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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Stimme am Telefon
Eingestellt am 11. 08. 2003 23:57


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Traum
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2003

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Die Stimme am Telefon

Bin am Telefon, w├Ąhle die Nummer. "Hallo!"- die Stimme klingt neugierig und hellwach. Aber es ist nicht die Stimme, die ich gemeint habe.
"Hallo?" -Nein, es ist nicht die richtige Nummer, nicht die Frau, mit der ich sprechen wollte.
"Hallo!"- nochmals "Hallo??"
"Entschuligen sie, ich bin falsch verbunden, es tut mir leid!"
"Warum tut es ihnen leid?" fragt die andere Stimme.
"Weil ich sie nicht kenne. Aber ich m├Âchte sie gerne kennenlernen, m├Âchte mehr von ihnen wissen!"

Dann Stille am anderen Ende der Leitung. Ich fasse Mut und rufe nochmal: "Hallo, hallo! Sagen sie doch wenigstens ihren Namen, sie Zauberfee!"
"Wieso Zauberfee?" fragte sie, nun sichtlich interessiert.
"Weil sie mich mit ihrer Stimme verzaubert haben. Nun sagen sie schon: Wie hei├čen sie?"
"Sabine."
"Hallo Sabine, ich bin der Dieter. Darf ich sie einladen in ein Cafe oder zu einem Glas Wein in ein nettes Restaurant? Sabine, werden sie kommen?"
"Vielleicht, Dieter..." ist die z├Âgerliche Antwort.

Einige Tage sp├Ąter. Wir haben ein nettes Cafe ausgemacht.
Ich stehe ungeduldig davor. Schau auf die Uhr. Wo bleibt sie nur? Und wie mag sie wohl ausschauen?
"Hallo!"- Ich dreh`mich um, folge der Stimme, ihrer Stimme- und blicke erstaunt nach unten. Sie sitzt im Rollstuhl...!
Schaut zu mir hoch, hat langes, hellblondes Har, s├╝├če Sommersprossen im Gesicht- und vielchenblaue Augen!

Spontan gehe ich vor ihr in die Hocke, sehe sie an und sag:
"Hallo Sabine- fein, dass du gekommen bist. Komm, la├č' uns zusammen Kaffee trinken."

Sabines Augen leuchteten auf, als ich das sagte.

Und es war nicht die letzte Tasse, die wir gemeinsam tranken.
__________________
Den anderen nehmen wie er ist. Kritik ist fruchtbar, darf aber nicht zerst├Âren.

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think twice
???
Registriert: Jul 2003

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Hallo Traum,

Irgendwie ist mir die Geschichte ein wenig zu kurz, zu wenig Spannung, zu wenig, das Interesse wecken w├╝rde. Erst dachte ich ja, da erscheint eine fettleibige Person zu dem Treffen. Das zumindest w├Ąre wohl das Klischee gewesen, aber die Rollstuhlfahrerin ist auch nicht ganz so weit davon entfernt. Ich finde die Geschichte eher unterdurchschnittlich, aber gleichzeitig k├Ânnte man bestimmt etwas daraus machen. Ein wenig ausf├╝hrlichere Beschreibungen, ein wenig mehr Spannung und ich denke, sie k├Ânnte mir ganz gut gefallen.

Liebe Gr├╝├če
think twice

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Traum
One-Hit-Wonder-Autor
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Stimme am Telefon

Hallo,think twice

danke f├╝r Deine Anregungen, aber ich habe die Geschichte bewu├čt kurz gehalten. Mu├č um eine Behinderung etwas aufgebaut werden um sie zu erkl├Ąren und zu akzeptieren? Sie ist da, so wie Fettleibigkeit oder wenn jemand klepperd├╝rr ist.
*War mein Beitrag zum "Jahr der Behinderung
Viele Gr├╝├če
Traum
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Daktari
Guest
Registriert: Not Yet

zu schnell

Hallo, Traum!

Die Geschichte wird im Vor├╝ber gehen erz├Ąhlt. Alles geht so schnell, da├č einem schwindlig davon wird. Man kriegt ├╝berhaupt nicht mit, da├č er die Stimme bezaubernd findet.
Ein wenig Detail ist dringend n├Âtig.
Nummer w├Ąhlen, M├Ąnnerstimme erwearten. Pl├Âtzlich ne Frauenstimme - warm, hell, sympathisch. In die Stimme versinken. Die Frau wird unwillig, weil der andere nicht antwortet. Dann wieder er: Entschuldigung stammelnd, wieder der Stimme lauschen, dann die Einladung aussprechen.

Und dann das Treffen selbst. Da mu├č doch Spannung, Neugier, Aufregung dabei sein. Die Basis ist gut f├╝r eine interessante geschichte, aber so wie es hier steht, entspricht es Fastfood a la Hamburger.

Denk dir ein sch├Ânes Rezept aus und w├╝rze mit Spannung und Humor. Dann wirds ein echter Genu├č.

Ciao
Tim

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Traum
One-Hit-Wonder-Autor
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Behinderung

Hallo Daktari,

Du hast sicher recht, meine Geschichte ist vielleicht atemberaubend schnell formuliert. Ich habe selbst lange ├╝berlegt, ob ich sie nicht noch ausschm├╝cken sollte, aber in meinem jahrelangen Einsatz mit Behinderten und mit- der auf der Gegenseite immer erwarteten Argumentation: Ja, warum ist denn der- oder die behindert, immer wieder dieses Ringen nach Verst├Ąndnis daf├╝r, diesem Ges├╝lze zum Teil...
wollte ich bewu├čt kein "Drumherum" aufbauen. Nur Fakten:
Falsche Telefonnummer gew├Ąhlt, sympathische Stimme, herantasten, Treffen, Rollstuhl, annehmen der Behinderung.
In die Hocke gehen, gleich gro├č sein, gleiche Ebene...

Aber es ist sicherlich schwer, dies in kurzen S├Ątzen her├╝ber
zu bringen. Vielen Dank daf├╝r, da├č Du Dir Gedanken dar├╝ber gemacht hast.

Viele Gr├╝├če

Traum
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