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Leselupe.de > Ungereimtes
Stumm
Eingestellt am 24. 05. 2009 17:52


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Meral Vurgun
Routinierter Autor
Registriert: Dec 2004

Werke: 141
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Stumm


"es kribbelt im Bauch bei mir
und das nur wegen dir

lass mich mit dir
auf T√ľrme steigen
durch Wälder gehen
dem Wasser lauschen
und dich lieb haben"

sagte der Mann
und die Frau hat geschwiegen.


__________________
Wir m√ľssen lieben, bevor es zu sp√§t ist.

Version vom 24. 05. 2009 17:52
Version vom 24. 05. 2009 22:54

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
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Liebe Meral,

Hier kommen kleine √Ąnderungen, die du √ľbernehmen kannst:

Stumm


"es kribbelt im Bauch bei mir
und das nur deinetwegen

lass mich mit dir
auf T√ľrme steigen
durch Wälder gehen
dem Wasser lauschen
und dich lieb haben"

sagte der Mann
und die Frau schwieg.
alternativ auch:
und die Frau hat geschwiegen.

Mir w√ľrde auch zusagen:
doch die Frau schwieg.

aber ich weiß nicht, ob das noch dem entspricht, was du sagen möchtest.

Gr√ľ√üe von Maren

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 860
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Hallo Meral,

ein eindrucksvolles Gedicht. Zunächst scheint es etwas platte Bilder zu benutzen, dann aber drehst Du durch die letzte Zeile den Inhalt so, dass man ins Nachdenken kommt.

Liebe Gr√ľ√üe

Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Meral,

auch dieser Text gefällt mir gut. Vielleicht fehlt es ihm etwas an Eleganz, doch das wird durch seinen bedenkenswerten Inhalt aufgehoben.

Tatsächlich sind es oft Männer, die so argumentieren: "und alles wegen dir", dadurch die Frauen unter Druck setzen und letzendlich zum Schweigen verurteilen, gerade weil angeblich alles ihretwegen geschieht.

@ Ivor: Deine Variante finde ich erlesen schön!

Liebe Gr√ľ√üe
Heidrun

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
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Ich verstehe dies Gedicht so:

Der erste Teil ist ein Zitat, wenn ich dich, Meral, richtig verstand.
Somit ist diese Aussage eine unver√§nderbare und der Ausgangspunkt f√ľr Merals kurze aber sehr aussagekr√§ftige Zeilen.
Ich schließe mich Heidruns Meinung an:
Deinetwegen oder wegen dir, das sind die Worte, die der Geier holen möge! Sie weisen von vornherein so etwas wie Schuld zu.

...meine Empfindungen zu Merals Gedicht, mehr nicht:
"Ich h√§tte es ja sonst nicht getan..." So etwas ist keine erfreuliche Aussage sondern die einmal um die Ecke gesprochene Mitteilung, dass man ja etwas GANZ anderes tun w√ľrde, wenn da nicht die Frau w√§re, in in man sich (dummerweise) verguckt hat. Nun m√∂chte (soll) man ihr etwas bieten.
Fragt sich nur, ob die Frau das √ľberhaupt m√∂chte. Undankbar will sie nicht erscheinen und schweigt.

Gr√ľ√üe von Maren


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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Liebe Meral und all Ihr lieben Kommentierer!

Gerne möchte ich mal meine Leseversion hier zum Besten geben, weil ich es eindrucksvoll finde, welche Vielfalt ein Text eröffnen kann, allein durch die eine Schlusszeile:

"Und alles wegen dir" k√∂nnte auch bedeuten, dass der Mann nicht sehr wortgewandt ist, ist man ja normalerweise auch nicht, wenn man verliebt ist, und eigentlich sagen wollte: Keine andere bringt dieses Gef√ľhl in mir hervor, nur du.

Dann bietet er ihr an, wozu ihn sein Gef√ľhl antreibt.

Interessant finde ich, dass die Schlusszeile nun ins Perfekt wechselt. "hat geschwiegen".

Deswegen lese ich das so, dass die Sicht der Frau in eine ferne Vergangenheit geht. Sie schwieg, weil sie sich vielleicht erinnert hat an einen anderen Mann, den es nicht mehr gibt und von dem sie diese Worte lieber gehört hätte.
Vielleicht erinnert sie sich auch an ein anderes Land und dessen T√ľrme und W√§lder und B√§che, wo sie viel lieber w√§re.

Was soll sie jetzt antworten? Alles Geliebte ist verschwunden. Auf etwas Neues kann sie sich vielleicht noch nicht einstellen, möchte es aber gerne und so lauscht sie in sich hinein und wartet auf ihre eigene Antwort.

In dieser Weise eröffnet sich mir dieser Text.

Liebe Gr√ľ√üe
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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