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Leselupe.de > Ungereimtes
Still! Leben!
Eingestellt am 05. 08. 2007 19:15


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Walther
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Still! Leben!


Die Äste dieser Bougainvillea
Altern nicht
Sie gehen auf in BlĂŒten
An den Spitzen

Und der Hibiskus
Wirft die seinen
Pinkfarben gelegentlich
Weg wie nichts

Die Rosen ringen
Sich zu ihnen durch
Und zeigen ihre Dornen
Heute frisch gespitzt

Und der Flieder gibt
Sich mit ein paar Resten schon zufrieden
Diese von mannigfachen Faltern
Dicht besetzt

Der Blauwurz ĂŒberwirft sich
Mit Kaskaden hellblau
Und das GrĂŒn dazwischen
Scheint wie fehl am Platz

Und die Geranien schließlich
Sehen sich zu roten
Farbattacken animiert
Nach Wasser dĂŒrstend

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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ENachtigall
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???

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kleine Korrektur

Hallo Walther,

die Gute heißt korrekt "Bougainvillea".

Die zweite Strohe fÀnde ich in leicht verÀnderter Form noch lebendiger.

Weg wie nichts
Wirft der Hibiskus
Seine Pinkfarben
Gelegentlich


quote:
Und das GrĂŒn dazwischen
Ist wie fehl am Platz

Warum hast Du Dich hier nicht fĂŒr "scheint fehl am Platz" entschieden? "Ist wie" klingt m.E. etwas unbeholfen. Aber: C` est ĂĄ vous!

Es gefĂ€llt mir in seiner ĂŒberbordenden FarbenfĂŒlle gerade weil es ungereimt daherkommt, aber ...

Inhaltlich beschreibst Du die Pflanzen, indem du ihre jeweilige persönliche Note, ihre IndividualitÀt hervorhebst; leider stehen die bezaubernden Bilder vor meinem inneren Auge am Ende doch getrennt wie in verschiedenen GÀrten - und dabei morst mein Kleinhirn SOS: "Ich will ein Blumenbeet".

Ich hoffe, Du kannst mit meinen ehrlichen, leicht verschrobenen Worten was anfangen.

(ein ungereimter Walther, man glaubt es kaum)

Herzliche GrĂŒĂŸe

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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lapismont
Foren-Redakteur
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Hallo Walther,

die Falter bringen etwas Unruhe in das stille Leben.


Die Trennung der Pflanzen fiel mir auch auf, da hat Elke recht, man erwartet eine BlĂŒtenkomposition.

Beim Hibiskus betrittst Du das Zimmer und verlÀsst den Garten oder Du nimmst das deutsche Eibisch, was auch gar nicht so schlecht klÀnge.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Walther
Routinierter Autor
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Moin ENachtigall,

den ungereimten W. gibt's öfter als man meint. Wie Du siehst, habe ich die meisten Deiner VorschlÀge eingebaut. Den Hibiskus habe ich so belassen.

"Blumenbeet morsen": Ganz so ist es nicht. Der Hibiskus ist winterfest, der Flieder existiert ebenso wie der vorgenannte. Das ganze Arrangement ist eine Imagination dessen, was ich beim Sitzen auf der Veranda (oder beim RasenmĂ€hen) tatsĂ€chlich um mich habe. Die Bougainvillea und den Blauwurz ĂŒberwintere ich höchstselbst (zum vierten Mal).

Deine Worte waren ĂŒberhaupt nicht "verschroben". Ich habe die Hinweise als sehr hilfreich empfunden.

Es ist in der Tat ein Strauß von Stillleben, das sich in meinem Kopf gebildet hat. Meine Naturgedichte haben immer einen realen Ausgangspunkt und werden danach verfremdet und mit anderen Bildern in Bezug gesetzt. Hier ist ein solches Beispiel: Hier klicken - ebenfalls ungereimt.

Lieben Dank fĂŒr Deine Kommentare und VerbesserungsvorschlĂ€ge.

Beste SonnengrĂŒĂŸe W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo Lapi,

ich kann nur berichten, was ich tatsÀchlich sehe. Der Blick ist eine 180 Grad Runde rund um den Sitzplatz meiner Gartenveranda. Daher habe ich exakt wiedergegeben, was ist.

Allerdings: Wie immer habe ich in die Bilder Anderes verwoben, was dort nicht wirklich "hingehört". Der Titel ist Programm: Nur wer "still" ist, also sich einlĂ€ĂŸt auf diesen Eindruck, die Schönheit umgreifend, sieht in diesem Moment "Leben", so berĂŒckend, daß das schon wieder zuviel ist fĂŒr den skeptischen Menschen unserer Zeit.

Er kann das eigentlich nicht glauben, was er da sieht: Und daher rutscht dem Dichter die Ironie in die Bilder und eine leise "EnttÀuschung" im semantische Sinne dieses Worts

quote:
Und der Flieder gibt
Sich mit ein paar Resten schon zufrieden
Diese von mannigfachen Faltern
Dicht besetzt
schleicht sich ein. Im Englischen nennt man eine solche Metapher "tainted beauty".

So ist, wie immer eigentlich, wenn ich schreibe, mehr dahinter, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Das ist jetzt keine Überheblichkeit, sondern Progamm. Mein ganz persönliches Lyrikprogramm, auch wenn ich das nicht immer an meine Leser bekomme. Aber dazu ĂŒbt man ja fleißig in der Leselupe, damit es vielleicht irgendwann einmal meistens gelingt.

Danke und lieber Gruß

W.
__________________
Walther
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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Blumenbeet morsen

Lieber Walther,

danke fĂŒr die Hinweise zur Entstehungsgeschichte des Still!Leben!

Schön, dass Du mit meinen Gedanken dazu was anfangen konntest. Es gefÀllt mir jetzt und so um Einiges besser.

Schon entdecke ein neues RĂ€tsel darin: dieses Ausrufezeichen nach "Still" und "Leben" erschließt sich mir auch nach Deiner ErklĂ€rung im Kommetar an Lapismont nicht eindeutig.

quote:
Nur wer "still" ist, also sich einlĂ€ĂŸt auf diesen Eindruck, die Schönheit umgreifend, sieht in diesem Moment "Leben", so berĂŒckend, daß das schon wieder zuviel ist fĂŒr den skeptischen Menschen unserer Zeit.

EntsprÀche nicht folgende Darstellung deutlicher der Intention Deiner Aussage?

Still!(Leben)

"Still" als Aufforderung betont durch das Rufzeichen; die BegrĂŒndung "Leben" in Klammern dahinter. (Das wiederholte Rufzeichen wirkt etwas aufdringlich).

Schöne GrĂŒĂŸe

Elke

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Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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