ist er im nahegelegenen Park herumgeirrt, ohne jemand zu finden. Der muskulöse krĂ€ftige 27jĂ€hrige Rainer verspricht zu sein, was er sucht. Die blonden Locken, das gebrĂ€unte Gesicht und der krĂ€ftige halbnackte Oberkörper gefallen ihm auf den ersten Blick.
Rainer lĂ€sst sich trotz der Aufforderung nicht beirren. Er bleibt sanft und zĂ€rtlich. Endlich, findet Steve, sind sie nackt und sinken eng umschlungen auf das Bett. Langsam bringt Rainer sie zu einem gemeinsam Höhepunkt. Verliebt sinken sie anschließend in einen Schlaf.
Der Morgen ist bereits angebrochen. Die Sonne brennt auf die Fensterscheiben. Es wird wieder ein heißer Tag. Steve geht hinaus, aufs Klo und stiehlt anschließend aus dem FrĂŒhstĂŒcksraum Brötchen. Damit kommt er gerade recht, als auch Rainer aus dem Klo zurĂŒckkommt.
„Brot mit Wasser", kichert Rainer, „ein ĂŒppiges FrĂŒhstĂŒck. Gar nicht englisch."
„Nein, es soll keiner wissen, dass du hier bist. Der Wirt verrechnet mir sonst mehr."
„Fein lass uns von der Liebe leben." Rainer beginnt diesmal heftig, so wie es Steve wĂŒnscht. Wild beginnt er mit krĂ€ftigen StĂ¶ĂŸen, wie eine Maschine, den freudig wimmernden Jungen zu bearbeiten.
„Oh, du kannst es wunderbar", jubelt Steve als sie fertig sind und erschöpft nebeneinander liegen. „Wenn du mir noch ein drittes Spiel lieferst, heirate ich dich."




„Ich sollte in der Firma sein. Aber was soll es, lass uns den Tag genießen." Rainer befindet sich, im Gegensatz zu Steve, nicht auf Urlaub. Er schwĂ€nzt und wird es schon irgendwie erklĂ€ren.
Ein kurzer Schlummer und Rainer probiert es wieder. Diesmal kommt er nicht in die richtige Form. Es bleibt beim zĂ€rtlichen Spiel. Steve ist trotzdem zufrieden. „Lass uns essen gehen, diesmal richtig", fordert er.
Sie suchen ein kleines Beisel in der Gumpendorferstraße auf. Bei Bier und Beuschel gibt Steve seine WĂŒnsche bekannt. „Du musst mir die Treffs und Lokale von Wien zeigen. Ich will die Stadt kennenlernen."
„Ich zeig dir die Stadt, nicht nur den schwulen Bereich sondern auch den kulturellen Teil." Neugierig wartet Steve was Rainer meint. „Erst fahren wir mit der Tram um den Ring, dann ein Museum, danach kommst du zu mir, damit du eine Wiener Wohnung kennen lernst. Am Abend geht es nach Nussdorf."
„Aber, gibt’s dort auch ein warmes Lokal?" FĂŒr Steve klingt das alles nicht nach dem, was er sich vorstellt. Er will einen heißen versauten Urlaub genießen.
„Nein, dort gibt’s den Heurigen wo wir essen werden. In eine Bumsen können wir nicht vor zehn, eher gegen elf Uhr gehen. Wirklich los geht es in den meisten Bars erst um Mitternacht."
Steve gibt nach und unterwirft sich dem Programm. Rainers Wohnung im 9.Bezirk ist in einem bĂŒrgerlichen Bau aus dem 19.Jhd. Zwei Zimmer, KĂŒche, Bad und WC. Das riesige Bett in dem einen Zimmer begeistert Steve. „Du bist mein Erster" grinst Rainer, an die Eröffnung von Steve erinnernd, „hier in dieser Wohnung." Bisher hat er noch nie einen der Burschen mitgenommen.
Es kommt zu dem dritten Liebesspiel, das in der Pension wegen SchwĂ€che flach fiel. ZĂ€rtlich, liebevoll beginnt Rainer um wild und unbeherrscht ins Ziel zu kommen. Steve klammert sich anschließend verlangend an ihn. „Davon kann ich nicht genug bekommen", seufzt Steve, er stellt sich genauso seinen Urlaub vor. „Ich kann es kaum erwarten die anderen Kerle Wiens kennenzulernen."
„Schön lass uns was KrĂ€ftiges vom Heurigenbuffet holen und danach, auf in eine Bar." Rainer will nach dem herrlichen Tag, den Jungen abgeben. Er ist erschöpft und braucht die nĂ€chsten Tage keinen Sex. wenn der Bursche nĂ€chste Woche noch in Wien ist, kann man ja fortsetzen. Rainer zieht sich erst jetzt richtig an. Den ganzen Tag ist er mit den Klamotten, die er auf der „Loge" getragen hat, unterwegs gewesen. Sie fahren nach Nußdorf, besuchen zwei Winzer und essen Geselchtes, dazu trinken sie den reschen Heurigenwein. Steve gefĂ€llt die urige AtmosphĂ€re, der einfach eingerichteten Lokale.
Die Bar in der Innenstadt, ist einem englischen Pub nachempfunden. Steve grinst und bestellt sich ein, „Half Bitter." Georg an der Theke hat Humor und stellt ihm ein Seidel Bier hin. "Bitter ist aus, habe nur Lager."
MĂ€nner von 20 bis 60 Jahren treiben sich herum. „Das ist ein Lokal fĂŒrs Mittelalter", erklĂ€rt Rainer. „Willst mehr JĂŒngere? Dann mĂŒssen wir woanders hin."
„Das passt, ich mag die DreißigjĂ€hrigen", was nicht gelogen ist. Steve will einen Mann, einen richtigen Mann.
Das findet er allerdings nicht. Tuntige, Schwindlige, Schwammige und Magere, aber keiner der Rainer auch nur Àhnlich ist. Also auf zur nÀchsten Bar. Magere, Schwammige, Schwindlige und Tuntige, aber keiner der Steve aufregt. So gehen sie weiter und weiter, bis sie immer öfter die gleichen Kerle treffen, die sie schon in den Bars davor gesehen haben. Alle sind sie unterwegs und suchen.
„Komm halt mit zu mir. Schlaf dich aus. Morgen muss ich aber zur Arbeit." Rainer lĂ€dt Steve zu sich ein, obwohl er eigentlich schon genug von ihm hat. Am Morgen, die Sonne schickt ihre Strahlen durchs Fenster ins Zimmer, wacht er auf und erregt sich an dem eng an ihn geschmiegten, zarten Körper. Der Junge ist sĂŒĂŸ, stellt er fest, bevor er ihn auch fest nimmt. Danach springt er aus dem Bett, zieht sich hastig an um ins BĂŒro zu eilen. Steve bleibt zufrieden im Bett zurĂŒck.
Das er einen Tag blau gemacht hat, nimmt man in der Firma nicht ernst. Eigentlich ist es nicht gerade aufbauend, wenn man registriert, niemanden abzugehen. In dem Fall ist Rainer froh darĂŒber. Als er am spĂ€ten Nachmittag nach Hause kommt, ist Steve noch immer da. Genauer gesagt er ist schon wieder da. Steve hat seinen Koffer aus der Pension geholt, hat die Wohnung geputzt, eingekauft und gekocht.
„Was machst du noch hier?" Rainer ist entsetzt. Er hat gehofft der Bursche verschwindet.
„Ich habe auf dich gewartet. Als ich zurĂŒck in die Pension bin, habe ich auch auf das Klo von Gestern reingeschaut. Es war ein fĂŒrchterlicher Anblick. Lauter alte Tunten und schwindlige Bubis. Da habe ich meinen Koffer geholt, um dich die restlichen Tage in Wien zu verwöhnen." Steve trĂ€gt einen schwarzen Body aus Netzstoff, der an den heiklen Stellen engmaschiger gewebt ist. Es schaut erregend aus. Vor allem da sich vorne Abzeichnet wonach ihm ist.
Rainer wird geil. Er geht auf den JĂŒngling zu, umarmt und kĂŒsst ihn. „Ich werde dich verwöhnen. Verdammt wenn ich es gewusst hĂ€tte, hĂ€tte ich mir heute ein paar Tage frei genommen." Nochmals schwĂ€nzen ist nicht drin.
„Mir genĂŒgen die gemeinsamen NĂ€chte. Fiakerfahren und Museen besuchen kann ich auch alleine." Steve löst Rainers GĂŒrtel um ihm die Hose runter zu streifen. Es geht schnell und sie sind nackt. Sie sinken auf den Boden, um sich wĂ€lzend zu lieben. Ermattet strahlen sie sich anschließend an.
„Wenn du in Wien leben wĂŒrdest, könnte ich mich in dich verlieben" seufzt Rainer. Er ist verrĂŒckt nach dem Jungen. Noch keiner hat ihn davor so befriedigt.
Steve ist glĂŒcklich. Es ist zwar anders als er es geplant hat, doch dafĂŒr wie ein wunderbarer Traum. „Sag das nochmals und ich prĂŒfe, ob ich in Wien weiter studieren kann."
„Was studierst du?"
„Germanistik"
„Deshalb dein perfektes Deutsch." Rainer hat sich gewundert wieso der Brite so gut und fehlerfrei spricht. Nur der Akzent verrĂ€t ihn. „Wohnen kannst du bei mir, sonst weiß ich nicht wie du dein Studium finanzierst." Oha, was mach ich fĂŒr ein Angebot. Ihm ist es einfach so rausgerutscht.
„Danke, ich werde es prĂŒfen. Stipendien und was meine Alten dazu legen?“
„Hm“, Rainer bereut seine rasche Zusage. Wahrscheinlich geht es sich eh nicht aus, beruhigt er sich.

Es geht sich allerdings aus. Wohnen kostet nichts und die Eltern können sich großzĂŒgig zeigen. Steve zieht ein. Rainer erlebt eine wunderbare Zeit. Er gewöhnt sich daran Sex nur mehr mit einem Einzigen zu haben. Steve ist hĂ€uslich, zĂ€rtlich und kommt Rainer in allem entgegen. Fast ist es zu perfekt.
Die Jahre vergehen und Rainer muss all die Launen, die vor jeder PrĂŒfung zu hysterischen AnfĂ€llen fĂŒhren, ertragen. Beim ersten Mal drohte er ebenfalls auszurasten, beim zweiten Mal wird er nur mehr rot und ab dem dritten Mal kann er sich bereits darĂŒber lustig machen. Nachdem sein Liebling die letzte PrĂŒfung hinter sich hat gehen ihn die AusbrĂŒche dann ab.
Als sie ihre zehnjĂ€hrige Freundschaft feiern traut sich Rainer zu fragen. „Wir können unsere Partnerschaft eintragen lassen. Willst du?“
„Ja, vorausgesetzt, du willst weitere zehn Jahre mit mir verbringen.“

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