Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92236
Momentan online:
402 Gäste und 17 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Stilles Haus
Eingestellt am 05. 04. 2004 21:54


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Maire
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2004

Werke: 3
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Maire eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Stilles Haus

trÀume manchmal
selten
aber doch
von einem blauen Haus
in dem die Stille
die alten Holzböden bewohnt
wo unsere Schritte in der Zeit
schwebend verharren
Geborgenheit geistert durch die RĂ€ume

dieses Haus holt den Glauben
zurĂŒck
ein Haus der Wahrheit
durch seine Mauern
dringt nicht der LĂ€rm
der hastenden Welt draußen
der unser Bewusstsein
fĂŒr die Stimmungen und Werte
der kleinsten
unscheinbarsten Dinge betÀubt
das Licht taucht die Teller
auf dem KĂŒchentisch in sanftes Silber
Staubflocken tanzen im Licht
welches Wunder eines einzigen
Klangs in der Stille
lichtgoldene Streifen in deinem Haar
vermischt mit den Schatten der VorhÀnge
auf der Fensterbank wÀchst
Melisse und Fenchel
die Katze zusammengerollt
auf dem Stuhl mit dem Kissen
ein LĂ€cheln auf deinem Gesicht
mit den ernsten Augen
Stille
unser Haus

__________________
Maire

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Schakim

Wird mal Schriftsteller

Registriert: Jan 2002

Werke: 3
Kommentare: 2501
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Schakim eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi, Maire!

Wenn ich hier Deine Gedanken lese, kommen mir Bilder von Albert Anker in den Sinn. Schön, wenn man sich in diesen Zauber vertiefen kann.


Dies ist ein altes, ehrwĂŒrdiges Haus,
da blĂŒht die Stille in den RĂ€umen.
Man hat viel Zeit, um noch zu trÀumen
und blickt zum Fenster, in den Garten raus.

Es wachsen Blumen, wuchern voller Pracht,
GemĂŒse schiesst ins Kraut und Beeren -
Es lockt zum immer Wiederkehren.
Die Sonne selbst ist es, die aus ihm lacht ...

LG
Schakim
__________________
§§§> In jeder Knospe zeigt sich ein kleines Wunder beim AufblĂŒhen <§§§

Bearbeiten/Löschen    


george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
Kommentare: 912
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um george eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Mir gefÀllt deine Wortwahl und auch der freie Rhythmus, Marie. Ob allerdings Geborgenheit "geistern" kann?
Lass dich nicht beirren, mach weiter!
Gruß
JĂŒrgen
__________________
© JĂŒrgen Locke

Bearbeiten/Löschen    


Maire
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2004

Werke: 3
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Maire eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Schakim und George,

vielen Dank fĂŒr Eure Antworten. Es freut mich sehr, daß es Euch gefallen hat!

Schakim, Du triffst es genau. Ich habe dieses Haus deutlich als Bild mit meinem "inneren Auge" gesehen.
(Die Bilder Albert Ankers kenne ich bisher noch nicht, wĂŒrde sie mir aber nun gerne einmal ansehen).
Schön, Deine WeiterfĂŒhrung der Gedanken.

George, mir gefiel der Gedanke die Geborgenheit durch die RĂ€ume "geistern" zu lassen, weil wir sie zwar nicht sehen, wohl aber wahrnehmen können und sich ihre IntensitĂ€t auch verĂ€ndern kann je nach dem in welchem Zimmer in was fĂŒr einer Stimmung wir uns aufhalten.
Danke fĂŒr die Anregung. Werde nochmals darĂŒber nachdenken.

Viele GrĂŒĂŸe

Maire

Bearbeiten/Löschen    


Tartan
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2004

Werke: 15
Kommentare: 14
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Tartan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Marie,


mir gefÀllt die AtmosphÀre sehr, die du da zusammengebraut hast. Einfach klasse!

Nur um die BegrĂŒndung des Titels noch ein bisschen mehr herauszuschĂ€len hĂ€tte ich persönlich zwar nichts am Text verĂ€ndert, aber die sogenannten "GemĂŒtlichkeits-Bilder" des Endes in die Mitte gepackt, da diese eher an Emotionen appellieren, aber keine BegrĂŒndungen fĂŒr die empfundene Stille liefern. Die Mitte an sich, welche ĂŒbrigends gut erklĂ€rt, warum dies ein Domizil der Stille ist, hĂ€tte ich als runden Ausklang des Gedichtes ans Ende gesetzt.


Aber versteh mich nicht falsch, ich will die Aussagekraft deines Gedichtes nicht durch meinen Kommentar schmÀlen, denn
es erzeugt in mir eine wunderbare Stimmung, doch ich gehe oft Lyrik mit einer gewissen inhaltlichen und zeitlichen Abfolge an.

Lieben Gruß,
Tartan



trÀume manchmal
selten
aber doch
von einem blauen Haus
in dem die Stille
die alten Holzböden bewohnt
wo unsere Schritte in der Zeit
schwebend verharren
Geborgenheit geistert durch die RĂ€ume


Hier hĂ€tte ich die GemĂŒtlichkeits-Bilder gesetzt.

dieses Haus holt den Glauben
zurĂŒck
ein Haus der Wahrheit
durch seine Mauern
dringt nicht der LĂ€rm
der hastenden Welt draußen
der unser Bewusstsein
fĂŒr die Stimmungen und Werte
der kleinsten
unscheinbarsten Dinge betÀubt

Hier hÀtte ich das Ende gesetzt.

das Licht taucht die Teller
auf dem KĂŒchentisch in sanftes Silber
Staubflocken tanzen im Licht
welches Wunder eines einzigen
Klangs in der Stille
lichtgoldene Streifen in deinem Haar
vermischt mit den Schatten der VorhÀnge
auf der Fensterbank wÀchst
Melisse und Fenchel
die Katze zusammengerollt
auf dem Stuhl mit dem Kissen
ein LĂ€cheln auf deinem Gesicht
mit den ernsten Augen


Stille
unser Haus
__________________
(C) Carolyn Macmillan Coir MhicMhaolain air a Chnap Fhad

Bearbeiten/Löschen    


Maire
Festzeitungsschreiber
Registriert: Mar 2004

Werke: 3
Kommentare: 2
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Maire eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Tartan,

vielen Dank fĂŒr Dein Lob daß Du Dir Gedanken ĂŒber mein Gedicht gemacht hast!

Du hast möglicherweise recht. Aber irgendwie möchte ich doch die Leser mit den GemĂŒtlichkeits-Bildern als Stimmung schließen lassen. Gerade weil diese sich am Anfang wieder als Emotionen finden.
Dies beschreibt fĂŒr mich einen Kreis. Das ist mir bei diesem Gedicht wichtig obwohl ich auch oft in der linearen Form schreibe.
Es ist interessant, welche Wirkung kleine VerÀnderungen haben.
Dank Dir fĂŒr den Gedankenanstoß in diese Richtung.
Nun, ich habe ja jetzt ein verlĂ€ngertes Wochenende Zeit darĂŒber nachzudenken.

Ich wĂŒnsch Dir schöne und gemĂŒtliche Osterfeiertage!

Herzliche GrĂŒĂŸe

Maire










Bearbeiten/Löschen    


Tartan
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Apr 2004

Werke: 15
Kommentare: 14
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Tartan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Maire,

kein Problem. Mehr als ein Gedankenanstoß sollte es auch wirklich nicht sein.
In der Lyrik ist so Vieles, trotz einiger Richtlinien, frei, dass es da kaum ein Richtig oder Falsch gibt. Nur ein Gut oder Schlecht. Und da brauchst du dir nun wirklich keine Sorgen zu machen...

Dir auch noch schöne Feiertage.

Lieben Gruß,
Tartan

__________________
(C) Carolyn Macmillan Coir MhicMhaolain air a Chnap Fhad

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!