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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Strandkur
Eingestellt am 30. 05. 2016 01:20


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onivido
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Wie dichter Nebel, getrieben von einer sanften Brise, wich der Schlaf zĂ€h aus seinem Bewusstsein. Er saß in einen gepolsterten Sitz geschnallt. Das eintönige Fauchen in seinen Ohren kam von einer Flugzeugturbine. Er löste den Sicherheitsgurt, rĂ€kelte sich so gut es ging und sann darĂŒber nach, wann und wo er einen Flieger bestiegen hatte. Im Moment konnte er sich nicht daran erinnern.
Hinter der Blende, die das Fenster bedeckte, strahlte die Sonne, helles Blau oben und unten. Offensichtlich flogen sie ĂŒber einen Ozean, aber wohin?
Stirn runzelnd mĂŒhte er sich, herauszufinden, wo er an Bord gestiegen war. Schließlich musste er sich eingestehen, dass er das einfach nicht mehr wusste, weniger noch, wohin der Flug ging. Schon wollte er seinen feisten Sitznachbarn danach fragen, hielt sich aber dann doch zurĂŒck. Der Mann mĂŒsste ihn fĂŒr geistesgestört halten.
Er suchte nach dem Boarding Pass und fand ihn in der Brusttasche seines Hemdes.
Amsterdam – Curaçao. Was sollte er in Curaçao? Ja, wie und wann war er eigentlich nach Amsterdam gekommen? Wohnte er dort? Wie war doch gleich wieder sein Name? Nicht einmal das kam ihm in den Sinn.
Amnesie!
Unsinn, ein Alptraum, gleich wĂŒrde der Wecker lĂ€uten. Er hielt den Atem an und biss sich auf die Zunge, aber er erwachte nicht. LĂ€cherlich, nur keine Panik, ganz ruhig bleiben.
Wer war er? Er sah an sich herunter, hellbraune Hose, gleichfarbige Hushpuppies und ein sandfarbenes, sportliches Hemd mit langen Ärmeln. In der Brusttasche war auch ein Pass. Er zog ihn heraus. Ein deutscher Pass der EuropĂ€ischen Gemeinschaft, auf den Namen Anton Sternbeck. Wohnort Regensburg, Augenfarbe grau, GrĂ¶ĂŸe 186 cm, Geburtsort CumanĂĄ, Venezuela, ausgestellt am 7. Februar 1997, dann eine Unzahl von Stempeln. Das Gesicht auf dem Foto kannte er schon, schmal, kurz geschnittene Haare. Er stand auf, blickte seinen Nachbarn entschuldigend an, wartete, bis der sich aus dem Sitz gekĂ€mpft hatte und zwĂ€ngte sich dann wortlos an ihm vorbei und ging zur Toilette. Sein Gesicht im Spiegel war zweifellos mit dem Passfoto identisch. Er war also Anton Sternbeck. Wieder zog er den Pass aus der Hemdtasche und sah auf das Foto. Nein, kein Zweifel. Er atmete tief, wusch sich HĂ€nde und Gesicht und trocknete sich sorgfĂ€ltig mit einem Papierhandtuch ab, warf nochmals einen Blick auf sein Spiegelbild, schĂŒttelte den Kopf, wie um die Gedanken auf ihren Platz zu rĂŒtteln, entriegelte die ToilettentĂŒr und stakte an seinen Platz zurĂŒck. Der Dicke erhob sich widerwillig. Er zwĂ€ngte sich an ihm vorbei und ließ sich zu einem schĂŒchternen “Danke” hinreißen.
Die Bordzeitschrift in der Tasche der RĂŒckenlehne vor ihm war von der DCA herausgegeben, der Dutch Caribbean Airline. Er saß also in einem Flugzeug der DCA. Sehr schön, aber wieso? Wieder zog er den Pass aus der Brusttasche. Ein Zettel fiel auf den Boden. Er hob ihn auf. Es war ein ausgefĂŒlltes Einreiseformular. Als Grund seiner Einreise nach Curaçao waren GeschĂ€fte angekreuzt. Seine Aufenthaltsdauer war mit einer Woche angegeben, seine Adresse das Howard Johnsson Hotel in Willemstad. Was das wohl fĂŒr GeschĂ€fte sein mochten? Was war sein Beruf? Er blĂ€tterte im Pass. Einreise- und Ausreisestempel, x-mal Maiquetia-Venezuela, Curaçao, Bonaire, ein Visum der Republic of Suriname, US Immigration Dallas, Aeropuerto Internacional Mexico DF, El Dorado-BogotĂĄ-Colombia. Welches Datum war heute? Er sah auf seine Armbanduhr, schwarze Hartgummifassung, schwarzes Lederarmband. Es war Sonntag, 16-08-03, 14:17 Uhr. Wieder öffnete er den Pass. Geburtstag 28/05/61. Schnell errechnete er sein Alter. Großer Gott, schon 42 Jahre alt, schon bald schrottreif!
Hatte er eigentlich GepĂ€ck? Er fingerte den Flugschein aus der Brusttasche. Kein Baggage-tag. Aber um eine Woche in Curaçao zu bleiben, muss man doch GepĂ€ck haben, vermutlich eine große Reisetasche als HandgepĂ€ck. Wie sollte er diese nun identifizieren?
Die Bordsprechanlage begann zu rauschen. Eine weibliche Stimme verkĂŒndete, dass sie sich im Anflug auf den Flughafen Hato von Curaçao befanden und leierte dann die zu diesem Anlass ĂŒblichen Floskeln herunter.
Nach der Landung standen die meisten FluggĂ€ste eilig auf und zogen hastig ihr HandgepĂ€ck aus dem Fach ĂŒber den Sitzen. Ungeduldig warteten sie auf das Öffnen der KabinentĂŒr. Nach ein paar Minuten setzte sich die Menschenschlange endlich in Bewegung. Anton blieb sitzen und wartete ergeben, bis alle Passagiere an seinem Sitz vorbeidefiliert waren, erhob sich und sah in die offenen GepĂ€ckfĂ€cher. Über ihm lag einsam und verlassen eine große, braune Reisetasche und ein Laptop. Er fasste die Sachen und schleppte sie zum Ausgang. Die Passkontrolle verlief reibungslos. Aber die Zöllner schnĂŒffelten in seiner Reisetasche. Hoffentlich, betete er, ist sie die meinige und enthĂ€lt keinen Sprengstoff. Zum Vorschein kamen dann auch nur WĂ€sche und Toilettenartikel.
Die Ankunftshalle schien ihm sehr bekannt. Als er den Ausgang passierte, ĂŒberreichte ihm ein reizendes, dunkelhĂ€utiges MĂ€dchen Touristeninformation.
„Masha danki, dushi “, entfuhr es ihm.
Bedanken konnte er sich jedenfalls vielsprachig.
Bei der Rezeption im Howard Johnson fragte er nach einer Reservierung fĂŒr Anton Sternbeck.
„Ja richtig, von Maduro gebucht“, informierte ihn der Rezeptionist.
Maduro, hÀtte er Bayer gesagt, hÀtte Anton gewusst, wovon er sprach, aber Maduro sagte ihm nichts. Waren das seine Kunden, oder war es die Firma bei der er sein Brot verdiente? Was machte die Firma?
Er fuhr mit dem Aufzug in den zweiten Stock und suchte das Zimmer 214. Die Plastikkarte, die den SchlĂŒssel ersetzte, öffnete ein gerĂ€umiges Zimmer mit einem kleinen KĂŒhlschrank und Fernseher.
Im Laptop war keine Information ĂŒber Maduro gespeichert. Auch seine Beziehung zu Maduro blieb ein RĂ€tsel. Aber immerhin gab es eine PrĂ€sentation einer KlĂ€ranlage auf der Festplatte.
Die gelben Seiten des Telefonbuchs von Willemstad halfen nicht weiter. Maduro machte so ziemlich alles, Touristik, Import, Export, Vertretungen.
Was sollte er tun? Er schaltete den Fernseher ein und suchte eine Nachrichtensendung. CNN berichtete pausenlos ĂŒber Bomben und Explosionen im Irak und in Israel, ĂŒber den verlogenen Bush, seinen Vasall Blair und den klugen Chirac, der den ganzen Terror schon vor der Invasion Iraks prophezeit hatte, ganz wie jeder andere halbwegs vernĂŒnftige Bewohner des Erdballs. Er musste etwas trinken. Vielleicht wĂŒrde ihn der Alkohol entspannen und hoffentlich konnte er sich dann wieder daran erinnern, was er hier in Curaçao zu tun hatte.
„Wo kann man denn hier an einem Sonntag Nachmittag hingehen”, konsultierte er den Rezeptionisten.
„Kennen Sie Mambo Beach?” fragte der.
„Nein. Nie gehört.”
„Da ist heute was los, Happy Hour, voller Touristen aus Holland und der Karibik, Musik und Romantik und so.”
„Hört sich gut an. Wie komme ich denn da hin?”
„Am besten nehmen Sie ein Taxi, 15 Florins.”
„OK. Mambo Beach, here I come.”
Ein riesiger, nicht asphaltierter, staubiger Parkplatz, voll mit Fahrzeugen aller Art war die Endstation der Fahrt. Das Taxi ĂŒberquerte den Parkplatz und hielt am Ende vor einem Zaun, hinter dem ein paar staubige Palmen aus dem daruntergelegenen Strand hervorlugten. Anton ging durch eine kleine TĂŒr, stieg eine Betontreppe hinab und war mitten im Touristentrubel auf einem fast fußballfeldbreiten, langen, Palmen bestandenen Sandstrand. Dröhnende Salsa ĂŒbertönte das Rauschen des Meeres. Er schlĂ€ngelte sich an den Menschen vorbei, die in dichtgedrĂ€ngten Gruppen in Strandkluft herumalberten, alle Bierdosen oder Papierbecher mit undefinierbaren MixgetrĂ€nken in den HĂ€nden. Er nĂ€herte sich einer Bar mit einem Palmwedeldach. Auf halbem Weg stand eine große KĂŒhltruhe voller Bierdosen im Eis. Wie Wespen um einen Honigtopf drĂ€ngten sich die Durstigen um die Truhe, wo sie von zwei gestressten, aber gut gelaunten Blondinen viersprachig bedient wurden.
Anton verlangte ein Heinecken, bezahlte und drĂ€ngte sich weiter zur Bar. Zwischen der Bar und dem Meer gab es eine runde, mit Fliesen belegte TanzflĂ€che. Nur wenige Paare tanzten. Viele MĂ€nner standen noch unentschlossen herum und tranken sich in Stimmung. Die Frauen lauerten auf die MĂ€nner und lachten etwas zu laut. Anton genoss den feuchtwarmen Meeresgeruch und die ausgelassene UrlaubsatmosphĂ€re. Rot senkte sich die Sonne ins Meer, eine leichte Brise machte das Klima ertrĂ€glich. Er setzte sich auf eine kniehohe Steinmauer, die die TanzflĂ€che zum Meer hin abgrenzte, trank genießerisch sein Heinecken und sah und hörte sich um. Papiamentu, hollĂ€ndische, englische, spanische Sprachfetzen, Taki-Taki, ein Gewirr von NationalitĂ€ten, Typen und Hautfarben.
Die TanzflĂ€che belebte sich. Neben ihm nistete sich ein Rudel SĂŒdamerikaner ein. Sie hatten einen Stapel Bierdosen gekauft und bauten sie pyramidenförmig auf die Mauer. Offenbar beugten sie mit dieser Maßnahme dem Ende der Happy Hour vor. Danach wĂŒrde das Bier das Doppelte kosten.
„Das Bier wird doch warm”, meinte Anton.
„Dazu wird es viel zu schnell getrunken“, antwortete der junge Mann, den er angesprochen hatte und hielt ihm eine BĂŒchse Polar unter die Nase. Er hatte bemerkt, dass Antons Dose inzwischen leer war.
Überrascht bedankte sich Anton und nahm sich vor, bei der ersten Gelegenheit eine Runde auszugeben.
„Wo bist du denn her”, fragte ihn eine korpulente Schwarze aus der Gruppe, die sich auf der Mauer neben ihm niedergelassen hatte.
„Aus Deutschland”, antwortete Anton vage. Sein fehlendes Erinnerungsvermögen machte ihn nervös.
„Einen deutschen Akzent hast du aber nicht.”
Dazu wusste er nichts zu sagen, aber um das GesprÀch nicht abzubrechen, stellte er ihr die selbe Frage.
„Aus Kolumbien, aus Cartagena”, erklĂ€rte sie mit Stolz in der Stimme.
„Mach ein wenig Platz, Carmen!" rief eine junge Frau, die aus der Menge aufgetaucht war, die aufregendste Mulattin, die Anton je gesehen hatte, wenigstens in den letzten vier Stunden, an die er sich erinnern konnte, groß, verfĂŒhrerische Proportionen, schulterlanges, dichtes Kraushaar, hellbraun gefĂ€rbt mit blonden StrĂ€hnen, hautenge Hose, die nur bis drei Finger unter dem Nabel reichte, ein T-Shirt, das eine handbreit darĂŒber endete und im Nabel ein Piercing und darum herum vielleicht ein ganz klein wenig zu viel Cholesterin unter der Haut. Winzige Schweißperlen standen auf ihrer Stirn. Wahrscheinlich war sie eben nach einem eiligen Fußmarsch angekommen, Als er merkte, dass er sie anstarrte, streckte er schnell Carmen die Hand hin und sagte: „Hola Carmen, ich heiße Antonio.“
„Antonio, das ist Reina”, stellte Carmen die Neuangekommene vor.
„Encantado, Reina”, strahlte er.
Reina gab ihm die Hand. Sie war fest und warm und die BerĂŒhrung ging ihm bis in den Unterleib.
„Bist du auch aus Cartagena?”
„Ja, und du?”
„Aus Deutschland.”
„Und was machst du in Curaçao?” setzte er das Verhör fort.
„Ich arbeite als Kellnerin.”
„Eigentlich habe ich Meeresbiologie studiert, aber das ist lange her”, fĂŒgte sie hinzu.
„Ich bin Ingenieur”, hörte er sich zu seiner Überraschung sagen, wohl, weil er glaubte, diese Berufssparte sei fĂŒr Frauen besonders attraktiv.
Rasch drÀngte er sich zur Bar, kaufte zwei Sechser-Packungen Amstel und reichte sie herum.
Reina trank das eiskalte Bier ein bisschen zu schnell.
Die Sonne war untergegangen, der Mond hing jetzt riesengroß, tief ĂŒber dem Meer. Der Beat der Salsa Brava hĂ€mmerte in seinen Ohren.
"Azuquita mami, azuquita pa' ti", röhrten die Lautsprecher.
Er fasste Reina bei der Hand und zog sie auf die TanzflÀche.
Danach waren sie wieder zu ihrem Platz auf der Mauer zurĂŒckgekehrt. Er hatte sie unbewusst um die HĂŒfte gefasst und sie hatte sich wie absichtslos ein wenig an ihn gedrĂ€ngt.
Sein IdentitĂ€tsproblem war unwichtig geworden. Es war ihm jetzt egal, dass er nichts ĂŒber sich wusste, dass er keine Ahnung hatte, was er hier in Curaçao sollte. Sein neues Leben hatte vor fĂŒnf Stunden begonnen und sein Mittelpunkt war Reina. JĂ€h hatte er sich in sie vernarrt.
SpÀt in der Nacht gingen sie Seite an Seite durch den Sand zum Strandhotel. Jetzt konnten sie das Meer rauschen hören.
„Ich habe zwei Kinder, zwei MĂ€dchen”, sagte Reina leise.
„Da fehlt dir ein Junge von mir.”
„Meinst du das ehrlich, oder machst du dich ĂŒber mich lustig?”
„Ich meine es ehrlich, von ganzem Herzen.”
„Bist du verheiratet”, fragte sie unsicher.
„Ja”, sagte er, „ich bin verheiratet.”
Und plötzlich wusste er wieder, wer er war. Ja, er war Anton Sternbeck, ja, er wohnte in Regensburg und er war verheiratet mit Marlene, 39, RechtsanwĂ€ltin, die davon ĂŒberzeugt war, dass sie an seiner Seite vorzeitig alterte, die keine Kinder wollte, um ihre Karriere nicht aufs Spiel zu setzen, die ihm nach vierzehn Jahren Ehe den Titel des langweiligsten Mannes des Planeten verliehen hatte und ihn einen engstirnigen Macho schimpfte. Anton erinnerte sich an das Ritual ihres tĂ€glichen Streits und wie sie sich anödeten, wenn sie einmal nicht stritten.
Es war zum aus der Haut fahren.
Und eben das hatte er fĂŒr ein paar Stunden getan.
„Ja, ich bin verheiratet“, wiederholte er und fĂŒgte entschlossen hinzu:
„NĂ€chste Woche lasse ich mich scheiden.”


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Hagen
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Profil

Hallo Onivido,
deine Geschichte habe ich gern gelesen.
Leider ging aus ihr nicht hervor, wie die Amnesie des Protagonisten zustande kam.

Amnesie kann sowohl nach UnfĂ€llen, beispielsweise bei einem SchĂ€del-Hirn-Trauma oder einer GehirnerschĂŒtterung, als auch bei Epilepsie, Meningitis, Enzephalitis oder einem Hirnschlag auftreten. Mögliche Ursachen fĂŒr eine Amnesie sind außerdem die Hypoxie, die Demenz oder MigrĂ€ne oder eine Elektrokonvulsionstherapie. Bei traumatischen Erlebnissen, einer sog. GehirnwĂ€sche oder Hypnose kann es zur dissoziativen Amnesie kommen.

Medikamentös ist dies bisweilen auch durch Langzeitmedikamententherapie mit Stoffen wie Midazolam oder Flunitrazepam bedingt, ZufĂŒhrung von Morphin oder Fentanyl kann ebenso wie Sedierung (z. B. Propofol) diese Folge haben. Weitere GrĂŒnde fĂŒr Amnesie sind Stress oder Veranlagungen in der Genetik.

Amnesie kann auch durch Vergiftungen hervorgerufen werden, wozu hier auch Alkohol oder andere Drogen gezĂ€hlt werden, insbesondere wenn sich der Alkoholmissbrauch ĂŒber lange Jahre hinweggezogen hat (Korsakow-Syndrom). Die einfachste und glaubhafteste Lösung bei dem Protagonisten.



Vielleicht kannst Du da noch was machen.

Ansonsten, wie gesagt, eine gelungene, in den Details stimmige Story, die sich allerdings mehr als Beginn eines Romans eignet.
Es tun sich massig Fragen auf, die durch das Open-End leider abgewĂŒrgt werden.

Trotzdem,
liebe GrĂŒĂŸe!

Wir lesen uns!

Yours Hagen

___________
egal was schief geht,
tue so, als wÀre es Absicht!

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onivido
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Dec 2015

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Hallo Hagen,
Das Unterbewusstsein hat dem guten Anton eine Auszeit gewĂ€hrt und er durfte seine eheliche Situation mal kurzzeitig vergessen. Das hat ihm auch geholfen einen Entschluss zu fassen. Ich sehe den Schluss der Geschichte nicht als “Open End”. FĂŒr eine Kurzgeschichte reicht es doch anzudeuten, dass der Mann ein “neues Leben” beginnt – mit Reina.
Um einen Roman zu schreiben, fehlt mir die Geduld und Fantasie und nicht zuletzt einfach dasKönnen.
Ich danke dir fuer deinen Kommentar mit den ausfĂŒhrlichen Beschreibungen der Ursachen eines GedĂ€chtnisverlusts. Von Medizin habe ich keine Ahnung und keine Beziehung , ausser dem tiefen Misstrauen gegenĂŒber der Pharmaindustrie und ihren Handlangern und ihren Zielen.
Beste GrĂŒsse///Onivido

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Hyazinthe
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Registriert: May 2015

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Hallo onivido!

Eine schöne Geschichte von einem Mann, der sein altes Leben hinter sich lassen will, um ein anderes, gÀnzlich neues zu beginnen. Ein typisches Midlife-Crisis-Thema.

Sehr spannend fand ich den Anfang: Im Flugzeug wach zu werden und nicht mehr zu wissen, wer man ist, wieso man sich dort befindet usw. Allerdings stelle ich mir vor, dass solch eine umfassende Orientierungslosigkeit mit GefĂŒhlen wie Angst, Panik und Hilflosigkeit einhergehen muss. Dein Protagonist hingegen bleibt auffallend cool und rational.
Als Frau gefÀllt mir dann am Ende das schnelle Hineinstolpern in eine neue Beziehung nicht so richtig. Kann es so einfach sein?

Liebe GrĂŒĂŸe,
Hyazinthe


__________________
Immer neugierig bleiben

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