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Leselupe.de > Kurzprosa
Stoßgebet
Eingestellt am 23. 11. 2000 12:32


Autor
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renate cullmann
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2000

Werke: 6
Kommentare: 9
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Lieber Gott, ich danke Dir

für das Glück, hier und heute zu leben ,
und keine Scheuklappen tragen zu müssen ;

für die Gnade, morgens um sechs aufzuwachen
und gesunde Glieder strecken zu können;

für das unbeschreibliche Glücksgefühl,
um 8 Uhr im kalten Wasser zu schwimmen ;

für den seltenen Zufall, an den Richtigen
geraten zu sein, mit dem ich lachen und reden kann;

und für die liebevolle Akzeptanz derer,
die meine Sprache und Kultur lernen wollen...

__________________
Renate

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
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Lieber Gott, ich danke Dir

für das Glück, hier und heute zu leben
und den Blick vor Bekannten aus besseren Zeiten senken zu dürfen,

für die Gnade, morgens um sechs von der Platte geschmissen zu werden
und trotz beginnenden Rheumas meine Glieder strecken zu können,

für das unbeschreibliche Glücksgefühl
spätestens um 8 Uhr wieder an der kalten Flasche zu hängen

für den seltenen Zufall, an den richtigen Kumpel
geraten zu sein, der seinen Fusel mit mir teilt

und für die liebevolle Anteilnahme all derer,
die mir ne Mark in die Mütze werfen.

Oh Gott - Du bist so wahnsinnig gerecht!

Ralph
__________________
Schreib über das, was du kennst!

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renate cullmann
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2000

Werke: 6
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Stoßgebet

Hallo Ralph, sicher geht's auf dieser Welt nicht gerecht zu,aber muss das heißen, dass man seiner Dankbarkeit nicht ausdrücken darf,weil es anderen weniger gut geht?
Ich hatte nach dem Lesen einiger höchst deprimierender Beiträge einfach den Drang, selbst mal was Positives zu schreiben.Auch wenn es nur ganz alltägliche kleine Glücksgefühle sind.
__________________
Renate

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Gisela Bradshaw
Hobbydichter
Registriert: Aug 2000

Werke: 43
Kommentare: 27
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Stoßgebet

Hallo, liebe Renate,
ich bin ganz und gar Deiner Meinung. Am schlimmsten finde ich es, wenn einige Teilnehmer es anscheinend lustig finden, Texte Anderer zu parodieren. Man kann jeden Text parodieren, wenn man will, aber dazu bedarf es doch eine
gehörige Portion Zynismus.
Mir liegt das ganz und gar nicht, ich halte es einfach für schlechten Stil.
Das ist meine Meinung. Dein Beitrag ist vollkommen in Ordnung, und in Ordnung ist es auch, daß Du aus dem Herzen über ein Gefühl schreibst, das Du in einem bestimmten Augenblick hast. Mach weiter so und laß Dich nicht durch einige demotivierende Antworten aus dem Konzept bringen.
Ich bin sehr sauer!!!
Liebe Grüße, Deine Gisela

PS: Ich frage mich: ist diese Leselupe ein Forum für Laien oder nur die Nachfahren von Goethe????
__________________
"In mir ist alles" Hölderlin

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Gisela Bradshaw
Hobbydichter
Registriert: Aug 2000

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Stoßgebet

Lieber bignose,

Eins möchte ich abschließend zu diesem Thema sagen: ich mag Deine versöhnliche, ausgleichende Art sehr.
Lieben Gruß
von Gisela
__________________
"In mir ist alles" Hölderlin

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
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vielleicht sollte ich doch noch etwas dazu sagen

Hallo Renate und Gisela,
Nachdem ich hier mal wieder vorbei geschaut habe und feststellen mußte, daß mein Beitrag zumindest bei euch für Mißstimmung gesorgt hat, will ich mich noch einmal melden, obwohl Gisela das Thema bereits für abgeschlossen erklärt hat. Um es von vornherein klar zu stellen: Ich hatte nicht die Absicht jemanden und schon gar nicht die Autorin zu brüskieren. Ich wollte mich auch keineswegs durch eine Parodie irgendwie über das Gedicht lustig machen. Ich habe zwar nichts gegen augenzwinkernden Spott oder gutmütige Ironie, aber nicht einmal das lag hier in meiner Absicht. Wenn mein Beitrag sogar als zynisch betrachtet wird, macht nun dies wiederum mich betroffen, weil mir nichts entfernter liegt als Zynismus.
Mir ist das, was ich geschrieben habe, ganz spontan beim Lesen eingefallen. Du , Renate, hast Dein "Stoßgebet" geschrieben, um dich bei Gott für das Dir beschiedene Glück zu bedanken. Mir würde nicht im Traum einfallen, mich darüber lustig zu machen. Im Gegenteil - mir haben die Zeilen gefallen. Allerdings fiel mir dabei ein, wie viele Menschen (ich gebe zu, ich habe vielleicht ein zu krasses Beispiel gewählt, aber das war der Kontrastwirkung geschuldet) es gibt, die zu solchen Dankbarkeitsbezeugungen nur wenig oder gar keinen Anlaß haben. Was sollen die tun? Gott danken? Wofür? Wenn es denn so sein sollte, daß wir Menschen ein höheres Wesen für unser persönliches Glück und Leid verantwortlich machen können und dürfen, dann ist dieser Gott in meinen Augen oft ungerecht. Und so lange es Menschen oder Gruppierungen gibt, die in seinem Namen blindwütig aufeinander eindreschen - solange bleibe ich gläubiger Atheist. Das hat mit Zynismus meiner Meinung nach nichts zu tun.
Solange, wie man sich von einem Werk berührt fühlt (ganz gleich wie), hat der Autor den Leser irgendwie erreicht und in ihm etwas ausgelöst. Das - da muß ich Bignose recht geben - passiert nur dann, wenn man sich nicht veranlaßt fühlt, einfach kommentarlos darüber hinweg zu gehen. Wie der Leser reagiert, das dürfte wohl in seinem Ermessen liegen.

Gruß Ralph

PS.: Das mit den Nachfahren von Herrn Goethe habe ich beim besten Willen nicht kapieren können.

__________________
Schreib über das, was du kennst!

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