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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Strichjungen aus Leidenschaft
Eingestellt am 11. 05. 2017 14:46


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Ruedipferd
AutorenanwÀrter
Registriert: Jun 2009

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Im Laufe des Tages kamen stĂ€ndig Freunde zu uns. FĂŒrs Bootshaus reichte meine Kraft noch nicht aus, deshalb trafen wir uns auf meinem Zimmer. Eigentlich waren es drei RĂ€ume. Wir hatten aber zwei WĂ€nde herausgenommen und so besaß ich ein Schlafzimmer mit Couchgarnitur und neben meiner eigenen kleinen Bibliothek dort auch ein Arbeitszimmer mit Schreibtisch, PC und Sitzgelegenheit fĂŒr Besucher. Den Rest des großen Zimmers hatte ich mir als Wohnraum gestaltet und in eine Nische eine kleine PantrykĂŒche eingebaut. Nur zwei Herdplatten und eine Mikrowelle, damit ich mir kleine Gerichte aufwĂ€rmen konnte. Mein großer Fernseher war mit einer Stereoanlage und gewaltigen Lautsprechern ausgestattet worden, so dass sich meine Eltern ein einziges Mal beschweren mussten und mir zukĂŒnftig, auch wenn ich Besuch hatte, nur ZimmerlautstĂ€rke genehmigten. Eine ĂŒberdimensionale Kuschelschlafcouch komplettierte mein ‚kleines‘ Reich, das man auch gerne so nennen durfte und bei allen meinen Freunden seinesgleichen suchte. Nun, so etwas war auch nur auf einem Schloss möglich, wo die entsprechenden RĂ€umlichkeiten zur VerfĂŒgung standen.

Jacob, Mario und Andy waren mein bescheidenes Heim natĂŒrlich gewohnt und lĂŒmmelten sich mit Rene auf dem Sofa. Ich hatte Techno aufgelegt, wohlweislich darauf achtend, das die LautstĂ€rke im ErtrĂ€glichen blieb, was bei dieser Musikrichtung naturgemĂ€ĂŸ schwierig war. Cola und Bier standen reichlich auf und neben dem Tisch. Rene und ich mussten mit Alkohol etwas aufpassen, weil wir noch Antibiotika schluckten. Naschis und Kartoffelchips hatten meine Besucher mitgebracht. Es war also urgemĂŒtlich bei mir, zumal es draußen anfing zu regnen. Christoff streckte den Kopf zur TĂŒr herein. „Hallo, ich wollte die neuen MĂ€nner begrĂŒĂŸen!“, lachte er uns zu. „Oder muss ich Windelbabys sagen? Eure Fotos gehen gerade um die ganze Welt.“ „Komm, Chris, nein, die Windeln haben wir in Berlin gelassen. Die ziehen wir in einem halben Jahr wieder an, wenn die Pumpe eingebaut wird. Aber, auch wenn ich meine Cousine am liebsten gevierteilt und bei Barbara eingemauert hĂ€tte, so habt ihr auf diese Art alles gesehen und wir mĂŒssen nicht stĂ€ndig wieder die Hosen ausziehen.“ Ich zeigte auf den gefĂŒllten Tisch. Er schĂŒttelte den Kopf. „Nur ein Bier, bitte, Glas brauche ich nicht. Bin Flaschenkind. So, dann ist alles okay mit euch zweien?“
Rene grinste. „Alles paletti. Ich verabschiede mich nĂ€chste Woche nach Hamburg. Am 30. August haben wir dort einen Termin bei unserem Doc. Der wird auch Augen machen. Und am 10. September geht’s los mit der Uni.“ „Oh, hat es mit Jura geklappt?“, fragte Chris. Rene senkte traurig das Gesicht. Ich antwortete fĂŒr ihn. „Er hat den Schnitt nicht ganz geschafft. Aber er studiert nun auch BWL und wenn er damit fertig ist, darf er Jura hintendran hĂ€ngen.“ „Ja, meine Eltern haben grĂŒnes Licht gegeben. Solange ich nicht Kneipenwirtschaft studiere, geht alles klar. Sie freuen sich, einen fleißigen Sohn zu haben“, meinte Rene. „Davon können unsere alten Herrschaften nur trĂ€umen. Aber Jacob will nun doch in die Fußstapfen unseres Vaters treten und Forstwirtschaft lernen“, berichtete Mario, der im nĂ€chsten Jahr Abitur machen sollte. Ich horchte auf. „Jacob, doch nicht etwa in MĂŒnchen? Hast du schon eine WG?“ Meine Augen suchten Andy. Dessen weiteten sich bereits hocherfreut. Seine Phantasie begann umgehend zu arbeiten. „Wir haben drei Zimmer, herrliche Unilage, zentrumsnah, Kneipen gleich nebenan und vor allem, die Wohnung ist vom Feinsten! Zur Anlage gehört auch ein Schwimmbad mit Sauna, das wir mitbenutzen können, eine super Dachterrasse fĂŒr Partys und es sind nur junge Leute im Haus. Ich brauch nichts zu bezahlen, außer Strom und eine Umlage fĂŒr die Nebenkosten. DafĂŒr sorge ich fĂŒr GetrĂ€nke, haben wir abgemacht“, erzĂ€hlte er freudestrahlend und nahm sich demonstrativ die nĂ€chste Flasche von unserem leckeren Hausbier. Die Stimmung bei mir wurde nahezu euphorisch.

„Du, das wĂ€re doch geil. Dein Zimmer ist nicht ganz das GrĂ¶ĂŸte, aber Bett, Schreibtisch und PC mitsamt Schrank, passen gut rein. Das Bad ist riesig, mit Regendusche und Whirlpool. Onkel Ludwig hatte sich fĂŒr Hubertus ein standesgemĂ€ĂŸes Luxusapartment gekauft und nun haben sich mein Vater und Maurice eingeklinkt. Wenn ich fertig bin, und ich muss ja auch zwei AbschlĂŒsse hinlegen, kommt Beatrix. Sie wird vielleicht eine Weile nach Paris gehen, aber das Hauptstudium wird sie hier machen.“ Jakob strahlte. „Also, wenn das geht, das wĂ€re supergeil. Mein Vater zahlt bestimmt etwas zu und ich kann ja fĂŒr die MĂ€dels sorgen. Wir brauchen Leute zum AufrĂ€umen und Saubermachen. Aber das krieg ich geregelt. Man darf nur nicht gleich mit der TĂŒr ins Haus fallen. Wenn man sich dumm genug anstellt, nehmen die MĂ€dchen von selbst die Putzeimer in die Hand. Vielleicht bekochen sie uns auch. Ich organisiere obendrein die Partys. Das wird eine Gaudi!“
„Ich spreche nachher mit meinem Vater. Er wird sich sicher dann auch mit deinem unterhalten. Die beiden verbindet ohnehin ziemlich viel Blödsinn“, meinte ich. Mario grinste. „Blödsinn ist wohl nicht ganz der richtige Ausdruck dafĂŒr. Die zwei hatten nĂ€mlich was miteinander. Als unser Alter unsere Mutter kennenlernte, war spontan alles vorbei. Es gab deswegen gewaltigen Knatsch, aber dann hat dein Opa ein Machtwort gesprochen und Vater nach Abschluss des Studiums als Förster eingestellt. Jetzt sind die beiden wieder beste Freunde. Nur Freunde!“ Ich staunte und freute mich ĂŒber die BestĂ€tigung dessen, was ich ohnehin schon ahnte. Aha. Da kam also langsam aber sicher scheibchenweise die Wahrheit ans Licht. Das war gut zu wissen. Ich fĂŒrchtete schon seit lĂ€ngerem die Unterredung mit meinem alten Herrn. Aber jetzt war ich natĂŒrlich aus dem Schneider. „Sehr schön. Das erspart mir einiges an Vorhaltungen, falls bei mir alle StrĂ€nge reißen.“ Ich schmunzelte siegesgewiss zu Rene und Andy. Nichtahnend, dass sich gleich eine riesen Katastrophe ereignen wĂŒrde. Jacob lĂ€chelte zuckersĂŒĂŸ. „Max, du biederer scheinheiliger Grafensohn, nicht nur dein Vater hatte eine schwule Beziehung mit unserem Vater. Ich will es mal so ausdrĂŒcken, wie der Vater so der Sohn. Und damit ist nicht Andy gemeint und Rene auch nicht. Ihr habt in Hamburg ganz was anderes gemacht. Keine Sorge, Conny hat nicht gequatscht. Es ist einfach durchgesickert und ein tolles Video auf YouTube vom StriptĂ€nzer Graf Max, lud zum Nachforschen ein. Eins und eins sind zwei und der Jungenstrich lag gleich nebenbei!“
Oh Gott! Ich konnte die aufsteigende BlĂ€sse in meinem Gesicht fĂŒhlen. Wenn das so war, wusste Vater natĂŒrlich alles. „ErzĂ€hl mir bitte genau, was du, wann und wo rausgefunden hast“, bat ich zitternd mit einem unguten GefĂŒhl in der Magengegend. Mario antwortete fĂŒr Jacob.

„Als eure SchwĂ€nze auf YouTube erschienen, stellte irgendeiner Fotos und Filmchen vom Strippen in Connys Bar dazu. Untertitel: Strichjunge Graf Max aus Bayern zieht die Lederhosen aus. Ein kleiner Bericht und ein Foto von dir, Conny, Rene und Andy an einem gewissen Parkplatz stehend, waren darauf zu sehen. Das Bild zeigte eindeutig euch. Die meisten im Dorf hatten es angeschaut und mein Vater hielt es deinem unter die Nase. Dann waren sie beide im Bootshaus verschwunden. Unser Alter grinste hinterher und erzĂ€hlte uns brĂŒhwarm, das wir aber sehr kleine SchwĂ€nze hĂ€tten. Er spielte natĂŒrlich auf die Bestenliste an. Die beiden lachten sich halb tot und wussten sofort, um was es sich bei der Aufstellung handelte. Jacob hatte dann gegengehalten und gemeint, dass Vater an allem Schuld wĂ€re, weil er uns nicht besser ausgestattet hĂ€tte. Dad deutete ihm daraufhin eine Backpfeife an und sagte nichts mehr. Das Thema wird seitdem totgeschwiegen. Ich denke, das ganze Dorf weiß, was los ist.“
Uii! Das waren schlechte News. Ich dachte an meinen alten Herrn. Er konnte viel vertragen, aber das war wohl des Guten zu viel und konnte nur bedeuten, dass ich mich seelisch auf eine intensive Auseinandersetzung mit ihm vorbereiten durfte.
„Okay, das hab ich auszubaden. Es ist ohnehin Schluss. Wir wollten nur Conny helfen und durch die OP sind wir am 30. August, wenn wir in Hamburg wieder mit ihm zusammenkommen, noch schachmatt. Danach geht das Studium los und ich wollte sowieso nicht mehr an das Luxusstricherleben anknĂŒpfen.“ Ehrlichkeit war jetzt vor meinen Freunden das Wichtigste. Sie wĂŒrden alle hinter mir stehen. Da war ich mir ziemlich sicher. LĂŒgen und Abstreiten wĂ€re unter diesen UmstĂ€nden wirklich Dummheit. Deshalb wĂ€hlte ich die Flucht nach vorn. Mario grinste. „Also, Jacob und ich sind auch bi. Aber ich steh im Augenblick mehr auf BrĂŒste, er auch. Seine große Liebe heißt Steffi.“ Ich starrte meinen Kumpel an. „Etwa die Steffi aus der Elften? Die sieht nicht schlecht aus. Heißes GerĂ€t. Gratuliere, Jacob!“ Der lachte. „Danke, danke. Ich bin auch ganz zufrieden mit mir. Sie ist zwar nicht adelig, wie deine Jenny, aber sie hat eine schöne Oberweite. Habt ihr nur auf dem Parkplatz angeschafft?“

Puh, jetzt hieß es Farbe bekennen. Die ließen nicht locker. Ich sah Rene an. „Nein, es hat alles damit angefangen, dass Max nicht auf seinen Dad gehört hatte und allein aus dem Hotel auf die Reeperbahn gegangen war. WĂ€hrend er sich da rumtrieb, lernte er Conny kennen, der auf Freier wartete. Die zwei kamen ins GesprĂ€ch und Conny betĂ€tigte sich gleich als ZuhĂ€lter. Max wurde, weil er noch wie ein Baby aussah, von ein paar PĂ€dos gefickt. Beim nĂ€chsten Besuch bei unserem Doc nahm er mich mit. Eins ergab dann das andere. Am Schluss lernten wir Kurt kennen, der uns vom Parkplatz und dem ganzen Strichersumpf wegholen wollte und fĂŒr 2000 Euro an Luxusfreier verkaufte. Es war eine heiße Zeit in Hamburg, die ich nicht missen möchte. Nun haben wir endlich unsere eigenen SchwĂ€nze und wenn die Pumpe eingebaut ist, sind wir echte Stricher. Aber Max hat Recht. Das passt nicht zum Studium, wobei ich mir vorstellen kann, bei Kurt weiterzuarbeiten. Der Verdienst ist geil und so viel kann ich nirgendwo in so kurzer Zeit bekommen.“ Rene zuckte mit den Schultern. „Wahnsinn“, meinte Jacob. „Das wĂŒrde ich mir selbst ĂŒberlegen. Und wenn man lediglich mit den Typen schlafen muss, ist es auch leichte Arbeit. NatĂŒrlich nur, wenn man mit Kerlen und mit Frauen gleichermaßen kann.“ Das GesprĂ€ch war jetzt in eine völlig neue Richtung gelaufen. Aber ich atmete beruhigt aus. Die anderen nahmen es vernĂŒnftig auf, sahen es sogar fast als normal an und ich musste nur schlucken, wenn ich an meinen Vater dachte. Um halb sechs Uhr kam er zu uns.





„Guten Abend, die Herren. Große Runde, gutes Bier?“, lachte er, und klopfte auf den Tisch. Rene und Jacob antworteten nahezu aus einem Mund. „Sehr gutes Bier, Herr Graf. Echtes Wildensteiner Pils. Gibt es nur hier im Original. Möchten Sie eines?“ „Da der Kasten aus meiner Fabrik stammt und mit Sicherheit von meinem Sohn nicht bezahlt wurde, gern!“ Andy reichte ihm eine Flasche. „So, ihr seid also die Raubritterschar, die meinem Max nun Gefolgschaft leistet? Dann auf die Ritter von Burg Wildenstein, Saufgelage, Orgien und was Jungen sonst noch einfĂ€llt! Ich denke, die Herren Max, Andy und Rene haben sich bei Conny restlos die Hörner abgestoßen und sind jetzt bereit an ihre berufliche Zukunft zu denken. Dann kann man alles andere als JugendsĂŒnden und dumme Jungen Streiche abtun. Erfahrungen, auch auf pikanten Gebieten, machen nicht dĂŒmmer und sind manchmal im spĂ€teren Leben sogar nĂŒtzlich. Es ist allerdings genau wie beim Alkohol und bei den Frauen: Man muss rechtzeitig aufhören können. In dem Sinne, Prost!“
Hach, da plumpste mir jetzt gerade eine ganze Felswand vom Herzen. Das ist ja der helle Wahnsinn. Mein Dad war wirklich der GrĂ¶ĂŸte. Keine Vorhaltungen, keine Moralpredigt! Nun gut, die konnte er sich tatsĂ€chlich schenken, angesichts seiner eigenen schwulen Vergangenheit. Aber trotzdem, seine Reaktion war schon bemerkenswert und ich konnte stolz auf ihn sein. „Danke, Dad. Du bist der beste Freund, den ich habe. Weiß Mum etwas, was sie besser nicht wissen sollte?“ Mein Vater wischte sich spontan eine kleine TrĂ€ne aus dem Auge. „Junge, das war das schönste Kompliment, das du mir machen konntest. Der beste Freund seines Sohnes zu sein, ist wohl das Ziel aller VĂ€ter. Viele erreichen es nie. Und wenn deine Mutter etwas weiß, dann wird sie es dir bestimmt nicht sagen. Sie wird dich allenfalls spĂŒren lassen, was sie davon hĂ€lt. Wobei sie andere Methoden anwendet und ihre derzeitige Waffe trĂ€gt sogar einen Namen: Jenny! Was ich unterstreiche. Das MĂ€del ist nicht nur ausgesprochen hĂŒbsch, sondern passt in allen Bereichen zu uns. Ich habe Georg, ihren Vater, und Amalia, ihre Mutter, kennen gelernt. Es sind wunderbare Menschen, die genau wie wir, davon ausgehen, das ihr zwei das neue kĂŒnftige Grafenpaar Wildenstein werdet. Jenny ist ĂŒbrigens nicht von gestern. Sie ist dir möglicherweise auch auf bestimmten Gebieten weit ĂŒberlegen, aber sie ist eine Dame, genau wie deine Mutter.“ Ich schwieg beruhigt. „Ich werde euch keinen Kummer mehr machen, Dad. Versprochen. Wusstest du, dass Jacob auch in MĂŒnchen Forstwirtschaft studieren wird? Wir hatten eben beschlossen, dass er eigentlich bei uns in der WG wohnen könnte. Das dritte Zimmer ist frei und sein Vater steuert sicher etwas dazu. Jacob kennt sich gut mit MĂ€dchen aus und wĂŒrde uns eine große Hilfe sein.“ „Daran zweifle ich nicht. Jacobs Ruf eilt ihm in dieser Hinsicht hier schon voraus. Aber, kann ich dann auch erwarten, dass ihr irgendwann noch einmal in der Uni an den Vorlesungen teilnehmt? BWL gehört zwar zu den Wirtschaftswissenschaften, aber die Kneipen sind natĂŒrlich nicht damit gemeint.“ Wir drei sahen uns an und lĂ€chelten siegessicher. „Aber immer Dad, wir werden alle pĂŒnktlich unsere Scheine machen und ich kann dann auch schon mal sehen, was ich beim Forsten alles lernen muss. Wann sollen wir eigentlich mit dem Försterlehrgang beginnen? Die PrĂŒfung ist nicht ohne“, setzte ich nach. „Ich kĂŒmmere mich drum. Hartmut kann euch unterrichten und ich besorge euch die LehrbĂŒcher. Ich spreche nachher sowieso mit ihm. Gut, Jakob, dann wirst du sozusagen der dritte Skatbruder im Bunde. Sorgt dafĂŒr, dass die Wohnung in einem Topzustand bleibt und Mutter mal eine Nacht bei euch schlafen kann, wenn sie etwas in MĂŒnchen vorhat.“ Er blieb noch ein paar Minuten und verabschiedete sich zufrieden von uns. Auch die anderen mussten langsam gehen.

Mein Leben verlief also perfekt organisiert, fiel mir ein. Ich ging zur Toilette, stellte mich wie selbstverstĂ€ndlich ans Becken und nahm meinen kleinen Freund zĂ€rtlich in die Hand. Er enttĂ€uschte mich auf diesem Gebiet nicht mehr. Mann, was war ich glĂŒcklich. Konnte das alles wahr sein? Ich kniff mir in die Wange. Autsch, ja, ich lebte in der RealitĂ€t. Die nĂ€chsten Wochen vergingen ohne besondere Vorkomnisse. Rene war schon lange nach Hause gefahren und mailte fleißig. Er arbeitete bei Kurt an der Bar, wollte aber noch keine Freier haben. Conny fand es völlig in Ordnung, ließ allerdings nebenbei immer seine sarkastischen Bemerkungen fallen. Am 30. August flog ich nach Hamburg, wo mich der Doc zunĂ€chst herzlich begrĂŒĂŸte. Wir unterhielten uns fast eine Stunde miteinander und tranken Tee dabei. Er schaute sich begeistert das Operationsergebnis an. Rene kam dazu. „Rene, schön, dass du auch da bist. Komm gleich herein. Ich wollte euch zwei nĂ€mlich fragen, ob ihr Lust habt, zu meinem Transkidstreffen im November zu kommen. Wir werden sicher wieder um die zehn Leute sein. Diesmal habe ich aber mehr Jungs als MĂ€dels. Das ist schon komisch. Doch ihr könnt dann von euch berichten und ihr seid ja auch nicht prĂŒde. Es gibt eine Sauna im Hotel, so dass ihr euch dort auch ungeniert den anderen Jungs zeigen könnt. NatĂŒrlich nur, wenn ihr das auch wollt.“ Klar wollten wir. Was fĂŒr eine Frage. Den goldenen Apfel mussten wir natĂŒrlich zurĂŒckgeben. Es war auch ein schöner Gedanke, anderen helfen zu können. Die sieben Jungen sollten zwischen dreizehn und sechzehn Jahre alt sein, also voll passend fĂŒr uns. Warum sich auf einmal das GeschlechterverhĂ€ltnis so markant in die andere Richtung drehte, konnten wir uns allerdings alle nicht erklĂ€ren.

Nach dem Arzttermin fuhren wir zwei erst mal zur Reeperbahn. Als völlig normale Jungs. Was fĂŒr ein GefĂŒhl! Rene steuerte auf seinen Lieblingssexshop zu. Neue Klamotten konnten nicht schaden und eigentlich waren sie auch zur Feier des Tages als Belohnung nicht nur erlaubt, sondern auch Pflicht. Ich erstand ein paar geile Unterhosen, die kaum Stoff besaßen und hinten alle Freuden offen ließen. Ein schwarzes Satin-T-Shirt und eine schwarze Jeans fanden ihren neuen Besitzer. Ich zog mich wie Rene gleich im Laden um. Gummis packten wir auch reichlich ein.

Fast automatisch nahmen wir danach den Weg in Richtung Kais Wohnung. Vor dem alten GemĂ€uer, das anscheinend dem Abrissplan der Stadt entkommen zu sein schien, sahen wir uns entsetzt an. „Oh, was stinkt das hier. Wollen wir uns das wirklich antun?“, fragte ich Rene. Der zog die Nase ebenfalls kraus. „Wir sind jetzt richtige Strichjungs. Bei Kai hat es angefangen und bei ihm sollte es auch aufhören, oder was meinst du?“, antwortete er. Okay. In Gottes Namen. Ich schob Rene die vergammelte Treppe rauf und musste meinen WĂŒrgereiz bekĂ€mpfen. Kai öffnete mĂŒde und besoffen. Als er uns sah, hellte sich sein Blick sofort auf. Wir erzĂ€hlten ihm, warum wir gekommen waren. „Setzt euch, trinkt ein Bier mit mir und dann zeigt mir eure SchwĂ€nze und Ärsche.“ Er wollte uns bezahlen. Ich ĂŒberlegte kurz. „Nein, Kai. Heute bekommst du uns zwei ausnahmsweise fĂŒr die HĂ€lfte. Brauchst es ja nicht Conny zu sagen. Wir wollen nur wie richtige Stricher behandelt werden.“ Er grinste, gab mir dreißig Euro. Die Geschenke durfte er dann selbst auspacken und schrie entzĂŒckt auf. „Endlich seid ihr vollstĂ€ndig, nun, es fehlen noch die Eier. Aber das hier sieht schon sehr gut aus.“ Er schlug jedem von uns mit der Hand vorsichtig auf die Backen. „Hosen weg und aufs Bett mit euch beiden. Ich vernasche euch gleich zusammen.“ Professionell nahm ich einen Gummi aus der Tasche und ging brav mit Rene ins angrenzende Schlafzimmer. Unser Freier kam herein und erhielt, was er inzwischen heftigst begehrte. Er stöhnte wohlig auf, als wir alles vollbracht hatten. Ich wollte mich wieder anziehen. Kai wehrte ab. „Liegenbleiben. Ihr seid Stricher und mĂŒsst Geld verdienen. Ich rufe ein paar Freunde an.“ Ach du liebe Zeit. Rene rubbelte sich auf dem Bett und kam. Auch ich spĂŒrte meine ĂŒbliche Erregung, wenn ich in meiner Rolle lebte. Es klang also zĂŒnftig aus. Wir gehorchten, warteten auf unsere Freier und taten, was sie von uns verlangten. Es waren diesmal nur zwei fĂŒr jeden. Kai schrieb zwar fleißig SMS, erhielt aber meistens Absagen. Er stöhnte. „Da macht man sich die MĂŒhe, die Leute zu holen und dann haben sie kein Geld oder keinen Bock. Einer sitzt im Knast. Na ja, der kann auch wirklich nicht.“ Er schnaufte. Rene schlug ihm freundschaftlich auf die Schultern. „Macht nichts, Kai, dann hast du ein paar SchĂŒsse mehr. Es ist eh das letzte Mal. Max studiert nĂ€chsten Monat und ich will nur noch fĂŒr Kurt arbeiten, wenn ĂŒberhaupt, und nur dann, wenn ich Lust habe. Das ist eine andere Welt und ein anderer Verdienst, den auch Conny zu schĂ€tzen weiß. Apropos?“ Er lag neben Kai auf dem Bett und klatschte mir auf den Hintern. „Wollen wir langsam unseren Herrn und Meister besuchen?“ Ja, daran dachte ich auch gerade. Es stank fĂŒrchterlich bei Kai und ich hatte irgendwie die Nase voll, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich freute mich auf eine schöne Dusche und frische Klamotten. „Japp, lass uns. Kai, alles Gute. Vielleicht sieht man sich mal. Halt die Ohren steif und ihn auch!“, sagte ich. Ich musste mich einfach beeilen und als ich endlich aus der Wohnung ins Freie trat, atmete ich die frische Luft tief ein. Rene erging es nicht anders. „Uff, das brauche ich nicht jeden Tag. Es turnt mich auch lange nicht mehr so an.“ Ich zog die Augenbrauen hoch.
Unterwegs meldete sich mein Magen und Rene brauchte ich gar nicht erst anzusprechen. Der nĂ€chste Imbiss auf der Reeperbahn gehörte also uns. Einige MĂ€dels, die reinkamen, grĂŒĂŸten. Ich kannte sie vom Sehen. Sie trugen Zivil und tuschelten miteinander in unsere Richtung. „Hallo, ihr SĂŒĂŸen, wer tuschelt, lĂŒgt“, flachste ich. Nachdem sie bestellt hatten, nahmen sie uns in Besitz. „Ich bin Franzi und meine Freundin heißt Moni. Eigentlich haben wir frei, aber fĂŒr euch machen wir auch gerne ein paar Überstunden“, sagte das holde Geschöpf, an meiner Seite, welches nur einfache Jeans und einen viel zu engen Pulli trug und mir ungeschminkt ins Gesicht lachte. „Wir haben auch Feierabend und mĂŒssen Conny unseren mageren Verdienst nach Hause bringen, sonst gibt es Hiebe“, meinte Rene. „Aber ein Bier geben wir euch dennoch aus, einfach, weil ihr so umwerfend nett und hĂŒbsch seid“, flötete er im Nachgang. Oh, Gott, was konnte der Typ SĂŒĂŸholz raspeln. Aber eigentlich waren die zwei eine schöne ErgĂ€nzung zu Kais Gestank und ich fĂŒrchtete schon, ich könnte etwas unangenehm riechen. Ich sprach Franzi drauf an. Sie schnupperte an meinen Ohren und biss mir urplötzlich in die LĂ€ppchen. „Autsch, du sollst nur riechen, nicht essen!“ „Also, wenn ich einen Kerl prĂŒfe, dann richtig. Und du bist zum Anknabbern sĂŒĂŸ. Was ist, zur Feier des Tages darfst du zum halben Preis?“ Ich schĂŒttelte traurig den Kopf. „Das hat mit dem Preis gar nichts zu tun, wir sind gerade operiert worden und unseren neuen SchwĂ€nzen fehlt noch die Erektionshilfe. Im nĂ€chsten Jahr kommen wir gerne auf euer Angebot zurĂŒck. Dann bezahlen wir auch voll“, lachte ich und gab ihr einen Kuss. Wir blödelten noch etwas und aßen. Rene nickte mir zu. So leid es mir auch tat, wir mussten uns wirklich jetzt verabschieden. Bussi zum Abschied. Sie lĂ€chelten uns nach. Zielstrebig zog mich Rene ĂŒber den Hinterhof in die ToilettenrĂ€ume der Bar. Wir mussten beide pinkeln. Ob Mark mal wieder hier gewesen war, fragte ich mich und sprach es laut aus. „Wir können gleich mal fragen.“ Rene öffnete die TĂŒr. Es roch nach Rauch. Das Duschen konnten wir uns eigentlich sparen. Alkohol- und Zigarettengeruch umwehten uns und zogen in die Kleidung und in die Haare ein. Babs wischte an ihrer Bar herum. Das MĂ€del merkte gar nicht, das sie Kundschaft bekommen hatte. Sie erschrak und blickte auf. „Nein, was habt ihr mich erschreckt, hey, wie geht es euch zweien? Ach, lasst euch drĂŒcken.“ Sie knutschte mit FreudentrĂ€nen in den Augen jeden ab. Zwei Cocktails standen Augenblicke danach vor uns. Wir mussten erzĂ€hlen. Unser YouTube Kanal hatte zu großer Erheiterung beigetragen. Conny war noch in der Schule. Er bekam auch wĂ€hrend der Ferien Nachhilfestunden, um im nĂ€chsten Semester in den Hauptschulkursus ĂŒbernommen werden zu können. Kurt kĂ€me spĂ€ter. Ich konnte es nicht lassen und turnte kurz an meiner Stange. Aber, es war zu frĂŒh und ging mir gleich auf die Knochen. Das merkte ich selbst, nach wenigen Minuten. „Hat sich Mark eigentlich mal wieder sehen lassen?“, fragte ich Babs. Sie nickte und trank von ihrem Cocktail. „Er hatte sich lange mit Kurt unterhalten. Es ist eine Weile her. Corinne muss ihm den Kopf verdreht haben. Die zwei sind zusammen und Mark bekommt vom Doc eine Drogenersatztherapie. Er wartet auf einen freien Therapieplatz. Auch ĂŒbt er mit Corinne an der Stange. Es sieht toll aus. Fast noch besser, als bei dir. Er ist ja wirklich ProfitĂ€nzer und hat als Kind Ballett gehabt.“ Whow. Das hörte sich super an. Dann konnte ich vielleicht noch etwas von Mark lernen! „Kommt er regelmĂ€ĂŸig? Ich kann noch nicht tanzen, das macht meine Kondition nicht mit. Aber ich wĂŒrde ihn liebend gerne sehen“, erwiderte ich gleich und schwelgte in Vorfreude. „Sie sind sicher nachher hier.“ Ich sah auf die Uhr. Es war noch etwas frĂŒh. Jedoch, Conny könnte bald da sein.

„Was ist, wollen wir unseren ZuhĂ€lter zuhause abpassen? Der wird Augen machen, wenn wir ihm unseren Verdienst unter die Nase halten“, meinte ich zu Rene. „Ich fĂŒrchte, er wird uns eher den Arsch versohlen, weil es so wenig ist“, flĂŒsterte der und machte Anstalten zu gehen. „Danke, Babsi, schreib an, wir sehen uns nachher.“ Babs schĂŒttelte den Kopf und warf Rene ihren Putzlappen um die Ohren. Draußen wurden wir von einigen MĂ€dels aus dem Laufhaus umringt. Eine war hĂŒbscher als die andere und zwei gefielen mir sogar sehr. Sie erinnerten mich an Jenny. Gottseidank wurde noch nichts draus, sonst hĂ€tte ich heute bestimmt keine Treuepunkte sammeln können. Automatisch machten wir noch einen Abstecher in die Travestiebar. Dort kannte man uns inzwischen sehr gut. Wir wurden gleich umringt. Jessika, die Herrin des Hauses gab einen Drink aus. „Ach, ihr zwei, wie schön. Euer Video eilt euch voraus. Wie fĂŒhlt man(n) sich, mit dem eigenen Schwanz?“ „Es ist ein herrliches Feeling und ich bin jetzt ein ganz anderer Mensch, Jessi. Als ich aus der Narkose aufwachte, musste ich spontan heulen. Da war endgĂŒltig zusammengewachsen, was zusammengehörte“, erzĂ€hlte ich. Sie wusste genau, wovon ich sprach. Ihre Augen sahen mich warmherzig und verstĂ€ndnisvoll an. Man konnte sich bei Jessika zu jeder Zeit geborgen fĂŒhlen. „Ich kenne das. Die meisten, die bei mir arbeiten, haben Ă€hnliche Karrieren hinter sich. Viele finden aber auch nur hier die einzige Möglichkeit, ihr eigenes Ich wenigstens stundenweise leben zu dĂŒrfen. Sie trauen sich einfach nicht, den letzten Schritt zu wagen und verharren in so einer Art Starre oder Status quo. Ich denke immer, solange sich jemand damit wohl fĂŒhlt, ist es auch richtig. Einige sind allerdings bereits ein Fall fĂŒr den Psychiater und wollen es nicht wahr haben. Ihr beiden habt es wesentlich besser gehabt. Nicht nur, weil es fĂŒr MĂ€nner ohnehin leichter ist. Ihr seid genau wie eure biologischen Geschlechtsgenossen. Kerle gehen ihren Weg geradlinig und machen einfach, was sie wollen. Wir Frauen brauchen viele Umwege, lassen uns ablenken und vor allem viel zu schnell Angst einjagen. Was wir eigentlich gar nicht nötig haben. Das man heute bereits bei den Kindern ansetzen kann, ist ein wirklicher Segen. Kids bekommen dann gar nicht erst so viele Macken, wenn sie wissen, dass sie verstanden werden. FĂŒr die meisten ist es auch keine Katastrophe, erst als Erwachsene Hormone und Operationen erhalten zu können. Das wichtigste ist, bereits in der gefĂŒhlten Rolle zu leben, ohne die verhasste geschlechtliche Entwicklung durchmachen zu mĂŒssen. Das beflĂŒgelt und gibt Raum fĂŒr die Schule. Ich habe selbst wĂ€hrend der PubertĂ€t die meiste Zeit damit zugebracht, mich dagegen zu wehren. FĂŒrs Lernen blieb da kaum etwas ĂŒbrig.“ Sie hatte Recht. Mir taten die Frauen oft sehr leid. Wer erst als Erwachsener in die Therapie kam und sein Coming out haben konnte, musste bis dahin sehr viel Zeit seines Lebens verschenken. Die Stimme war bereits tief, eine Operation an den StimmbĂ€ndern immer mit grĂ¶ĂŸten Risiken verbunden und die meisten brauchten die Epilation, um ihrem Bartwuchs beizukommen. Meistens verloren die Frauen auch ihren Beruf und ihre bisherigen Familien. Wer großes GlĂŒck katte, konnte mit der Ehefrau eine Weile zusammenleben und auch einen Weg finden, die Kinder in die transsexuelle Problematik mit einzubeziehen. Das war aber nur wenigen vorbehalten. Der ĂŒberwiegende Teil kĂ€mpfte nach wie vor gegen Vorurteile, Abwertung, Diskriminierung und Intoleranz. Durch die Verbreitung hasserfĂŒllter populistischer Parolen wurde all das noch gefördert. Wir waren tatsĂ€chlich auf einem Weg, der nicht in eine konstruktive Zukunft, sondern geradewegs zurĂŒck in die schreckliche Vergangenheit fĂŒhren konnte, die wir lĂ€ngst schon hinter uns gelassen haben wollten. Schade. Wir können nur das Beste hoffen und selbst durch den eigenen offenen Umgang mit anderen Menschen, seien es Transsexuelle und ihre vielen Varianten, Homosexuelle, AuslĂ€nder, FlĂŒchtlinge, was auch immer, eine tolerante freie und kritikfĂ€hige Gesellschaft vorleben. „Wir mĂŒssen unsere Rechte verteidigen, Jessi, notfalls auch dafĂŒr kĂ€mpfen. Wir tun es nicht nur fĂŒr uns. Es ist ein Kampf, von dem alle profitieren, auch Heteros und Rentner, Familien. Arme und reiche. Der Krieg macht keine Unterschiede, totalitĂ€re Regime auch nicht. Da reicht oft nur eine einzige Verleumdung aus, um dein bisheriges Leben zu zerstören. Dagegen ist keiner gefeit. Es kann jeden treffen. Wehret den AnfĂ€ngen und lernt aus der Geschichte, ist meine Meinung dazu.“ Jessika nahm mich gerĂŒhrt in ihre krĂ€ftigen Arme. Sie hielt das Sektglas hoch, prostete uns mit ihrer markanten tiefen Stimme zu. „Auf Frieden, Freiheit und eine bessere Welt!“ Ja, das hĂ€tte ich nicht treffender formulieren können. Rene trank aus, meinte wehmĂŒtig, wir mĂŒssten jetzt los und bedankte sich mit einem Kuss bei Jessi fĂŒr die Drinks. Ich nahm mir fest vor, in meinen beiden Leben fĂŒr meine hohen Ideale und Werte zu werben. Es lohnte sich bestimmt, dachte ich bei mir. Und wenn man etwas aus Überzeugung tat, erst recht.

Schweigend ging ich neben meinem Freund und Leidensgenossen zu Connys Wohnung. Wir sahen ihn schon von weitem. Er kam just um die Ecke, als wir in seine Straße einbogen. Aber was war das? Wie sah der denn aus? Unser strenger ZuhĂ€lter trug lĂ€ssig eine Schultasche ĂŒber seinen Schultern und erschien damit auf den ersten Blick zum Schießen komisch. Oder nur ungewohnt? Das konnte ich im Moment nicht so richtig fĂŒr mich einordnen. Rene wurde allerdings automatisch zum Spötteln angeregt. Hihi. Handy ‘raus und mehrfach auf den Fotoauslöser gedrĂŒckt. So ein Bild musste man einfach festhalten. Das durfte einem nicht entgehen. „Was soll denn das jetzt werden, wenn’s fertig ist? Habt ihr zwei Penner noch nie einen SchĂŒler gesehen?“, schimpfte Conny wĂŒtend los. „Doch“, ich konnte das Kichern nicht verhindern und bekam mich kaum unter Kontrolle. „Aber die spielen sich nicht als ZuhĂ€lter fĂŒr unschuldige Strichjungen auf. Wie sollen wir jetzt noch Respekt vor dir haben?“ Rene gluckste ebenfalls. „Und vor so einem habe ich die Hosen heruntergezogen und mich verhauen lassen!“ Connys Blick verdĂŒsterte sich augenblicklich. Er krĂ€uselte gespielt die Stirn, kniff seine Augen zusammen. Oh, war da besser Vorsicht angesagt? So kannte ich ihn gar nicht. „Kommt rein und helft mir bei den Hausaufgaben“, bemerkte er scheinheilig und schob uns in den Hausflur. Oben schmiss er, genau wie ich, wenn ich nach Hause kam, seine Tasche auf den Boden, nahm drei Bier aus dem KĂŒhlschrank und zog uns erst einmal zu sich. „Conny, wie schön dich zu sehen. Ich freue mich so.“ Ich drĂŒckte ihn fest an mich. Seine KĂŒsse hatten nichts von der gewohnten Leidenschaft eingebĂŒĂŸt. Auch Rene schmuste ausgiebig mit ihm. „Und, erzĂ€hlt mal. Alles gut gelaufen? Darf ich mir die Ergebnisse auch anschauen?“ Was fĂŒr eine Frage? Rene sah mich ĂŒberrascht an. Irritation! Baff, war gar kein Ausdruck, fĂŒr das, was wir gerade mit unserem gestrengen Herrn und Meister erlebten. „Conny, bist du krank? Du sprichst so anders, so geschwollen?“, fragte Rene. „MĂŒssen wir uns Sorgen machen“, konterte auch ich und legte meine Hand an seine Stirn. Aber die war kalt. Beruhigt stellte ich mich vor ihn hin, öffnete meine Hose und prĂ€sentierte mein bestes StĂŒck. Er drehte ihn zur Seite, nach oben, nach unten und rieb darauf herum. Rene stand, ebenfalls halbnackt, neben mir. „Im nĂ€chsten FrĂŒhjahr wird die Erektionspumpe eingesetzt. Und danach kann ich tatsĂ€chlich immer, im Gegensatz zu euch BiomĂ€nnern“, erklĂ€rte er mit stolzgeschwellter Brust. Conny lĂ€chelte etwas sĂ€uerlich. Seine Hosen landeten in der Ecke. Wir wussten sofort, was das zu bedeuten hatte.

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