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Leselupe.de > Gereimtes
Stilleben
Eingestellt am 24. 05. 2011 21:40


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presque_rien
???
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Stilleben

Ich halt dich innig,
doch nach Innen hallt

nichts, das den dunklen Wald
als Funke wildet.

Wir sind gemalt
und h├Âlzern eingebildet.



P.S.: Ich wei├č, der Titel sollte eigentlich drei "l"s enthalten, aber ich weigere mich..

Version vom 24. 05. 2011 21:40

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Julia,
ein sehr sch├Ânes, verhaltenes Stillleben, ein Stilleben eben.
Die Parallelit├Ąt des Bildes im Bild mit der zwischenmenschlichen Beziehungsebene finde ich gelungen.

quote:
nichts, das den dunklen Wald
als Funke wildet.

spiegelt dies treffend wider (toll das "wildet") und findet im h├Âlzernen Rahmen ein passendes Pendant.
Freundliche Gr├╝├če
Heidrun

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe Julia,

so geschieht es manchen Paaren, dass aus dem einstigen Feuer,
"dass den dunklen Wald als Funke wildet" keine Heftigkeit mehr aufbricht.

Stiller ist es geworden zwischen Beiden.

Der inhaltliche Bruch zwischen "innig" und "Innen" gef├Ąllt mir sehr.

Das "h├Âlzern eigebildet" gibt mehrere Deutungen her. Da geht es einmal darum, dass die Zwei beieinander sind, wie ein gemaltes Bild in einem Rahmen, weil nicht mehr viel Lebendiges zwischen ihnen hin und her geht; und zum anderen bilden sie sich ihr Miteinander nur noch ein und dann kommt es zu diesem h├Âlzernen Umgang miteinander.

Das Lyri w├╝rde so gern die fr├╝here Heftigkeit wieder aufflammen lassen "ich halt dich innig".

Sprache steht Dir wieder einmal zur Verf├╝gung, als brauchtest Du sie nur mal eben aus den Wolken heraus zu pfl├╝cken.

Ein kraftvoller Text zu dem mir Bilder von Modigliani einfallen.

Sch├Ân, Dich wieder zu lesen.

Ganz liebe Gr├╝├če
Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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presque_rien
???
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Hallo Heidrun,

vielen Dank f├╝r Deinen Kommentar, sch├Ân, dass Dir die Bild-in-Bild-Idee gef├Ąllt, und dass Dir der Widerhall des Waldes im h├Âlzernen Rahmen aufgefallen ist. Besonders freut mich, dass das "wildet" anscheinend keine unpassenden Assoziationen ausl├Âst (ich habe l├Ąngere Zeit ├╝berlegt, ob es vielleicht zu sehr nach "wildern" klingt).


Lieber Lapi,

freut mich sehr, dass es bei Dir nachhallt


Liebe Vera-Lena,

vielen Dank f├╝r Deine wie immer einf├╝hlsame Interpretation!! Du hast das Gedicht genauso gelesen, wie ich es gemeint habe, auch mit den verschiedenen Deutungen von "h├Âlzern eingebildet", und der Entgegensetzung von "innig" und "innen" - wow! Sch├Ân, wieder von Dir gelesen zu werden! Und Modigliani rockt! (P.S.: W├Ąr sch├Ân, wenn mir Sprache zur Verf├╝gung st├╝nde.. das hier ist das erste Gedicht, das ich in den letzten 5 Monaten geschrieben hab ..)


Hallo Marie-Luise,

freut mich, dass Dir das Gedicht gef├Ąllt! Das mit den drei "l" ist keine Sache von Prinzip, sondern einfach von ├ästhetik - ich hatte es zuerst als "Stillleben" geschrieben - aber f├╝r mich sieht dieses Wort einfach unheimlich h├Ąsslich aus, und wie immer bin ich auch in diesem Fall mehr an der sch├Ânen Form als am korrekten Inhalt interessiert. Diese Freiheit nehme ich mir in einem Literaturforum einfach .


Lieber Herbert,

ui, ja, da ist viel Spielraum! Danke f├╝r's Kommentieren


Liebe label,

hach, ich danke Dir sehr f├╝r die Adjektive, die du gew├Ąhlt hast, um das Gedicht zu beschreiben - ein gr├Â├čeres Lob kann man nicht erhalten - Danke!


Liebe Gr├╝├če an alle,
presque

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