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Leselupe.de > Humor und Satire
Studentenleben
Eingestellt am 18. 09. 2001 03:03


Autor
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m.marxgoe
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Wie sehr regt man sich auf! ├ťber diese St├Ârenfriede. Diese Menschen (es werden wohl welche sein), die nachts um drei meinen, ihren Nachbarn zeigen zu m├╝ssen, was f├╝r einen phantastischen Musikgeschmack sie haben. Ich stehe dann gern auf, um in aller Ruhe eine Zigarette zu rauchen und um den ged├Ąmpften T├Ânen, die durch die Wand in mein kleines Zimmer gelangen, zu lauschen. Stunden lang k├Ânnte ich so da sitzen, wenn ich nicht studieren w├╝rde, sondern nur zur Arbeit gehen m├╝├čte. Zumeist werde ich dann nachdenklich. Immerhin wohne ich in einem Studentenwohnheim, und meine Nachbarn studieren demnach auch -- sollte man annehmen. Ich ├Âffne eine Flasche Bier (wie immer: einen edlen Tropfen), um mir das Nachdenken zu erleichtern. Wie sieht es aus, das Studentenleben meiner Nachbarn?
Neulich lauschte ich einem wirklich witzigen Gespr├Ąch zweier "alter Hasen" (Nummer eins: Physik, 18. Semester; Nummer zwei: Altphilologie / Philosophie, 21. Semester):
eins: Was f├╝r eine Nacht! Haben "das leben des brian" geschaut.
zwei: Seit wann glauben Physiker denn an Gott?
eins: Eben! Aber seit wann verstehen Philosophen was von Kunst?
zwei: Stimmt, die gr├Â├čten K├╝nstler waren Physiker. ├ťberdenke doch bitte mal Dein Weltbild.
eins: Relativ gesehen sieht die Welt gemalt besser aus als auf Photos.
An dieser Stelle m├Âchte ich lieber ausblenden, bevor die beiden auf ernste Themen zu sprechen kommen.
Manchmal sitze ich in der Mensa, neben mir ein Blauhemd: gepflegter Scheitel, reine gebr├Ąunte Haut, auf dem Stuhl neben ihm liegt die lederne Aktentasche im 80 Grad Winkel an die Lehne gekippt. Sp├Ątestens wenn sein Mobiltelefon klingelt (Beethovens 5. oder "Daylight in your eyes") und er beginnt ├╝ber Aktienkurse zu reden (Moment, das mu├č ich erst noch checken!), suche ich mir einen anderen freien Platz, meinetwegen auch neben einer Toilettent├╝r, bevor er noch per WAP im Internet nach Neuigkeiten sucht und anschlie├čend SMS-Nachrichten in die weite Welt versendet.
Lieber sind mir doch die Sport- oder P├Ądagogikstudent"Inn"en, die sich t├Ąglich mit ihren f├╝nfzig Freund"Inn"en treffen. Schade finde ich nur, da├č sie nicht merken, da├č jede"r" einzelne in dieser Gruppe untergeht, sie Teil einer homogenen Masse sind.
Es gibt nat├╝rlich noch viel mehr Wissenswertes ├╝ber Studenten und ihre weiblichen Begleiter zu berichten (vielleicht auch von Anderen), leider mu├č ich jedoch jetzt zur Arbeit, Baf├Âg ist selten geworden.
Zuvor h├Âre ich noch etwas Musik: Tom Waits, damit der Schmerz nicht zu kurz kommt (Tom, ich liebe Deine herzzerrei├čende Stimme).
__________________
Michael Marx

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